Wegfall von Steuerprivileg für Sprit fressende Dienstwagen erwogen
Bundesregierung und SPD prüfen die Abschaffung steuerlicher Privilegien von Sprit fressenden Dienstwagen. Ein solcher Vorstoß aus der SPD-Fraktion sei «interessant», bestätigte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums in Berlin.«Wir werden das prüfen.» Allerdings hat Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) selbst bereits einen entsprechenden Vorstoß ins Gespräch gebracht. «Wer auf besonders umweltbelastende Fahrzeuge nicht verzichten will, muss das am Preis spüren», hatte der Minister kürzlich im Gespräch mit dem Magazin «Auto Motor Sport» gesagt. Die Überlegungen zielen dem Vernehmen nach vor allem auf Spritschlucker der Oberklasse, die überwiegend als Dienstwagen in Deutschland verkauft werden.Auch im Finanzministerium hieß es, der Vorschlag der Einschränkung der steuerlichen Absetzbarkeit von Dienstwagen als - Betriebs- oder Werbungskosten - bei der Einkommen- oder Körperschaftsteuer werde geprüft. Viel konkreter und dem Grundsatz nach in der Koalition einvernehmlich ist der Plan, die Kfz-Besteuerung vom Hubraum auf den Schadstoffausstoß umzustellen. Das Ministerium arbeite daran, den Referentenentwurf als Diskussionsgrundlage in diesem Jahr vorzulegen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Umweltminister hatte in dem Interview gesagt: «Die Bundesregierung wird noch in diesem Jahr einen Vorschlag auf den Tisch legen. Wir streben eine Lösung an, die von allen Beteiligten akzeptiert wird - auch von der Autoindustrie.»Zuvor hatte der Vizevorsitzende der SPD-Fraktion, Ulrich Kelber, erklärt, die Kosten für den Betrieb von Firmenwagen sollten wegen des Klimawandels nur noch bis zu einer vertretbaren Höhe von der Steuer absetzbar sein. «Heute subventioniert die Allgemeinheit die Spritfresser. Wenn wir eine Obergrenze einführen, ist damit endlich Schluss», sagte Kelber der «Berliner Zeitung» (Freitag). Die Grenze für die Anerkennung der Steuervergünstigung könnte je nach künftigen Abgasgrenzwerten festgelegt werden, hieß es in der SPD-Fraktion auf dpa-Anfrage. Im Mittel könnte dies bei 5 Liter je 100 Kilometer liegen, wenn der Abgasgrenzwert wie in der EU jetzt vorgesehen künftig bei 130 Gramm CO2 je Kilometer liegen werde.Bislang können Firmen die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Dienstwagen komplett von der Steuer absetzen, einschließlich der Kosten für den Kraftstoff. Das bedeute für die übrigen Steuerzahler Milliarden-Verluste. Auch Gabriel stellte in dem Magazin fest: «Langfristig muss man auch das Steuerrecht unter die Lupe nehmen. Wenn in Unternehmen Dienstwagen genutzt werden, die letztlich über die Werbungskosten abgesetzt werden, dann ist es beim Spritverbrauch egal, ob man einen sparsamen Wagen oder ein besonders durstiges Modell wählt. Ich weiß nicht, ob es angemessen ist, den Steuerzahler dafür auf Dauer zur Kasse zu bitten. Oder ob es nicht sinnvoll ist, den Steuerzahler dafür auf Dauer zur Kasse zu bitten. Oder ob es nicht sinnvoll ist, die Absetzbarkeit von Werbungskosten auf einen bestimmten Kraftstoffverbrauch zu beschränken.
Ähnliche Themen
227 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Übrigens hat selbst boborola 22% Erparnis vorgerechnet. Ist doch nicht schlecht, oder?
Zu kurz gedacht. Zum Einen habe ich noch eine korrigierte Fassung nachgelegt - kann ich gerne heute abend noch einmal posten.
Da ist dann der Verkaufserlös und die USt richtig berücksichtigt.
Zum Anderen implizierst Du immer, daß ein Fahrzeug für die Firma völlig nutzlos ist.
Was sind 22% "Ersparnis" (die es in der Praxis nicht sind) im Vergleicdh zu einem Privatkauf, wenn der Wagen überwiegend dienstlich genutzt wird? In dieser Zeit hat man privat rein garnichts davon, darf aber munter zahlen... :rolleyes:
Zitat:
Gerade gute (und arbeitswillige ) Ingenieure werden doch wieder gesucht.
Ja, Du hast Recht. Seit etwa einem halben Jahr gibt es tatsächlich Alternativen.
Aber auch Chefe weiß genau, wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht und wann er sich was herausnehmen kann und wann nicht.
Zitat:
Da kann es ja nicht so schwer sein einen neuen Arbeitsvertag zu bekommen. Wenn nicht in Deutschland dann z.B. in Kananda.
Nun ja, das ist halt immer ein bißchen problematisch, wenn man Familie hat. Dann müßte ich nämlich entweder ohne Frau und Kind nach Kanada oder meine Frau müßte erst mal ihren (guten) Job hier aufgeben. Einen Job gegen den anderen zu tauschen scheint aber auch nicht gerade sinnvoll.
Zitat:
Und der Arbeitnehmer bekommt erstmal Geld vom Staat. Das bekommt der Unternehmer nicht.
Wenn er arbeitslos wird, das stimmt. Dafür zahlt er aber auch jeden Monat in die Arbeitslosenversicherung ein. Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, kein Almosen vom Staat!
Mir scheint die Vorurtteile liegen nicht nur bei den Angestellten.
Zitat:
Deine Betrachtung zu Schulden und Privatvermögen des Selbstständigen zeigt IMHO deutlich, dass Du nur eine sehr begrenzte Sichtweise hast. Das mag für ein (kleines) Ingenieurbüro vielleicht noch funktionieren (IMHO selbst da nicht, denn dann gibt es den Cayenne auch nur bei privater Bürgschaft) für größere Firmen, vorallem die die auch irgendetwas herstellen, gilt das jedenfalls nicht.
In der Tat beschränken sich meine persönlichen Erfahrungen auf planerisch tätige Büros und Arztpraxen was Selbstständigkeit angeht.
Zumindest für die meisten Ing-Büros gilt, dass sie sobald als möglich zur GmbH werden. Im Falle einer Involvenz wird der Chef nicht mit seinem Vermögen haften müssen. Und Betriebsvermögen ist im Grunde eh keins vorhanden.
Im Übrigen kommen wir total von der eigentlichen Kritik ab. Ich kritisiere ja nur, das Dinge als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, die keine sind.
Seien es Beamer, Digicams, Computer, Möbel oder eben auch Autos.
Mir hat schon mal ein praktizierender Arzt gesagt, der einzige Vorteil der eigenen Praxis sei die Möglichkeit private Anschaffungen absetzen zu können. Neben der erheblich geringeren Arbeitsbelastung gegenüber dem Angestellten Arzt natürlich.
Anwesende sind von solcherlei Vorwürfen natürlich ausgeschlossen.
Aber das dies in großem Stil betrieben wird, kann doch kaum einer bestreiten. Und DARÜBER regen sich die Leute auf. Nicht darüber, dass ein Außendienstler ein anständiges Auto fährt (wobei ich nicht weiß wozu man ein Auto größer C-Klasse unbedingt braucht außer zu Spaß, es sei denn man ist Handwerker und braucht den Laderaum).
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Dafür zahlt er aber auch jeden Monat in die Arbeitslosenversicherung ein. Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, kein Almosen vom Staat!
Nach diesem Schenkelklopfer sehnt man sich doch danach diese Leistung in private Hand zu legen, dann könnten aktuell die wenigsten die bedarfsgerechten Prämien bezahlen und würden über eine solche Aussage zumindest ansatzweise nachdenken bevor sie öffentlich getätigt wird.
Zitat:
Zum Anderen implizierst Du immer, daß ein Fahrzeug für die Firma völlig nutzlos ist.
Weil es mir hauptsächlich um diesen Fall geht. Wie schon oft erwähnt hat niemand was dagegen, wenn ein Außendienstler seinen Wagen geltend machen kann.
Aber sehr viele Wagen werden nur für die Fahrt zur Arbeit genutzt. So wie das bei den meisten Angestellten auch ist. Die können aber nur ein paar km abrechnen und das wars. Dabei ist abzusehen, das die km-Pauschale sowieso bald fallen wird.
Extrembeispiel: Der Vater eines meiner Comilitonen verlor seinen Job. Da er nichts neues fand (soviel zu dem Thema) blieb ihm nur der Ausweg in die Selbstständigkeit.
Da er nicht wußte, wie es laufen würde, nutzte er (und tut dies bis heute) einen Kellerraum seines Hauses als Büro.
Die Geschäfte liefen super, er machte ca. 200.000 DM im ersten Jahr.
Sein Steurberater befahl ihm: Kaufen SIe sich sofort ein neues Auto, E 230 für 75.000DM wurde gekauft.
Das Auto konnte er voll geltend machen, obwohl er es (wenn' hoch kommt) einmal die Woche dienstlich nutzte.
Wer war wohl der Hauptnutzer des Fahrzeuges? Richtig, mein Kumpel.
Zitat:
Nach diesem Schenkelklopfer sehnt man sich doch danach diese Leistung in private Hand zu legen, dann könnten aktuell die wenigsten die bedarfsgerechten Prämien bezahlen und würden über eine solche Aussage zumindest ansatzweise nachdenken bevor sie öffentlich getätigt wird.
Ja, das wäre toll. Denn eine private Versicherung müßte nicht fremde Leistungen wie ABM, Umschulung und arbeitsfördernde Maßnahmen bezahlen. Desweiteren könnte man sich eine Versicherung auswählen und wüßte auch vorher was man eigentlich bekommt im Versicherungsfalle.
Der Angestellte ist der gezwungen in das System einzuzahlen ohne irgendeinen Einfluß auf Vertragsbedingungen oder Versicherungsleistungen.
ALG I bitte nicht mit ALG II verwechseln.
Übrigens kann der Selbständige heute auch in die AV, wenn er will. Komisch, dass das keiner macht wenn es doch so toll ist.
Wenn man sich das Thema etwas genauer ansieht kann ich, obwohl selbst Nutznießer der bisherigen Regelung, die Problematik verstehen. Nehem wir einmal zwei Beispiele:
Jährliche Kosten von € 30.000,- für einen Firmenwagen, der so bei € 100.000,- Bruttolistenpreis liegt.
Ein Unternehmer, der nahe seiner Wohnung arbeitet und den Wagen geschäftlich nicht nutzen muss versteuert dafür privat 1%, also € 12.000,- pro Jahr, mach netto etwa € 6.000,-. Das steht natürlich in keinem Verhältnis zu den tätsächlichen Kosten von € 30.000,-
Nehmen wir einen anderen Fall. Hier arbeitet der Unternehmer vertriebsorientiert, nutz den Wagen zu 80% für's Geschäft und wohnt 30 km von seinem Büro entfernt. Er versteuert über die 1% + Entfernung ca. € 24.000 im Jahr, also € 12.000,- netto. Das ich schon ein erheblich, wenn man bedenkt, dass die 20% Privatnutzung für das Unternehmen nur € 6.000,- ausmachen.
Wenn man sich also aufregt sollte man wirklich den Einzelfall betrachten. Möglicherweiswe kommen wir bald dahin, das Firmenwagen nur noch mit Fahrtenbuch steuerlich absetzbar sind.
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
...Das Auto konnte er voll geltend machen, obwohl er es (wenn' hoch kommt) einmal die Woche dienstlich nutzte.
Wer war wohl der Hauptnutzer des Fahrzeuges? Richtig, mein Kumpel.
Die Zeiten sind allerdings vorbei.
Heutzutage muß eine geschäftliche Nutzung von mindestens 50% nachgewiesen werden.
Im übrigen gilt (und das war schon immer so) der Grundsatz der "Angemessenheit", d.h. Investitionen müssen in Relation zum Gewinn stehen. Wenn sich der Kleingewerbetreibende einen Maybach zulegt und ein paar Picassos ins Büro hängt ist und bleibt das Privatvergnügen.
Gruß
der cobold
@matzhinrichs
Tut mir leid, aber aus Deinem Beitrag lese ich nur das, was Du mir vorwirfst.
Du legst mir Sachen in den Mund, die ich nicht gesagt habe, und unterstellst praktisch jedem, der irgendwas an der jetzigen Steuerpraxis ändern will, dass er ein von Neid zerfressener, fauler, unproduktiver, dem Chef eigentlich nur auf der Tasche liegender Schamrotzer ist, der wohl bald sowieso ALG II bezieht.
Wie Du schon bemerkt hast, fahre ich auch als Angestellter ein schönes Auto und ja, ich bin mit meinem Leben zufrieden so wie es ist.
Aber Selbstständige wie Dich darf man scheinbar als dummer Angestellter gar nicht erst kritisieren, ja noch nicht mal die Dich betreffenden Gesetze.
Du erweist der Unternehmerzunft hier einen Bärendienst.
Zitat:
Die Zeiten sind allerdings vorbei.
Aber wie wird das nachgewiesen? Mit einem selbst geschriebenen Fahrtenbuch?
Würde mich wundern, wenn es noch keine Software gäbe, die anhand der Steuererklärung passende Fahrten generiert.
Zitat:
Im übrigen gilt (und das war schon immer so) der Grundsatz der "Angemessenheit", d.h. Investitionen müssen in Relation zum Gewinn stehen. Wenn sich der Kleingewerbetreibende einen Maybach zulegt und ein paar Picassos ins Büro hängt ist und bleibt das Privatvergnügen.
Gilt dieser Grundsatz wirklich? Wie wird das bemessen? Wer stellt die Angemessenheit fest? Anhand welcher Kriterien?
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Aber wie wird das nachgewiesen? Mit einem selbst geschriebenen Fahrtenbuch?
Das ist ja das Hirnrissige, um den 50%-Anteil nachzuweisen, sind "geeignete Aufzeichnungen" anzufertigen. Mit anderen Worten, wahrscheinlich ist man nur mit einem Fahrtenbuch auf der sicheren Seite.
Also muß man ein Fahrtenbuch führen, um nachzuweisen, daß die 1% Pauschale gerechtfertigt ist, die man aus Vereinfachungsgründen deshalb gewählt hat, um kein Fahrtenbuch führen zu müssen.
Sowas kann nur Beamtengehirnen entspringen.
Zitat:
Gilt dieser Grundsatz wirklich? Wie wird das bemessen? Wer stellt die Angemessenheit fest? Anhand welcher Kriterien?
Ich zitiere mal aus Wikipedia:
"Andere Aufwendungen, die auch die private Lebensführung tangieren sind darüber hinaus nicht abzugsfähig, "soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind". Bei der Prüfung der Angemessenheit sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtiger und insbesondere ist zu prüfen, inwieweit die Aufwendungen zweckmäßig, zur Verfolgung des mit der jeweiligen Maßnahme erstrebten Ziels erforderlich und durch wirtschaftlich vernünftige Gründe zu rechtfertigen sind. So kann z. B. die Unterhaltung eines Geschäftsflugzeugs und - in seltenen Fällen - auch der Unterhalt eines besonders aufwendigen Kraftfahrzeugs zu unangemessenen Aufwendungen führen. Vom Abzug ausgeschlossen sind auch Aufwendungen für den Besuch von Nachtlokalen."
Besonders letzteres ist gemein. Als Unternehmer geht man in solche Etablissements schließlich nicht zum Vergnügen ;)
Gruß
der cobold
Zitat:
Das ist ja das Hirnrissige, um den 50%-Anteil nachzuweisen, sind "geeignete Aufzeichnungen" anzufertigen. Mit anderen Worten, wahrscheinlich ist man nur mit einem Fahrtenbuch auf der sicheren Seite.
Naja, wenn die PKW-Maut kommt und wir alle unsere OBUs an Board haben, wird das einfacher.
;-)
Zitat:
Andere Aufwendungen, die auch die private Lebensführung tangieren sind darüber hinaus nicht abzugsfähig,
Jau, das ist ja soweit auch klar. Aber das prüft doch kein Schwein.
Ein (sehr guter) Bekannter sagte mal zu mir sinngemäß "Wenn die das mal nachprüfen, muss ich alle Teppiche und Gemälde in die Firma schleppen. Außerdem hab ich dann mehr Computer als Angestellte da stehen!"
Aber auslgeichende Gerechtigkeit: So mancher Angestellte kann seinen Laptop über einen Bekannten steuerlich geltend machen, der keinen braucht aber einen absetzen kann.
Zitat:
die Unterhaltung eines Geschäftsflugzeugs und - in seltenen Fällen - auch der Unterhalt eines besonders aufwendigen Kraftfahrzeugs zu unangemessenen Aufwendungen führen.
Nun ja, hier krankt es aber alleine schon an Kritierien. Ich sag mal z.B. eine C-Klasse ist als Reisewagen für alle normalen Zwecke tauglich auch auf weiten Wegen(natürlich nicht für Förster oder Limosinenservice). Also wären doch alle E-Klasse oder gar S-Klasse der reine Luxus.
Von daher wäre eine Obergrenze wie z.B. in Ösiland doch durchaus nicht total abwegig.
Hallo!
Ich lege Dir nichts in den Mund, ich kommentiere lediglich Deine Aussagen. Wenn Du sie anders meinst, formuliere sie anders.
Ich selbst habe nie etwas von
"Neid zerfressener, fauler, unproduktiver, dem Chef eigentlich nur auf der Tasche liegender Schamrotzer ist, der wohl bald sowieso ALG II bezieht." geschrieben.
Vielmehr schrieb ich von unternehmerischen Risiken im Vergleich zu dem Risiko eines Angestellten und von einer durch Neid motivierten Debatte.
Ferner darf man mich auch gerne kritisieren. Dasselbe gilt für Gesetze.
Allerdings sollte dies dann fundiert und unter Berücksichtigung aller Tatsachen und Folgen geschehen.
Das vermisse ich bei Dir.
Du wirst polemisch und unhöflich, greifst mich persönlich an. Und das obwohl ich noch nicht einmal in das Raster der von Dir kritisierten Unternehmer passe, genauso wenig wie 99% der anderen deutschen Unternehmer.
Ich fahre, wie ich ja eingangs auch schrieb, aktuell noch nicht einmal einen Dienstwagen und weiß auch nicht, ob ich dies in absehbarer Zeit vorhabe.
Schließlich würde es mir schwer fallen, die betriebliche Nutzung von 50% zu belegen. Ein privater Wagen kommt mich vermutlich schon jetzt günstiger, da ich wenig fahre und das Büro nahe bei meinem Haus liegt. Wenn ich allerdings sehe, dass die Firma einen Mercedes S600 für mich her gibt, ich viel fahren muss und ich den Wagen gut finde, werde ich ihn anschaffen. Und das geht, wie gesagt, niemand etwas an.
Aber das ist natürlich alles nebensächlich, hauptsache man hat schön pauschal gegen die gierige Unternehmerzunft polemisiert.
Noch etwas generelles: mir ist es persönlich vollkommen egal, ob irgendwer neidisch auf mich ist oder die Linde rauscht. Ich hatte auch als Angestellter schon große Autos, privat sowie als Dienstwagen. Das ist für mich eine kleine Kompensation für den im Vergleich zu einem normalen deutschen Angestellten deutlich härteren Alltag und ein kleiner Gewinn an Lebensqualität. Wer mir das neidet, soll es doch tun.
Ich hatte nie vor, ein PDS-naher Fließbandarbeiter zu werden und habe während meiner Ausbildung und den daraufflolgenden Berufsjahren viel für mein Fortkommen gearbeitet, während andere gesoffen und geschlafen haben. Weshalb sollte ich mich nun für die Früchte dieser Anstrengungen rechtfertigen müssen? Der Staat ist nicht dazu da, seine Unternehmer zu ärgern, sondern dafür, das Gemeinwesen zu organisieren.
Denke mal darüber nach. Ich wiederhole es noch einmal: es geht Dich und auch sonst niemanden etwas an, was ich für ein Auto auswähle. Die aktuelle Besteuerungspraxis von Dienstwägen ist ohnehin schon viel zu teuer und spiegelt nur die neidgetriebene Mißgunst unserer unzufriedenen, am unteren Durchschnitt orientierten Gesellschaft wider.
Man sollte sich daran gewöhnen, dass der Sozialismus als Gesellschaftsmodell gescheitert ist und in den kommenden Jahren jeder noch weit mehr für sich selbst Verantwortung übernehmen muss, als das heute der Fall ist.
Wer Erfolg hat, hat es damit leichter, wer ihn nicht hat, wird immer weniger dazu in der Lage sein, die anderen für seine eigenen Fehler verantwortlich zu machen.
So ist das nun mal, also höre auf zu jammern und siehe zu, dass Du selbst erfolgreich wirst. Dann musst Du auch anderen ihren Erfolg nicht mehr neiden.
Grüße,
Mathias
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Aber sehr viele Wagen werden nur für die Fahrt zur Arbeit genutzt. So wie das bei den meisten Angestellten auch ist. Die können aber nur ein paar km abrechnen und das wars. Dabei ist abzusehen, das die km-Pauschale sowieso bald fallen wird.
Das ist doch Blödsinn. Die 50-Prozent-Regel wurde schon angesprochen. Und sei dir sicher, dass das Finanzamt das auch nachprüft. Da gibt es genügend Möglichkeiten.
Zitat:
Original geschrieben von Luke1973
Nun ja, hier krankt es aber alleine schon an Kritierien. Ich sag mal z.B. eine C-Klasse ist als Reisewagen für alle normalen Zwecke tauglich auch auf weiten Wegen(natürlich nicht für Förster oder Limosinenservice). Also wären doch alle E-Klasse oder gar S-Klasse der reine Luxus.
Von daher wäre eine Obergrenze wie z.B. in Ösiland doch durchaus nicht total abwegig.
Wer soll das festlegen? Wo sollen die Grenzen liegen? Deine Idee ist und bleibt Schwachsinn. Man kann eine C-Klasse genauso teuer machen wie eine S-Klasse. Für manche Unternehmer ist es auch notwedig, für ihr Geschäft ein größeres Auto zu fahren. Auch das soll es geben.
Schon mal was unternehmerischer Freiheit gehört? Dazu gehört auch die Fahrzeugwahl. In diesem schönen Land gibt es auch viele größere Firmen, bei denen ein paar Firmenwagen der S-Klasse überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Peanuts.
Wer einen teuren Firmenwagen hat, zahlt außerdem über die 1% Prozent-Regel ganz ordentlich. In Zusammanhang mit der 50-Prozent-Regel bleibt ein steuerlicher Vorteil, der fällt aber nicht sonderlich riesig aus. Ob da nun das Auto eine Nummer größer ist, fällt dann kaum ins Gewicht.
Bei kleineren Unternehmen ist die Wahl eines für das Unternehmen unpassenden Firmenwagens ohnehin eher selten. Ein zu großer Wagen verschreckt Kunden und gefährdet den finanziellen Erfolg des Unternehmens. Auch eine Segnung der Neidkultur in Deutschland.
Das hier ist eine Phantomdebatte mit Neid als Motiv. Den Kleinstunternehmer (finanziell gesehen) mit Maybach vor der Tür begegnet einem in der Realität genauso wenig wie der echte Weihnachtsmann ;)
Zitat:
Ich lege Dir nichts in den Mund
Doch, sogar auch in diesem Post wieder mehrfach. Ich erspare es mir, die Stellen jetzt alle nochmals zu zitieren und zu kommentieren.
Zitat:
Du wirst polemisch und unhöflich, greifst mich persönlich an
Eigentlich warst Du es, der damit anfing.
Zitat:
Wenn ich allerdings sehe, dass die Firma einen Mercedes S600 für mich her gibt, ich viel fahren muss und ich den Wagen gut finde, werde ich ihn anschaffen. Und das geht, wie gesagt, niemand etwas an.
Doch. In dem Moment, indem der Wagen nicht hauptsächlich beruflich genutzt wird und trotzdem geltend gemacht wird. Nur darum geht es.
Ich muss vor dem FA sogar rechtfertigen welchen Weg ich zur Arbeit wähle wenn ich ein paar km geltend machen will.
Zitat:
Weshalb sollte ich mich nun für die Früchte dieser Anstrengungen rechtfertigen müssen?
Schon wieder dieser Neidabwehrreflex. NIEMAND HIER HAT DAS VON DIR VERLANGT!
Zitat:
Denke mal darüber nach. Ich wiederhole es noch einmal: es geht Dich und auch sonst niemanden etwas an, was ich für ein Auto auswähle.
Ich kann es, wenn Du willst, gerne auch noch mal wiederholen. In dem Moment, indem ich einen Steuervorteil einstreiche (und sei es nur 1%), geht es jeden etwas an.
Was ist das überhaupt für ein seltsames Argument? Als wenn ich die Gleichbesteuerung von Benzin und Diesel mit dem Argument fordern würde: Es geht niemand etwas an welchen Kraftstoff ich tanke.
Zitat:
Man sollte sich daran gewöhnen, dass der Sozialismus als Gesellschaftsmodell gescheitert ist
Kannst Du mir mal erklären was es mit Sozialismus zu tun hat, wenn man an der Besteuerung von Dienstwagen etwas veränder möchte? Wenn ich demnächst wegen nicht vorhandenem Rußfilter 2€ mehr Kfz-Steuer zahlen muss, soll ich dann auch das FA fragen ob sie den Sozialismus wieder einführen wollen?
Wie meist erzählst Du einfach irgendwas, was sogar richtig ist, aber leider völlig am Thema vorbei.
Zitat:
Die aktuelle Besteuerungspraxis von Dienstwägen ist ohnehin schon viel zu teuer und spiegelt nur die neidgetriebene Mißgunst unserer unzufriedenen, am unteren Durchschnitt orientierten Gesellschaft wider.
Tja, das ist Deine Einschätzung. Viele sehen das aber eben etwas anders. Darüber muss man doch mal reden können ohne immer gleich Neid und Mißgunst und "Du gönnst mir die Früchte meiner Arbeit nicht".
Zitat:
So ist das nun mal, also höre auf zu jammern und siehe zu, dass Du selbst erfolgreich wirst. Dann musst Du auch anderen ihren Erfolg nicht mehr neiden.
Auch hier wieder total am Thema vorbei. Ich hab doch schon geschrieben, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, ein schönes Auto kann ich mir auch leisten und neidisch auf den Erfolg anderer bin ich auch nicht. Also was schreibst Du hier für einen Müll zusammen?
Du schreibst fast ausschließlich Sachen, die völlig an der Sache vorbeigehen.
Du sagst, man darf Dich kritisieren, aber wenn man das tut, dann heißt es gleich wieder man sei nur neidisch weil man ja selbst keinen Erfolg habe.
Das sind ganz schön viele Voruteile auf einmal.
Ich ziehe meine Auslandsempfehlung zurück und empfehle in diesem speziellen Fall Cuba oder China, aber selbst da sind einige gleicher als andere ;)