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Was meint ihr zu mehr Fracht auf die Schiene verlagern?

Themenstarteram 19. August 2007 um 10:18

Oft hört man ja dass mehr LKW auf die Schiene verlagert werden sollten um die Straßen zu entlasten.

Beim Suchen habe ich gefunden, dass der Güterverkehr auf der Schine leicht zunimmt.

"Nach Angaben der Allianz pro Schiene wuchs der Marktanteil des Schienengüterverkehrs in Deutschland im vergangenen Jahr „das fünfte Jahr in Folge auf jetzt 17,1 Prozent". Flege: „Der Schienengüterverkehr wächst in Deutschland seit Jahren stärker als der Lkw-Verkehr und ein Ende der Erfolgsstory ist nicht absehbar." So habe die gestern abend (Mittwoch abend) veröffentlichte und im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellte „Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr" für das Jahr 2007 erneut ein stärkeres Wachstum auf der Schiene (+3,8 % Tonnenkilometer) als auf der Straße (+3,4% Tonnenkilometer) prognostiziert."

15.02.2007 http://www.allianz-pro-schiene.de/.../Marktanteil-SGV-2000_2006.html

Was ist Eure Meinung dazu?

Wer hat Erfahrungen aus der Praxis?

 

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

...Deshalb habe ich mich auch erstmal nur auf meine Heimat Nordbaden (Rheintalbahn) bezogen. Und da gehen eben die (dazu noch extrem lauten) Güterzuglinie (auch mit Schallwänden) mitten durch die Ortschaften. Kein schönes wohnen dort. Und aus der Sicht der Anwohner ist da die Autobahn nunmal die deutlich bessere Alternative. Gruß

Ja klar, ich bin übrigens auch gegen Atomkraftwerke, solange der Strom bei uns aus der Steckdose kommt.

Aber ich wollt auf was ganz anderes hinaus: Die BAB ist heute schon unattraktiv: teuer (Maut) und voll (Transit+nat), dazu unzuverlässig (Sonntagsfahrverbot und Unfälle= Dauerstau)

Bahn: leer, billig, relativ zuverlässig. Nachteil: leider nicht die schnellste (wirklich?)

Der LKW Verkehr konnte sich im freien Markt hervorragend entwickeln, das Straßennetz ist Bundeseigentum mit Ausbaubudgetierung. Die Bahn konnte sich nicht frei entwickeln (Monopol - kein Markt) das Netz ist dennoch Bundseigentum.

1. Paradox: jeder Baustoff (Granit braucht 100.000 Jahre zur Herstellung, Holz 30 Jahre)

jedes Fertigprodukt (Auto 3 Monate), der Karton Tütensuppen (Haltbarkeit 2 Jahre) - es ist nicht wichtig, ob die Sache einen Tag später ankommt (Planung)

Paradox: die Schiene ist rein technisch in der Lage, die schnellste Güterbeförderung zu realisieren (Güterzüge bis 160km/h - denk das mal mit nem Laster!!)

2. Paradox: 50 Laster (á 150.000€) + 50x 300l Diesel, je 22 Reifen + Maut 50x 1000km *(kmMaut)+ 50 Fahrer sollen billiger sein als 1 Fahrer ohne Maut und mit einer 4000kW E-Lok?

3. Paradox Umwelt, speziell CO2: (beispiel Aachen-Frankfurt/Oder oder Bremen-Basel)

50(Laster) x 300l Diesel = 15.000l Diesel (Preis 15.500€) soll weniger CO2 produzieren als die 10.000kWh (1.100,-€ üppig gerechnet) der E-Lok, produziert in Kohlekraftwerken??? Eine E-Lok, die die meiste Energie nur beim Beschleunigen zieht, und beim Bremsen teilweise sogar wieder einspeisen kann?

Wer soll den sowas glauben????

Klar, sind die Umladezeiten der Realisierungskiller, aber:

1. der gesamte Transit Ost-West, Nor-Süd braucht keine Umladung in DE

2. es gibt Container, da wäre die Bahn unschlagbar, auch darin kann man Spanische Pfirsiche verladen, sogar kühlen, Tütensuppen polnischen, belgischen Stahl und italienischen Marmor unterbringen. (Fast der gesamte Schiffswarenverkehr läuft im Container)

Fazit: Es könnte viel mehr Verkehr auf die Schiene (aktuell mal 5, das Bahnnetz gibt es her), ist viel störunanfälliger und flexibler, als man glaubt (Streckenumleitungen etc.)

Politisch muß die Bahn europäisiert werden, die Bahnstrecken in öffentlicher Hand bleiben, die "Spediteure" internationalisiert.

Welchen Grund gäbe es denn, Renault-Autos nicht von der SNCF, Connex, Railon oder der PKP nach Berlin und Krakau (was ist erst mit Valencia-Tallin oder Stokholm-Capri) rollen zu lassen, 2 Kühlwagen mit dänischer Butter können nach Basel auch von der DSB zusammen mit Viehfutter aus Niedersachsen gefahren werden. Es ist eine vorrangige politische Aufgabe, die Bedingungen zu schaffen um den Wettbewerb zwischen Schienenspeditionen auf europäischer Ebene zu eröffnen. Dass Mehdorn die Monopolkuh Bahnstrecke melken will, ergibt sich doch von selbst, also muß ihm jemand ans Monopolfahrrad pinkeln.

Denn erst dann hört auch der Unsinn auf, für die gleiche Transportleistung 10x mehr Energie und CO2 als notwendig zu verblasen, von den irrsinnigen Kosten ganz zu schweigen.

 

 

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Die Ware über den Schienenweg läuft aber um einiges länger, da bei den meisten Güterzügen in jedem Bahnhof neu rangiert werden muss.

Da halte ich die weitere Verbreitung der Rollenden Landstrasse für sinnvoller...

Die Deutsche Bahn mit Cargo-Tochter Railion und die Deutsche Bundesregierung machen sich gerne glücklich! Railion - so heißt der Cargo-Bereich der DB mittlerweile - kennt im Grunde nur die vier großen Säulen: Montan, Stahl, Auto und Chemie. Alles andere ist wirtschaftlich uninteressant auf der Schiene zu transportieren und das auch in der Umweltbilanz (unser Strom stammt nicht aus Atomkraftwerken, wie beispielsweise in Frankreich).

Klar gibt es dann noch die Container und die Verladung von Komplettfahrzeugen, aber das macht nur einen sehr kleinen Teil aus.

Das Wachstumspotential ist schon deswegen begrenzt, da es an der geeigneten Verladetechnik fehlt. Solange die Waggons noch rangiert werden müssen, braucht das nicht nur Zeit, sondern ist auch ziemlich unwirtschaftlich. Das einzige Projekt in der Richtung, der Umsetzbahnhof in Hannover-Lehrte, sollte schon 2006 fertig gestellt sein. Vielleicht kann mal jemand vor Ort nachschauen, ob da überhaupt schon angefangen wurde. Das war und ist aber auch das einzigste Projekt in diese Richtung. Es ist kaum vorstellbar, dass man alle Güter über Lehrte schickt, nur um sie wirtschaftlich umsetzen zu können.

Andere Projekte laufen sicherlich auch. So gibt es Konzeptentwicklungen für die Nutzung des Regionalbahnformats auch für den Güterverkehr. Dieser wird aber auch nur begrenzt Erfolg haben können, da viele regionale Trassen umgewidmet und somit nicht mehr für den Schienenverkehr vorhanden sind. Dies betrifft auch viele Firmen. So haben heute viele ihre Schienen entfernt.

Das sind alles Folgen einer jahrzehntelangen Misspolitik und die lässt sich nicht von heute auf morgen wieder verändern.

Der Gros des Wachstums ist eine Folge des Wachstums im Bereich der vier großen Säulen. Sicherlich fällt auch noch etwas vom Druck auf Straße für die Bahn ab, aber auch dies wird sich in engen Grenzen halten.

Die Bahn ist einerseits wirtschaftlich und andererseits vom Organisationsaufwand her, gar nicht gewillt ihre Sortimentsbreite zu erhöhen. Es wirtschaftlicher 100 Waggons von einem Kunden zu übernehmen, als von 100 Kunden! Durch den Ehrgeiz der Bahn, Monopolist auf deutschen Strecken zu bleiben, reduzieren die grade die Flexibilität der Nutzung der Trassen, was auch negative Auswirkungen auf sie selbst hat.

am 19. August 2007 um 12:34

ich sage dazu nichts weil es quatsch ist güter mit der bahn zu fahren ...

ich weis blos das es nicht sein muss mit nem 40 tonner wegen 4 bund schienen (62kg) mitten nach köln rein zu fahren (so wie es mir diese woche ergangen ist) mit dem ganzen zug musst ich rein ....

ich habe den verlader gefragt wieso die die 4 bund nicht mit dem paketdienst oder post oder ähnlichem schicken, die antwort kam prompt: ZU TEUER SPEDITION IST BILLIGER !!!! ..... alles klar??

Bevor nicht das Streckennetz und der darauf rollende Zugverkehr wirtschaftlich getrennt werden, um wirklichen Wettbewerb zu garantieren, wäre eine solche massive Verkehrsumlagerung zum Scheitern verurteilt.

Zitat:

Original geschrieben von Matze1390

ich sage dazu nichts weil es quatsch ist güter mit der bahn zu fahren ...

Kann ich nicht nachvollziehen ...

Es kommt immer auf die Menge an und ob die Ware zeitkritisch ist, so pauschal wie du es ausdrückst kann man das leider nicht sagen!

Man könnte allerdings nicht von heute auf morgen alles von der Straße auf die Bahn verlagern, dazu hat die Eisenbahn in Deutschland überhaupt nicht ausreichende Kapazitäten. Aber jedes Prozent von der Straße auf die Schiene ist m.E. gut.

am 19. August 2007 um 18:48

hey,

fahr du mal was ich/wir (bei uns in der firma) fahren,

mal 10 tonnen von dem 5 tonnen von dem 26 tonnen von dem

und heute aufgeladen und sollte wo möglich gestern schon am ziel sein. in würzburg geladen nach nürnberg 2 tonnen steine um 8 uhr frühs geladen 10uhr liefertermin nürnberg ....

das funktioniert nicht,

wenn der kunde es heute bestellt will er sein zeugs morgen oder aller spätestens übermorgen haben und sowas ist mit der bahn UNMÖGLICH ...

darum ist die bahn QUATSCH

meine firma wartet schon sehnsüchtig darauf das es bahnstreiks gibt, (güterverkehr) weil dann mehr auf die straße verlagert wird und das fahren dann speditionen

Wir machen auch nur größere Bahnbaustellen mit dem Zug weil die das logischer Weise wollen!!!

Nur ehe der zug dann hier an der Abladestelle ist und dann können die flachen Wagons nicht kippen sondern nur mit dem ´Greifer oder Lader leer gezogen werden...  Also packst du das Material viel öfter an.

Also 1000 to zur bahn

Dann 1000 to von der bahn zum Werk

Dann die ganzen Wagons rangieren leermachen  saubermachen etc...

 

 

In einem 1/4 der Zeit ist man mit vernüftigen Nutzlastkippern beim  Endverbraucher.....

Ich war neulich bei uns (wilder Osten) auf dem Recyclinghof das stand vor mir ein LKW mit GAP Nummer auf der Waage. Der hatte irgendwelchen Restmüll geladen bekommen. Wenn ich bedenke, was allein schon an wortwörtlichem Müll durch die Landschaft kutschiert wird, möchte ich garnicht wissen was sonst noch unterwegs ist. Bestes Bsp. (im TV gesehen) Blumenerde von Litauen nach Spanien.

am 19. August 2007 um 19:13

Also, in meinen augen ist der bahn güterverkehr schon sinnvoll, vorrausgesetzt wir reden von großen firmen mit gleißanbindung, z.b. stahlwerke die coils bearbeiten. oder chemiewerke. aber sobald es an kleinere firmen geht, wird es unnütz. wenn jetzt z.b. ein coil von bremen nach luxemburg muss, ist es einfacher das coil in bremen aufn lkw zu stellen und dann zum kunden. und die vorschläge die die bahn teilweise mit umschlagbahnhöfen bringt ist nur zeitraubend. im werk wird aufn lkw geladen, dann mit dem lkw zum umschlagbahnhof, da dann die ware aufs gleis, und womöglich schon 400 km weiter wieder auf einen lkw und dann zum kunden. bis die sache gelaufen ist, wäre die ware wenn sie nur einmal augeladen wird schon am ziel..

Hier wird das so mit dem Holz so gemacht, irgendwo im Wald wird es gehohlt, dann kommt es am Bahnhof auf die Schiene, von da dann über die Schiene zum nächsten Bahnhof (keine Ahnung wieviel km da dazwischen liegen), und von da gehts ca. 10km mit dem LKW ins Holzwerk, da fahren 3 oder 4 Kurzholzzüge rund um die Uhr nur um die Wagons leer zu bekommen bis der nächste Zug kommt. Ich meine da hätte sich eine Schienenanbindung für das Holzwerk schon rentiert.

Wenn ich dann drann denk, unser Neues Industriegebiet wird auf dem ehemaligen Gelände einer Ami Kasserene gebaut, die Schienenanbindung wurde abgerissen, dafür aber eine Neue Straße gebaut das der LKW Verkehr von der Autobahn nicht durch die Stadt fahren muss und es Kürzer hat. Muss man wohl nicht verstehn.

Zitat:

Original geschrieben von Matze1390

hey,

fahr du mal was ich/wir (bei uns in der firma) fahren,

mal 10 tonnen von dem 5 tonnen von dem 26 tonnen von dem

und heute aufgeladen und sollte wo möglich gestern schon am ziel sein. in würzburg geladen nach nürnberg 2 tonnen steine um 8 uhr frühs geladen 10uhr liefertermin nürnberg ....

das funktioniert nicht,

wenn der kunde es heute bestellt will er sein zeugs morgen oder aller spätestens übermorgen haben und sowas ist mit der bahn UNMÖGLICH ...

darum ist die bahn QUATSCH

Irgendwie hast du meinen Beitrag nur teilweise gelesen, kann das sein?

Da stand was von zeitkritisch und Mengen drin, Pauschalaussagen wie deine helfen leider nicht weiter.

Zeit und Umladeaufwand sind immer die Faktoren, die vorne angeführt werden. Dass ein LKW im Verteilerverkehr und beim rangieren mehr Treibstoff verbraucht, darüber redet kein Mensch. Dass die auch mehr auf nachrangigen Straßen unterwegs sind, wird auch nicht beachtet. Sicherlich gibt es weitere Faktoren. Es soll halt aufzeigen: es gibt noch mehr zu berücksichtigen.

Für das Gros der Firmen lohnt sich so ein Gleisanschluss gar nicht. Schon eine zweifache Umalderei macht den Bahntransport schon annähernd unwirtschaftlich. Ganz abgesehen von der ökologischen Bilanz, da in Deutschland der Transport mit dem LKW ökologisch sinnvoller ist.

am 19. August 2007 um 20:58

Zitat:

Original geschrieben von ScaniaChris

Zeit und Umladeaufwand sind immer die Faktoren, die vorne angeführt werden. Dass ein LKW im Verteilerverkehr und beim rangieren mehr Treibstoff verbraucht, darüber redet kein Mensch. Dass die auch mehr auf nachrangigen Straßen unterwegs sind, wird auch nicht beachtet. Sicherlich gibt es weitere Faktoren. Es soll halt aufzeigen: es gibt noch mehr zu berücksichtigen.

Für das Gros der Firmen lohnt sich so ein Gleisanschluss gar nicht. Schon eine zweifache Umalderei macht den Bahntransport schon annähernd unwirtschaftlich. Ganz abgesehen von der ökologischen Bilanz, da in Deutschland der Transport mit dem LKW ökologisch sinnvoller ist.

das wars was ich sagen wollte !! danke chris

Zitat:

Original geschrieben von Matze1390

 

das wars was ich sagen wollte !! danke chris

Gern geschehen! ;-)

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