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Was ist der richtige Treibstoff?

VW Käfer 1303
Themenstarteram 31. Mai 2021 um 7:49

Hallo,

ich fahre einen original Käfer Cabrio 1303 und bin mir mit dem Treibstoff nicht sicher. Lange fuhr ich Super mit Bleiersatz zusätzlich. Dann wurde mir empfohlen Super Plus ohne Zusatz zu fahren, weil der Motor anscheinend verklebt.

Was ist richtig?

Freue mich über eine Antwort.

Viele Grüße

Linde

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66 Antworten

Zitat:

@steviewde schrieb am 5. Mai 2023 um 15:05:43 Uhr:

Wenn SuperPlus "schlecht" wäre, würde es nicht verkauft werden. Es ist von der Lagerfähigkeit "schlechter", als E5 oder E10.

Na toll. Und wegen dem angeblich nicht vorhandenen Ethanol und besserer Haltbarkeit tanke ich in den Sommerkäfer, vor allem für die Winterpause, das EXCELLIUM Super Plus (Total). Man verblödet bei dem Thema Benzin echt schneller als bei Motoröl. Da ist zumindest für mich die Sache mit 15W40 erledigt. Bei Benzin weiß ich gar nichts mehr. Echt ärgerlich.

 

@schleich-kaefer Es ist doch total einfach:

Bei einem Serienmotor kannst du zum Fahren reinkippen, was du willst. E10 reicht und darf auch mal länger stehen.

E5 und SuperPLus oder gar Ultimate hilft nur dem Umsatz der Tankstelle ;)

Höher verdichtete Motoren E5 oder SuperPlus, oder evtl. sogar Ultimate zum Fahren und E10 zum Einlagern.

Mit E10 dürfen die Dinger natürlich nicht mit voll geöffneter Drosselklappe bewegt werden, es sei denn, sie haben eine Klopfregelung, wobei auch die irgendwann an die Grenzen kommt.

der "Stevie"

Quintessenz:

Fahrt Eure Käfer öfters ........am Besten täglich ;)

(Wobei ich meine,) es gebe noch eine spezielle Anwendung für solchen Super-Duper-Hundertdrölf-Oktan-Sprit. Ab und zu kippe ich mir auf möglichst leeren Tank davon mal ein paar Liter rein und weiter nichts dabei.

Wenn der Motor damit dann weniger rund läuft (Zündaussetzer), weiß ich als fauler Sack, dass es mal wieder höchste Zeit ist, nach den Zündkerzen zu sehen. Selbst wenn er mit Sprit niedrigerer Oktanzahl noch einwandfrei rennt.

Spart mir die Schrauberei.

Zitat:

@steviewde schrieb am 5. Mai 2023 um 15:42:53 Uhr:

@schleich-kaefer Es ist doch total einfach:

Bei einem Serienmotor kannst du zum Fahren reinkippen, was du willst. E10 reicht und darf auch mal länger stehen.

E5 und SuperPLus oder gar Ultimate hilft nur dem Umsatz der Tankstelle ;)

Höher verdichtete Motoren E5 oder SuperPlus, oder evtl. sogar Ultimate zum Fahren und E10 zum Einlagern.

Mit E10 dürfen die Dinger natürlich nicht mit voll geöffneter Drosselklappe bewegt werden, es sei denn, sie haben eine Klopfregelung, wobei auch die irgendwann an die Grenzen kommt.

der "Stevie"

Richtige Antwort!

Rein von der Theorie her hat E10 ein Fitzelchen mehr Oktan als E5.

In der Praxis dürfte aber meistens aus der E5 und der E10 Zapfsäule das gleiche raus kommen. E10 ist nur dazu da, damit die Mineralölkonzerne die "Bioquote" erreichen können. Da darf dann auch mal mehr von dem teuren Alkohol rein.

Benzin ist eben kein Reinstoff, vielmehr finden sich aliphatische- aromatische- und neuerdings wieder alkoholische Komponenten.

Einen historischen Kraftstoff, E100 nach der aktuellen Bezeichnung, habe ich im Beitrag vom 7. Juni 21 hier vorgestellt.

Der höheren Klopffestigkeit steht ein geringerer Heizwert gegenüber und Alkohol unterscheidet sich auch chemisch von den reinen Kohlenwasserstoffen.

Bei zu fetter Einstellung können Azetaldehyd und, in einer zweiten Oxydationsstufe, Essigsäure übrigbleiben. Letztere kann sich auch durch enzymatische Umsetzung bilden, weshalb schon 1929 Natriumbenzoat, ein auch heute noch für Lebensmittel zugelassenes Konservierungsmittel, zugesetzt wurde.

Dass Alkohol vergleichsweise viel Wasser aufnehmen kann, ist einerseits ein großer Vorteil, kann aber auch betrügerisch dazu benutzt werden, von vornherein mehr Wasser im Treibstoff unterzubringen.

Fünf, bzw. zehn Prozent Ethanol ist nicht gerade viel, und es ist offenbar gewollt, dass dieses biogen sein soll.

Ein gutes Drittel des in Deutschland verbrauchten Ethanols muss importiert werden. Oft stammt es aus Zuckerrohr, das häufig als eine der ersten Feldfrüchte dem gerodeten Regenwald folgt.

Auch muss man bei biogenen Treibstoffen aufpassen, dass sie sich nicht zu Nahrungskonkurrenten des Menschen entwickeln, denn die Feldflächen sind limitiert und reichen so recht und schlecht zur Versorgung mit Essen aus.

Eine fünfköpfige Familie, um ein Rechenbeispiel zu haben; Eltern, zwei Kinder und ein VW Käfer, essen eines schönen Sonntags je 2400 kcal pro Mensch und genießen eine Ausfahrt- sieben Liter Benzin- 60000 kcal.

Ein ziemlich starker Esser, den die da dabei haben. So viel müsste unsere Landwirtschaft dann zusätzlich abwerfen.

So beende ich nun meinen philosophischen Traktat, etwas abseits vom angefragten Thema, das schon von meinen Vorrednern, in technischer Hinsicht, sehr qualifiziert diskutiert worden ist.

Liebe Grüße aus dem reich beregneten Wien

Inschinehr

Produktion 2023
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