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Was ist der richtige Treibstoff?
Hallo,
ich fahre einen original Käfer Cabrio 1303 und bin mir mit dem Treibstoff nicht sicher. Lange fuhr ich Super mit Bleiersatz zusätzlich. Dann wurde mir empfohlen Super Plus ohne Zusatz zu fahren, weil der Motor anscheinend verklebt.
Was ist richtig?
Freue mich über eine Antwort.
Viele Grüße
Linde
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66 Antworten
Zitat:
@Inschinehr schrieb am 3. Juni 2021 um 15:42:53 Uhr:
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 31. Mai 2021 um 09:54:13 Uhr:
Hi!
Fahr den billigsten Fusel, den Du bekommen kannst - den Treibstoff, auf den der Käfermotor ausgelegt ist, gibt es heute gar nicht mehr.
Lt. VW ist Dein Motor für bleifreien Treibstoff geeignet - wenn Du alle 5.000 km das Ventilspiel kontrollierst, sollte nichts schief gehen.
Sowohl Bleiersatz, als auch 98er sind reine Geldverschwendung und unnötige Umweltbelastung...
Das Wort des Rufers in der Wüste...
Dabei lästerst Du den geheimen Elixieren, die ihren Herstellern die Zuwendungen des Mammon bringen.
Liebe Grüße aus dem fernen Wien
Inschinehr
:D :D :D
(Gar net so fern - knappe 200 km... ;))
also die 70er Jahre Käfer hatten schon damals Alkohol im Sprit. Alkohol erniedrigt den Schmelzpunkt von Wasser. Wasser ist als Dampf in der Luft und fällt unter bestimmten Bedingungen im Vergaser als Eis aus. Man will aber kein Eis im Vergaser ( und erst recht nicht an der Tragfläche ) haben. Ein findiger Kopf hat dann Alkohole ( Methanol, Ethanol, Propanol etc. ) in den Sprit gemischt.
Streng genommen magert der Käfermotor bei der Umstellung von E5 auf E10 aus. In Lambda ausgedrückt ist es ein Fliegenschiss...
Und bleifrei war noch nie ein Käfer-Thema. Das Gegenteil ist der Fall: als nach dem Krieg verbleites Benzin eingeführt wurde, war Ventil-Sitz-Panzerung ein Thema weil sich das elementare Blei in den Ventilsitz Auslass einlegiert hat; die Sitze wurden "weich" und verschlissen stärker. Dazu kamen die sog. "Scavenger" Additive, die Halogenhaltig das Blei als Bleibromid von der Zündkerze ( Masseschluß ) fernhalten sollten. Auch mit deshalb hat ein Käfer alle 2 Jahre einen neuen Endtopf gebraucht !
Das heißt jetzt - kein Problem mit E10 beim Käfer?
Zitat:
@Red1600i schrieb am 2. Juni 2021 um 09:23:24 Uhr:
So schwierig?
Alkohol hat einen geringeren Brennwert als Benzin. So irgendwas mit 15-20%...
Und bei E10 macht das rund 1,5% weniger Brennwert aus.
Und das Luft-Brennstoff Verhältnis ist auch anders. Man braucht mehr Alkohol um eine gleichwertige Verbrennung zu haben.
Somit Mehrverbrauch plus weniger Leistung. Sind zwar nur Prozente, aber die machen ein Bombengeschäft.
Am Unteren Heizwert des Red1600i gibt es nichts zu rütteln.
Seine Beiträge zusammengefasst, geben schon ein klares Bild der Wirkung von Alkohol im Benzin,
wohingegen der Mensch mit 1,5 % Alkohol schon sehr mindere Geisteskräfte zeigt.
Liebe Grüße Inschinehr
Zitat:
Seine Beiträge zusammengefasst, geben schon ein klares Bild der Wirkung von Alkohol im Benzin,
wohingegen der Mensch mit 1,5 % Alkohol schon sehr mindere Geisteskräfte zeigt.
Die Anzahl derer, die solch einen Wert erreichen bzw. überleben, kann man wohl an einer Hand abzählen.
Jedenfalls fährt es sich mit Benzin im Blut angenehmer, als mit Alkohol.
Prost,
Marc
Zitat:
@Inschinehr schrieb am 3. Juni 2021 um 18:39:00 Uhr:
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 3. Juni 2021 um 16:49:33 Uhr:
Ist der Tipp ernst gemeint? Wenn ja, warum ausgerechnet die fünfte Auflage?
Durchaus, es gehen auch spätere Auflagen. Die 13. von 1974 beispielsweise, sagt aber schon weniger zu diesem Thema, da man zu der Zeit kaum an Alkohol und Benzol als Kraftstoff dachte, es gab ja überall Benzin.
Mit besten Empfehlungen
Inschinehr
Findest Du, das Buch könnte eine Bereicherung für den Käferfahrer von heute sein, also auch für mich? Ich meine jetzt allgemein, nicht nur das Thema Benzin, Ethanol usw. Wenn ja, dann habe ich ernsthaft vor, mir dieses Buch (oder beide, sind zwei Bänder) zu kaufen. Würdest Du wirklich die 5. Auflage von 1929 bevorzugen oder lieber etwas jüngeres?
Hier ein Ausschnitt aus dem Dubbel von 1929 zum Thema Spiritus als Treibstoff. Schön, die sachliche und klare Darstellung, ohne Modewörter und Allgemeinplätze.
Die Bände beackern den gesamten Maschinenbau, und sie müssen als schwere Kost angesehen werden.
Selber habe ich diesen Dubbel auf Anraten des Herrn Ing. Doleschi aus den Floridsdorfer Lokomotivfabriken erworben- der war zu diesem Zeitpunkt bereits bereits mehrfach klinisch tot gewesen- um eine Dampflokomotive bauen zu können, hatte aber gerade keine 120 Tonnen Eisen zu Hause- leider.
Trotzdem möchte ich dieses Werk nicht missen, gerade wenn wieder etwas "Neues, noch nie Dagewesenes kommt".
Mit besten Empfehlungen
Inschinehr
Für den VW Käfer wäre eine neuere Auflage vielleicht interessanter, denn die Ideen des Herrn Bareny hatten 1929 noch keinen Niederschlag in der technischen Literatur gefunden.
Vielleicht kennt jemand die neueren Auflagen besser.
Liebe Grüße aus dem fernen Wien
Inschinehr
Dubbel ist einfach "Kult"... ;)
Zitat:
@Superbernie1966 schrieb am 4. Juni 2021 um 19:15:55 Uhr:
..........Dazu kamen die sog. "Scavenger" Additive, die Halogenhaltig das Blei als Bleibromid von der Zündkerze ( Masseschluß ) fernhalten sollten. Auch mit deshalb hat ein Käfer alle 2 Jahre einen neuen Endtopf gebraucht !
Hoch interessante Aussage. Wusste ich bisher noch nicht.
Aber ich habe mich schon darüber gewundert. 1978 meinen ersten Käfer gekauft und wirklich alle 2-3 Jahre einen neuen Auspuff gebraucht.
Seit 1992 fahre ich einen geregelten Wurm Kat und es ist noch immer der erste Topf....!!!!
Noch nie schweißen müssen. Einfach unglaublich.
Wieder was dazu gelernt.
Gibt es Erfahrungen wie sich E10 auf die Membran der Beschleunigungspumpe auswirkt? Ich hatte schon ohne E10 alle paar Jahre das Problem daß sie verhärtet war und getauscht werden mußte.
Zitat:
@Flip Fusel schrieb am 8. Juni 2021 um 07:40:45 Uhr:
https://www.oldtimer-markt.de/.../...imer-und-e10-%E2%80%93-die-fakten
... aus gegebenem Anlass hole ich diesen Thread nochmal hoch.
Gemäß dem Artikel der OMA, sollte man zum "Einlagern" also auf jeden Fall E10 (anstatt E5) rein kippen!?!?
Danke und Gruß
der "Stevie"
Bin gespannt.
Uns "droht" in Österreich jetzt ja auch dieses E10-Zeug.
Wobei ich doch immer wieder interessant finde, daß Ihr in D massive Probleme mit der Treibstoffqualität zu haben scheint. Oft geschilderte "Probleme" mit Treibstoff, der schon nach ein paar Wochen seine Zündfähigleit verloren hat, habe ich noch nie erlebt.
Unlängst erst nahm eines meiner Motorräder nach mehr als zwei Jahren Standzeit problemlos wieder seinen Dienst auf. Tank war natürlich befüllt bis "Oberkante Unterlippe"...
Was heißt droht, es war die bessere Entscheidung und ist umgesetzt.
Wir in D leiden unter E5.
Nach ein paar Wochen Zündfähgkeit verloren... HAHA. Nicht einzelner Meinung in Foren vertrauen.
Wenn E5 funktioniert, wird es E10 besser machen.
Gemäß dem Artikel, ist es also besser. Das ist aber auch nichts neues.
