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Was es alles gibt........mal eine Geschichte

Themenstarteram 4. Mai 2012 um 11:40

Hallo Kollegen, hier mal eine Geschichte wie aus einem schlechten Roman, allerdings war ich selbst der Hautdarsteller.

Nachdem meine alte Spedition aufgeben musste hatte ich mich bei einer Spedition aus dem Emsland beworben und fand mich auch gleich auf der Straße wieder, also alles gut, neuer Job nach nur 3 Tagen.

Also los, erste Woche alles gut, außer das die Uhr beim Chef irgendwie anders ging als meine, LuZ und Arbeitszeiten absolute Fremdworte für die Dispo, aber gut 18 Stunden Schlaf pro Woche reichen ja auch.

Zweite Woche auch nicht viel besser.

Dann der Dienstag der dritten Woche, es kommt wie es kommen mußte. Beim Abladen von Papierrollen rutschte mir die Stange der vergammelten Jolodaschlitten aus dem Schlitten, ich ins Trudeln und abwärts von der Ladefläche, knalle auf die Schulter.

Ergebnis: Kapselriß und Schlüsselbeinbruch.

Den LkW noch fertig entladen, dann den Chef angerufen das nichts mehr geht.

Jetzt Chef: Das kannst du nicht machen , du musst unbedingt noch Laden, das muss dann morgen Früh in Oldenburg sein, dann bist du ja eh fasst zu Hause. Habe ihm dann klar gemacht das nichts mehr geht, weil kann den Arm nicht mehr bewegen.

Er dann kackendreist: Die Papierrollen sollst du ja nicht mit der Hand aufladen, da gibt es ja Staplerfahrer.

Ich sagte im, nichts da mehr es geht nicht. Daraufhin sagte er mir, er schicke einen anderen Fahrer der den Lkw abholt, ich solle mal sehen wie ich nach Hause komme.

Also meinen Sohn angerufen, der hat sich dann ins Auto gesetzt , ist die 530 Km gefahren und hat mich nach Hause geholt, dass war dann Nachmittags um 16.00 Uhr. Noch gar nicht zu Hause angekommen meldete sich meine Frau Telefonisch, mit guten Nachrichten:

Die Kündigung ist auch schon da.

Also nächsten Tag zum Dock, am Freitag dann OP der Schulter, und 4 Wochen krankgeschrieben.

Da der Arbeitgeber ja erst nach 4 Wochen Lohnfortzahlung leisten muß, rief ich am Freitag bei der Krankenkasse an, da ja Anspruch auf Krankengeld besteht.

Allerdings besteht der nur, wenn auch der Arbeitgeber einen Angemeldet hat, hat er aber nicht.

Also bis heute nach Auskunft der Krankenkasse nicht angemeldet, kein Krankengeld, selbstverständlich auch kein Geld von der Firma erhalten, BG fühlt sich nicht zuständig, Arbeitslos melden geht nicht da ja noch krank ....................................also alles Super.

Sollte jemand wissen wollen wer diese geniale Firma im Emsland ist, gerne per Mail

 

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13 Antworten

Also die Lohnfortzahlung muss die ersten 6 Wochen der Arbeitgeber machen. Er bekommt, je nachdem wie er welche Versichewrung abgeschlossen hat, einen Teil von der Krankenkasse wieder. Arbeitslos kannst und musst du dich melden, ab dem Tag der bekanntgabe der Kündigung. Und dann ab zum Arbeitsgericht!! Ich frage mich nur, wo deine Bescheinigung für die Anmeldung zur Sozialversicherung ist, denn die hätte dein Arbeitgeber die aushändigen müssen. Vielleicht hättest du auch mal dnach fragen sollen!!

Zu guter letzt: Laß den Kopf nicht hängen, es gibt nicht nur solche Firmen, jedoch die Erfahrung sollte die zeigen, das man sich auch nur als Mitarbeiter eben auch mal selbst um entsprechende Anmeldungen kümmert. ( Natürlich nur kontrollieren), ob anmeldung erfolgt ist, oder nicht. Das ist ja nur fürs eigene Wohl gut.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Mercedes12349

Arbeitslos kannst und musst du dich melden, ab dem Tag der bekanntgabe der Kündigung. Und dann ab zum Arbeitsgericht!!

Nicht nur das, dazu noch Meldung an die Gewerbeaufsicht und Strafanzeige gegen den AG. Wer so mit seinen Angestellten umgeht, hat noch mehr Leichen im Keller.

Ich wünsch dir gute Besserung und ganz viel Glück!

Zitat:

Original geschrieben von Sascha_R

...dazu noch Meldung an die Gewerbeaufsicht und Strafanzeige gegen den AG.

Ja, das sollte in solchen Fällen absolute Priorität haben.

Ich weiß dass, es ganz viele solcher schwarzen Schafe bei den Transportunternehmern gibt. Das ist schon eine Schweinerei, aber richtiges Verhalten nach dem Anruf beim Chef hätte ganz vieles leichter gemacht.

Finde den Fehler im Verhalten:

Zitat:

Original geschrieben von tommmmes

...... Ich sagte im, nichts da mehr es geht nicht. Daraufhin sagte er mir, er schicke einen anderen Fahrer der den Lkw abholt, ich solle mal sehen wie ich nach Hause komme.

Also meinen Sohn angerufen, der hat sich dann ins Auto gesetzt , ist die 530 Km gefahren und hat mich nach Hause geholt, dass war dann Nachmittags um 16.00 Uhr. Noch gar nicht zu Hause angekommen meldete sich meine Frau Telefonisch, mit guten Nachrichten:

Die Kündigung ist auch schon da.

Erster Fehler: Hier wäre die 112 die richtige Telefon-Nummer gewesen und du hättetst dich (zwar 530 km) vom Wohnort zuerst mal ins krankenhaus fahren lassen sollen. Dann wäre auch der Tatbestand des Arbeitsunfalles sofort mit erfasst worden

Zitat:

Also nächsten Tag zum Dock, am Freitag dann OP der Schulter, und 4 Wochen krankgeschrieben.

Zweiter Fehler: Warum wurde beim Dock nicht noch eine Unfallmeldung aufgenommen?

Zitat:

Da der Arbeitgeber ja erst nach 4 Wochen Lohnfortzahlung leisten muß, rief ich am Freitag bei der Krankenkasse an, da ja Anspruch auf Krankengeld besteht.

Dritter Fehler: Wenn die BG zuständig ist, gilt dies nicht

Zitat:

Allerdings besteht der nur, wenn auch der Arbeitgeber einen Angemeldet hat, hat er aber nicht.

Vierter Fehler: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, am Ersten Tag der Arbeit eine elektronische Sofortmeldung an die Krankenkasse zu machen. Macht er es nicht, macht er sich strafbar.

Du kannst doch anhand der Fahrerkarte nachweisen, dass du dort gearbeitet hast. Du hast doch auch Anspruch auf Lohn oder hat er nichts bezahlt? Auch damit hast du Beweise. Such dir einen Anwalt und zeige die Verantwortlichen des Unternehmens wegen Schwarzarbeit an. Geh mit deiner Karte zur Amt für Arbeitssicherheit (früher Gewerbeaufsicht) mach eine Selbstanzeige wegen Überschreitung von Lenk- und Ruhezeiten. Damit gehst du straffrei aus und der Unternehmer bekommt seinen Laden malauf den Kopf gestellt. Wenn es so ist, wie du schreibst und der Dispo die Rgeln egal sind, wird es ganz viele rot markierte Kartenausdrucke bei den anderen Fahrern geben.

 

Zitat:

Original geschrieben von tommmmes

 

Beim Abladen von Papierrollen rutschte mir die Stange der vergammelten Jolodaschlitten aus dem Schlitten, ich ins Trudeln und abwärts von der Ladefläche, knalle auf die Schulter.

Ergebnis: Kapselriß und Schlüsselbeinbruch.

Hat das irgend jemand beobachtet= gibt es Zeugen?

Hast du den Unfall in dem Betrieb gemeldet?

Keine Hilfe durch Ersthelfer des Betriebes? Wenn doch, wurde der Unfall eventuell dort in das Verbandsbuch eingetragen?

Es wäre sehr gut wenn du Beweisen könntest, das es sich um einen Arbeitsunfall handelt!

Dann zahlt die BG u. da wird vieles möglich, was dir als "normal" Kranker kaum möglich ist.

Der Schlüsselbeinbruch ist nicht so sehr dein Problem, schlimmer ist der Kapselriß, das kann sehr lange dauern.

Ich würde dir raten, einen RA einzuschalten.

 

MfG Günter

 

Themenstarteram 4. Mai 2012 um 20:06

Zitat:

Original geschrieben von 4matic Guenni

Zitat:

Original geschrieben von tommmmes

 

Beim Abladen von Papierrollen rutschte mir die Stange der vergammelten Jolodaschlitten aus dem Schlitten, ich ins Trudeln und abwärts von der Ladefläche, knalle auf die Schulter.

Ergebnis: Kapselriß und Schlüsselbeinbruch.

Hat das irgend jemand beobachtet= gibt es Zeugen?

Hast du den Unfall in dem Betrieb gemeldet?

Keine Hilfe durch Ersthelfer des Betriebes? Wenn doch, wurde der Unfall eventuell dort in das Verbandsbuch eingetragen?

Es wäre sehr gut wenn du Beweisen könntest, das es sich um einen Arbeitsunfall handelt!

Dann zahlt die BG u. da wird vieles möglich, was dir als "normal" Kranker kaum möglich ist.

Der Schlüsselbeinbruch ist nicht so sehr dein Problem, schlimmer ist der Kapselriß, das kann sehr lange dauern.

Ich würde dir raten, einen RA einzuschalten.

 

MfG Günter

Ja, selbstverständlich ist die Sache als Arbeitsunfall gemeldet,daran gibt es auch gar keinen Zweifel.

Krankengeld gibt es aber , auch bei einem Arbeitsunfall nun mal immer von der Krankenkasse.

Aber ebend nur wenn man dort auch angemeldet ist, solange wie das nicht geschehen ist fühlt sich die BG nicht zuständig.

Am Montag solltest du zu allererst einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen.

Mit ihm alles abklären und dann eventuell mit deiner Fahrerkarte zur Polizei und die Überschreitungen melden/selbst anzeigen (in Absprache mit dem Anwalt).

Ich glaube schon, dass die Chancen für dich gutstehen.

Aber du musst was tun!!!! Vom nichtstun verschlimmert sich die ganze Sache nur noch, weil sich niemand für dich zuständig fühlt/fühlen willen.

Mittels Anwalt das volle Programm gegen den AG fahren

Themenstarteram 4. Mai 2012 um 20:21

Zitat:

Original geschrieben von 18.430

Am Montag solltest du zu allererst einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen.

Mit ihm alles abklären und dann eventuell mit deiner Fahrerkarte zur Polizei und die Überschreitungen melden/selbst anzeigen (in Absprache mit dem Anwalt).

Ich glaube schon, dass die Chancen für dich gutstehen.

Aber du musst was tun!!!! Vom nichtstun verschlimmert sich die ganze Sache nur noch, weil sich niemand für dich zuständig fühlt/fühlen willen.

Ja, ist ja alles in Arbeit, das volle Programm.

Habe inzwischen ja auch herausbekommen das solche Vorgehensweisen dort schon öfter vorgekommen sind.

Hatte mich vorher auch über diese Firma recht gut ( anscheinend nicht gut genug ) informiert und nichts schlechtes gefunden, außer einen Eintrag auf Trucker.d., habe mir aber dabei nicht wirklich was gedacht, weil Leute die was zu meckern haben gibt es immer.

Mir jedenfalls ist so etwas in 32 Jahren als Arbeitnehmer noch nie passiert.

Zitat:

Original geschrieben von Transportcampus

Ich weiß dass, es ganz viele solcher schwarzen Schafe bei den Transportunternehmern gibt. Das ist schon eine Schweinerei, aber richtiges Verhalten nach dem Anruf beim Chef hätte ganz vieles leichter gemacht.

Finde den Fehler im Verhalten:

Zitat:

Original geschrieben von Transportcampus

Zitat:

Original geschrieben von tommmmes

...... Ich sagte im, nichts da mehr es geht nicht. Daraufhin sagte er mir, er schicke einen anderen Fahrer der den Lkw abholt, ich solle mal sehen wie ich nach Hause komme.

Also meinen Sohn angerufen, der hat sich dann ins Auto gesetzt , ist die 530 Km gefahren und hat mich nach Hause geholt, dass war dann Nachmittags um 16.00 Uhr. Noch gar nicht zu Hause angekommen meldete sich meine Frau Telefonisch, mit guten Nachrichten:

Die Kündigung ist auch schon da.

Erster Fehler: Hier wäre die 112 die richtige Telefon-Nummer gewesen und du hättetst dich (zwar 530 km) vom Wohnort zuerst mal ins krankenhaus fahren lassen sollen. Dann wäre auch der Tatbestand des Arbeitsunfalles sofort mit erfasst worden

Zitat:

Original geschrieben von Transportcampus

Zitat:

Also nächsten Tag zum Dock, am Freitag dann OP der Schulter, und 4 Wochen krankgeschrieben.

Zweiter Fehler: Warum wurde beim Dock nicht noch eine Unfallmeldung aufgenommen?

Zitat:

Original geschrieben von Transportcampus

Zitat:

Da der Arbeitgeber ja erst nach 4 Wochen Lohnfortzahlung leisten muß, rief ich am Freitag bei der Krankenkasse an, da ja Anspruch auf Krankengeld besteht.

Dritter Fehler: Wenn die BG zuständig ist, gilt dies nicht

Zitat:

Original geschrieben von Transportcampus

Zitat:

Allerdings besteht der nur, wenn auch der Arbeitgeber einen Angemeldet hat, hat er aber nicht.

Vierter Fehler: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, am Ersten Tag der Arbeit eine elektronische Sofortmeldung an die Krankenkasse zu machen. Macht er es nicht, macht er sich strafbar.

Du kannst doch anhand der Fahrerkarte nachweisen, dass du dort gearbeitet hast. Du hast doch auch Anspruch auf Lohn oder hat er nichts bezahlt? Auch damit hast du Beweise. Such dir einen Anwalt und zeige die Verantwortlichen des Unternehmens wegen Schwarzarbeit an. Geh mit deiner Karte zur Amt für Arbeitssicherheit (früher Gewerbeaufsicht) mach eine Selbstanzeige wegen Überschreitung von Lenk- und Ruhezeiten. Damit gehst du straffrei aus und der Unternehmer bekommt seinen Laden malauf den Kopf gestellt. Wenn es so ist, wie du schreibst und der Dispo die Rgeln egal sind, wird es ganz viele rot markierte Kartenausdrucke bei den anderen Fahrern geben.

Hallole zusammen

Das ist mal eine gute Antwort und eine der hilfreichsten die ich je hier gelesen habe. Bitte Berichte weiter den das Thema ist mehr als intressant.. Dein Anwalt sollte mal prüfen was da an zivilrechtlichen möglichkeiten ( Schadensersatz, Schmerzensgeld , BG Behandlungen ) und weiteres noch drinn ist , des weiteren sollte man einem solchen Betrieb die konzession entziehen und das geht nur wenn man sowas veröffentllicht.. ggf sind TV Sender spiegel TV oder Akte 2012 auf Sat eins Ansprechpartner.. aber vorher mit dem Anwalt absprechen.. . Jol.

Das ist natürlich sehr ärgerlich :(

Was mir noch einfällt, je nachdem ob eine Probezeit vereinbart wurde oder nicht kann er gar nicht so einfach kündigen wenn eine AU Bescheinigung ab dem Tag des Unfalls vorliegt.

Grüße

Steini

Zitat:

Original geschrieben von steini111

Das ist natürlich sehr ärgerlich :(

Was mir noch einfällt, je nachdem ob eine Probezeit vereinbart wurde oder nicht kann er gar nicht so einfach kündigen wenn eine AU Bescheinigung ab dem Tag des Unfalls vorliegt.

Grüße

Steini

Soweit ich weiss ist ein Krankenschein kein Persilschein. auch in der Krankheit kann gekündigt werden. Es mag ein paar Ausnahmen geben, aber Schwangerschaft wird ja nicht zutreffen!

Zitat:

Original geschrieben von Lauzl

Zitat:

Original geschrieben von steini111

Das ist natürlich sehr ärgerlich :(

Was mir noch einfällt, je nachdem ob eine Probezeit vereinbart wurde oder nicht kann er gar nicht so einfach kündigen wenn eine AU Bescheinigung ab dem Tag des Unfalls vorliegt.

Grüße

Steini

Soweit ich weiss ist ein Krankenschein kein Persilschein. auch in der Krankheit kann gekündigt werden. Es mag ein paar Ausnahmen geben, aber Schwangerschaft wird ja nicht zutreffen!

Aber um zum Themenstarter zurückzukommen, lass das dir nicht gefallen! Du bist im Recht und dein Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht. Und du hattest ein Arbeitsunfall, wenn er ordentlich aufgenommen ist, ist nur die BG für dich zuständig!

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