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Warum haben viele neue Auto´s keine Wassertemperaturanzeige mehr?

Themenstarteram 22. Januar 2012 um 19:48

Servus!

Ich hab brav die Suchfunktion benutzt aber nichts gefunden.

Was mir seit längerem auffällt ist, das viele neuere Fahrzeuge keine Kühlmitteltemperaturanzeige [Öl wäre meiner Meinung nach wichtiger] mehr haben.

VW Polo, Seat Ibiza, Skoda Fabia, Opel Corsa, Toyota Yaris, Toyota Aygo, Mazda 2, etc.

Ich fand es immer ganz nett zu wissen wann das Wasser warm ist, dann noch 15 - 20 km normal weitergefahren bis das Motor-Öl auch warm ist [Erfahrungswert vom Motorrad, da hab ich Öl-Temp-Anzeigen] und erst dann wird der Motor, wenn nötig, gefordert.

Wurde das nur aus Kostengründen eingespart oder gibt es sinnvolle technische Argumente dafür?

Bei einem stark nach oben steigendem Zeiger auf der "Wasser-Uhr" kann ich noch Gegenmaßnahmen ergreifen [Heizung voll auf, Motor aus, etc.], die Warnlampe kommt mit Sicherheit erst dann wenn es zu spät ist...

Ich würde mir beim Auto auf jeden Fall, sofern nicht vorhanden, Wasser und Öltemperaturanzeige nachrüsten. Ich hab die Technik gern "im Blick".

 

Was meint Ihr?

 

Ciao

Der Gaswart

 

Beste Antwort im Thema

Sinnvolle technische Argumente gibt es dafür nicht. Es ist eine reine Kosteneinsparungsmaßnahme.

Ich selbst bin davon überhaupt nicht begeistert, was zur Folge hat, daß Fahrzeuge, welche nicht über dieses Feature verfügen, von mir bei einer Kaufentscheidung grundsätzlich ausgeschlossen werden.

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Ich kann mich ja durchaus mit digitalen Anzeigen anfreunden, aber bedienerfreundlich sollten sie schon sein.

Was geht, können sich die Autobauer bei der Luftfahrt anschauen.

In meinem 1993er Nissan Micra K11 gibt es eine Kühlflüssigkeitsanzeige. Als ich dank der Klimaerwärmung im August die Heizung aufgedreht hatte ging die Nadel der Temperaturanzeige runter. Ergo: Thermostat defekt.

So konnte der Fehler im Sommer behoben werden und nicht wenn die ersten richtig kalten Nächte kamen und man dann die beschlagenen Scheiben nicht mehr freibekommen hätte.

Auch die Öltemperaturanzeige im MFA meines alten Passats fand ich sehr angenehm: sie war plausibel und aktualisierte alle paar Sekunden. Die analoge Kühlmittelanzeige war aber leider tatsächlich auf 90 Grad gemittelt.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Ich kann mich ja durchaus mit digitalen Anzeigen anfreunden, aber bedienerfreundlich sollten sie schon sein.

Was geht, können sich die Autobauer bei der Luftfahrt anschauen.

In der Luftfahrt wird genau das gemacht: Alle Anzeigen die nicht nötig sind und deren Werte im grünen Bereich sind werden ausgeblendet um die Aufmerksamkeit des Fahrers/Piloten bei den wichtigen Dingen zu halten. In Zeiten von Bordcomputer und Co. doch kein Thema.

Zitat:

Original geschrieben von picard95

In meinem 1993er Nissan Micra K11 gibt es eine Kühlflüssigkeitsanzeige. Als ich dank der Klimaerwärmung im August die Heizung aufgedreht hatte ging die Nadel der Temperaturanzeige runter. Ergo: Thermostat defekt.

 

So konnte der Fehler im Sommer behoben werden und nicht wenn die ersten richtig kalten Nächte kamen und man dann die beschlagenen Scheiben nicht mehr freibekommen hätte.

 

Auch die Öltemperaturanzeige im MFA meines alten Passats fand ich sehr angenehm: sie war plausibel und aktualisierte alle paar Sekunden. Die analoge Kühlmittelanzeige war aber leider tatsächlich auf 90 Grad gemittelt.

Das setzt aber voraus, dass der Fahrer mit der Anzeige auch etwas anfangen kann.

Das ist leider bei 90% der Kunden nicht der Fall. Der Ölstand wird nicht geprüft, der Reifendruck schon gar nicht. Selbst Warnlampen werden ignoriert, solange es nicht noch penetrant bimmelt.

Oder jede Warnlampe sorgt für hektisches Ansteuern des Pannenstreifens und panikartigen Anrufen bei der Notdienstzentrale, auch wenn lediglich das Spritzwasser leer ist.

Zitat:

Original geschrieben von saturn78

Oder jede Warnlampe sorgt für hektisches Ansteuern des Pannenstreifens und panikartigen Anrufen bei der Notdienstzentrale, auch wenn lediglich das Spritzwasser leer ist.

Eben drum. Anzeigen und schwer zu deutende Kontrolleuchten weglassen und Klartextanzeige im Bordcomputer wenn was ist halte ich für die beste Lösung.

Setzt euch mal in manche LKWs, selbst mit Fachwissen steht man da manchmal überfordert vor 100 Kontrolleuchten. 4* ABS nebeneinander ohne weitere Beschriftung schon gesehen.

am 24. Januar 2012 um 12:28

Ach so. Und wenn ein Kunde mit Instrumenten nix anfangen kann, lässt man sie einfach weg. Ja, das ist logisch und beruhigt ungemein.

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er

In der Luftfahrt wird genau das gemacht: Alle Anzeigen die nicht nötig sind und deren Werte im grünen Bereich sind werden ausgeblendet um die Aufmerksamkeit des Fahrers/Piloten bei den wichtigen Dingen zu halten. In Zeiten von Bordcomputer und Co. doch kein Thema.

Das ist mir schon klar. Die Betonung liegt hier aber auf "ausgeblendet" und nicht auf "weggelassen". Das ist der Punkt, der mich beim derzeitigen Trend im Automobilbau stört.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Das ist mir schon klar. Die Betonung liegt hier aber auf "ausgeblendet" und nicht auf "weggelassen". Das ist der Punkt, der mich beim derzeitigen Trend im Automobilbau stört.

Wird ja auch nicht weggelassen, bei zu hoher Temperatur gibt´s immer noch Warnungen per Anzeige oder Bordcomputer. Reicht doch, kaum einer guckt ständig auf die Temperatur um sofort mitzubekommen wenn die mal nach oben geht.

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Ach so. Und wenn ein Kunde mit Instrumenten nix anfangen kann, lässt man sie einfach weg. Ja, das ist logisch und beruhigt ungemein.

...wenn er mit einer Anzeige nichts anfangen kann,...bringt sie ihm nichts!

Es werden ja nicht nur Temperaturanzeigen ignoriert.

Neulich hatten wir eine Kundin, die hohen Verbrauch bemängelte...bis nach langem hin und her herauskam, dass dies mit dem Ignorieren des 6.Ganges, nebst Schaltanzeige zusammenhing... Da hätte ggf. auch ein Blick auf den Drehzahlmesser, oder gar in die Bedienungsanleitung weitergeholfen.

Oder sogar das (inzwischen ganz exotische) Beschäftigen mit dem Auto, das man ja auch für viel Geld erworben hat...

am 24. Januar 2012 um 14:24

Also ich persönlich finde es auch gut, wenn ich akkurat funktionierende Messinstrumente habe, denen ich entnehmen kann,

  • ob sie funktionieren (Plausibilitätskontrolle, die durch das Festnageln auf 90 Grad deutlich eingeschränkt wird)
  • wann das Motoröl warm genug ist, um den Motor zu fordern, und ob die Motorkühlungsregelung zu funktionieren scheint

Das Problem, dass viele Leute damit nicht umgehen können oder wollen oder möglicherweise gar mit unangemessener Panik reagieren, könnte man doch beheben, indem man die entsprechende Funktionalität hinter einem Insidertrick versteckt, sie bei Nutzung jenes Tricks jedoch gut (und nicht nur als unkomfortable Krücke) nutzbar macht. Die Leute, die sich wirklich auskennen, würden jenen Trick schnell erfahren. Wahrscheinlich würde er sogar die Runde durch die einschlägige Autopresse machen. Aber die wird ja nun nicht von Oma Kunze gelesen, die bei 100 Grad Wassertemperatur sofort rechts ranfahren würde.

Irgendwas von der Form "die Warnblinkanlage einschalten, dann trotzdem noch am Lenkstock den Blinker rechts setzen, und dann 5 Sekunden den Rückstellknopf des Tachos gedrückt halten, und ab da ist die Kühlmitteltemperatur akkurat und die Öltemperatur im MFD auswählbar (und bleibt es natürlich auch für alle Zukunft)". Wenn diese Funktionalität da wäre, dann würde hier doch keiner mehr meckern, die Unwissenden würden weiterhin nichts angezeigt bekommen, und alle wären zufrieden.

Zitat:

Original geschrieben von saturn78

oder gar in die Bedienungsanleitung weitergeholfen.

Die was? :confused:

:D

Zitat:

Original geschrieben von DeathAndPain

Also ich persönlich finde es auch gut, wenn ich akkurat funktionierende Messinstrumente habe, denen ich entnehmen kann,

 

  • ob sie funktionieren (Plausibilitätskontrolle, die durch das Festnageln auf 90 Grad deutlich eingeschränkt wird)
  • wann das Motoröl warm genug ist, um den Motor zu fordern, und ob die Motorkühlungsregelung zu funktionieren scheint

 

Das Problem, dass viele Leute damit nicht umgehen können oder wollen oder möglicherweise gar mit unangemessener Panik reagieren, könnte man doch beheben, indem man die entsprechende Funktionalität hinter einem Insidertrick versteckt, sie bei Nutzung jenes Tricks jedoch gut (und nicht nur als unkomfortable Krücke) nutzbar macht. Die Leute, die sich wirklich auskennen, würden jenen Trick schnell erfahren. Wahrscheinlich würde er sogar die Runde durch die einschlägige Autopresse machen. Aber die wird ja nun nicht von Oma Kunze gelesen, die bei 100 Grad Wassertemperatur sofort rechts ranfahren würde.

 

Irgendwas von der Form "die Warnblinkanlage einschalten, dann trotzdem noch am Lenkstock den Blinker rechts setzen, und dann 5 Sekunden den Rückstellknopf des Tachos gedrückt halten, und ab da ist die Kühlmitteltemperatur akkurat und die Öltemperatur im MFD auswählbar (und bleibt es natürlich auch für alle Zukunft)". Wenn diese Funktionalität da wäre, dann würde hier doch keiner mehr meckern, die Unwissenden würden weiterhin nichts angezeigt bekommen, und alle wären zufrieden.

Da hast du natürlich völlig recht, auch ich habe gern alle Informationen, wenn ich sie denn haben will.

Aber Autos werden für die Breite Masse entworfen und diese hat es noch kaum bemerkt, dass viele Fahrzeuge keinen Peilstab mehr haben...Oder bemerken erst bei der Fahrzeugrückgabe, dass sie gar kein Reserverad haben....

am 24. Januar 2012 um 14:46

Haben neue Autos keinen Peilstab mehr? Klar kann man eine rote Warnlampe einbauen, wenn der Ölstand zu niedrig wird, aber woher weiß ich, wieviel ich noch einfüllen darf, wenn diese Lampe noch nicht leuchtet?

Ein nettes Gimmick wäre natürlich eine Laufschrift im MFD: Bitte Öl nachfüllen... halber Liter... nach Norm VW 507 00... :D

Was mir schon aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Peilstab zumindest einiger moderner Fahrzeuge (in meinen Augen) minderwertig ist. Bei meinem Golf 4 ist das noch ein solider Metallstab, der sich vernünftig rein- und rausschieben lässt. Kürzlich bin ich aber mal einen neuen Passat gefahren, und der hatte nur so ein dünnes Stänglein, was ich eher als besseren Draht bezeichnen würde, und das hat sich beim Reinschieben gewunden und gebogen wie meine Frau. Sowas hätte ich von Fiat erwartet, aber nicht von einem Mittelklassewagen von VW, das wirkte total billig!

Zitat:

Original geschrieben von saturn78

Oder bemerken erst bei der Fahrzeugrückgabe, dass sie gar kein Reserverad haben....

Besser, als wenn sie es anlässlich einer Reifenpanne merken... :D

Zitat:

Original geschrieben von DeathAndPain

Haben neue Autos keinen Peilstab mehr? Klar kann man eine rote Warnlampe einbauen, wenn der Ölstand zu niedrig wird, aber woher weiß ich, wieviel ich noch einfüllen darf, wenn diese Lampe noch nicht leuchtet?

 

Ein nettes Gimmick wäre natürlich eine Laufschrift im MFD: Bitte Öl nachfüllen... halber Liter... nach Norm VW 507 00... :D

 

-So ist es, eine "Ölmangelanzeige" (Gelb) haben eh schon viele Fahrzeuge und meist wird auch dann erst reagiert. Bei anderen (z.B. A4) ist die Abfrade des Ölstandes eine Punkt im Menu.Da steht dann auch, wie viel nachzufüllen ist. Das ging zwar früher auch, bedingte aber wiederum einen Blick in die Bedienungsanleitung.

 

Was mir schon aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Peilstab zumindest einiger moderner Fahrzeuge (in meinen Augen) minderwertig ist. Bei meinem Golf 4 ist das noch ein solider Metallstab, der sich vernünftig rein- und rausschieben lässt. Kürzlich bin ich aber mal einen neuen Passat gefahren, und der hatte nur so ein dünnes Stänglein, was ich eher als besseren Draht bezeichnen würde, und das hat sich beim Reinschieben gewunden und gebogen wie meine Frau. Sowas hätte ich von Fiat erwartet, aber nicht von einem Mittelklassewagen von VW, das wirkte total billig!

Zitat:

Original geschrieben von DeathAndPain

Zitat:

Original geschrieben von saturn78

Oder bemerken erst bei der Fahrzeugrückgabe, dass sie gar kein Reserverad haben....

Besser, als wenn sie es anlässlich einer Reifenpanne merken... :D

NÖ, dann rufen sie den Pannendienst, völlig egal, ob mit oder ohne R-Rad.

am 24. Januar 2012 um 14:59

Also wenn ich den Ölstand akkurat im MFD abrufen kann, dann brauche ich im Prinzip keinen Peilstab mehr. Da macht man sich ja dann nur noch ohne Not die Finger mit schmutzig. Der einzige Grund, dennoch einen Peilstab zu verwenden liegt darin, dass Peilstäbe nicht versagen können: Der Ölstand, den man damit misst, ist auch der im Motor. Bei einer Anzeige im Display muss das nicht zwangsläufig so sein.

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