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Warmfahren des Akkus sinnvoll?

Kia Soul 3 (SK3)
Themenstarteram 27. Dezember 2021 um 14:16

Moin zusammen,

folgende Frage stelle ich mir gerade: Lohnt es sich, jetzt im Winter zu Beginn einer langen Fahrt den Akku warmzufahren?

Hintergrund:

Ein kalter Akku bringt nicht so viel Leistung wie ein warmer Akku. Daher ist im Winter die Reichweite geringer als im Sommer, selbst wenn man die kräftiger laufende Heizung und zusätzliche Nebenverbraucher (Sitzheizung, Licht, Scheibenwischer etc.) nicht einberechnet.

Ich habe es gestern auf der Rückfahrt vom weihnachtlichen Elternbesuch gemerkt: Der Akku lag bei -2°C beim Start der Tour. Nach 217 km Autobahnfahrt (Tempomat 130 km/h) war der Akku bei 7% SoC angekommen und hatte 14°C. Vor der Schnellladepause habe ich den Akku warmgefahren (voll rekuperiert auf 90 km/h und voll beschleunigt auf 150 km/h, das ganze mehrfach). Dies hat zu einer Akkutemperatur von 23°C geführt.

Am Schnelllader lud mein Auto zunächst mit 50 kW. Sobald der Akku durch das Schnellladen 25°C erreicht hatte, sprang die Ladegeschwindigkeit auf das Maximum von 75 kW (ja, der e-Soul lädt leider nicht besonders schnell). Der e-Soul konditioniert leider den Akku nicht vor, auch wenn der Wintermodus aktiviert ist und eine Ladestation als (Zwischen-)Ziel eingegeben ist.

Daher ist es für mich probates Mittel, den Akku vor dem Laden warmzufahren, damit ich die maximale Ladegeschwindigkeit heraushole.

In der Folge stelle ich mir aber die eingangs gestellte Frage: Macht es vielleicht mehr Sinn, gleich zu Beginn der Fahrt den Akku warmzufahren anstatt kurz vor dem Ladestopp? Meine Theorie: Wenn der Akku gleich in das Wohlfühlfenster von 25°C gebracht wird, erbringt der Akku vielleicht eine bessere Fahrleistung und somit mehr Reichweite?

Was meint ihr, bringt ein zu Beginn warmgefahrener Akku eine bessere Reichweite über die Gesamtdistanz?

Viele Grüße

Martin

PS: Ich stelle die Frage im BEV/PHEV-Forum, da diese Frage unabhängig vom Fahrzeughersteller sein dürfte...

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42 Antworten

Auf die Antworten bin ich gespannt.

Aber schon der Gedanke, Energie zu verfahren um noch mehr Energie aus einer Batterie heraus zu holen .........grübel grübel.

Eine Lösung wäre, das Heizkissen aus dem Bett meiner Oma um den Akku zu wickeln und mit dem Laden der Batterie...die Batterie zu wärmen.........

MfG kheinz

So wie ich http://www.youtube.com/watch?v=8eG-ICU0PYg bzw. http://www.youtube.com/watch?v=eueLvUT02oA verstehe

- sollte man beim Autokauf auf die Akkuheizung achten (ist z. B. beim Ioniq 5 nicht Serie, aber auch in der untersten Ausstattungslinie optional zu bekommen).

- macht Akku vorwärmen nur Sinn, wenn man dann auch gleich wenn er auf möglichst optimaler Temperatur schnell _laden_ will. Beim Fahren ist der Stress i.d.R. nicht ganz so groß für den Akku und bei der Energieentnahme wird der Akku auch etwas wärmer (was du auch in deinem Posting beschrieben hast).

- sollte man schauen wie man die Akkuheizung aktiviert, sofern sie denn vorhanden ist. Oft geht das leider nur, wenn man einen POI vom Typ Ladesäule ins Navi eingibt. Hast du evtl. nur die Adresse der Ladesäule angegeben aber nicht gezielt den POI vom Typ Ladesäule ausgewählt? Navi-Software-Update nötig? Firmware-Update in der Werkstatt nötig? Handbuch lesen? Das alles gehört aber ins modellspez. Unterforum -> https://www.motor-talk.de/forum/kia-ev-und-hybrid-b1016.html

notting

[Inhalt sowie Bezugsbeiträge von Motor-Talk entfernt. Bitte die Threadfrage sowie die Beitragsregeln von Motor-Talk beachten.]

Moin, ich denke, dass die Frage zu allgemein, bzw. zu speziell ist, um richtig darauf zu antworten.

Generell steigt zwar die Kapazität mit der Erwärmung, aber was du nicht vor Fahrtantritt reingeladen hasst, kannst du beim Fahren auch nicht rausholen ;)

Das Zweite ist dann die Ladekurve. Die ist arg vom Hersteller abhängig. Wenn ich an den I3 denke, unter 10° begrenzt er unter 11 kW, über 15° geht er schon über 40, und die maximalen 48 kW erreicht er, wenn der Akku etwa 18 bis 19° hat. Deiner scheint erst bei 25° soweit zu sein, wird sicher auch davon abhängen, wie nahe die max. Ladeleistung schon am maximalen noch gesunden Betriebspunkt liegt. (oder wie egal dem Hersteller das ist, wie die ersten ETron, die auch bei knapp 50° Akku noch volle Kanne geladen haben.)

Was hat der Verbrennerkram hier zu suchen... Egal, zum eAuto meine Meinung nach 16k km Fahrt, warmfahren vom Akku ist maximal vor dem Laden sinnvoll. Auf keinen Fall vor der normalen Fahrt. Da kann man höchstens möglichst stark laden um ihn etwas wärmer zu bekommen. Selbst vor dem Laden verschwindet durch das warmspielen so viel Energie, daß man dann zwar direkt schneller lädt, aber halt auch mehr, also wieder länger Laden muss.

Und zum Thema man kann keine Energie aus dem Akku holen, die vorher nicht rein geladen wurde, das stimmt so eben nicht. Denn erwärmt man z.B. einen Akku mit 50% liefert der bei 25Grad mehr Energie als bei 0Grad. Ohne zu laden. Die Energie war ja vorher schon im Akku, war aber nur "eingefroren".

Zitat:

Ein kalter Akku bringt nicht so viel Leistung wie ein warmer Akku. Daher ist im Winter die Reichweite geringer als im Sommer,

...

Das Thema ist wichtig, und ich würde es ganz genau wissen wollen, wie sich Kälte auswirkt auf:

- mögliche Leistungsabgabe, d.h. mögliche Beschleunigung

- mögliche Leistungsaufnahme, d.h. mögliche Rekuperation und Schnellladen

- entnehmbaren Energie-Inhalt, d.h. mögliche Reichweite

- Effizienz, d.h. energetischer Wirkungsgrad des Akkus

(kann ich warm viel Energie reinladen, aber kalt nicht mehr entnehmen?)

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