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Wallbox-Dschungel - der Beratungsthread für Ladeinstallationen
Hallo Gemeinde - Wir fahren aktuell einen Q5 55tfsi e und würden uns gerne eine (zukunftssichere) Wallbox installieren lassen. Am liebsten wäre uns daher eine 22kW Box. Wisst ihr, ob das dem Q5 etwas ausmacht, wenn die Box viel mehr als die 7,2kW an Strom liefert?
Und welchen Vorteil hat eine regelbare Wallbox?
Danke euch allen vorab / Grüße
fraenklin
___
[Titel von Motor-Talk angepasst.]
Beste Antwort im Thema
Ich sehe es wie @TFSI_Q5 mit der Ladeleistung und würde auch nur eine Box mit 11kW anschaffen und die Installation für 22kW vorbereiten.
Bis du mal 22kW Ladeleistung brauchst, sind die Boxen längst überholt, ggf. günstiger usw.
Ob die Hersteller allerdings jemals so hohe Ladeleistungen im AC-Bereich unterstützen werden/wollen halte ich für fraglich. Da habe ich eher die Vermutung, dass sich kleinere DC-Boxen mit 10-15kW und CCS etablieren könnten.
Wichtiger als 22kW statt 11kW wäre mir, dass die Box ein angeschlagenes Kabel hat und ich nicht jedes mal das lose Kabel des Autos nutzen muss.
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1620 Antworten
Zitat:
@XF-Coupe schrieb am 14. Juli 2022 um 20:11:20 Uhr:
Es kann meines Erachtens auch nicht die Lösung sein für einmal Laden pro Woche bei durchschnittlicher Fahrleistung an jedem Stellplatz einen Ladepunkt zu schaffen.
Notwendig? Nein...
Mit Lastmanagement wäre es aber technisch problemlos umsetzbar. Und würde die Akzeptanz ein Auto mit geringerer Reichweite und längerer Tankdauer (verglichen mit dem alten Verbrenner) zu fahren, sicherlich erhöhen.
Ich würde meinem AG jedenfalls etwas erzählen, wenn ich mich nach 8-10 Stunden Tag auf dem Heimweg vom Außendiensttermin noch 20 Minuten (?) an eine Schnellladesäule stellen dürfte, nur um am nächsten Tag wieder mobil sein zu können. Da bin ich lieber 20 Minuten eher zuhause und darf die Kinder noch ins Bett bringen...
Zum Glück hängt die Wallbox bei mir bereits vorm Haus - fehlt nur noch das (für den AG) bezahlbare Auto.
Als Vermieter würde ich alles tun, was das Mietobjekt attraktiver macht, insbesondere solange ich nicht draufzahle... Sprich, wer die Förderung nicht mitgenommen hat, hat wirklich ein wenig gepennt!
Zitat:
@notting schrieb am 14. Juli 2022 um 20:59:13 Uhr:
Außerdem kenne ich einige, die ca. 70-90km einfache Strecke zur Arbeit pendeln oder Wochenendpendler sind, wenn sie nicht gerade vom Corona-Home-Office profitieren. Du kennst offenbar nicht solche Fernpendler.
notting
Natürlich gibt es die. Die fahren dann mit den Privat-km zwischen 35 und 50 tkm im Jahr, dann gibt es auch noch Viele, die beruflich ähnliche Fahrleistungen erreichen.
Ich stelle ja nicht in Abrede, dass hier eine eigene Wallbox Sinn macht. Meine Aussage war lediglich, dass ein Ladepunkt an jedem Stellplatz Quatsch ist.
Laut Statista liegt die durchschnittliche Fahrleistung pro PKW in Deutschland unter 15 tkm pro Jahr https://de.statista.com/.../
Wenn man nun diese Fernpendler und beruflichen Fahrer berücksichtigt, muß doch die breite Maße der PKW-Nutzer um die 10 tkm oder darunter liegen und da sind dann auch noch Urlaubsfahrten dabei, wo man auch mal öffentlich laden muß und diejenigen die beim Arbeitgeber (teils kostenlos oder vergünstigt) laden können. 10 tkm pro Jahr sind 200 km pro Woche, bei einem Durchschnittsverbrauch von 20 kWh (mein Abo-ID.3 liegt jetzt auf 2.700 km im Sommer bei 16,4 kWh) sprechen wir von 4 Stunden Ladezeit pro Woche an einer 11 kw Wallbox.
Die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Mehrfamilienhaus ausschließlich Menschen mit extrem hohen Fahrleistungen wohnen, tendiert doch gegen 0. Und wenn dem so wäre, würde ein Lastmanagement alleine (das ja nur den vorhandenen Strom verteilt) ohne Erweiterung des Hausanschlusses auch nichts mehr bringen, wenn 20 oder 30 Autos innerhalb von 10 - 12 Stunden jeweils 50 - 60 kWh nachladen möchten.
Wenn ich meine persönliche Situation objektiv betrachte, bräuchte ich jetzt mit dem E-Auto die private Wallbox nicht wirklich, das ist Luxus. Ich wohne in einer 30.000 Einwohner-Stadt. In 600 m Entfernung habe ich zwei 22 kw-Lader, die momentan laut EnBW-App beide frei sind. Im Umkreis von 2 km sind es rund 20 AC-Lader (16 davon frei) und 4 x 150 kw-Lader (alle frei) und ein 100 kw-Lader (frei). Da käme ich jetzt für die wenigen male, die ich nicht in der Arbeit oder auf Langstrecke an Schnellladern lade, auch klar
Zitat:
@XF-Coupe schrieb am 14. Juli 2022 um 11:51:33 Uhr:
Es wird grundsätzlich nicht möglich sein, gerade bei Mehrfamilienhäusern, dass jeder Mieter seinen eigenen Ladepunkt bekommt. Gerade bei großen Wohnanlagen müßten hier die Hausanschlüsse extrem groß dimensioniert werden, was die Kosten nochmals zusätzlich erhöht.
Die Wallbox zu Hause (optimalerweise durch PV gespeist) ist das Mittel der Wahl für den Häuschenbesitzer oder -mieter. Im urbanen Bereich mit dichter Bebauuung und hoher Wohnraumkonzentration wird das nicht klappen.
Servus,
…sagt wer!?
Eben hierfür gibt es in Mehrfamilienhäusern die Möglichkeit, die vielen Ladestationen mit einem intelligenten zentralen Lastmanagement zu steuern.
Die e-Autos haben dann eben am nächsten Tag nicht zu 100% sondern z. Bsp. nur zu 70-80% geladen.
Es gibt genug Beispiele, wo dies schon bestens funktioniert.
Wenn man nun aber die aktuelle Diskussion betreff Umstellung auf regenerative Heizsysteme wie z. Bsp. Wärmepumpen in die Betrachtung mit einbezieht, muss so und so mittelfristig über ein zukunftssicheres gesamtheitliches Energiemanagement in Mehrparteienanlagen nachgedacht werden.
Kommen also zu den Ladesäulen noch WPs hinzu, wird man zwangsläufig nicht um einen stärkeren Strom-Hausanschluss herumkommen.
Und da hat XF-Coupe wieder Recht: Mit der derzeitigen Versorgungsstruktur wird ein massiv ansteigender Strombedarf nicht funktionieren, wenn nicht die Strominfrastruktur der Netzbetreiber massiv ausgebaut und die Zubringerkabel höher dimensioniert werden.
Man witzelt schon, dass die Strassen, in denen Versorgungskabel der Netzbetreiber verlegt sind, im Winter keinen Schneeräumdienst mehr benötigen, weil die Kabel durch Überlastung alle warm werden und wie eine Trassenheizung wirken.
So long
Das ist ein ganz entscheidender Punkt, wenn man 2030 - 2035 keine Verbrenner mehr neu zulassen möchte und für alle E-Fahrzeuge lokale Lademöglichkeit zu Hause schaffen möchte und zudem noch die Heizungen in großem Stil auf WP umstellen möchte, dann müßte man schon heute anfangen, die Straßen aufzureissen.
Das mag ja im ländlichen Bereich und kleineren Städten noch klappen, aber in Großstädten eben nicht mehr.
Da gibt es ein 20 - 50 Parteien Hause neben dem Anderen.
Ich denke man kann sich da nicht auf einen Weg fokussieren. Wer es braucht, soll ja seine Wallbox haben, aber auch Projekte wie die von BP/ARAL mit den Schnellladern an den Tankstellen, oder eben auch genügend Lademöglichkeiten dort wo man länger ist gehören zum Gesamtkonzept.
Ich war z.B. letzte Woche mit dem ID.3 zum Shoppen in Metzingen. Ein wenig Bummeln, mal einen Cappuccino trinken und schon sind 4 Stunden vorbei und der Akku ist selbst am AC-Lader wieder voll.
Auch die Straßenlaternenlösung sollte forciert werden. Wie oben schon berechnet, der 10 tkm pro Jahr Fahrer muß maximal 4 - 5 Std. die Woche AC-laden, selbst wenn an einem Tag nur zwei Fahrzeuge diese 4 - 5 Std. laden, würde so eine Lademöglichkeit mit etwas Struktur für 14 Fahrzeuge reichen.
Auch bei den Mehrfamilienhäusern, werden wenige öffentliche Lader ausreichend sein. Das Problem ist hier bei bestehenden Anlagen eher, welche Stellplätze man dafür umwidmen möchte.
Die Straßen werden auch in Großstädten schon seit Jahren immer wieder aufgerissen.
Die Stadt München hat ihr Fernwärmenetz stark erweitert, hinzu kommt Glasfaser für Internet.
Es ist jetzt kein Novum, ganze Straßenzüge auch in Großstädten aufzureißen.
Dort wo Fernwärme vorhanden ist, braucht es beispielsweise keine Wärmepumpe - ein größerer Verbraucher weniger.
Die Diskussion hat aber langsam weniger mit Beratung zu tun, könnte eher in den OT-Bereich passen.
Tatsächlich ist die Kombination mit einer PV-Anlage grundsätzlich eine schöne Sache, nur sollte man dazu Rentner sein oder größtenteils von Zuhause aus arbeiten. Wenn die Sonne Gas gibt, bin ich zusammen mit dem Auto meistens im Büro bzw. auf Achse. Da bleibt vielleicht mal ein Samstag oder autofreier Sonntag. Im Winter dann noch spezieller, da wenig Sonne und besonders durstiges BEV. Haus-Batteriespeicher sind einfach noch zu teuer, um damit vernünftig fürs E-Auto puffern zu können. Aber es geht in die richtige Richtung und jetzt schon ein schönes Spielzeug für den "Häuslebesitzer".
Ja! Oder man hat 2 BEV und kann sie wechselweise fahren und laden. :D:D:D
Zitat:
@Gerry71 schrieb am 15. Juli 2022 um 11:13:39 Uhr:
Tatsächlich ist die Kombination mit einer PV-Anlage grundsätzlich eine schöne Sache, nur sollte man dazu Rentner sein oder größtenteils von Zuhause aus arbeiten. Wenn die Sonne Gas gibt, bin ich zusammen mit dem Auto meistens im Büro bzw. auf Achse. Da bleibt vielleicht mal ein Samstag oder autofreier Sonntag. Im Winter dann noch spezieller, da wenig Sonne und besonders durstiges BEV. Haus-Batteriespeicher sind einfach noch zu teuer, um damit vernünftig fürs E-Auto puffern zu können. Aber es geht in die richtige Richtung und jetzt schon ein schönes Spielzeug für den "Häuslebesitzer".
Wenn du nicht daheim bist speist die PV Anlage den Ökostrom ins Netz ein und du bzw. irgendwer anderes entnehmen den an anderer Stelle. Es lohnt sich also immer die Leistung der EE auszubauen.
Zitat:
@holgor2000 schrieb am 15. Juli 2022 um 13:24:17 Uhr:
Wenn du nicht daheim bist speist die PV Anlage den Ökostrom ins Netz ein und du bzw. irgendwer anderes entnehmen den an anderer Stelle. Es lohnt sich also immer die Leistung der EE auszubauen.
Vor allem für die welche den von mir eingespeisten Strom dann entnehmen.
Für mich eben nicht, da ich die Anlage mit 15 - 20ooo EUR zu bezahlen habe.
Aber Solidarität ist ja das neue Schlagwort.
Zitat:
@Gerry71 schrieb am 15. Juli 2022 um 11:13:39 Uhr:
Tatsächlich ist die Kombination mit einer PV-Anlage grundsätzlich eine schöne Sache, nur sollte man dazu Rentner sein oder größtenteils von Zuhause aus arbeiten. Wenn die Sonne Gas gibt, bin ich zusammen mit dem Auto meistens im Büro bzw. auf Achse. Da bleibt vielleicht mal ein Samstag oder autofreier Sonntag. Im Winter dann noch spezieller, da wenig Sonne und besonders durstiges BEV. Haus-Batteriespeicher sind einfach noch zu teuer, um damit vernünftig fürs E-Auto puffern zu können. Aber es geht in die richtige Richtung und jetzt schon ein schönes Spielzeug für den "Häuslebesitzer".
Kein Mensch fährt im Sommer vor Sonnenaufgang in die Arbeit und kommt erst nach Sonnenuntergang wieder nach Hause. Zumindest das was man für den Arbeitsweg am nächsten Tag braucht, sollte sich abends noch laden lassen, wenn man nicht gerade 80 - 100 km einfache Strecke zu fahren hat. Im Winter sieht's natürlich anders aus.
Natürlich ist Eigenverbrauch die lukrativste Art eigenen PV-Strom zu verwenden. Aber selbst wenn man einspeist, sollte das zumindest kostendeckend sein, oder minimalen Gewinn abwerfen. So entsteht einem kein Nachteil durch den Strom, den man nicht selbst verbraucht.
So günstig werden die Speicher nicht werden, dass es sich rechnet, den Strom fürs Auto zu speichern, denn da bräuche man ja mindestens mit dem Hausstrom einen30 - 40 kWh-Speicher.
Wir verbauen dieses Jahr noch beim Büro 29,7 kWp, das ist auch mehr, als wir für den Eigenverbrauch benötigen.Aber die Dachfläche (Garagenreihe) ist da und wenn man nur annähernd an die Ziele kommen möchte, zählt jedes Modul.
Also meine SüdOst-Dachfläche bekommt zu den besten Jahreszeiten von ca. 7:30/8 bis 16 Uhr vernünftig Futter von der Sonne. Ich kenne ja deine Arbeitszeiten nicht, aber meine lassen keine großen Sonnenstunden zu. ;)
Jetzt könnte ich natürlich die PV wegen des BEV und meiner Berufstätigkeit auf die Norddachseite legen, aber dann liefert man mich wahrscheinlich ein. :D
Zum Thema "ist doch egal, dann speist man ein und andere profitieren":
Ja, klar Einspeisungsvergütung aktuell ca. 7,5 Cent und rausziehen dann für 30 Cent +.
Klärt mich mal auf, wo ich falsch liege.
P.S.: Beim Hausbau habe ich mich aus optischen Gründen sowieso gegen eine PV-Anlage entschieden (das maximale der Gefühle waren schon die 20qm Solar). Insofern bei mir sowieso nur Theorie oder vielleicht mal - wenn alle Begleitumstände passen - ein Überlegung für das Nebengebäude.
Die Welt wird aus optischen Gründen untergehen, endlich mal ein nachvollziehbarer Grund.
@Gerry71
Das mit der Optik ist auch bei uns der Grund gewesen, weshalb keinerlei PV- oder Solaranlage aufs Dach durfte.
Kenne da einige, wo die Frauen massiv interveniert haben oder nur ein kleines "PV-Anlägelchen" zugelassen haben.
Andere haben andere Gründe:
Der Neubau des Nachbars bekommt keine PV-Anlage wegen der bösen Strahlung, die Kinderzimmer sind schließlich unterm Dach.
@ Franz-Oberapostel-Mannnn:
Keine Sorge, ich zahle jährlich so viele Steuern, dass ich mir auch mal einen Optik-Bonus leisten darf. Da dürft ihr Greta-Weltuntergangs-Anhänger gerne so moralisch predigen, wie ihr wollt. Unterm Strich bin ich grüner. ;) Wenn du Bock hast, können wir jetzt auch noch über meinen E450 diskutieren.
Ach Gerry warum denn gleich so angefressen. Es ist bei vielen Menschen eh müßig solche Dinge zu diskutieren das habe ich schon längst aufgegeben. Da ist es doch wenigstens erfrischend ehrlich wenn jemand sagt, dass es wichtigere gibt Dinge als den Klimawandel, optische zum Beispiel.