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Wagen für schlechte Wegstrecken/unbefestigte Strecken gesucht

Themenstarteram 4. Februar 2021 um 22:10

Hallo Autokenner.

Wie die Überschrift schon sagt, bin ich auf der Suche nach einem Fahrzeug, welches für schlechte Streckenverhältnisse geeignet ist. Zum Hintergrund: Ich muss demnächst beruflich für einige Zeit nach Ungarn und dort einiges an Kilometern hinter mich bringen (Kundenbesuche). Ein Kollege, der sich dort auskennt, riet mir dringend dazu, keinen „regulären“ PKW zu nehmen. Die Straßen dort wären, gerade im ländlichen Bereich, teilweise Schlaglochpiste, teilweise geht es auch über unbefestigte Feldwege, bei denen sowas wie ein Kangoo oder Passat ungeeignet wären.

Da ich nun Autolaie bin erhoffe ich mir von euch Profis ein paar Tipps. Meine pers. Anforderungen an den Wagen sind:

- geeignet für mich und meine Frau plus Platz für zwei Hunde

- Klimaanlage

- ein paar Airbags wären beruhigend

- Preis bis 3.000 - 3.500 (Arbeitgeber würde mir entweder einen Golf stellen, oder Geld für den Ankauf eines Gebrauchten)

- ich kenne die ungarischen Verhältnisse nicht selber, glaube aber, dass es keine Exot sein sollte, falls dort eine Reparatur nötig sein sollte. (Wegen Ersatzteilen)

- eine Tagestour von 1.300 sollte mit dem Wagen machbar sein

Große Anhänger muss ich nicht ziehen, „so richtig“ Offroad wohl auch nicht gehen. Diesel oder Benzin ... abhängig davon, was ihr an Empfehlungen/Modelle habt.

 

Es wäre nett, wenn ihr mir da ein paar Anhaltspunkte geben könntet.

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32 Antworten

Danke Derk für ausführliche Infos.

Also Tendenz mehr zu Suzuki.

Sollte noch die Versicherung, Steuer, Motorisierungen wegen Anfälligkeit vergleichen, kosten Ersatzteile, Freudigkeit zu Reparaturen .

Frage wäre welche Suzuki vom Baujahr her in meinem Budget drin wäre, welchen Motor, Benzin, Diesel etc.?

Habe gelesen dass die Modelle aus Spanien und 2.0 Motorren zu meiden wären.

 

Habe hier noch paar gefunden, wären die Modelle zu empfehlen (anzeigen nur symbolisch)?

 

Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

 

Pajero

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2048512162-216-8467?...

 

Vitara

Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

 

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../1935344360-216-1560?...

 

Oder dreitürer wäre auch denkbar

 

 

 

Für 5000 - 6000 Euro gibt's einen Grand Vitara FT/GT, 1998 - 2005 - mit Glück einen NGV ab 2005 als 2.0er, dann aber mit sehr hoher Laufleistung (aber im Gegenzug auch permanentem Allradantrieb).

Schwachstellen FT/GT: Der Ausgang vom Vorderachsdiff wird gerne mal undicht (meistens beifahrerseitig), die pneumatische Steuerung der Freilaufnaben versagt im Alter zuweilen (Unterdruckpumpe oder Ventile, seltener der Aktuator selber), VTG und Hinterachse können auch mal einen undichten Simmering haben, aber das ist preislich harmlos. Wesentlichstes Problem: Der Rost. An Achsen und Rahmen kaum zu vermeiden, aber durch die Materialstärke erst spät ein Problem - an der Karosserie hingegen immer und überall zu finden, an Bodenblechen, Schwellern und Radläufen am stärksten.

Diesel - der 2.0er von Peugeot geht halbwegs, ist aber schlapp (109 PS) und in jedem Fall anfälliger als die Benziner. Es gab in den Anfängen einen Mazda-Diesel mit 87 PS, der war etwas haltbarer - spielt aber am Markt keine Rolle mehr, und das Alter egalisiert die Unterschiede. Die Vierzylinder Benziner (1.6er, 2.0er) sind problemlos, die V6 (2.5 und 2.7 im XL-7) wären eigentlich die besten Motoren - wenn sie nicht Probleme mit dem Steuerkettenspanner hätten, der noch dazu extrem empfindlich auf falsches Öl und überzogene Wechselintervalle reagiert. Der 2.7er hält in der Hinsicht etwas besser als der 2.5er mit 144 PS, von dem gab es aber eine späte - und seltene - Version mit 156 PS (und dann immer mit Automatik), der wiederum genauso gut hielt wie der 2.7er. Hat Suzuki in den beiden letzten Baujahren nachgeschoben, weil der Markt das Einstellen des V6 dann doch nicht so toll fand, aber dann kam schon der Nachfolger.

V6 und Diesel waren dem Fünftürer und XL-7 vorbehalten, solltest Du den Diesel in einem Dreitürer finden, ist es ein Santana. Fertigungsqualität war bei den Japanern (Fahrgestellnummer beginnt mit JSA) am besten, bei CAMI (Kanada, Fahrgestellnummer 2S3 - Dreitürer Cabrio) genauso gut, bei Santana (VSE) - Katastrophe. Den 2.0er gab es in Drei- und Fünftürer (und im Nachfolger), den 1.6er nur im Dreitürer. Die Versicherungsklassen des Dreitürers sind etwas niedriger (HK 13 gegenüber 15), sonst gibt es keine Unterschiede. Steuer geht bei den Baujahren nach Hubraum, Schadstoffnormen sind identisch - Diesel ist am Teuersten, dann kommen 2.7er V6, 2.5er, 2.0er, und der 1.6er sind wieder am billigsten (Spanne: 308 - 108 Euro).

Glaube aber nicht, dass Du da die freie Auswahl hast - der Markt gibt wenig her, und der beste Zustand sollte entscheiden... ;)

Gruß

Derk

Deine Infos sind sehr wertvoll und hilfreich. Damit kann ich mich schon mal auf die Suche machen.

Denke es sollte dann Benziner werden, da ich damit nur gelegentlich fahren werde und Fahrleistungen ehe weniger ausfallen werden.

Wo liegen da verbrauche beim Benziner, Diesel? Sind da auch Ölschlucken bekannt?

Diesel liegt bei 8-9 Litern, die Benziner bei 10-12 - egal ob Vier- oder Sechszylinder. Mit Automatik (einzige Option: 4-Stufen-Wandler) und Anhänger ist der Wert nach oben offen, da können es auch mal 20 sein. Mit Einlegen der Untersetzung rechnet man besser nur noch in Betriebsstunden ;).

Ölverbrauch - eher nicht, bzw. angesichts der Ölwechselintervalle (10000 km oder einmal im Jahr) nicht relevant oder auffällig.

Wobei ist der Verbrauch beim Benziner schon abschreckend.

 

Was hälst du von dem hier?

Wäre auch JSA

 

Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

 

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2062771209-216-8795?...

Zitat:

@Flitzer1717 schrieb am 20. April 2022 um 14:40:19 Uhr:

Wobei ist der Verbrauch beim Benziner schon abschreckend.

Gibt aber keinen vergleichbar großen Motor in einem Geländewagen, der da weltbewegend drunter käme... ;)

Der verlinkte JT - geht preislich, könnte taugen. Was mich stören würde: Fahrzeug ist abgemeldet (keine vernünftige Probefahrt möglich, ohne mit Tageskennzeichen in Vorleistung zu gehen), Felgen sind nicht original, Navi ist nicht original (testen, ob Lenkradfernbedienung damit zusammen funktioniert), Kopfstützen für Video umgerüstet, Freisprecheinrichtung nicht original, Trittbretter nicht original und überflüssig - und die Fußmatten erfordern einen speziellen Geschmack ;).

Bedeutet: Für die Verkabelung der ganzen internen nicht-original-Komponenten musste viel Innenverkleidung entfernt werden, da wurde eifrig gebastelt. Schreckt mich persönlich eher ab. Vorteil: In der "Umbaustufe" ist der höchstwahrscheinlich nicht durch's Gelände gescheucht worden.

Für Dich vermutlich wenig relevanter Aspekt: Das ist entweder ein EU-Import oder hat ein Jahr auf Halde gestanden, erkennbar am fehlenden ESP (Schalter auf der Mittelkonsole rechts ist ein Blindstopfen). 2005 war das ESP bei den deutschen Modellen noch optional, 2006 Serie.

Habe zwischenzeitlich umgestellt auf einen Subaru Outback 2.5 mit LPG aus 2007 .....ein geländegängiger Kombi mit permanenten Allrad und einer Bodenfreiheit von rund 20cm was dem entspricht was auch die serienmäßigen echten Offroader in der Regel anbieten.....da Handschaltung ist auch eine Untersetzung vorhanden.

Ziehen darf er bis 1960kg was für das wagenformat sehr ordentlich ist.

Für meine Zwecke auch in Ungarn das ideale Fahrzeug ....das was man nicht hat ist die hohe Sitzposition der Offroader sondern nur leicht erhöht rund 10cm als bei normalen PKW .....dafür aber auch auf Reisen recht sparsam zu fahren ;)

Subaru Outback 2.5
20cm Bodenfreiheit
Permanenter Allrad

Habe hier noch einen Pajero Pinin gefunden

 

Besitzer meint Verbrauch liegt bei 12Liter. Und er hat kein Amhängerkupplung.

Sieht vom Zustand her recht sauber

 

Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

 

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2084927885-216-4901?...

Leichter Frontschaden, aber hauptsächlich kosmetisch, sieht auf den Bildern sonst gut aus - unverbastelt, und selten mit Navi (bringt zwar heute nichts mehr, aber Originalzustand zählt schon ein wenig). Innenraum ist ein wenig verlebt, aber in der Preisklasse zu erwarten. Leider sieht man so den Rost nicht, dafür musst Du drunter krabbeln ;).

Bereifung wird man neu brauchen. Unterschiedliche Profile vorne und hinten, Straßenreifen - ja, fährt zwar, aber nicht gut. Einmal rundum ATs mit Schneeflocke dürften bei ~500 Euro liegen. Ist aber auch nicht ungewöhnlich, sondern wäre eher selten wenn Du ein Fahrzeug mit der richtigen Bereifung und ausreichend Profiltiefe (und jungen Alter) findest.

Eigentlich strebe ich an den Vitara aus Japan ab 2005 zu finden, evtl. Auch 3 Türig, wahrscheinlich Diesel wegen Verbrauch, sollte ich einen in angemessenen Zustand, preiswert finden.

Ansonsten bin ich für Alternativen offen, solange Auto nach seiner Bestimmung nutzen kann.

Beim oben genannten fehlt ha noch AHK, kann man nachrüsten, Hauptsache technisch in Ordnung

Der 1.9er ddis im Grand Vitara stammt von Renault, braucht natürlich weniger - hat aber auch die geringere Leistung, und ist anfälliger. Drehmoment ist zwar auf dem Papier höher, aber die Übersetzung gleicht das aus. Zahnriemenwechselintervall liegt bei 75000 km oder 5 Jahre, kostet je nach Werkstatt ca. 600-1000 Euro. Die Benziner haben Steuerkette.

Der 2.0 GDI im Pinin möchte alle 6 Jahre oder 90000 km einen frischen Zahnriemen sehen.

D.h. lieber Benziner, aus Japan?

Welcher wäre es dann. Für mich ist es schwierig Überblick von dem was geschrieben wurde zu bekommen. Welche Vitara wäre dein Favorit?

 

Steuerkette längern sich ja auch wie bei BMW der Fall ist.

Zitat:

@Flitzer1717 schrieb am 22. April 2022 um 09:12:41 Uhr:

Steuerkette längern sich ja auch wie bei BMW der Fall ist.

Schon, aber bei Suzuki ist das etwas anders ;).

Die problematischen Kettenantriebe der neueren Zeit bei deutschen Herstellern sind auf die Verwendung von Simplexketten, defekten Spannern, diversen Spannerversionen und oftmals unbekannten Wechselintervallen der Spanner (z.B. 60000 km beim BMW N46) zurückzuführen. Die Suzukis haben noch Duplexketten, beim Vierzylinder vollkommen problemlos (wie z.B. beim CR-V und RAV auch). Problem bei den V6 war die deutlich längere Hauptkette (plus zwei Nebenketten an den Zylinderköpfen) in Verbindung mit auch hier fehlerhaften Kettenspannern und oftmals überzogenen Ölwechselintervallen (Kettenspanner ist Öldruckbetrieben). Die Steuerzeiten passten dann nicht mehr, weil die Kette spannungslos die Führungsschienen zerschlagen hat, aber Längung war weniger ein Problem - und irgendwann ist man durch Leistungsmangel und Geräuschkulisse freiwillig zur Reparatur gefahren, aber gerissen ist die Kette so gut wie nie. Es gibt eine Einsparmaßnahme: Der J20 hat keine Hydrostößel, Suzuki geht einfach davon aus, dass das Ventilspiel sich nicht nennenswert verstellt. Eignet sich daher auch nicht für Gasumrüstung.

Favorit in der Preisklasse wäre für mich der Grand Vitara JT 2.0. So sperrig ist der Fünftürer auch nicht, die Auswahl ist am größten, die Fixkosten am niedrigsten (durch die Steuern - nicht viel, aber immerhin), der Verbrauch - nunja, wie gesagt, weniger geht bei 'nem 2.0er Benziner und den sonstigen Fahrzeugeigenschaften nicht. Ist gegenüber dem Vorgänger das modernere Fahrzeug mit reduzierter Rostanfälligkeit. Persönlich finde ich z.B. den 2.5er V6 als Motor zwar deutlich besser, aber - seine Zeit ist langsam vorbei, und die Wahrscheinlichkeit genau den einen zu finden, der noch taugt, ist gering.

Ach ja - manchmal findet sich ein 2.7er V6 und Automatik im JT. Das sind dann US- oder Kanada-Importe, denen fehlt manchmal auch die Untersetzung. Der einzige V6 hierzulande war der 3.2er, ebenfalls mit Automatik zwangsgekoppelt. Es gab offiziell nur 750 Exemplare für den deutschen Markt, der Tank ist kleiner als bei den Vierzylindern, und die Reifengröße (18 Zoll) ziemlich unpraktisch. Dürfte aber in der Preislage eigentlich auch nicht zu finden sein.

/Edit: Sehe gerade, Du hattest oben auch einen Pajero V60 verlinkt. Eindeutig das bessere Zugfahrzeug, allerdings - andere Unterhaltsklasse. Der 3.2er Diesel nimmt sich 10-12 Liter auf 100 km und kostet knapp 500 Euro Steuern pro Jahr, einzig die Versicherungskosten wären ähnlich.

Wäre das einer?

 

Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

 

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2069975447-216-9043?...

Hm. Abschreckend. "Kurbelwellenlager macht Geräusche" (oder vermutlich eher: Irgendwas klackert, wir wissen nicht, was) und deutlicher Rostbefall (Bild 8) - ist jetzt nicht unrettbar, aber da warten Investitionen...

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