VW Skandal
Hallo
Kann mir jemand genau sagen ob unsere Dieselmotoren auch betroffen sind?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@SeeQ schrieb am 20. Oktober 2015 um 20:01:55 Uhr:
Zunächst kann ich gar nicht akzeptieren, dass hier einige wg. ihrer Beiträge "abgewatscht" werden. Wen das Thema VW SKANDAL nicht interessiert oder wer kein Verständnis dafür hat, dass sich einige "ärgern" oder "aufregen", braucht diesen Pfad ja nicht zu lesen.
Sehe ich - wen wunderts - gänzlich anders.
Gäbe es handfeste Fakten und wäre auch nur ein einziger hier im Forum bisher nachweislich zu einem Nachteil gekommen, würde ich den Ärger verstehen.
Aber hier wird in unablässiger Manier wie wild über VAG geschimpft und vom Leder gelassen, dabei lächerliche Aktionen wie Anwälte und Mahnschreiben durchgeführt, obwohl bisher absolut nicht im geringsten feststeht, was genau passieren wird.
Und gegen diese völlig unnötige voreilige Panikmache und Wichtigtuerei habe ich sehr wohl etwas.
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1157 Antworten
Zitat:
@Wibsi schrieb am 24. Januar 2017 um 11:23:20 Uhr:
Hallo, im ORF (ORFTVTHEK)) gab es am Sonntag 23:05 eine Reportage über den VW SK, ein Wahnsinn, man kann dazu stehen wie mal will, darüber nachdenken sollte man nicht, dann hat mein keine Freude mehr beim Fahren..
Gruß
und genau mit dieser "ur deutschen" Mentalität, bloss nicht drüber nachdenken, ändert man GAR nix...
meine Dienstschlampe kommt seit 2016 von einem anderen Hersteller, mein Roadster wird der letzte aus dem Hause AUDI sein, und meine Freundin bekommt nach der Quh einen Sternenkrieger :D:):D
Zitat:
@TTS Zaskar schrieb am 25. Januar 2017 um 12:37:52 Uhr:
... und meine Freundin bekommt nach der Quh einen Sternenkrieger :D:):D
Konntest du sie schon überreden? :rolleyes:
Wenn ich es richtig verstanden habe und wie es auch in vorangegangenen Posts geschrieben wurde, dann hat die Schummelsoftware die geforderten Abgaswerte durch verstärkte Abgasrückführung erreicht, vornehmlich im niedrigen Drehzahl- bzw. Tempobereich. Im normalen Fahrbetrieb wird die Abgasrückführung aufgrund gesünderer Verbrennung reduziert. Das heißt, das Update hat die stärkere Belastung der AGR reduziert und die Abgaswerte durch andere Maßnamen (z. B. Motorsteuerung) verbessert. Heißt im Grunde, dass nach dem Update die AGR weniger und der DPF u.U. mehr belastet werden! Warum sollte dann die AGR nach dem Update mehr beaufschlagt/verschlammt werden, wie verschiedentlich geschrieben, als mit der Schummelsoftware?
Grüße
2012
Zitat:
@TTS Zaskar schrieb am 25. Januar 2017 um 12:37:52 Uhr:
Zitat:
@Wibsi schrieb am 24. Januar 2017 um 11:23:20 Uhr:
Hallo, im ORF (ORFTVTHEK)) gab es am Sonntag 23:05 eine Reportage über den VW SK, ein Wahnsinn, man kann dazu stehen wie mal will, darüber nachdenken sollte man nicht, dann hat mein keine Freude mehr beim Fahren..
Gruß
und genau mit dieser "ur deutschen" Mentalität, bloss nicht drüber nachdenken, ändert man GAR nix...
meine Dienstschlampe kommt seit 2016 von einem anderen Hersteller, mein Roadster wird der letzte aus dem Hause AUDI sein, und meine Freundin bekommt nach der Quh einen Sternenkrieger :D:):D
.. ich hab aber trotzdem nachgedacht und habe auf ein 16er Modell gewechselt, meinen 4 Jahre alten hat mir Audi ohne Probleme zu einem sehr guten Preis zurück genommen..
.. enttäuscht war ich trotzdem, da mein 1. Audi nach "nur" Franzosen..
Zitat:
@Q3-2012 schrieb am 25. Januar 2017 um 12:52:53 Uhr:
...
Heißt im Grunde, dass nach dem Update die AGR weniger und der DPF u.U. mehr belastet werden!
...
Grüße
2012
Ich denke, es ist genau umgekehrt!
Durch das Update wir die AGR mehr belastet! Die bessere Verbrennung ermöglicht weniger NOx-Ausstoss (das ist der kritische Schwellwert in den USA-Normen). Das wird durch eine fettere (treibstoffreichere) Anmischung erreicht, da die Formel gilt, dass, je magerer das Gemisch ist, desto höher der Stickoxidgehalt in der Verbrennungsluft sein wird. Das wird mit einem geringen, vom Endverbraucher nicht nachzuweisenden Mehrverbrauch erkauft. in der Folge wird durch die verbesserte Verbrennung (= mehr zugeführten Treibstoff) mehr CO2 erzeugt, welches durch die stärker eingreifende AGR wieder in den Verbrennungszyklus eingebracht wird. Somit hat man nun den Effekt, dass die erhöhte Reinigungsleistung der AGR - die ursprünglich nur im Testzyklus abgerufen wurde - nun annähernd auch im regulären Fahrbetrieb erbracht werden muss. Das kann nicht ohne höheren Verschleiss der beteiligten Bauteile erfolgen. Ich bin kein Maschinenbauer/Physiker, aber wie soll eine einfache Softwareändeung in der Lage sein, einen geschlossenen physikalischen Regelkreis zu durchbrechen? Ich denke also, man hat die aktuelle Software dahingehend optimiert, dass Anpassungen am Diesel/Luftgemisch und der AGR in jenen Drehzahl- und Leistungsbereichen vorgenommen wurden, die im Testzyklus vorkommen (also quasi die Laborbedingungen zum Standard gemacht) und darüberhinaus im restlichen Teillastbereich eine Gradwanderung zwischen Emissionen und Verschleiss versucht. Folgen für Bauteile unbekannt.
Exkurs: Das dieses System physikalische Grenzen hat, wurde bei Einführung der EURO 6 offensichtlich. Mit der neuen Norm wurde der NOX-Ausstoss und auch der CO2-Ausstoss nochmal drastisch reduziert. Die Autobauer waren gezwungen, noch magerer zu mischen und extrem sauerstoffreiche Verbrennugen zu ermöglichen um die CO2 Werte zu schaffen. Damit haben sie das Problem der NOX-Emissionen jedoch verstärkt. Die Lösung dazu heißt Harnstoff, oder AdBlue. Harnstoff hat nämlich die Fähigkeit, NOX zu binden! man hat das technisch gelöst, die Kosten für EURO 6 aber auf den Kunden übergewälzt. Clever eigentlich, oder?
Zitat:
@dataguru schrieb am 25. Januar 2017 um 13:44:55 Uhr:
Ich denke, es ist genau umgekehrt!
Durch das Update wir die AGR mehr belastet!
...
Dein angeführter "geschlossener Regelkreis" wird doch permanent von den Tuningfirmen durchbrochen. Die von den Autobauern verwendete Software ist ein Kompromiss, der zum einen dem Verbrauch und den Abgaswerten und zum anderen der Motorleistung bei einer gewissen Haltbarkeit Rechnung trägt. Die Tuningfirmen knacken den Kompromiss und verschieben die Parameter, in der Regel zu mehr Leistung. In Sachen Software sehe ich schon noch Spielraum, den sich auch Audi zunutze machen kann (gemacht hat?), nicht nur durch geänderte Parameter für die Abgasrückführung. Ob die Maßnahmen auf Dauer für den Motor gesund sind, lasse ich mal dahingestellt.
Bin gespannt, ob die Verwendung von Harnstoff auch die neuerlich verschärften Abgaswerte erfüllen hilft. Hast recht, egal wie des Zeug (in Zukunft) heißt, der Kunde zahlt die Zeche.
Grüße
2012
Zitat:
Das heißt, das Update hat die stärkere Belastung der AGR reduziert und die Abgaswerte durch andere Maßnamen (z. B. Motorsteuerung) verbessert. Heißt im Grunde, dass nach dem Update die AGR weniger und der DPF u.U. mehr belastet werden! Warum sollte dann die AGR nach dem Update mehr beaufschlagt/verschlammt werden, wie verschiedentlich geschrieben, als mit der Schummelsoftware?
Lest einfach mal den XXXL-Thread im Passat-Forum. Dann werdet ihr verstehen, daß so ziemlich alle Komonenten mehr belastet werden. Das AGR-System, weil es mehr in Anspruch genommen wird (gab bei den ersten SW-Versionen schon reihenweise Ausfälle, daher hat VW da nachgebessert), der DPF, weil mehr Ruß produziert wird und die Injektoren, weil der Raildruck erhöht wurde.
Wobei man gegenhalten muss, dass ohne Schummelsoftware viele Komponenten hätten eh mehr belastet werden sollen. D.h. bisher haben die Modelle eine Minderbelastung im Sinne eines Vorteiles erfahren.
Zitat:
Dein angeführter "geschlossener Regelkreis" wird doch permanent von den Tuningfirmen durchbrochen.
Grüße
2012
Vielleicht habe ich den Begriff "geschlossener Regelkreis" nicht richtig verwendet.
Ich meinte damit, dass die Größen Treibstoffmenge, Luft, CO2 und NOx in einem direkten Verhältnis zueinander stehen, deren physikalische Gesetze man verändern, aber nicht durchbrechen kann .Tuner setzen im Regelfall einfach das Verhältnis nach oben.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 25. Januar 2017 um 15:21:53 Uhr:
Wobei man gegenhalten muss, dass ohne Schummelsoftware viele Komponenten hätten eh mehr belastet werden sollen. D.h. bisher haben die Modelle eine Minderbelastung im Sinne eines Vorteiles erfahren.
Minderbelastung nur, wenn die Bauteile auf die Mehrbelastung ausgelegt worden wären!
Ich bin mir sicher, das VAG an der Stelle nicht gespart hat und, verantwortungsvoll wie sie sind, ordentlich Reserven vorgesehen hat. *Vorsicht Ironie*
Zitat:
@aditreiber schrieb am 25. Januar 2017 um 15:19:47 Uhr:
Lest einfach mal den XXXL-Thread im Passat-Forum. Dann werdet ihr verstehen, daß so ziemlich alle Komonenten mehr belastet werden. Das AGR-System, weil es mehr in Anspruch genommen wird (gab bei den ersten SW-Versionen schon reihenweise Ausfälle, daher hat VW da nachgebessert), der DPF, weil mehr Ruß produziert wird und die Injektoren, weil der Raildruck erhöht wurde.
Bin kein Fachmann und kann nicht sagen, ob der Raildruck so ohne weiteres erhöht werden kann, es kann aber die Einspritzmenge durch eine Nacheinspritzung erhöht werden und wird wohl auch angewendet, wie irgendwo schon erwähnt wurde.
Grüße
2012
Na klar kann der erhöht werden. Lies Dir diesen Artikel durch:
http://www.commonrail.ch/
Zitat:
@dataguru schrieb am 25. Januar 2017 um 15:58:05 Uhr:
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 25. Januar 2017 um 15:21:53 Uhr:
Wobei man gegenhalten muss, dass ohne Schummelsoftware viele Komponenten hätten eh mehr belastet werden sollen. D.h. bisher haben die Modelle eine Minderbelastung im Sinne eines Vorteiles erfahren.
Minderbelastung nur, wenn die Bauteile auf die Mehrbelastung ausgelegt worden wären!
Ich bin mir sicher, das VAG an der Stelle nicht gespart hat und, verantwortungsvoll wie sie sind, ordentlich Reserven vorgesehen hat. *Vorsicht Ironie*
Ja, da kann man nur spekulieren. Nur eins weiß ich, viele Autofahrer waren verwundert, dass bei den Schummeldieseln der DPF, der laut Handbuch evtl. ab 160.000km voll sein könnte, es eigentlich noch lange nie war. Ich vermute, damals hat sich VW die Langzeithaltbarkeit von diversen Bauteilen geringer vorgestellt als eigentlich dann möglich. Daher die unsinnige Verwendung der Schummelsoftware. Mit neuesten Erkenntnissen ist dazu eine Reduzierung der Schadstoffe noch besser möglich, also mit geringerer Belastung der Komponenten, als zum früheren Wissenstand.
Zitat:
[Nur eins weiß ich, viele Autofahrer waren verwundert, dass bei den Schummeldieseln der DPF, der laut Handbuch evtl. ab 160.000km voll sein könnte, es eigentlich noch lange nie war. Ich vermute, damals hat sich VW die Langzeithaltbarkeit von diversen Bauteilen geringer vorgestellt als eigentlich dann möglich.
Ach was. Das dient nur zur rechtlichen Absicherung, weil bei ungünstigen Betriebsverhältnissen kann der Filter da voll sein. Und dann soll kein Kunde sagen können, er hätte das beim Kauf nicht wissen können. VW wußte genau um die Probleme. Und nun brummt man sie dem Kunden mit dem SW-Update einfach auf. Die Autos sind verkauft und die meisten Autobesitzer sind doch solche Volltrottel, daß sie auch ihr nächstes Auto wieder beim VAG-Konzern kaufen, obwohl man sie betrogen hat. Die paar nicht vollkommen Verblödeten hat man halt als Kunden verloren. So what?!
Klar, die zu erwartenden Probleme sind natürlich auch sicher und bestätigt.... Der Betrug ist das eine, diese Glaskugelleserei mancher hier das andere.