ForumGolf 6
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Golf
  6. Golf 6
  7. VW Golf 6 VI Frontschürze entfernt, Ups Unfallwagen gekauft?

VW Golf 6 VI Frontschürze entfernt, Ups Unfallwagen gekauft?

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 13. Juli 2017 um 14:42

Hallo liebe Golffahrer,

nachdem ich aufgrund einer Weiterbildung meinen Ver GTI verkaufen musste, habe ich mir einen VIer gekauft.

Aufgrund eines kleinen Aufsetzers an einem Bahnübergang habe ich mal die Frontschürze entfernt und wieder angebaut, damit alle Clips wieder richtig sitzen.

Was dabei zum Vorschein kam, war sehr überraschend. Der gesamte Stoßfänger vorn ist zerdrückt und verrostet!

Außerdem ist irgendein Sensor nur mit einem Kabelbinder befestigt.

Nun zu meinen Fragen:

Ist das jetzt ein "Unfallwagen"?

Was ist das für ein Sensor?

Ist das gefährlich, wenn der nicht exakt so befestigt ist, wie vorgesehen?

Kann man das bei einem Privatverkauf rückabwickelnd?

Hie noch ein Zitat aus dem Kaufvertrag:

"....es gilt daher als vereinbart dass das KFZ in dem Zustand übernommen wird, in dem er es besichtigt hat und jede Haftung für irgendwelche Mängel ist ausgeschlossen...."

Danke für eure Meinungen und Hilfestellung

Gruß aus Wien

Hannes

Sensor
Stoßfänger
Stoßfänger2
Ähnliche Themen
9 Antworten

Sieht für mich nach einem Unfall aus. Gehe doch am besten zum Gutachter und lass es dir bestätigen. Danach kannst du zum Verkäufer, denn wenn es ein Unfallwagen ist handelt es sich um "arglistige Täuschung" und damit ist der Kaufvertrag meiner Meinung nach ungültig.

Der Sensor ist für die Außenlufttemperatur. Kann man so befestigen aber schön ist es nicht.

Wie lange gehört der Golf schon dir?

Themenstarteram 13. Juli 2017 um 21:44

@D9r11 Danke für die Info mit dem Temperatursensor, also unkritisch. Ein Gutachten ist vermutlich viel zu teuer, Fahrzeugwert circa 4500€.

@Collosus vor 4 Monaten...

Ich würde mal zum TÜV oder zur Dekra fahren und denen mal die Fotos zeigen. Wenn die dann schon sagen, dass es ein Unfallwagen ist, dann könntest du mit dem Händler Kontakt aufnehmen oder direkt zum Anwalt gehen.

Also ich würde das nicht auf mir sitzen lassen. Aber das musst du selbst wissen.

Wurde denn die Unfallfreiheit im Kaufvertrag erwähnt?

Der Verkäufer muss dich natürlich über einen Unfall aufklären - die Frage ist, wie lange er selbst den Wagen besessen hat. Eventuell hat er ihn gar nicht selbst verursacht.

Andererseits könnte er nach 4 Monaten auch behaupten, dass du den Unfall verursacht hast und das ganze auf ihn abwälzen möchtest. Das wird in jedem Fall ne schwierige Geschichte und bei dem Fahrzeugwert lohnt es wohl kaum, gutachterliche Meinungen einzuholen.

Hannes, den Stand deiner Rechtschutzversicherungen checken und dann "Gib' ihm!", zunächst im Wege anwaltlicher Erstberatung, weil doch noch diverse Fragen zu klären sind, die jedoch schematisch abgearbeitet werden können.

Die anwaltliche Vertretung weiß, wie sich Kosten für ein eventuell erforderliches Gutachten zu deinen persönlichen Lasten vermeiden lassen.

Ein neuer Aufprallträger kostet 140 Euro. Du hast nicht zwei rechte Hände(bin Linkshänder), da du die Stossfängerabdeckung selber ausbauen kannst. Wenn die Motorhaube und Flügel Spaltmassen links und rechts gleich gut aussehen und keiner das nachjustiert hat(Schrauben beachten) dann einige Dich mit dem Verkäufer. Verlangt Material- und deine Kosten und auch noch einen Verar***ungszuschlag darauf. Voraussetzt der Unfall war schön geradeaus und Du kannst die Arbeiten selber erledigen und keine Rechtsschutzversicherung hast.

Meine Meinung nach da hat jemand wohl einen Auffahrunfall verursacht und beim Verwerter eine neue Abdeckung in passender Farbe gekauft und darauf geschraubt.

Also da hatte wohl jemand schonmal einen kleinen Unfall. Sieht jetzt auf den ersten Blick nicht sonderlich schlimm aus. Entweder bei jemandem aufgefahren oder vll. mal ein Wild mitgenommen.

Entgegen der ganzen Hobby-Juristen hier kann ich dir aber sagen, dass das mit der Durchsetzung von Ansprüchen gegen den Privatverkäufer nicht einfach wird. Sofern der Wagen nicht erste Hand war, kann er einfach behaupten, er habe den Wagen "unfallfrei" gekauft und keinen Unfall gehabt (was ja auch so sein kann).

Da es ja nichts Wildes zu sein scheint, rate ich dir auch zum höflichen Gespräch mit dem Verkäufer; vielleicht zahlt er dir 200€, du kaufst einen neuen Prallträger und die Sache ist gegessen.

Ein Gerichtsverfahren dauert immer, ist teuer und du trägst die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass dein Verkäufer wusste, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt.

Der Sensor sollte das Themometer für die Außentemperatur sein.

Sofern, wenn, unjuristische Schlußfolgerungen aufgrund vorher selbst angestellten Vermutungen, garniert mit sattsam bekannten Ausführungen zur Beweislast, inkl. Unterstellung, der vorgefundene Schaden könne bereits alles gewesen sein.

Für diese Vermutungen bestehen, ausweislich deiner bisherigen Schilderungen, überhaupt keine Anhaltspunkte.

Ein Streitwert, um den sich Anwälte reißen, liegt selbstverständlich nicht vor.

Eine Routineangelegenheit in schematischer Abwicklung, die ohne sonderlichen Aufwand nebenher erledigt werden kann. Riesensummen wirst du nicht erlösen, jedoch weitgehend ausschließen können, daß die 4.500,00 € zum Totalverlust mutieren. Gekauft wie besehen räumt auch dem privaten Verkäufer keine Narrenfreiheit ein.

Hannes, bei RSV kläre den gesamten Lebenssachverhalt inkl. aller Unterlagen mit einem Anwalt deines Vertrauens, zunächst im Rahmen einer Erstberatung.

Angesichts des bereits offenkundig gewordenen Pfuschs, läßt sich aus der Ferne nicht beurteilen, wie es sich mit dem Gesamtzustand des Fahrzeuges tatsächlich verhält.

Nur in Kenntnis aller Gesamtumstände des Einzelfalls läßt sich die prozessuale Erfolgsaussicht - fernab von irgendwelchen Allgemeinplätzen - beurteilen.

Danach kannst du auf verläßlicher Basis entscheiden, ob du anwaltlichem Rat folgen willst oder wie du alternativ dazu vorgehen möchtest. Als Mandant ist und bleibt das deine Entscheidungshoheit.

Der Verkäufer bekommt von deiner Vorbereitung nichts mit und wird vor allem nicht ohne Not "durch unvorbereitet höfliches Gespräch" vorgewarnt.

Solltest du trotzdem ein solches Gespräch vorziehen, bist du bei der hier vorgeschlagenen Vorgehensweise wenigstens "gebrieft", kennst die rechtlichen Möglichkeiten im konkreten Fall und bist damit nicht mehr unvorbereitet.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Golf
  6. Golf 6
  7. VW Golf 6 VI Frontschürze entfernt, Ups Unfallwagen gekauft?