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VW-Abgasaffäre

VW
Themenstarteram 8. Juni 2016 um 20:21

Da MT hinter her zu hinken scheint, poste ich es mal:

Süddeutsche Zeitung: Abgasaffäre - Vertuschungsaktion bei VW

http://www.sueddeutsche.de/.../...e-vertuschungsaktionbei-vw-1.3025299

 

NTV: Bericht über Vertuschungsversuch - VW-Mitarbeiter sollen Daten gelöscht haben

http://www.n-tv.de/.../...n-Daten-geloescht-haben-article17890936.html

Beste Antwort im Thema

Nur Einzelfälle und niemandem ein Schaden entstanden? ;)

http://diepresse.com/.../Neue Software neue Probleme

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Rückruf bei Porsche - neuer MT-Thread

Neue Cayenne Diesel dürfen vorerst nicht zugelassen werden. Betroffen sind wahrscheinlich auch gleich motorisierte VW Touareg.

In dem Zusammenhang fällt übrigens auf, dass die für dieses Jahr geplante dritte Generation des Touareg auf 2018 verschoben wurde. Warum wohl? ;)

Ich finde das schon heftig, dass diese Sache JETZT ans Tagelicht kommt, wo VAG nach Bekanntwerden des Dieselgates beteuert hat, bei der Aufklärung keine Zeit zu verlieren.

Zur Erinnerung: Der Skandal wurde im September 2015 publik, das ist jetzt 22 Monate her, also fast zwei Jahre.

Edit:

Dieser Rückruf ist eine Bankrotterklärung Müllers! Bei VW tanzen die Mäuse auf den Dächern. Sie tun so, als ob der Dieselgate größtenteils abgehandelt sei, aber in Wirklichkeit kommen Woche für Woche neue Hiobsbotschaften.

Und noch eine Hiobsbotschaft:

Audi fürchtete schon 2013 aufzufliegen

Es nimmt ja heute mal wieder kein Ende mit den schlechten Nachrichten und es stellt sich vor allem die Frage, wer davon wusste. Stadler? Hackenberg? Was war eigentlich los mit den ganzen letzten Audi-Entwicklungschefs, die nach kurzer Zeit schon wieder gehen mussten? Steht das im Zusammenhang mit dieser Sache? Diese ganzen Wechsel hat doch niemand so richtig nachvollziehen können.

Fragen über Fragen. Stadler trägt so oder so die Verantwortung, entweder weil er es auch wusste oder weil das von ihm geführte Unternehmen nicht in der Lage war, derart wichtige Vorgänge vernünftig zu kommunizieren - intern und auch nach außen.

Im Endeffekt ist es für die deutsche Autoindustrie extrem ungünstig, dass der Skandal kein Ende nimmt, weil die Hersteller nur herumwulfen anstatt tabula rasa zu machen. DAS gefährdet die Jobs, weil die Hersteller im In- und Ausland nicht mehr als glaubwürdig wahrgenommen werden. Aber was soll auch anderes herauskommen, wenn die Täter die Aufklärer sind?

Bei VAG tut man doch schon seit Monaten so, als sei der Dieselgate weitgehend abgehakt. Auf welchem Stern leben die eigentlich? In Wirklichkeit kommen Woche für Woche zusätzliche schlechte Nachrichten an die Öffentlichkeit, aber Müllers fehlender Realitätsbezug war spätestens ab der Automesse in Detroit 2016 offenkundig, als er sagte "wir haben nicht gelogen".

Das DSM-5 gibt Aufschluß über mögliche Ursachen des Realitätsverlustes.

Man sollte schon zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen von VW unterscheiden und nicht wieder alles nur in einen Topf werfen.

Aber:

Müller ist Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Vorstandsmitglied der Porsche-Holding sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei Audi.

Mittlerweile passt da einiges nicht mehr zusammen. Für mich eine Interessenkollision im krassesten Sinne.

Und bei Porsche ist es jetzt ja keiner gewesen. Man hat es verwundert selbst aufgedeckt. Porsche weiß wohl nicht, woher die Motoren kamen. Und bei denen war die Manipulation schon bekannt.

Die Reaktion des Verkehrsministers einmalig gut: ährend vorher Millionen von Fahrzeugen betroffen waren und es die Maßnahmen wie jetzt bei Porsche nicht gab, sind jetzt nur 22.000 Fahrzeuge beztroffen. Da kann man ohne großen Aufwand populistisch den Aufwand starten. Passiert ohnehin nix. Rückruf, Umrüstung, fertig. Und für die paar noch nicht ausgelieferten Fahrzeuge oder im Augenblick nicht verkaufbaren: Wenn jucken die paar Autos.

Und hier eine Headline von heute aus dem Südkurier:

"Umweltministerin Hendricks poltert: Politik war zu nah an Autobauern - Bundesumweltministerin Barabara Hendricks ist ungewöhnlich hart mit der deutschen Autobranche und der Beziehung zwischen Politik und Herstellern ins Gericht gegangen."

Ich glaube, die Frau weiß nicht, auf welcher Seite sie eigentlich selbst steht. Sie hat wohl ein Selbstgespräch geführt. Zu der beanstandeten Nähe gehören immer zwei.

Themenstarteram 28. Juli 2017 um 8:01

Artikel:

Abgasaffäre - Volkswagen darf manipulierte Autos in den USA nachrüsten

http://www.spiegel.de/.../...pulierte-autos-nachruesten-a-1160070.html

Im Porsche-Rückrufthread ist richtig Party.

Zum Beispiel kann man hier lesen:

"Die Machenschaften des VW-Konzerns schaden der gesamten deutschen Wirtschaft und reißen unser Land in eine tiefe Rezession mit unvorhersehbaren Folgen für hunderttausenden von Arbeitsplätzen."

"Tja, würde die deutsche Vorzeige-Industrie, das personifizierte "Made in Germany", nicht so innig mit der Politik kuscheln, dann müsste sich Deutschland nicht fürchten. Wie schön wäre es, wenn diese von sich selbst geblendete und abgehobene Vorzeige-Industrie, das täte, was sie sich dauernd selbst unterstellen: Technologische Exzellenz. Mit der könnte man nämlich wunderbar die Politik vor sich her treiben und die Standards diktieren. Ob die deutschen Autobauer weiterhin mit Klüngel und wenig innovativer Ingenieurskunst durchkommen? Es wird schwierig werden... hoffentlich."

Man hat das Gefühl, dass dieser Porsche-Rückruf trotz der relativ geringen Stückzahl (22k) der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.

am 28. Juli 2017 um 8:10

Keine Ahnung, ob's an dem Typ Auto (immerhin Porsche) liegt, aber vielleicht waren viele der (m.E. irrigen Annahme), dass gerade diese PS-Boliden die Flaggschiffe deutscher "Ingenieurskunst" darstellten. Mir kam schon jedes Mal das große Kotzen, wenn auf der IAA Fahrzeuge mit 400 PS und mehr gezeigt wurden. Diesen Mist braucht kein Mensch - trotzdem wird darin investiert. Ja, jetzt kommt wieder einer um die Ecke und erzählt etwas von Betriebswirtschaft und dass die Hersteller nicht für die Kunden da sind usw. usf., aber das ist genau so ein Mist. Wenn die Autohersteller nicht für die Kunden da sind (und 95%, schätze ich einfach mal, brauchen keine solchen Autos), dann frage ich mich, was deren Existenzberechtigung eigentlich ist? M.E. gehört der VW-Konzern zerschlagen, so dass die einzelnen Marken gezwungen sein werden, endlich wieder in Konkurrenz zueinander und zu anderen Herstellern (aus dem Kartell und weitere) zu arbeiten. Sonst wird das nichts.

Zitat:

@AlphaOmega schrieb am 28. Juli 2017 um 10:10:11 Uhr:

M.E. gehört der VW-Konzern zerschlagen, so dass die einzelnen Marken gezwungen sein werden, endlich wieder in Konkurrenz zueinander und zu anderen Herstellern (aus dem Kartell und weitere) zu arbeiten. Sonst wird das nichts.

Zerschlagen würde ich nicht sagen, verkleinern schon. Weg mit Ducati und der LKW-Sparte. Der Verein ist viel zu groß und unübersichtlich, das ist eine der Lehren aus dem Skandal. Die Leute an der Spitze sind überfordert, mögen sie nun Piech, Winterkorn oder Müller heißen. Bugatti würde ich auch einstampfen, denn diese Marke ist nur ein teures Symbol für Piechs Großmannssucht. VAG hat zu viel Luxusmarken und vergisst darüber seine Hausaufgaben.

Hinsichtlich einer Neuaufstellung von VAG hat Hans Olaf Henkel einige kluge Worte gesagt und gefordert:

1. Aufsichtsratschef von außen.

2. Vorstandschef von außen.

3. Das Land Niedersachsen muss sich zurückziehen.

4. Niedersachsen muss seine Anteile an VW verkaufen.

(Weitere Einzelheiten im Link.)

Vor allem muss diese ganze Mischpoke mit den Piech-Gefolgsleuten raus aus dem Management. Dazu gehören unter anderem Müller und Stadler.

am 28. Juli 2017 um 8:45

Zustimmung!

 

Zitat:

Abgasskandal

VW will weitere Dieselautos umrüsten

Vor dem anstehenden Diesel-Gipfel hat VW-Chef Matthias Müller die nächste Umrüstaktion angekündigt. Betroffen sind rund 650.000 Fahrzeuge mit Selbstzündermotoren. Ob so Fahrverbote vermieden werden, ist weiter fraglich.

...

Mehr dazu dort:

http://www.spiegel.de/.../...tere-dieselautos-umruesten-a-1159966.html

am 28. Juli 2017 um 9:10

Sehr gut - danke! Besser hätte das Timing in Bezug auf den "Diesel-Gipfel" nicht sein können. :)

 

Der ganze Prozess ist auch bei Dejure zu verfolgen: https://dejure.org/9999,91244

(ein Update zur heutigen Verkündung folgt in Kürze)

Ich gehe davon aus, dass auch die Pressestelle des VG Stuttgart in Kürze etwas dazu zeigen wird:

http://vgstuttgart.de/pb/,Lde/4414005

Hier deren Hinweis auf die Verkündung heute (28.07.2017) Vormittag:

http://vgstuttgart.de/.../?LISTPAGE=4414005

Zitat:

@UliBN schrieb am 27. Juli 2017 um 13:35:28 Uhr:

Zitat:

Lies bitte mal die einschlägigen Artikel, da ist immer wieder die Rede davon, dass zwischen den Inspektionen kein Adblue nachgefüllt werden sollte.

(...) Einfach nur mal richtig lesen. Ich habe keinesfalls die Werbeaussagen bestritten, sondern die behauptete Werbeaussage zum Zeitpunkt der Einigung auf Tankgrößen. Artikel sind für mich nicht relevat. Es zählen einzig und allein die Herstellerangaben.

 

Vielleicht hat ja jemand eine Quellenangabe, wo diese Angabe in einem Herstellerprospekt oder ähnlichem enthalten war.

(...)

Autokartell: Auch Bosch an Absprachen beteiligt?

"Beim Kartellamt ist ein weiterer VW-Schriftsatz mit Details zu möglichen Absprachen zwischen den fünf Autobauern VW, Audi, Daimler, Porsche und Audi eingegangen. Nach "Spiegel"-Informationen wird darin auch der Zulieferer Bosch erwähnt.

Der Zulieferer Bosch soll bei dem mutmaßliche Autokartell mitgemischt haben. Konkret habe Bosch dabei geholfen, eine sogenannte Dosierstrategie für AdBlue zu entwickeln, melden "Spiegel" und "Bild am Sonntag" übereinstimmend.

Eine sparsame Dosierung führt dazu, dass die Stickoxide weniger gereinigt werden, Abgasgrenzwerte möglicherweise nur auf dem Teststand eingehalten werden und auf der Straße nicht mehr.

"Alle wollen eine Limitierung"

Nach einem Treffen von Daimler, BMW, Audi, Volkswagen und Bosch am 19. Oktober 2006 hielt dem "Spiegel"-Bericht zufolge ein VW-Manager fest: "Alle wollen eine Limitierung" der AdBlue-Einspritzung "wegen der begrenzten Größe der Harnstofftanks. Keiner will die wahre Motivation dieser Limitierung den Behörden (CARB, EPA) berichten."

CARB und EPA sind die US-Umweltbehörden, die neun Jahre später den Dieselskandal enthüllten und Volkswagen, Audi und Porsche Betrug nachweisen konnten.

Strategien auch für Korea

Der neue VW-Schriftsatz ist der insgesamt siebte Nachtrag seit Juni 2016. In dem Papier hat VW weitere Fälle dokumentiert, bei denen es in den rund 60 Arbeitsgruppen der fünf deutschen Autohersteller zu möglichen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht gekommen ist.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins haben die Autobauer auch versucht, sich über die Abgasstrategie auf dem koreanischen Markt abzustimmen, nachdem Modelle von Mercedes bei Tests der koreanischen Behörden auffällig geworden waren.

So wollten die Autobauer verhindern, dass die koreanischen Behörden eigene Tests und Zulassungsverfahren einführten, weil die deutschen Dieselfahrzeuge den Anforderungen nicht gewachsen waren.

Keine Stellungnahme

Keiner der Autokonzerne wollte sich zu Details äußern. BMW teilte mit, dass nicht jeder Informationsaustausch zwischen im Wettbewerb befindlichen Unternehmen unzulässig sei. Bosch sagt: Dem Unternehmen seien keine Details zu den Vorgängen bekannt."

 

Was sehen wir? Eine Mauer des Schweigens. Will heißen: Es gibt noch jede Menge Leichen im Keller.

1. Halbjahr: VW berichtet Ertragsverbesserungen

 

Volkswagen - Meister im Totschweigen

 

Die Bandbreite zwischen diesen beiden Artikeln ist beachtlich. :p

Tja, das verstehe ich auch nicht. Woher kommen diese tollen Geschäftszahlen? Wer hat diese Fahrzeuge gekauft? Und warum? Ich weiß es einfach nicht...

Der Artikel zu Bosch enthält (noch) nur könnte, müsste, sollte.

Richtig, die DUH hat gewonnen. Bisher aber noch nicht rechtskräftig. Ich bin neugierig, wie die Urteilsbegründung zu der Auffassung des Gerichtes aussieht, dass die vorgesehenen Maßnahmen nicht ausreichend seien.

Ich gebe folgende Prognose ab:

Das Land wird Revision einlegen. Die nächste Ebene wird entscheiden, dass erst einmal Ergebnisse vorliegen müssen, sei es echt gemessen oder gutachterlich festgestellt. Und dazu wird es einen längeren Zeithorizont geben.

Warum sollte man keinen VW kaufen? Nicht alles wie bisher auch über einen Kamm scheren!

Zitat:

Diesen Mist braucht kein Mensch - trotzdem wird darin investiert. Ja, jetzt kommt wieder einer um die Ecke und erzählt etwas von Betriebswirtschaft und dass die Hersteller nicht für die Kunden da sind usw. usf., aber das ist genau so ein Mist. Wenn die Autohersteller nicht für die Kunden da sind (und 95%, schätze ich einfach mal, brauchen keine solchen Autos), dann frage ich mich, was deren Existenzberechtigung eigentlich ist? M.E. gehört der VW-Konzern zerschlagen, so dass die einzelnen Marken gezwungen sein werden, endlich wieder in Konkurrenz zueinander und zu anderen Herstellern (aus dem Kartell und weitere) zu arbeiten. Sonst wird das nichts.

Wer so argumentiert, hat nicht einmal die geringsten Grundlagen unseres Gesellschaftssystems und der Marktwirtschaft kapiert!

Ich maße mir kein Urteil darüber an, ob jemand ein bestimmtes Fahrzeug braucht oder nicht. Und ich werde nicht evtl. von Neid zu solcher Stimmungsmache getrieben. Und ich bin nicht aus dem bekannten reinem Eigeninteresse in meiner Argumentation derartig einseitig.

Und ich glaube erst recht nicht an den Weihnachtsmann und dass die Konzerne für den Kunden da sind.

Der Vorschlag des Zerschlagens ist einfach nur weltfremd. Genau dann sind wir bei dem Auto zu den abgelehnten Preisen, weil viele Einsparungsmöglichkeiten wegfallen.

Auch ich bin dafür, wesentliche Umstrukturierungen vorzunehmen. Wenn ich mir ansehe, welche Funktionen Müller nach und trotz Skandal immer noch in den Gremien von drei Firmen hat, fasse ich mir an den Kopf.

Es ist nicht möglich, alles von einem Tag zum andern zu ändern. Der Anfang ist gemacht, eigentlich schon mit großen Schritten. Aber noch mehr bleibt zu tun. Es gehört knallhart aufgeräumt, in den Firmen und in der Politik. Und was das BMVI bei Porsche angeordnet hat, hätte es schon lange bei VW machen müssen. Für mich reine Augenwischerei.

Viele und fordern jetzt ganz schnell den sofortigen Umstieg auf E-Antrieb. Einfach mal diesen Artikel lesen. Wenigstens mal ansatzweise eine Betrachtungsweise in Richtung Öko-Bilanz!

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