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Verstädninsfragen: Zulassung eines abgemeldeten 350 kg Anhänger ohne TÜV - Vorgehensweise?

Themenstarteram 12. August 2020 um 11:07

Ich habe die SuFu bemüht und einiges gefunden, dennoch hätte ich folgende Verständnisfragen:

Mein Sohn hat einen einfachen (1 Achse, ungebremsten), ca. 9 Jahre alten 350 kg Kfz-Anhänger geschenkt bekommen. Der Anhänger ist verkehrssicher, abgemeldet (kein Kennzeichen) und hat keinen gültigen TÜV.

Mein Sohn möchte ihn wieder zulassen lassen.

Folgendes haben wir bisher rausgefunden:

1. von der Zulassungsstelle kann er KZK (für 13.10 Euro pauschal) bekommen, mit dem Vermerk: "Für die Fahrt zum TÜV" (o.ä.)

2. damit kann er den Anhänger beim TÜV vorstellen und (hoffentlich) den TÜV bekommen

3. mit dem TÜV zurück zur Zulassungsstelle fahren und endgültige Zulassung / Kennzeichen bekommen.

Fragen, die uns noch unklar sind (auch wenn sie ggf. "trivial" sind):

a. braucht man für die Zulassung irgendeinen Eigentumsnachweis für den Anhänger (ist ein Geschenk)?

b. gibt es für einen einfachen Anhänger so was wie einen "Fahrzeugbrief"?

c. braucht man für die KZK / Fahrt zum TÜV eine "normale" eVB für Anhänger wie bei einem Kfz?

d. gibt es eine andere Möglichkeit den Anhänger günstig zum TÜV zu bringen, außer auf einem noch größeren Anhänger / Trailer?

e. kann mein Sohn der Eigentümer und Halter sein und die Versicherung über mich (Vater) laufen lassen? Von seinem Wagen bin ich (Vater) der Eigentümer, der Halter und der Versicherungsnehmer (mit uneingeschränktem Fahrerkreis). Die Versicherung (HP und TK) würden wir dort abschließen, wo der Wagen versichert ist.

Danke im Voraus!

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9 Antworten

Viel zu kompliziert.

Wenn zur Zulassung keine gültige HU vorliegt, einfach die Zulassung beantragen mit der Zuteilung eines Kennzeichens, eVB vorausgesetzt. Das Kennzeichen wird erst nach Vorlage der HU gesiegelt. Solange halt nur eingeschränkte Fahrten zur Werkstatt / HU Prüfung möglich.

Ein Fahrzeugbrief/ Zulassungsbescheinigung Teil I u. II gibt es beim Anhänger auch.

Eigentumsnachweis ist nicht erforderlich. In der Regel durch die Vorlage des Fahrzeugbriefes / Zulb. Teil II nachgewiesen.

Zu e:

Geht, würde ich aber nicht tun. Der Sohn kann auch gleich die Versicherung übernehmen. Beim Anhänger gibt es meistens keinen SFR. Ich würde den Anhänger dort versichern, wo es halt am günstigsten ist. Mein 750 kg Klaufix ist bei der DEVK für um die 13 € per Anno.

Der Rest sollte sich erübrigt haben.

Zur Frage "Versicherung" : Der Hänger sollte -muss- dort versichert sein, wo das ziehende Fahrzeug versichert ist. Das hat den Hintergrund, dass die Regelung mittlerweile so ist, dass bei einem verschuldeten Unfall, wenn der Hänger angehängt war, sich die Versicherungen immer den Aufwand 50/50 teilen müssen. Die Hängerversicherung kostet zwischen 15 und 25 Euro im Jahr. Da hat keine Gesellschaft Lust, im Falle eines verschuldeten Unfalls Tausende von Euro hinzulegen, die die Versicherung des PKW dann spart.

Mein Anhänger wird auch von meinem Vater und meinem Bruder genutzt.

Soll er dann immer vorher umgemeldet werden ?

Davon habe ich noch nie gehört...

Zitat:

@Klaus1085 schrieb am 13. August 2020 um 16:00:57 Uhr:

Zur Frage "Versicherung" : Der Hänger sollte -muss- dort versichert sein, wo das ziehende Fahrzeug versichert ist. Das hat den Hintergrund, dass die Regelung mittlerweile so ist, dass bei einem verschuldeten Unfall, wenn der Hänger angehängt war, sich die Versicherungen immer den Aufwand 50/50 teilen müssen. Die Hängerversicherung kostet zwischen 15 und 25 Euro im Jahr. Da hat keine Gesellschaft Lust, im Falle eines verschuldeten Unfalls Tausende von Euro hinzulegen, die die Versicherung des PKW dann spart.

Das ist seit 17.07.2020 wieder anders...

Nach einer Gesetzesänderung haftet bei Unfällen mit KFZ-Gespannen wieder vorrangig der Halter des Zugfahrzeugs. Also im Prinzip die alte Regelung, die bis 2010 gültig war.

Die Fälle wo ein Anhänger ohne Zugfahrzeug einen Unfall verursacht sind sicher sehr sehr selten

Aber sie passieren. Erst vor zwei Wochen.

Wir wohnen an einer abschüssigen Straße, der Nachbar hat bei seinem Hänger nicht die Unterlegkeile benutzt und die Bremse wohl nicht gut genug angezogen.

Hänger landet an der dicken Mauer von der Kirche.

Wenn in dem Moment einer die Strasse hochkommt und in der unübersichtlichen Kurve einem der Anhänger kontaktfreudig begrüßt, dann ist jeder froh die Pflichtversicherung zu haben.

Themenstarteram 13. August 2020 um 22:06

Danke für Eure Bratung!

Wir haben es vor den Anhänger und den Wagen bei derselben Versicherung zu versichern, weil die Prämie dort (laut online Vergleich) am günstigsten ist.

Zitat:

@Klaus1085 schrieb am 13. August 2020 um 16:00:57 Uhr:

Zur Frage "Versicherung" : Der Hänger sollte -muss- dort versichert sein, wo das ziehende Fahrzeug versichert ist.

Wo steht das denn? Was ist, wenn der Hänger an mehreren Fahrzeugen betrieben wird?

Themenstarteram 14. September 2020 um 10:00

Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 12. August 2020 um 11:14:01 Uhr:

Viel zu kompliziert.

Wenn zur Zulassung keine gültige HU vorliegt, einfach die Zulassung beantragen mit der Zuteilung eines Kennzeichens, eVB vorausgesetzt. Das Kennzeichen wird erst nach Vorlage der HU gesiegelt. Solange halt nur eingeschränkte Fahrten zur Werkstatt / HU Prüfung möglich.

Eine kurze Rückmeldung - so ist es auch gelaufen. Der Anhänger bekam TÜV ohne Probleme. Danke für die Beratung!

 

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