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Verkehrsverstöße vor den Augen der Polizei - zwangshaftes Verhalten?

Themenstarteram 23. Mai 2008 um 19:57

Hi,

folgende Situation mußte ich heute mal wieder beobachten:

Ein Fahrzeug steht an einer Seitenstraßeneinmündung und signalisiert mit dem Blinker, daß es nach links in die Hauptstraße abbiegen möchte, obwohl ein blauer Richtungspfeil sowie eine durchgezogene Linie signalisieren, daß nur Rechtsabbiegen gestattet ist.

Von rechts kommt eine Motorradstreife, erkennt den auf links gesetzten Blinker und signaliert dem Fahrzeugführer, daß er nur nach rechts abbiegen darf. Nachdem die Streife vorbeigefahren ist, zieht der Wagen nach links in die Hauptstraße und überfährt dabei die durchgezogene Linie (ca. 20 m hinter der Motorradstreife).

Der Streifenbeamte hat natürlich nach dem Passieren der Seitenstraße in den Rückspiegel geschaut und den Verkehrsverstoß live mitbekommen. Die Folge: Fahrzeug wird gestoppt und eine gebührenpflichtige Verwarnung ausgesprochen.

Da ich derartige Situationen, nur in anderen Konstellationen, nicht zum ersten Mal erlebt habe frage ich mich, welche Motive solche Fahrzeugführer für ihr Treiben unter den Augen der Polizei haben. Da ich keine logische Erklärung dafür gefunden habe, gehe ich mittlerweile davon aus, daß es sich hierbei um ein zwangshaftes Verhalten handelt, zumal derartige Fahrzeugführer keinerlei Vorteile aus ihrem Handeln ziehen.

Welche Erfahrung habt ihr diesbezüglich gemacht bzw. habt ihr eine Erklärung dafür, welcher Sinn dahinter steckt?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von AstraG08

Zitat:

Dass er vorsätzlich eine OWi, vor den Augen einer Motorradstreife, begangen hat.

naja, so schlimm ist das auch nciht

schlimm nicht, aber dumm :D

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Nachts einmal in Leipzig bin ich auch unter Einhaltung der Verkehrsregeln ums Verrecken nicht in die Richtung gekommen, die ich wollte. Mein Kumpel als Beifahrer hat schon gelacht. Als ich das dritte Mal im Kreise zu fahren drohte, bin ich auch dann husch schnell über durchgezogene Linie, wo keine Sau da war.

Was Sinn macht, beachte ich auch, keine Frage.

Aber Ihr habt wohl noch nie so eine Situation erlebt und wart froh, dass es sich ausgegangen hat? Ich bin in Sevilla (eine nicht kleine Stadt in Spanien zur Information) direkt vor den Augen der Polizei verkehrt in eine Straße eingefahren :D

die haben weggeguckt, weil die haben auch besseres zu tun ;)

War halt ein Versehen. Wir sind alle Menschen. Ich habe niemanden behindert, also.

Man kann sich auch manchmal enge haben.

cheerio

Zitat:

Wo soll das Problem sein? Soll sich der Fahrer ins Hemd machen und dann brav rechts abbiegen? Wenn er niemanden behindert/gefährdet, wo ist dann das problem?

Ach, benz-fan mal wieder :-)

Du scheinst generell deine eigenen Regeln zu machen, nicht wahr?

am 24. Mai 2008 um 21:36

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

Schonmal die Möglichkeit des "Nichterkennes der Situation" in Betracht gezogen?

Ortsfremder...Gesten der Polizei mißverstanden/nicht verstanden...etc.

Mit Zwanghaft hat dies wohl am wenigsten zu tun.

Klar ist es "dumm", bei Wissen der Situation, dies direkt hinter einer Streife zu tun...aber ansonsten sehe ich das auch so: gibt schlimmeres.... ;)

Da muss man aber schon blöd sein, wenn man das Schild UND die Linie übersieht.

am 24. Mai 2008 um 21:40

Zitat:

Original geschrieben von K080907

So etwas könnte doch auch eine Kurzschluß- oder Panikreaktion sein. Es gibt Leute, die haben vor der Polizei oder davor, angehalten zu werden, einfach Angst. Und wenn so jemand von einer Streife per Zeichen angewiesen wird, verliert er jegliches logisches Denkvermögen und macht völlig unsinnige Dinge. Kenne jemandem, der tatsächlich instinktiv den Kopf einzieht, wenn er nur ein Polizeiauto sieht.

Aber ich denke mal, davon können unsere Polizisten hier noch mehr erzählen ...

Das sind auch die, die neben einem Streifenwagen mit 40 fahren nur weil der auch 40 fährt und es könnte ja sein, dass man angehalten wird wenn man schneller als die Polizei fährt.

Oder auf der Stadtautobahn auf der linken Spur alles blockieren wenn die dort mit der exakten erlaubten Vmax fahren.

Mich nerven die auf der Stadtautobahn deswegen, weil die Streifenwagen einem eh nichts anhaben werden, da sie etliche Prozente von ihrem ermittelten Tachowert abziehen.

am 24. Mai 2008 um 22:28

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Mich nerven die auf der Stadtautobahn deswegen, weil die Streifenwagen einem eh nichts anhaben werden, da sie etliche Prozente von ihrem ermittelten Tachowert abziehen.

Ja, sind etwa 40%, die abgezogen werden :D

Ach btw:

Ich hab auch schonmal einen VW Bus in grün/weißer Kriegsbemalung überholt, hat die Insassen überhauptnicht gejuckt ;)

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Da muss man aber schon blöd sein, wenn man das Schild UND die Linie übersieht.

Möglichkeit 3: Es hat nicht in den Kram gepasst. Wie in meinem Fall oben. Manchmal machen die nämlich auch Linksabbiegeverbote, weil es vorher wegen ein paar doofen Muttis gekracht hat, dann sagt die Stadt "So, Hirn ist alle, ab jetzt ist Abbiegeverbot".

Da würde ich auch nachts alleine kackfrech drüberfahren. Manchmal auch am Tag, solange ich niemanden behindere. Im Regelfall biege ich natürlich ordnungsgemäss ab.

Fahrt mal woanders, wo Ihr Euch nicht auskennt, noch etwas sucht, einen nervenden Beifahrer dazu, der natürlich alles besser kann als Ihr.

Das geschriebene Wort in einem Forum ist geduldig, aber ich bin mir 100 % sicher, dass Ihr da auch ins Klo greifen werdet.Denn ich fahre hauptsächlich dort, wo ich meist nicht zu Hause bin. Da sieht man vielleicht gewisse Dinge anders.

Und über so was wie falsch abgebogen, noch nicht mal in eine Einbahnstrasse, naja sich noch darüber aufregen und hier ein Fass aufmachen? Hmm ...

... Irren ist menschlich.

Nur meine 0,02 Euro dazu ;)

cheerio

Themenstarteram 25. Mai 2008 um 9:49

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän

Fahrt mal woanders, wo Ihr Euch nicht auskennt, noch etwas sucht, einen nervenden Beifahrer dazu...

Den Beifahrer weise ich zunächst einmal höflich darauf hin, sich bedeckt zu halten. Hilft dieser Hinweis nicht, lasse ich ihn aussteigen und zu Fuß weitersuchen...:cool:

am 25. Mai 2008 um 12:15

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Hilft dieser Hinweis nicht, lasse ich ihn aussteigen und zu Fuß weitersuchen...:cool:

Du schmeißt also deine Mutter/Freundin/Frau aus dem Auto??

Du weißt, das du im letzten Fall mit Post vom Anwalt rechnen darfst?!

Aus "Transporter - The Mission" wissen wir:

Regel Nr. 1:

Respektiere das Auto- dann respektiert dich auch der Fahrer.

Hätte von mir kommen können, ist fast so gut wie der Spruch aus Pulp Fiction

"Gibt es etwas Feigeres, als sich am Auto eines anderen Mannes zu rächen?"

:D

cheerio

am 25. Mai 2008 um 12:30

Zitat:

Original geschrieben von Stefan Payne

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Mich nerven die auf der Stadtautobahn deswegen, weil die Streifenwagen einem eh nichts anhaben werden, da sie etliche Prozente von ihrem ermittelten Tachowert abziehen.

Ja, sind etwa 40%, die abgezogen werden :D

Ach btw:

Ich hab auch schonmal einen VW Bus in grün/weißer Kriegsbemalung überholt, hat die Insassen überhauptnicht gejuckt ;)

Naja, es kommt schon noch drauf an, mit was für einem Auto die unterwegs sind. Es muss nämlich prozentual vom Tachoendwert abgezogen werden. Da wäre es also schon von "Vorteil", wenn man von einem der schnelleren Streifenwagen durch nachfahren gemessen wird. Beim Bus wird durch den nierigeren Tachoendwert auch weniger Abgezogen. Aber gerade die Busse sind doch eher unterwegs um Personen von A nach B zu bringen und nicht um Geschwindigkeiten zu messen.

am 25. Mai 2008 um 12:33

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Da muss man aber schon blöd sein, wenn man das Schild UND die Linie übersieht.

Möglichkeit 3: Es hat nicht in den Kram gepasst. Wie in meinem Fall oben. Manchmal machen die nämlich auch Linksabbiegeverbote, weil es vorher wegen ein paar doofen Muttis gekracht hat, dann sagt die Stadt "So, Hirn ist alle, ab jetzt ist Abbiegeverbot".

Da würde ich auch nachts alleine kackfrech drüberfahren. Manchmal auch am Tag, solange ich niemanden behindere. Im Regelfall biege ich natürlich ordnungsgemäss ab.

Fahrt mal woanders, wo Ihr Euch nicht auskennt, noch etwas sucht, einen nervenden Beifahrer dazu, der natürlich alles besser kann als Ihr.

Das geschriebene Wort in einem Forum ist geduldig, aber ich bin mir 100 % sicher, dass Ihr da auch ins Klo greifen werdet.Denn ich fahre hauptsächlich dort, wo ich meist nicht zu Hause bin. Da sieht man vielleicht gewisse Dinge anders.

Und über so was wie falsch abgebogen, noch nicht mal in eine Einbahnstrasse, naja sich noch darüber aufregen und hier ein Fass aufmachen? Hmm ...

... Irren ist menschlich.

Nur meine 0,02 Euro dazu ;)

cheerio

Gut. Solch eine Stelle kenne ich auch und da fahre ich nachst (gestern erst wieder) aufs Gelände ruf,oder wieder runter, wie es mir passt. Tagsüber machts aufgrund des Verkehrsaufkommens sinn, nachts sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht.

Wenn mir aber schon ein Polizist klar macht, dass ich gleich was falsch mache, dann warte ich eben bis der weg ist oder fahre halt doch mal richtig.

zum thema ortsunkenntnis: bin selbst einiges auf reisen und fahre auch da oder dort mit Leihwägen/Firmenwägen rum.

Ortsunkenntnis: naja, bin gespannt, wann das das erste mal dann ein geisterfahrer auf der AB sowas sagt? theoretisch könnte diese linksabbiegerei auf eine Autobahn gehen. Wenn ich mich nicht auskenne oder mal mist gefahren bin, oder nicht so geht, wie ich will: anhand der Tafeln und ein bischen geografisches gedächtnis weiterfahren, und dann auf die seite Karte studieren (wäre auch eine super beschäftigung für quengelnden beifahrer :), problem wäre nur, wenn beifahrer unfähig karte lesen --> thema weibliche orientierungsfähigkeit), navi routet eh selbst neu.

Sehe es aber selbst solche aktionen des öfteren:

Warum eine Einbahnstrasse richtig fahren, wenn die ausfahrt etwa 10m nach dem schild ist und dadurch 600m umweg in Kauf zu nehmen. auf den 10m wird anscheinend wohl nichts sein. Ist bei uns bei der Dienststelle vom Roten Kreuz gang und gäbe.

Er/sie meint die Polizei sieht das nicht und macht es weil es gerade so passend ist entsprechend abzubiegen, oder was auch immer zu machen.

Vielleicht ist das naiv da zu erwarten dass sie einfach ruhig weiterfahren und sich nicht darauf stürzen ewig nach zu gucken ob es so wie befohlen gemacht wird...,

vielleicht ist es sogar zudem eine Gefährdung wenn der Verstoß an einer ungünstigen Stelle passiert, aber zwanghaftes Verhalten? Also bitte.

Nein, man versucht es einfach wenn man meint dass die Polizisten nicht (mehr) hingucken und nichts weiter, zumindest bei 95% der Leute, die restlichen 5 teilen sich auf Adrenalinsüchtige, SM-Freunde, Schwachsinnige, unter Schock stehende ... da sind von mir aus 0,5% zwanghaftes Verhalten dabei.

Übrigens habe ich schon mehrfach eine Polizei in der Stadt erlebt die zw. 55 und 60 fährt und wenn einer davor, dahinter, daneben ebenso fährt nichts macht, manchmal sogar selbst drängt wenn einer Strich 50 fährt - alles schon gesehen.

Die stürzen sich nun mal nicht immer auf Vergehen.

Also wenn die Polizei da oft nicht so kleinlich ist, ist ein Mensch nicht zwangsläufig dumm wenn er kleinere Fehler in ihrer Gegenwart macht und dabei nicht automatisch annimmt dass er angehalten wird. Falsch abzubiegen zählt eher zu gröberen Verstößen, aber ich meine das eher grundsätzlich.

Übrigens wird man nachts gerne angehalten wenn man Strich 50 fährt, die meinen man hätte was zu verbergen, 55 signalisieren "ich muss keiner Kontrolle entgehen weil ich nicht gesoffen habe und fahre deswegen nicht über-brav" ;)

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Wenn mir aber schon ein Polizist klar macht, dass ich gleich was falsch mache, dann warte ich eben bis der weg ist oder fahre halt doch mal richtig.

Schon klar, lachend in die Kreissäge rennen sollte man nicht gerade ;)

cheerio

am 25. Mai 2008 um 21:22

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

 

Da ich derartige Situationen, nur in anderen Konstellationen, nicht zum ersten Mal erlebt habe frage ich mich, welche Motive solche Fahrzeugführer für ihr Treiben unter den Augen der Polizei haben. Da ich keine logische Erklärung dafür gefunden habe, gehe ich mittlerweile davon aus, daß es sich hierbei um ein zwangshaftes Verhalten handelt, zumal derartige Fahrzeugführer keinerlei Vorteile aus ihrem Handeln ziehen.

Das passiert in noch extremerer Form auch in Kalinesien, wo man gerade in LA, Orange County und San Diego extrem viele Leute auf den Strassen hat, die eine Mega-Furcht vor den Cops haben.

Die versuchen dann mit ihren laeppischen Moehren den Officern in ihren hochgezuechteten Cruisern zu entkommen ... und man sieht sie dann live vom Heli gefilmt im TV. Macht nicht wirklich Sinn, und die Jungs wissen auch, dass sie fuer "Evasion" alleine schon einige Zeit in die Kiste gehen, aber irgendwo tickt das Hirn des polizeihoerigen Normalos wohl aus wenn man die gruenen/blauen/schwarzen Maennchen sieht ...

... dabei sind die nebenbei gesagt sogar recht nett, wenn man freundlich und pflegsam mit denen umgeht ;)

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