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Verhandelter Rabatt als Anzahlung ??

Themenstarteram 27. März 2010 um 20:02

Hallo Community,

hoffe ich bin hier im richtigen Bereich...

meine Frage wie der Titel schon verrät, ist sowas überhaupt möglich.

Somit müsste der VW Händler SEIN Geld der VW Bank überweisen ?

zur Info:

Auto Credit (VW), 48 Monate

Gruß misterpolo

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97 Antworten
Themenstarteram 28. März 2010 um 18:28

Zitat:

Original geschrieben von haschee

Natürlich geht das.

Muß nur die Bank mitspielen - und das ist der Knackpunkt.

Dem Händler ist letztendlich egal ob er 27.000 von der Bank bekommt bei 0 Anzahlung. (Kreditsumme 27.000) oder 27.000 bekommt bei 3.000 Anzahlung (Kreditsumme 30.000). Außer er hat eine Rücknahmeverpflichtung.

 

Das Problem ist eben der Restwert.

Der steigt eben nicht, trotz höherer Kreditsumme und höherer Schlußrate.

 

Im Prinzip kann man so finanzieren. VW ist ziemlich wertstabil, 60.000 km/4 Jahre dürften noch 50 % bringen.

 

@misterpolo:

Nur wenn schon jetzt kein Geld da ist für ne Anzahlung wo steht man dann in weiteren 4 Jahren?

ja eine Anzahlung ist auch meinerseits möglich....aber wenn es so geht wie ich mir das vorstelle passt es ja.

Zitat:

Original geschrieben von Sause4711

Kinners, so schwer ist das doch jetzt auch nicht...

Naja, vielleicht doch auch nicht sooooo einfach.....

Zitat:

Hier stellt sich nur eine Frage: Tue ich gegenüber der Bank so, als wäre das Auto zum Listenpreis verkauft worden und der Kunde zahlt 3.000,- Euro an (dann Finanzierungssumme 27.000,- Euro) oder sage ich der Bank, der Kunde zahlt inkl. Rabatt 27.000,- und zahlt 0 an (dann Finanzierungssumme 27.000,- Euro).

Ich werfe hier einfach mal das Wort "Märchensteuer" im Raum.

Da sehe ich in beide Fälle verschiedene Beträge anfallen.

Andere Meinungen????:)

Zitat:

Marge des Händlers ist in beiden Fällen gleich, nämlich das, was er vom Hersteller über die 10% Nachlass hinaus bekommt...

Also doch nicht.

Auf jeden Fall 3000€x19/119=479€ Differenz für den Händler.

Das wird ihm, so er sein Fach beherrscht, bewusst sein. Die Antwort auf der Frage in #1 wird damit beantwortet sein.

 

Nissan-Mann (der ganz gut ver/steuern kann:D)

Zitat:

Original geschrieben von Nissan-Mann

Ich werfe hier einfach mal das Wort "Märchensteuer" im Raum.

Da sehe ich in beide Fälle verschiedene Beträge anfallen.

Andere Meinungen????:)

Eigentlich nein, aber uneigentlich wieder doch. Bemessungsgrundlage für die USt ist das Entgelt, und Entgelt ist alles, was der Leistungsempfänger aufwendet. Das sind in diesem Falle 27.000€, egal ob mit Rabatt und ohne Anzahlung, oder ohne Rabatt und mit einer vom Händler übernommenen Anzahlung (die ja dann der Leistungsempfänger nicht aufwendet). Wie man das aber im Rahmen einer Umsatzsteuernachschau dem Prüfer erklären will, wenn man einen Kaufvertrag über EUR 30k ausgestellt hat, weiß ich nicht. Und den müsste man ja haben, damit es für die Bank nach 10% Anzahlung aussieht.

Weiteres Problem wäre dann wohl, wie man im Falle eines späteren Rücktritts wegen Sachmängeln (im Volksmund immer noch "Wandlung") den zu erstattenden Kaufpreis festlegt - laut Vertag wären das ja 30k, die der Käufer aber gar nicht bezahlt hat.

Bleibt also dem Verkäufer nichts anderes übrig, als einen Kaufvertrag über 27k abzuschließen. In diesem Moment wird die Bank den Spaß nicht mehr mitmachen, da ja dann offensichtlich ist, dass nach dem ersten Umdrehen des Zündschlüssels der Wagen nicht mehr als Sicherheit ausreicht.

Zitat:

Bemessungsgrundlage für die USt ist das Entgelt, und Entgelt ist alles, was der Leistungsempfänger aufwendet. Das sind in diesem Falle 27.000€, egal ob mit Rabatt und ohne Anzahlung, oder ohne Rabatt und mit einer vom Händler übernommenen Anzahlung (die ja dann der Leistungsempfänger nicht aufwendet). Wie man das aber im Rahmen einer Umsatzsteuernachschau dem Prüfer erklären will, wenn man einen Kaufvertrag über EUR 30k ausgestellt hat, weiß ich nicht. Und den müsste man ja haben, damit es für die Bank nach 10% Anzahlung aussieht.

Mit dein erste Satz gehe ich noch konform.

Danach sehe ich es doch anders.

Erstens ist es unerheblich wie es für die Bank aussieht. (wobei eine Rechnung über 30T€, obwohl nur 27T€ Entgeld vorliegt, auch buchhalttechnisch unangenehm ist. Was tun die USt.-mäßig damit?)

Es geht darum wie es für das FA aussieht.

Der Kaufvertrag ist im einen Fall über 30T€ unterschrieben, im andere Fall über nur 27T€.

Das der Händler/Verkäufer jetzt im erste Fall, für der Käufer eine Zahlung übernimmt, befreit diese Zahlung nicht von der USt, weil sie immer noch eine Stufe weiter in der Wertschöpfungskette liegt. (der Verkäufer setzt sich sozusagen auf der Stuhl des Käufers, eine Stufe, ergo 19% höher in der Wertschöpfungskette. Verwendet dort aber Geld aus seine niedrigere Stufe.)

Das der Verkäufer für diese Anzahlung, welche er für den Käufer leistet, bei diese Vertragsgestaltung, der USt. wieder zurückholen kann, bezweifle ich doch sehr.(ich sehe nicht ein aus welchem Grund)

Ich habe übrigens meine kleine Rechnung im vorige Beitrag noch kurz berichtigt. Da war eine Fehler eingeschlichen.

 

Nissan-Mann

Ich wollte das Thema eigentlich vor 5 Seiten schonmal angeschnitten haben, aber ich denke, wir werden es hier nicht klären können (und auch nicht müssen, da der Verkäufer das eh nicht mit macht, schon wegen der von dir angesprochenen buchhalterischen Problemen).

Eine mögliche Konstruktion wäre halt, dass der Verkäufer (in Form der Übernahme der Anzahlung) eine nachträgliche Entgeltminderung gewährt. Die schlägt dann auf die Umsatzsteuer durch, so dass der Verkäufer letztlich nur die in 27k enthaltene USt abführen muss.

Man könnte die 3k auch als Schenkung interpretieren, dann bliebe es bei der USt aus 30k. Aber das hielte ich nicht für sachgerecht, denn der Verkäufer "schenkt" hier nichts. Die 3k würde er ja aus betrieblichen Gründen zahlen.

Ich habe nochmal kurz drüber nachgedacht.

Ein "Anzahlungs-Übername-Vertrag" könnte die Sache lösen.:D

Soll ich diese Idee jetzt schützen lassen? Unsere moderne Finanzwelt hätte im Zukunft durchaus Interesse an solche Lösungen.

Zitat:

Original geschrieben von Rheinostfriese

Bleibt also dem Verkäufer nichts anderes übrig, als einen Kaufvertrag über 27k abzuschließen. In diesem Moment wird die Bank den Spaß nicht mehr mitmachen, da ja dann offensichtlich ist, dass nach dem ersten Umdrehen des Zündschlüssels der Wagen nicht mehr als Sicherheit ausreicht.

Dazu fällt mir nur ein, dass das immer noch Banken und keine Pfandhäuser sind - dementsprechend ist die Finanzierung in erster Linie auf die Bonität abgestellt und nur wenn die nicht reicht, wird ggf. auf die Sicherheiten abgestellt.

Meinen alten Beitrag korrigiere ich jetzt mal um ein "*" :D

* = bis auf die USt

Ändert aber nichts dran, dass sich durch die Nutzung des Rabattes als Anzahlung ggf. sogar ein Kredit erschlichen wird, da hier eine Anzahlung vorgelogen wird, die so garnicht vorhanden ist.

Gruß vom Sause

Themenstarteram 29. März 2010 um 12:46

Werde hier aufjedenfall berichten wie und ob es geklappt hat.

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