Vergleichsfahrt 2.2-16V gegen 2.6-V6
So, letzte Nacht war es soweit. Ich konnte den lang ersehnten Vergleich gegen den Vectra B Caravan 2.6-V6 eines Arbeitskollegen fahren.
Mein Fahrzeug:
Vectra B Caravan 2.2-16V Sport (Schalter)
166PS/219Nm laut Prüfstand
Bereifung: 215/45/17
Langstreckenfahrzeug
Sein Fahrzeug:
Vectra B Caravan 2.6-V6 Sport (Schalter)
178PS/249Nm laut Prüfstand
Bereifung: 215/45/17
Langstreckenfahrzeug
Erster Vergleich:
Tempo 50-150, ab drittem Gang
Beide Fahrzeuge gehen exakt gleich gut
Zweiter Vergleich:
Tempo 100-150, ab drittem Gang
Der V6 liegt bei Tempo 150 etwa 1,5 Wagenlängen vorn
dritter Versuch:
Tempo 120-220, ab viertem Gang
Der V6 setzt sich in den ersten Sekunden eine Wagenlänge ab. Dann bleibt dieser Abstand bis Tempo 200 gleich, ab Tempo 200 kann der V6 ganz langsam davonziehen
vierter Versuch:
Vmax
Der V6 läuft etwa 4Km/h schneller als mein 2.2
Tachoanzeige beim 2.2: 229Km/h (echte 224)
Tachoanzeige beim V6: 240Km/h (echte 228)
fünfter Versuch:
Durchzug aus extrem niedriger Drehzahl
50-150 im fünften Gang
Der 2.2 kann sich bis Tempo 100 zwei Wagenlängen absetzen, danach bleibt der Abstand bis Tempo 130 konstant und ab Tempo 130 kommt der V6 wieder etwas ran.
Ich möchte ganz klar unterstreichen, daß diese Versuche ohne Fremdgefährdung stattfanden!!! Absolut leere und trockene Autobahn.
Desweiteren möchte ich sagen, daß der Großteil der 2.2 wohl etwas schlechter geht als meiner. Der Abstand zwischen einem nicht ganz so nach oben streuenden 2.2 und einem 2.6 V6 dürfte in den meisten anderen Fällen etwas größer ausfallen.
ciao
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119 Antworten
Absolut richtig, kann ich nur bestätigen.
Zitat:
Original geschrieben von Caravan16V
der 2.2 im Omega/Frontera/Sintra ist ein GANZ ANDERER Motor als der 2.2 im Vectra/Zafira!
Die Daten sind aber ähnlich.
Zitat:
Den Vergleich muss man wirklich nicht führen!
Warum nicht? Wenn C20XE und Z22SE verglichen werden, dann muss man auch den Y22XE nicht außen vor lassen.
BTW, ist vielleicht ein verrückter Gedanke, aber trotzdem: Wenn es immer heißt. die Autos mit dem C20XE (v.a. der Kadett) seien viel leichter gewesen als die heutigen, dann kann man dem entgegnen, dass es den Z22SE ja auch im Speedster gab --- und der geht in 6,5 sec von 0 auf 100! Klar, der Speedster ist ne ganz andere Baustelle --- aber sooo viel schwerer war ein Kadett GSi 16V auch nicht...;)
Zitat:
Original geschrieben von HOFFI
Der Z22SE ist ein Vollalu Motor mit Steuerkette und wurde von GM USA als "Weltmotor" entwickelt,
Ist das jetzt gut oder schlecht? Ist diese Basis "L-850" eine gute Wahl, oder habe ich mich damit gg. meinem alten C20NE schlechter gestellt, was Robustheit und LAnglebigkeit angeht?
Sprich:
ist das ein gut durchkonstruierter Motor oder eher ein "Billigteil"?!?
Wobei mir die Rückkehr zur Kette eher als Vorteil denn als Nachteil erscheint.
Gruss
Dirk
@ Dalfi
Abgesehen vom Steuerkettenproblem der frühen Exemplare gilt der Z22SE als recht problemlos und zuverlässig, auf jeden Fall ein Fortschritt ggü. dem X20XEV.
Wenn du vorher C20NE hattest, dann wirst du dich nicht groß umgewöhnen müssen --- und es war auf jeden Fall klug, den X20XEV zu überspringen ;)
Zitat:
Original geschrieben von dalfi
Ist das jetzt gut oder schlecht? Ist diese Basis "L-850" eine gute Wahl, oder habe ich mich damit gg. meinem alten C20NE schlechter gestellt, was Robustheit und LAnglebigkeit angeht?
Sprich:
ist das ein gut durchkonstruierter Motor oder eher ein "Billigteil"?!?
Wobei mir die Rückkehr zur Kette eher als Vorteil denn als Nachteil erscheint.
Gruss
Dirk
In der ewigen Autobild Bestenliste steht der Motor auf Platz 3!
Die C20NE Gurke wird dort meines Wissens nicht positiv erwähnt. Verschlechtern hast Du Dich damit sicher nicht.
Zitat:
Original geschrieben von BillGehts
Die C20NE Gurke wird dort meines Wissens nicht positiv erwähnt.
Testergebnisse aus den frühen 90er Jahren sind dort auch nicht mehr aufgeführt.
Ansonsten, einen der besten und zuverlässigsten Opel-Motoren aller Zeiten als "Gurke" zu bezeichnen --- naja, jeder liegt mal völlig daneben...;)
Fassen wir es so zusammen: An den C20NE (oder andere Motoren aus jener Zeit) reicht in puncto Zuverlässigkeit kein heutiger Motor mehr heran --- aber davon ab gehört der Z22SE sicherlich zu den besseren Motoren, die in den letzten Jahren gebaut wurden.
Zitat:
Original geschrieben von ubc
@ dalfi
Abgesehen vom Steuerkettenproblem der frühen Exemplare
...welches morgen gelöst wird... :)
Zitat:
Wenn du vorher C20NE hattest, dann wirst du dich nicht groß umgewöhnen müssen --- und es war auf jeden Fall klug, den X20XEV zu überspringen ;)
Na ja - das mit dem EGas ist gelinde gesagt Kacke. Diese Trägheit nervt, und Umgewöhnung ist schwierig, weil ich am Tag mindestens noch zwei unterschiedliche Opel fahre, keiner von denen hat diesen Mist. Wenn man das doch abändern könnte...
Und der X20XEV - was hatte der denn für eine Marktbezeichnung? Alle 2l, die ich nach meinem C20NE probegefahren habe, waren irgendwie Kernschrott, was die Abstimmung angeht (wobei ich hier nur 1,8er und 2,0er mit <150PS meine): Man muß die 16Vs im Gegensatz zu meinem 8V ständig orgeln, orgeln, orgeln, und dann verbrauchen sie sogar mehr als mein schöner alter C20NE, dem ich schon irnkwie hinterhertrauere! Momentan (nach 4 Tagen "Regel-Betrieb") sieht es so aus, als ob der Z22SE bei gleicher Fahrweise und Strecke gut nen Liter mehr schluckt als der C20NE. Das muss ich nochmal mit der nächsten Tankfüllung überprüfen, bisher ist das nur das, was der BC sagt.
Dirk
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Ansonsten, einen der besten und zuverlässigsten Opel-Motoren aller Zeiten als "Gurke" zu bezeichnen --- naja, jeder liegt mal völlig daneben...;)
Fassen wir es so zusammen: An den C20NE (oder andere Motoren aus jener Zeit) reicht in puncto Zuverlässigkeit kein heutiger Motor mehr heran --- aber davon ab gehört der Z22SE sicherlich zu den besseren Motoren, die in den letzten Jahren gebaut wurden.
Tja. Mein C20NE hat bei meiner Fahrweise (die mein Fahrlehrer vor Jahrzehnten mal nach der ersten Fahrstunde klug und weise als "offensiv, aber das macht gar nichts, wenn man sicher ist" bezeichnet hat) 441tkm geschafft. Eigentlich soll sein Nachfolger (also momentan der Z22SE) genauso weit kommen, und eigentlich wollte ich mit dem C20NE auch die 500.000er Marke knacken...
Er ist auch nur deshalb aufs Altenteil gewandert, weil ZK-Dichtungsaustausch nicht wirklich wirtschaftlich wäre bei der Laufleistung...
Dirk
Hi
@BillGehts
Zitat:
Die C20NE Gurke wird dort meines Wissens nicht positiv erwähnt. Verschlechtern hast Du Dich damit sicher nicht.
LOL, das war aber 'n Brüller :D :rolleyes: (zum ersten Teil des Posts)
Der Rest stimmt aber soweit.;)
@dalfi
Der X20XEV war der 2.0 16V mit 100kw/136PS, verbaut in Astra F und G, Vectra A und B, Calibra, und Omega B.
Als "Kernschrott" würde ich ihn (und auch X18XE, X18XE1 und Z18XE) nicht bezeichnen.
Das diese untenraus nicht so gut ziehen ist meist subjektiv zu merken. Das liegt daran, das ein 2-Ventiler, hier dein alter C20NE, seine Leistung und sein Drehmoment gleichmäßig von unten heraus bis hoch nach 5000U/min abgibt. Ein 4-Ventiler tut das nicht, oder nur in beschränktem Maße. Ein 4-Ventiler, ich nehm mal den X20XEV, hat untenrum (bis ca. 3000U/min) in etwa das gleiche Drehmoment anliegen wie ein C20NE, aber über 3000U/min kommt da noch mal ein kleiner Kick. (der dem C20NE fehlt) So das man meinen möchte er ist untenrum schlapp. Was er aber nicht ist.
Und das trifft grundsätzlich auch auf die anderen genannten Motoren zu.
Von daher sind diese Motoren in Sachen Fahrwerte mindestens gleichauf, wenn nicht sogar besser..
Andererseits ist ein C20NE sicherlich was die Haltbarkeit angeht nahezu unkaputtbar.
Was die anderen genannten nicht sind.
Zum Z22SE kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen, was die Haltbarkeit angeht.
Nur was man so hört. Und da gibt es neben der Steuerkettenproblematik eigentlich nichts negatives zu berichten.
Gruß Hoffi
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Die Daten sind aber ähnlich.Warum nicht? Wenn C20XE und Z22SE verglichen werden, dann muss man auch den Y22XE nicht außen vor lassen.
BTW, ist vielleicht ein verrückter Gedanke, aber trotzdem: Wenn es immer heißt. die Autos mit dem C20XE (v.a. der Kadett) seien viel leichter gewesen als die heutigen, dann kann man dem entgegnen, dass es den Z22SE ja auch im Speedster gab --- und der geht in 6,5 sec von 0 auf 100! Klar, der Speedster ist ne ganz andere Baustelle --- aber sooo viel schwerer war ein Kadett GSi 16V auch nicht...;)
Ich möchte nur sagen, daß man nicht einfach so vom Z22XE auf den Z22SE schließen darf. Die Eckdaten mögen auf dem Papier ähnlich sein, aber der Rest ist es aber nicht. Und daß ein Motor aus mehr besteht als nur aus ein paar schwarzen Zahlen auf weißem Grund wissen wir ja alle.
ciao
Wo wir so schön bei Testwerten sind:
Vectra B2 2.6 V6 (Limo, Handschalter):
0-80 km/h: 5,7s
0-100 km/h: 8,1
0-120 km/h: 11,2
0-140 km/h: 14,9s
0-160 km/h: 20,1s
0-180 km/h: 27,5s
0-200 km/h: 37,2s
Möchte den Serien 1.6-2.2 16V sehen, egal in welcher Karosse, der 100-200 (außer Speedster) da mithalten kann.
Kenne mich übrigens beim 2.6er nicht aus - jedoch streuen zumindest die 3.2er im C (sind ja dem Y26SE recht ähnlich) mächtig nach oben. Ich denke, dass der von Jürgen aufgeführte wohl eher unterdurchschnittlich befeuert war. Ansonsten kann ich nur sagen: Bei einem Leistungsdelta von nur 20PS (Werksangaben) kann man keine Weltwunder erwarten.
Gewichtsunterschied B vs. C: Laut Werksangabe liegen zwischen B V6 und C V6 Limo 97kg. Zwischen i500 und C1 sind es "nur" 31kg.
@JMG:
wobei der Kombi deutlich langsamer ist. Hab irgendwo noch den Test in dem er deutlich über 9s braucht bis Tempo 100.
Der V6 meines Kollegen hat auf dem Prüfstand immerhin 178PS. Das macht einen Leistungsvorteil von 12PS zu meinem Vectra. Daß der sich dann kaum absetzen kann ist ja bei einem gewissen Gewichtsnachteil auch nachvollziehbar.
ciao
Siehe hier:
http://www.einszweidrei.de/opel/vec25v6cdex1995-1.htm
Der aufgeführte Test von J.M.G. dürfte eines der besten, wenn nicht der Beste, von einem B V6 sein.
Der Caravan wird langsamer sein (sowohl in der Beschleunigung als auch V-max), und die meisten B V6 hatten alle Mühe, bis 100 unter 9 s zu bleiben.
Trotzdem sollte das alles genügen, um in der Regel etwas schneller zu sein als die B's mit Z22SE.
MfG, V6-man.
Zitat:
Original geschrieben von V6-man
Trotzdem sollte das alles genügen, um in der Regel etwas schneller zu sein als die B's mit Z22SE.
MfG, V6-man.
Richitg! Hab das ja auch ganz am Anfang geschrieben ;)
Zitat:
Original geschrieben von Caravan16V
Desweiteren möchte ich sagen, daß der Großteil der 2.2 wohl etwas schlechter geht als meiner. Der Abstand zwischen einem nicht ganz so nach oben streuenden 2.2 und einem 2.6 V6 dürfte in den meisten anderen Fällen etwas größer ausfallen.
So gesehen sind wir uns ja alle einig :)
ciao
Hi,
als ehemaliger C20NE (Kadett E GSI) und jetziger Vectra V6 Fahrer möchte ich meinen Senf auch noch dazu geben, ohne streiten zu wollen :) :
Der 20NE war ein Super Motor und ist was Beschleunigung angeht, bis ca. 140 km/h sicher nicht schlechter als mein V6.
Daß er von 160 bis fast Vmax davon zieht / gleich schnell ist / nur 4km/h langsamer ist als der V6, ist schlicht Humbug. Wie übrigens der ganze Vergleich. Mein GSI hatte ca. 1100kg (5-Türer + Schiebedach), mein V6 ca. 1500kg.
Mein GSI lief Tacho 212 bis 216 (Werksangabe 203), mein V6 Tacho 240 (Werksangabe 230). 240kmh entsprechen laut ADAC Tachogutachten mit 205/55-16 exakt 234 km/h (gemessen vom ADAC Freiburg i.Br., nicht hochgerechnet)
Zur Leistung: Kadett GSI 2.0 132PS , mein V6 über 180PS (183 oder 186, habe die exakte Zahl gerade nicht im Kopf). Auf dem gleichen Rollenprüfstand des ADAC Freiburg.
Mein V6 hat fast identische Fahrleistungen wie der von Hoffi, und ich hatte auf der Autobahn noch nie Probleme mit anderen Vectra B, Vectra A oder gar irgendwelchen Kadetts, Astras oder gar Corsas.
Ob der (zugegeben geringe) Leistungsvorteil des V6 Mehrpreis, Mehrverbrauch und teureren Unterhalt rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dass ein nach oben streuender 22 mit einem nach unten streuenden 25 mithalten kann, glaube ich übrigens auch. Hätte es 1997 einen 4-Zylinder mit ca. 150 PS gegeben, hätte ich diesen gekauft. Damals gabs nur den 2.0 mit 136 PS, das war mir zu wenig.
Was Fahrspass, Sound und Laufkultur angeht - selbst ausprobieren. Da kann kein Opel 4-Zylinder auch nur annähernd mithalten und daher bereue ich im Nachhinein den Kauf auch nicht.
Gruß
Softi