Vergleich Audi A6 / BMW 5er - Vorteile für A6 / 5er?
Ich versuche mir ja den neuen Audi A6 "schön zu reden" gegenüber dem aktuellen 5er BMW.
Bei dem was ich bisher so gelesen habe klappt das leider überhaupt nicht.
Wie seht ihr das?
Beste Antwort im Thema
Mal zurück zum direkten Vergleich, wie es eigentlich der Sinn dieses Threats ist. Auf die fahrerischen Aspekte kann ich mich leider nicht berufen, sondern lediglich auf Innenraum und Soundsystem bei A6, Fünfer G31, E-Klasse Limousine und V90. Daher werde ich ein wenig was zu meinen !subjektiven! Eindrücken schreiben, was Interieur, Verarbeitung und Soundsysteme angeht.
Was die Innenraumgestaltung angeht, gefallen mir der Volvo V90 und der Fünfer G31 aktuell am besten. Vorweg sei gesagt, dass die Materialauswahl sowie die dazugehörige Verarbeitung bei allen vier Fahrzeugen auf einem sehr hohen Niveau ist, sofern man bereit ist, in der Aufpreisliste die entsprechenden Häkchen zu machen und tief in die Geldbörse zu greifen.
Der V90 hatte eine weiße Nappalederausstattung und das offenporige Holz. Zusammen mit dem Xenium-Paket, das Zusatzausstattungen, wie das belederte Amaturenbrett und das Panoramadach beinhaltet, machte dies einen sehr schönen und vorallem edlen Eindruck. Die Bowers&Wilkins-Anlage, zu deren Klang ich später noch komme, sobald ich alle Anlagen miteinander vergleiche, wertet den Innenraum ungemein auf. Ich habe mich in diesem Auto auf Anhieb wohl gefühlt und kann nun sogar verstehen, dass der Hersteller auf eine so vielfältige Ambientebeleuchtung, wie sie Audi, Mercedes und BMW anbieten, verzichtet hat. Sie würde, auch wenn ich mir bewusst darüber bin, dass man sie ja nicht einschalten müsste, einfach nicht zu diesem Interieur passen. Die Komfortsitze waren ebenfalls sehr angenehm und sollten in solch einem Auto nicht fehlen.
Die Mercedes E-Klasse ist innen nochmal um einiges spektakulärer. Der große Widescreen, an den man sich erstmal gewöhnen muss und die vielen geschwungenen Linien machen schon was her. Verbaut war braunes Nappaleder in Kombination mit dem offenporigen schwarzen Eschenholz, eines der besten Holzdekore, die mir aktuell in den Sinn kommen. Die Verarbeitung hat auch hier gepasst und war standesgemäß. Die Ambientebeleuchtung gefiel mir und setzte die große Burmester 3D-Anlage mit den Lautsprechern in den Fensterdreiecken besonders gut in Szene. Die runden Lüftungsdüsen verleihen dem Interieur irgendwie sowas wie einen Yacht-Charakter. Mir sagte die Kombination aus Digitalität (Widescreen, HUD etc.) und der etwas konservativen, barocken Linienführung durchaus zu, aber man muss ehrlicherweise anmerken, dass hier keinesfalls von Zeitlosigkeit sprechen kann. Wer weiß, wie der Käufer in ein paar Jahren zu einem derartigen Innenraum steht.
Geht es um Zeitlosigkeit, sticht der neue Fünfer positiv hervor. Viele attestieren BMW ja sowas wie Einfallslosigkeit oder mangelnde Kreativität, was die Innenraumgestaltung angeht. Dem kann ich beim G31 nicht wirklich zustimmen. Das Interieur ist im Vergleich zu Audi oder Mercedes sehr zeitlos, aber dennoch gutaussehend, modern und, anders als die BMWs vergangener Tage, hochwertig verarbeitet. Das Modell, in dem ich saß, war mit dem Individual-Vollleder-Paket bestückt. Der Farbton war Tartofu und ich kann nur sagen: Alter Schwede (nein, nicht Volvo ;) ), was eine Haptik, was für ein Farbton, aber auch was für ein sündhafter Preis. Da muss man schon sehr detailverliebt sein. Auch die Anlage von Bowers&Wilkins wurde mithilfe von Beleuchtung nochmal in Szene gesetzt. Mein Fazit zu diesem Innenraum lautet: Sehr hochwertig, sehr hübsch und auch zeitlos und Komfortsitze, auf denen ich am besten saß. Sie gefielen mir sogar noch besser als die Sitze im Volvo oder die teuren Multikontoursitze im Mercedes.
Kommen wir zum neuen A6. Das Interieur ist gewöhnungsbedürftig. Audi war ja an sich schon immer dafür bekannt, im Innenraum etwas schlichter, etwas kühler zu designen. Leute, die dieses Kühle, Technologisierte mögen, kommen im neuen Modell voll auf ihre Kosten. Mein Fall ist es jedoch nicht. Mit dem Virtual Cockpit und den beiden anderen Bildschirmen ist mir das Ganze zu kühl, was auch der sehr kantig-eckigen Linienführung geschuldet sein mag. Dafür bedient sich das Ganze gar nicht mal so schlecht und die Sprachsteuerung ist echt super. Rumfummeln auf den Touchscreens muss also während der Fahrt nicht zwingend sein. Auch hier in diesem Wagen, der mit dem Volllederpaket ausgestattet war, passte haptisch alles.
Bevor ich nun zu den Audiosystemen komme, baue ich noch ein kleines Zwischenfazit ein.
In der Materialauswahl und der Haptik sind alle vier Wagen auf einer Wellenlänge. Die Zeiten, in denen Audi allen anderen diesbezüglich davonfuhr, sind vorbei. Desitgntechnisch ist der BMW am zeitlosesten, der Volvo - Überraschung - am skandinavischsten und gemütlichsten, der Audi am kühlsten und extrem technologisiert und der Mercedes hat etwas von einer Lounge - ähnlich wie der V90, aber irgendwie auf eine andere Art. Die besten Sitze bietet optional der BMW, dicht gefolgt vom Mercedes mit den Multikontoursitzen. Am Ende sitzt man aber auf allen Komfortsitzen, seien es Audi, BMW, Volvo oder Mercedes, ausgezeichnet, was den umfangreichen Verstellmöglichkeiten zu verdanken ist. Zusätzlich ist Sitzen, ähnlich wie das Liegen auf einer Matratze, immer sehr subjektiv.
Subjektiv dürfte auch der letzte große Abschnitt sein, zu dem ich jetzt komme - der Musikgenuss. Fange ich mit der Enttäuschung an oder lieber mit der Offenbarung? Eine Feedbackregel besagt ja, dass man mit dem Positiven beginnt, aber an die halte ich mich jetzt einfach mal nicht.
Bevor ich jedoch mit der Meckerei anfange, soll noch etwas zu meinem Musikgeschmack und meinen Hörgewohnheiten gesagt werden.
Ich bin ein Liebhaber von Filmmusik. Hans Zimmer, John Williams, James Newton Howard etc. sind die Musiker, die mir das liefern, was ich am liebsten zu Hause mithilfe meiner AKG K702 genieße. Klassik höre ich mir aber auch gerne an und gelegentlich gibt es das ein oder andere Mainstream-Musikstück im Radio, das meine Sympathie gewinnt.
So, jetzt kommt das, was für die meisten wohl interessanter ist. In allen vier Kandidaten waren die teuersten Soundsysteme verbaut. Bang&Olufsen mit beinahe wahnwitzigen 2000 Watt im Audi, Burmester 3D mit 1450 Watt im Mercedes, Bowers&Wilkins mit 1400 Watt im BMW und ebenfalls nochmal Bowers&Wilkins im Volvo V90, jedoch mit drei Lautsprechern mehr, nämlich insgesamt 19, als im BMW.
Dass Lautsprecheranzahl und Watt nicht alles sind, zeigt der Audi eindrucksvoll - im negativen Sinne. Bei normaler Zimmerlautstärke höt sich alles sauber und sehr gut an. Das können die kleinen Hifi-Systeme für 1000 Euro, wie Harman&Kardon im Fünfer oder das kleine Burmester in der E-Klasse, jedoch genauso gut. Normalerweise grenzt sich ein Soundsystem, das im Falle des neuen A6 rund 6000 Euro Aufpreis kostet, durch eine enorme Pegelfestigkeit, ein noch volleres, voluminöseres Klangbild und atemberaubende Dynamik ab, doch genau hier wurde ich enttäuscht. Wer sich die Vorstellung des neuen Audi A8 bei Ausfahrt TV angeschaut hat, dürfte mitbekommen haben, wie die große Anlage des dänischen Herstellers von Jan, der durchaus Expertise besitzt, zerrissen wurde. Ich habe darüber zu Beginn gelächelt, weil ich seinen Test-Song als eher ungeeignet empfand, aber am Ende, nachdem ich im A6 zur Probe hören konnte, kam ich genau zu dem Fazit, welches auch Jan hatte. Bei höheren Lautstärken ist der Bass enttäuschend und Höhen treten, selbst wenn man sie im Equalizer etwas herunterfährt, äußerst unangenehm in den Vordergrund. Sie klirren ungemein stark, sodass sie im Gehör kratzen. Ich fand das nicht angenehm.
Fazit an Bang&Olufsen: Ihr habt nachgelassen (zumindest in meinen Augen).
Das komplette Gegenteil stellt die Bowers&Wilkins-Anlage im V90 dar. Sie bietet ein tolles Bassfundament, sehr saubere Höhen und einen Klang, der gerade bei der Wiedergabe von Stimmen für Gänsehaut sorgt. Zusätzlich ist sie im Bereich Preis-Leistung der Konkurrenz voraus.
Begeistert von der Anlage im Schweden, hatte ich hohe Erwartungen an das System im BMW. Diese Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden. Keine Frage, die Anlage schaut gut aus, klingt ebenfalls sehr gut und hat ein unglaublich geniales Bassfundament, aber im Schweden klingt es einfach nochmal etwas runder. Auch im BMW neigten die Höhen dazu, unangenehm zu werden, trotz diverser Einstellungen. Das könnte eventuell daran liegen, dass die Ingeneure gar nicht das Ziel hatten, eine so unglaublich große Bühne, wie man sie im V90 hat, zu schaffen. Die Künstler sind irgendwie um einen drumherum platziert, sehr nahe, wodurch der Klang äußerst direkt ist. Durch diese Direktheit lassen sich die etwas unangenehmen Höhen eventuell erklären.
Zum Schluss kommen wir zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Klar, man bezahlt für die große Burmester-Anlage schon allein 5800 Euro, muss dann noch Fensterrollos zwangsweise ordern und ohne das aufpreispflichtige Glasschiebe- bzw. Panoramaglasdach gibt es dieses grandiose Soundsystem nicht. War man dennoch bereit, ca. 8000 Euro insgesamt auf den Tisch zu legen, wird man mit einem Klang belohnt, der zum Niederknien ist. Das Bowers&Wilkins-System im V90 hat schon sehr hohe Maßstäbe gesetzt, aber was Mercedes und Burmester in der E-Klasse geschaffen haben, spielt nochmal in einer anderen Liga. Keine Ahnung, wie man es beschreiben soll. Man muss es einfach gehört haben. Ich bin ja eigentlich kein Freund von diesen ganzen Surround-Schlag-mich-tot-Funktionen, aber hier hat Burmester es wirklich geschafft, derartige Funktionen, wie den 3D-Effekt, gutklingend umzusetzen. Das Stück von Hans Zimmer "Cornfield Chase" aus dem Film Interstellar war einfach unfassbar räumlich und klar, dass man, wenn man die Augen schloss, glatt dachte, die Weiten des Weltalls zu spüren.
Naja ... genug geschwärmt. Bevor ich hier gar nicht mehr mit dem Schreiben aufhöre, komme ich zum Fazit.
Wer Musik liebt und diese auch während der Fahrt zelebrieren möchte, kommt an der E-Klasse oder dem V90 bzw. S90 gar nicht vorbei. Sollte man mit beiden Marken, aus welchen Gründen auch immer, nicht so viel anfangen können, ist es am besten, wenn man sich die von mir erwähnten Soundsystem gar nicht erst anhört, um eine nicht allzu große Erwartungshaltung bei Audi oder BMW aufzubauen.
Ansonsten sei gesagt, dass alle vier Hersteller tolle Fahrzeuge geschaffen haben und am Ende alles - Überraschung - eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Wie bereits gesagt, habe ich mich jetzt nur auf die Innenräume und die Audiosysteme bezogen.
Achja ... ich habe an einem Tag in allen Wagen gesessen und mir meine Eindrücke verschafft. Leider habe ich Vollpfosten mein Handy zu Hause vergessen und so habe ich keine Bilder, die ich hier hochladen kann. Ich ärgere mich noch immer darüber.
PS: Keines dieser vier Fahrzeuge wird in naher Zukunft in meinem Besitz sein, da sie außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten stehen. Ich war einfach nur neugierig und war interessiert ;)
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658 Antworten
Das ist korrekt.
Nutzt einem aber nichts, wenn jetzt ein neues Fahrzeug bestellt werden muss (darf).
@JulianAy
Kann ich nachvollziehen und da gibts auch nichts zu diskutieren.
Ging mir gleich - beim Audi A6 4K.
Hätte den Vorführer 1 Tag haben können.
Nach 1 Stunde habe ich dem Audi Verkäufer die Schlüssel in die Hand gedrückt und bin zum BMW Händler gefahren.
Noch am gleichen Tag den Vertrag unterschrieben.
Jeder hat halt andere Ansprüche/Präferenzen.
Um nochmal was zum Vergleich zu sagen.
Generell finde ich den quattro Antrieb als Alleinstellungsmerkmal beim A6.
Da kann das xDrive leider nicht mithalten.
Der quattro fühlt sich halt an wie starr verbunden v/h
Beim BMW sowie auch beim MB merkt man schon das es "hang on" ist.
Da kommt zuweilen der Hinterradantrieb vor dem Eingriff. Auch wenn es kaum messbar ist, mein Popometer merkt das schon.
Zumal die Lamellenkupplung schon ab und an Probleme macht bei BMW, da im Dauerreibmodus.
Dafür ist das typische quattro rubbeln bei Audi das Alleinstellungsmerkmal...
Andersrum gibt es als Alleinstellungsmerkmal bei BMW Hinterradantrieb. Da gibt es auch viele Fans.
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 17. Januar 2019 um 18:04:18 Uhr:
Das ist korrekt.
Nutzt einem aber nichts, wenn jetzt ein neues Fahrzeug bestellt werden muss (darf).
nö das stimmt aber die systematik ist ja normalerweise übertragbar - sprich da der Nachfolgewagen ja auch im März immer kommt (außer ich setze ihn in die Leitplanken) war bei mir jetzt der Gedanke die Bestellung nächstes Mal erst zum Jahresanfang zu platzieren (alten Vertrag kann man bei uns ca bis 3 Monate überziehen)... beim Audi hätte ich aber Pech gehabt, da ich halt über den Jahreswechsel 5% mir weniger hätte leisten können (2018 zu 2019 Preiserhöhung und vor allem schlechterer BLP bei gleicher monatlichen Leasinggrenze - dabei läuft der doch etwas bescheiden)...und daher die Frage ob das nur am Verhandlungsgeschick unserer Einkäufer lag oder andere es auch feststellen konnten.
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 17. Januar 2019 um 18:09:23 Uhr:
Um nochmal was zum Vergleich zu sagen.
Generell finde ich den quattro Antrieb als Alleinstellungsmerkmal beim A6.
Da kann das xDrive leider nicht mithalten.
Der quattro fühlt sich halt an wie starr verbunden v/h
(...)
Ist das bei der neuen "Bedarfs-Variante" auch noch so?
(Bin ich noch nicht auf bedürftigem Untergrund gefahren)
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 17. Januar 2019 um 18:09:23 Uhr:
Um nochmal was zum Vergleich zu sagen.
Generell finde ich den quattro Antrieb als Alleinstellungsmerkmal beim A6.
Da kann das xDrive leider nicht mithalten.
Der quattro fühlt sich halt an wie starr verbunden v/h
Beim BMW sowie auch beim MB merkt man schon das es "hang on" ist.
Da kommt zuweilen der Hinterradantrieb vor dem Eingriff. Auch wenn es kaum messbar ist, mein Popometer merkt das schon.
Zumal die Lamellenkupplung schon ab und an Probleme macht bei BMW, da im Dauerreibmodus.
Dafür ist das typische quattro rubbeln bei Audi das Alleinstellungsmerkmal...
Andersrum gibt es als Alleinstellungsmerkmal bei BMW Hinterradantrieb. Da gibt es auch viele Fans.
xDrive ist doch mittlerweile auch permanent 40/60 wenn ich mich nicht irre.
Zitat:
@170kW schrieb am 28. November 2018 um 13:31:18 Uhr:
Wie die Mild-Hybrid-Technik funktionieren könnte, ist sehr schön unter https://www.mobilegeeks.de/artikel/mild-hybrid-48-volt/ beschrieben.
Ich denke, dass sich Audi schlicht verzockt hat. Die Ingenieure haben es nicht geschafft, dass das Mild-Hybrid-System des neuen A6 rechtzeitig zum Marktstart fertig wurde. Es fehlt der elektrische Turbolader! Mit ein bisschen kreativer Abgasführung hätte es niemand gemerkt. Da das Auto aber auf den Markt muss und WLTP der Kreativität einen wirksamen Riegel vorgeschoben hat, ist die Sache in den Ventilator geflogen: Der 50 TDI hat das Anfahrverhalten eines Kleinwagens. Für fast 200kg mehr Masse für 6 Zylinder und RSG ist das Entwicklungsergebnis beim derzeitigen Stand wirklich dürftig.
In ihrer Verzweiflung hat die Marketingabteilung die "Segelfunktion" gehyped. Start-Stopp-Funktionen sind nun aber wirklich ein alter Hut. Wie wenig ausgegoren die Sache ist, sieht man daran, dass ZUSÄTZLICH ein konventioneller Starter an Bord ist.
Wer sich an dem Fahrverhalten der unfertigen Mild-Hybride stört, der sollte derzeit bei der Konkurenz aus München oder Neckarsulm leasen. Für die anderen ist der neue A6 sicherlich ein tolles Auto. Und für Schönheit im Cockpit muss man halt putzen.
Im Juni hatte ich das Problem auch noch nicht verstanden und blind einen 45 TDI bestellt. Glücklicherweise hat Audi nicht nur die Sache mit dem Mild-Hybrid verpennt, sondern sich auch in der Vielzahl der Steuergeräte verheddert und kann daher Versprochenes nicht liefern. Nun warte ich erst einmal ab, fahre meinen 4F weitere 100.000 km und hoffe auf ein technisches Facelift. Wenn (ja wenn...) der Elektrolader kommt und funktioniert, dann muss sich die Konkurenz warm anziehen. Audi verfügt über gute Ingenieure, mit genügend Budget seitens des (neuen) Vorstands müsste der Rückstand durch Technik aufzuholen sein.
Abgesehen davon das es keine 200kg Unterschied
Zitat:
@ronnyengler schrieb am 27. Januar 2019 um 13:58:10 Uhr:
Zitat:
@170kW schrieb am 28. November 2018 um 13:31:18 Uhr:
Wie die Mild-Hybrid-Technik funktionieren könnte, ist sehr schön unter https://www.mobilegeeks.de/artikel/mild-hybrid-48-volt/ beschrieben.
Ich denke, dass sich Audi schlicht verzockt hat. Die Ingenieure haben es nicht geschafft, dass das Mild-Hybrid-System des neuen A6 rechtzeitig zum Marktstart fertig wurde. Es fehlt der elektrische Turbolader! Mit ein bisschen kreativer Abgasführung hätte es niemand gemerkt. Da das Auto aber auf den Markt muss und WLTP der Kreativität einen wirksamen Riegel vorgeschoben hat, ist die Sache in den Ventilator geflogen: Der 50 TDI hat das Anfahrverhalten eines Kleinwagens. Für fast 200kg mehr Masse für 6 Zylinder und RSG ist das Entwicklungsergebnis beim derzeitigen Stand wirklich dürftig.
In ihrer Verzweiflung hat die Marketingabteilung die "Segelfunktion" gehyped. Start-Stopp-Funktionen sind nun aber wirklich ein alter Hut. Wie wenig ausgegoren die Sache ist, sieht man daran, dass ZUSÄTZLICH ein konventioneller Starter an Bord ist.
Wer sich an dem Fahrverhalten der unfertigen Mild-Hybride stört, der sollte derzeit bei der Konkurenz aus München oder Neckarsulm leasen. Für die anderen ist der neue A6 sicherlich ein tolles Auto. Und für Schönheit im Cockpit muss man halt putzen.
Im Juni hatte ich das Problem auch noch nicht verstanden und blind einen 45 TDI bestellt. Glücklicherweise hat Audi nicht nur die Sache mit dem Mild-Hybrid verpennt, sondern sich auch in der Vielzahl der Steuergeräte verheddert und kann daher Versprochenes nicht liefern. Nun warte ich erst einmal ab, fahre meinen 4F weitere 100.000 km und hoffe auf ein technisches Facelift. Wenn (ja wenn...) der Elektrolader kommt und funktioniert, dann muss sich die Konkurenz warm anziehen. Audi verfügt über gute Ingenieure, mit genügend Budget seitens des (neuen) Vorstands müsste der Rückstand durch Technik aufzuholen sein.
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Abgesehen davon das es keine 200kg Unterschied sind vergesse mal nicht den Quattroantieb der schon fast 100 kg ausmacht. Wenn schon Apfel mit Äpfeln vergleichen ????
Wobei der Audi Vorstand vor allem ein Ziel hat: Sparen
https://www.google.ch/.../23905726.html
https://www.google.ch/.../Einwoechiger-Streik-im-Audi-Werk-Gyoer.html
Zitieren solltest du aber nochmals kontrollieren, zumal du auch Antworten noch bearbeiten kannst.
Ist sonst sehr unübersichtlich.
Im übrigen halte ich von solchen Artikeln, und deren Inhalt, nichts.
Wie kann das ein Außenstehender bewerten?
Zumal am Personal sparen und keine neuen stellen besetzen sicher nicht der zukunftsweg ist, sondern nur kurzzeitig den Gewinn schönt.
Bevor ich hier meine Meinung wiedergebe, muss ich zugeben, dass ich leider etwas voreingenommen bin, da ich bereits seit 20 Jahren Audi fahre. Aktuell fahre ich den Audi A6 4G BiTurbo 320 PS und bin von dem Fahrzeug wirklich mehr als überzeugt, lediglich das Alter des Fahrzeugs macht sich bei einzelnen „Systemen“ bemerkbar und es steht die Frage an, welches neue Fahrzeug wird bestellt. Getestet habe ich den Audi A6 4K 50TDi sowie den BMW 5er G31 530xDrive. Der 4G hatte einen Listenpreis von ca. 90.000€, der 4K ca. 99.000€ und der G31 ca. 96.000€. Jedes Fahrzeug mit allen Assistenzsystemen, Luftfederung und voller S-Line bzw. Adaptive Drive und M-Sport Ausstattung.
Das Öffnen und Schließen der Türe erfolgt bei Audi im Allgemeinen viel wertiger. Die Zugbewegung des Griffs, sowie der satte Fall der Türe in das Schloß ist einfach perfekt. Beide hatten Soft-Close.
Das Audi Virtuell Cockpit ist ausgereift im Gegensatz zum Multifunktionsdisplay von BMW.
Der Audi wirkt aufgeräumt, strukturiert, gecleant. Die Softtouch-Oberflächen sind vom Feinsten. Jeder Knopf hinterlässt einen wertigen Eindruck. BMW kann bei der Haptik im Innenraum hier nicht mithalten, außer bei zwei Punkten: das dicke mit Nappa-Leder bezogene M-Lenkrad und bestellt man den iDrive Controller aus Keramik – so spürt man das Niveau, welches man sich auch bei BMW durchgehend wünscht.
Beim 5er G31 ist das Sitzgefühl aber deutlich hervorzuheben, denn sind die Komfortsitze in Verbindung mit Nappaleder verbaut, sowie Sitzklima und Massage so fühlt man sich ein bißchen wie im 7er, einen viel besseren Sitz gibt es wohl nicht, vorallem die Einstellmöglichkeiten sind genial, Massagestufen, Massageregionen, Sitzheizung nach Region in der Intensität einstellbar, etc.
Das HD-Matrix-Licht, dessen Lichtfarbe/Intensität und das blitzschnelle aber dennoch in der Ausführung für den Fahrer seidenweich wahrnehmbare ändern der Matrix ist ein Traum gegenüber dem adaptiven LED-Schweinfern von BMW. Zu meinem 4G aber kein Vorsprung. Die Reichweite bei Fernlicht beträgt bei allen Fahrzeugen ca. 850m. Die gesamte Lichtinszenierung vom neuen Audi ist perfekt und durchdacht. Zudem behaupte ich, dass der Matrix-Scheinwerfer von Audi (Entwicklungsstand: 2016) im 4G besser als der aktuelle Adaptive LED-Scheinwerfer von BMW ist.
Sowohl der 4K als auch der 4G haben Dämm-/Akustikglas, der 4G nur bis B-Säule, der 4K meines Wissens bis zur D-Säule. Hierzu sei gesagt, wer es kennt, möchte es nie wieder missen, denn vorbeifahrende Fahrzeuge auf der Landstraße werden dadurch bis ca. 100km/h akustisch komplett „ausgeblendet“. Auch bei Geschwindigkeiten ab 200km/h stellt diese Verglasung einen Quantensprung gegenüber der Verglasung des BMW 5er G31 dar – bei dem keine Sonderverglasung bestellbar ist. Aber BMW hat dies anscheinend auch bereits erkannt, reagiert und bietet es ab jetzt beim neuen 3er / X3 / X4 / X5 / X6 etc. an – war es nicht auch beim F10/F11 bestellbar???
Bei Audi gibt es immer noch den rechten Außenspiegel automatisch abblendend. Wer Komfort liebt, weiß wovon ich spreche. Beim G31 gibt es diese Sonderausstattung ebenfalls nicht mehr.
Beim G31 harmoniert der Motor mit der 8-Gang Automatik einfach perfekt, es gibt keine Anfahrschwäche, im Gegenteil, es fühlt sich an, so wie man es sich wünscht. Der Motor hängt immer am Gas und schaltet perfekt, dies kenne ich auch vom 4G BiTurbo. Ab 220km/h geht dem 530er natürlich etwas die Luft aus, aber dies ist in dieser Leistungsklasse ja völlig normal. Der Motorlauf beim G31 ist angenehmer, bei Audi ist der Motorlauf ab und an einen Tick rauer. Der 50 TDi hat verglichen mit dem BMW und dem 4G als BiTurbo eine enorme Anfahrschwäche und die kann man objektiv auch nicht leugnen. Egal wie man mit dem Gaspedal beim Anfahren „spielt“ es ist verglichen zu den beiden anderen der Wahnsinn und erinnert an die Pumpe-Düse-Diesel-4Zylinder -> erst kommt nichts und dann drückt es dich katapultartig in den Sitz. Passanten in der Stadt wundern sich über die Drehzahlorgel. Diese Abstimmung ist diesem Fahrzeug keinesfalls angemessen.
Danke, sehr gut zusammengefasst. Deine Feststellung zum LED Licht kann ich bestätigen, das kann BMW nicht so gut!
Ich finde der 5er lässt mehr Windgeräusche in den Innenraum als der Audi, meiner Frau fällt das nicht so auf.
Das ist wohl sehr subjektiv.
Komme nun auch vom Audi und finde das BMW Licht nicht schlechter als das Matrix-LED im Audi aber auch nicht besser. Der A7 55 TFSI (ohne OPF), den ich im Sommer gefahren hatte, hatte sogar das Laser-Licht, nur mangels längerer Nachtfahrt fehlt mir leider der Vergleich. Da BMW aber den 3er jetzt mit Laserlicht bewirbt, mal schauen, wie das 5er Facelift wird, ich denke da wird die Kombi auch kommen und dann ist der 5er dem A6 wohl eventuell wieder voraus, da es die Laser-Kombi erst ab dem A7 gibt (Stand heute und alles Glaskugel).
Was ich aber definitiv sagen kann, der 5er scheint den Gegenverkehr und dabei spezielle LKW, besser zu „erkennen“ - während ich beim A6 dauernd angeblinkt wurde, habe ich das beim 5er bis dato nicht gehabt. Aber auch hier fehlt mir der Vergleich zu den aktuellen A6 Leuchten.
Ich kann die Aussagen zur Innenraumhaptik immer noch nicht bestätigen. Während die Probefahrt A6 und A7, die ich gefahren bin beide beinahe voll ausgestattet waren, bin ich jetzt bereit 3 Mal mit neuen A6 Fahrzeugen von Sixt unterwegs gewesen. Hier fand ich die Haptik z. B. der nicht in Glasoptik ausgeführten Taster /Schalter absolut nicht auf Oberklasse-Nivau, die hätten auch aus dem Golf stammen können (den ich mag, aber der eben einen anderen Einstandspreis hat). Bei meinem 5er kann ich auch auf die Holzleiste im Armaturenbrett drücken, nichts knarzt. Bei allen A6/A7, die ich bis dato hatte wirkte das Armaturenbrett in Richtung Beifahrerseite nicht wertig und es knarzte, wenn man auf die Holz- bzw. Alu-Applikationen drückte (von oben).
Was die Sitze betrifft finde ich den Unterschied der Komfortsitze A6 zu 5er nicht ganz so groß. Ich finde die Optik der Bezüge bei Audi deutlich schöner. Habe meinen 5er bewußt mit Dakota bestellt, weil mir die Optik des Nappa (Nähte etc.) überhaupt nicht gefallen hat.
Was die Verglasung betrifft, hast Du recht, hier ist der Audi etwas leiser. Telefonieren ging beim A6 auch noch bei 200 km/h ohne dass der andere Telefonteilnehmer gemerkt hat, dass man im Auto sitzt, beim BMW beginnt das bereits bei 180 km/h.
Zitat:
@Horch467 schrieb am 28. Januar 2019 um 08:56:20 Uhr:
Was ich aber definitiv sagen kann, der 5er scheint den Gegenverkehr und dabei spezielle LKW, besser zu „erkennen“ - während ich beim A6 dauernd angeblinkt wurde, habe ich das beim 5er bis dato nicht gehabt. Aber auch hier fehlt mir der Vergleich zu den aktuellen A6 Leuchten.
:confused: Ist mir in fast 4 Jahren mit dem 4G vielleicht 3 x passiert, dass ich bei aktivem Fernlichtassi vom Gegenverkehr angeblinkt wurde. An meinem Audi funktioniert das automatische Fernlicht hervorragend.
Viele Grüße
superplus1000
Zitat:
@superplus1000 schrieb am 29. Januar 2019 um 07:30:42 Uhr:
Zitat:
@Horch467 schrieb am 28. Januar 2019 um 08:56:20 Uhr:
Was ich aber definitiv sagen kann, der 5er scheint den Gegenverkehr und dabei spezielle LKW, besser zu „erkennen“ - während ich beim A6 dauernd angeblinkt wurde, habe ich das beim 5er bis dato nicht gehabt. Aber auch hier fehlt mir der Vergleich zu den aktuellen A6 Leuchten.
:confused: Ist mir in fast 4 Jahren mit dem 4G vielleicht 3 x passiert, dass ich bei aktivem Fernlichtassi vom Gegenverkehr angeblinkt wurde. An meinem Audi funktioniert das automatische Fernlicht hervorragend.
Viele Grüße
superplus1000
Das kann ich bestätigen, in vielen Jahren mit meinen A6 wurde ich nur extrem selten angeblinkt.
Beim 5er BMW ist das leider leider in den letzten Tagen schon deutlich häufiger vorgekommen, das adaptive LED Lich beim BMW wirkt auf mich deutlich hektischer und es ist wesentlich gröber aufgeteilt (größere "Lichtblöcke") als Matrix LED.
Die Optionen des Navi im Audi sind deutlich besser, das vermisse ich etwas.
Der 5er ist ein super Wagen und macht unglaublich viel Spass!
:-)