Verdienstmöglichkeiten als Juniorverkäufer bei BMW
Hallo,
habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch in einem mittelgroßen BMW Autohaus als Juniorverkäufer. Bin 28 Jahre und habe Vertriebserfahrung (allerdings nicht bei BMW). Weiß jemand, ob man als Juniorverkäufer bereits auf Provisionsbasis arbeitet, oder ob man zunächst ein normales Gehalt bezieht? Wie schätzt ihr die durchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten ein? Es wäre schön, evtl. so pi mal Daumen einen Anhaltspunkt zu erhalten, damit ich nicht komplett daneben liege.
Da man als Autoverkäufer ja eine 50Std.+ Woche hat, würde ich mal ein Einstiegsgehalt von 2500€/brutto anpeilen. Ist das realistisch?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@BMW_ST schrieb am 31. Mai 2017 um 15:31:53 Uhr:
2.500 ist ein sehr kleines Gehalt.
Wenn du für 1500 Arbeiten willst für brutto, dann geh doch arbeiten! Manche haben auch ohne arbeiten geld! Aber für dich ist es unmöglich, dass in deinen kopf zu bekommen, weil einfach wenig masse vorhanden ist.
p. s. der vorstand verdient in einem jahr mehrere hundert tausende Euros. Mach dir keine sorgen, der vorstand wird für seine 5.000 Euro im monat nicht arbeiten.
Vorstand eines Autohaus mit mehreren 100.000 €, träum weiter.
2500 € ist sicherlich nicht die Welt, aber es ist nunmal der deutsche Durchschnitt. Für den DHL-Zusteller oder die Friseurin ist es sicherlich sehr viel. Es ist dekadent, ausgehend vom eigenen guten Gehalt geringer Verdienende herunterzuputzen. Ich habe eher ein schlechtes Gewissen, wenn ich sehe wie manche Leute sich abrackern müssen um über die Runden zu kommen. Und ich bin sicherlich kein Großverdiener; zudem arbeite ich auch ordentlich für mein Gehalt und finde es angemessen. Trotzdem existiert bei mir im Gegensatz zu dir so etwas wie Empathie.
Es geht nicht darum, ob man will. Manche haben vielleicht nur die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit und 1500 €.
Dass Menschen ohne Arbeit reich sein können ist ansich nicht fair – oder findest du das etwa?
Ebenso sollten die Steuern auf Kapitalerträge viel höher sein als die Lohnsteuer – und nicht umgekehrt.
Aber ich will hier keine Diskussion anzetteln.
Ich frage mich bei solchen Ergüssen, wer hier wenig Masse im Hirn hat :rolleyes:
Ähnliche Themen
75 Antworten
Das Konzept Schweiz ist ein gutes Konzept für Bananenrepubliken wie auf dem Balkan, Griechenland etc. Einkommensteuer weg, dafür Mehrwertsteuer extrem hoch! Das Problem der Schwarzarbeit wäre vorbei. Jeder muss halt seine Brötchen kaufen. ;)
Deshalb lohnt es sich ja so für Vermögende in die Schweiz zu gehen und die Brötchen dann in Deutschland zu futtern :)
Zitat:
@dseverse schrieb am 1. Juni 2017 um 10:42:39 Uhr:
Das Konzept Schweiz ist ein gutes Konzept für Bananenrepubliken wie auf dem Balkan, Griechenland etc. Einkommensteuer weg, dafür Mehrwertsteuer extrem hoch!
Wie kommst Du darauf, dass in der Schweiz ein extrem hoher MWSt.-Satz gelten würde??? :confused:
Gruß
Der Chaosmanager
Zitat:
@dseverse schrieb am 1. Juni 2017 um 10:42:39 Uhr:
Einkommensteuer weg, dafür Mehrwertsteuer extrem hoch! Das Problem der Schwarzarbeit wäre vorbei. Jeder muss halt seine Brötchen kaufen. ;)
Ich finde deine Aussage hat grundsätzlich einen netten Ansatz :), aber leider liegt der Steuersatz in der Schweiz für die meisten Waren und Dienstleitungen bei gerade mal 8% ...
Senior verkäufer (7 jahre erfahrung, 32), südlich von München, Premiummarke
1.000 € Bruttofixum, Durchschnittsprovision 600 € brutto pro Auto & 12.000 € Bruttojahresbonus bei Zielereichung (84 Stück p.a) & Dienstwagen & Tannkkarte (200 L im Monatg)
Jahresbrutto ca 90.000 €
Jo, wenn du 7 Neuwagen in jedem Monat schaffst? In den meisten, großen Autohäusern teilen sich mehrere Verkäufer den Verkaufskuchen. Als Neuling haste es da echt schwer.
Zitat:
@Vassago schrieb am 7. April 2018 um 17:27:15 Uhr:
Jo, wenn du 7 Neuwagen in jedem Monat schaffst? In den meisten, großen Autohäusern teilen sich mehrere Verkäufer den Verkaufskuchen. Als Neuling haste es da echt schwer.
Schaffe in der Regel 100 im Jahr, aber das geht auch nur mit nem Kundenstamm ;) Und sonst schaffste auch keine 90.000 € brutto
Da dieser Thread noch ziemlich jung ist, möchte ich kurz auch meinen Senf dazu geben und Licht ins Dunkle bringen.
Grundsätzlich: Der Verdienst eines Autoverkäufers ist von Region insbesondere von Autohaus zu Autohaus stark unterschiedlich. Ich habe sowohl schon bei einem Inhaber-geführten-Autohaus als auch in einer Werksniederlassung gearbeitet und kann demnach aus Erfahrung sprechen.
Fixum: Bei den Big Playern: nicht über 500-600 €. Inhaber geführt zw. 850-1000 €.
(manche haben auch ein Fixum von 2500 Brutto und verdienen 200 € max. an einem Fahrzeug, das sind dann die verkaufsschwächeren Häuser, wo der VK ca. 3-5 Fzg. pro Monat verkauft)
Provision: Die Provision spielt die Musik, tendenziell kann man sagen, umso niedriger dein Fixum umso höher die Provisionen.
Je nach Region und Stadt verdient ein Autoverkäufer von 35.000 € bis weit über 120.000 als auch die Spitze bis zu 180.000 € (natürlich alles Brutto) im Jahr. Ich kenne Großkundenverkäufer, die verdienen weit über 150.000 € im Jahr. Das war natürlich harte, jahrelange Arbeit, aber erreichbar nach ca. 10 Jahren Betriebszugehörigkeit ist es in jedem Fall.
Beispiel: Du arbeitest in einer Hauptniederlassung von BMW, Daimler oder Audi. Du verkaufst ca. 80-85 NW (Neuwägen). Du bekommst i.d.R. ab ca. 78-85 NW eine Bonusprämie pro Jahr (bei den Großen: Audi, BMW, VW, Daimler) diese beträgt zw. 4000-10.000 € (On Top, meistens Quartalsabhängig).
Provisionen Durchschnitt in guten Häusern: 500-600 €, normal ist eher 300 € pro Fahrzeug.
Somit kannst du dir die Verdienste selber ausrechnen. In Werksniederlassungen profitierst du u.a. auch noch von 13. Jahresgehalt, mehr Urlaubstage, (Dienstwagen sowieso) und generell ein wenig mitarbeiterfreundlicher.
Ein guter Verkäufer in einer Großstadt bei einem namenhaften Premiumhersteller wird definitiv nicht unter 70.000 €/ Jahr nach Hause gehen, wenn doch dann macht sowohl der Betrieb als auch er was falsch.
Kurze Information vorab, der GW Bereich ist um einiges lukrativer als der NW Bereich.
Liebe Grüße und viel Erfolg!
Zitat:
@kennstenicht schrieb am 16. Mai 2018 um 18:22:30 Uhr:
Kurze Information vorab, der GW Bereich ist um einiges lukrativer als der NW Bereich.
Definitiv!
Nicht übel das ist weit mehr als man als selbständiger Immobilienmakler hat , Einzelunternehmer
Augen auf bei der Berufswahl
Warum ist der GW Bereich lukrativer als der Neuwagenbereich?
Das es bei Neuwägen mehr Rabatt gibt, und bei GW kaum ist mir bewusst, aber eigentlich ist es doch besser wenn man mehr neue verkauft?
Kann mich da mal wer aufklären?
Die marge bei einem Neuwagen ist denke ich mal viel geringer.
Gebrauchtwagen:
Der Gewinn liegt im Einkauf.
Alten Leuten musst du mehr Geld für ihren Alten geben, dafür weniger Prozente.
Junge Leute wollen mehr Prozente (siehe Google), dafür weniger für den alten.
Unterm Strich läufts aufs gleiche raus.
Und ich weiß, das es bei uns keine Provision gibt, sondern wohl ein nur ziemlich gutes Grundgehalt. 100-150 Fahrzeuge / Verkäufer / Jahr machen die aber auch.
Das schlimme ist eigentlich eher, das die tragenden Mechaniker in eben solchen Werkstätten sich über brutto über 2.600 schon freuen können und es oft genug auch Leistungslohn etc. gibt, welcher sich auf Vorgabezeiten der jeweiligen Firma bezieht und in allen Fällen außer Mercedes teilweise riesiger Mist sind.
Dafür ist bei Daimler alles unter 120% einfach nicht Prämienwürdig ;-).
Wen jetzt der Neid halb zerfrisst.. könnt ihr ja ruhig machen, den Verkäuferjob.
Für mich wär das nichts.
Aber ja auch ich Frage mich oft genug, warum ich den Mist mache.
Und dann merke ich nur wieder.. weils mir Spaß macht ;-).
Geld allein ist nicht alles.
Mir ist der Verkäuferjob auch nichts. Ich denke vorallem im Autohandel bist du da auch in nem Haifischbecken. Nein, Danke :D
Bei Gebrauchten dachte ich ehrlich gesagt mehr an Leasingrücklaufer, nicht unbedingt an Jemanden der beim Händler sein Auto abgibt.
Vorallem bei Leasingrückläufern dürfte die Marge doch sehr gering sein. Wir haben in ner NL auch mal nen E61 gekauft. Rabatt gabs rund 500 Euro + neuer Service + neue Scheibe (Auto hatte Windgeräusche).
Wo soll da noch die Marge für den Verkäufer kommen?
Gebrauchtwagen Bereich:
Es ist eigentlich ganz einfach. I.d.R. sind die Provisionen im GW Bereich deutlich geriner als im NW Bereich. (mitunter ein Grund die Marge zwischen Einkauf- und Verkaufspreis).
Der ausschlaggebende Punkt sind allerdings die Prämien, welche im GW Bereich nicht so üppig ausfallen wie im NW Bereich.
Warum lukrativer?
Ein GUTER Gw Verkäufer in einem gut belaufenen Haus, verkauft zwischen 250-400 GW‘s pro Jahr. (30 Stk. Pro Monat sind wirklich machbar). Durchschnittliche Provision ca. 300€. + Fixum oben drauf, meistens noch Sonderprovi durch Finanzdienstleistungen und zack kletterst du leicht über die magische 100.000€ Marke.
Ich kenne die Zahlen eines sehr großen Autohauses , der Gewinn vor Steuern war ca. 150.000 im Jahr
da man veröffentlichen musste.
Dann hat der beste Verkäufer ja das Selber wie die Eigentümer eines Autohauses mit über 100 Mitarbeitern