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Unterhaltskosten: Mittelklasse Kombi vs Kleinwagen Neuanschaffung

Themenstarteram 3. August 2010 um 9:43

Moin,

ich denke momentan über folgendes Thema nach:

Vorhandener Wagen:

Volvo V40, BJ 99, 135.000 km, technisch einwandfrei

Monatliche Unterhaltskosten des Fahrzeugs:

292 €

? 23,4¢ pro km

Versicherung

72 €

Verbrauch (Ø10,0L)

175 €

Kfz-Steuer

10 €

Wartung

35 €

 

Fahre nur in der Stadt, ca 20 km / Tag. Mir würde ein Kleinwagen reichen. Eigentlich müsste ich ne Menge Geld sparen können, weniger Sprit, günstige Versicherung, weniger Steuern durch bessere Abgasnorm etc.

Spiele ich das jetzt mal mit nem günstigen Twingo durch:

Renault Clio 1.2 (79 PS/58kW | 1149ccm, seit 2005)

Monatliche Unterhaltskosten des Fahrzeugs:

220 €

? 17,6¢ pro km

Versicherung

73 €

Verbrauch (Ø6,4L)

112 €

Kfz-Steuer

7 €

Wartung

28 €

 

Macht 70 Euro Unterschied pro Monat = 840 Euro im Jahr (ob das im Endeffekt wirklich so viel ist, sei mal dahin gestellt). Wenn ich einfach mal davon ausgehe, dass der Clio in der Anschaffung 8000 Euro kostet und ich meinen für 2500 in Zahlung gebe, zahle ich 5500 Euro. Bei einer Ersparnis von 840 Euro pro Jahr bräuchte ich dann also theoretisch 6,5 Jahre, um mit dem Sparen zu beginnen.

Hab ich da einen Rechenfehler, oder macht ne Neuanschaffung gar keinen Sinn (abgesehen davon, dass ich dann ein neueres Auto hätte)?

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12 Antworten

wenn du so rechnest, hast du natürlich recht.

ich jedoch rechne anschaffungskosten generell nicht mit ein.

die sind eine einmalinvestition, welche ich mir vorher angespart habe und nun bereit bin, auszugeben.

nur auf den reinen monat gesehen, sparst du vom ersten tag an mit dem neuen wagen.

kann man sich aber nun streiten, welche berechnungsmethode die bessere ist.

Themenstarteram 3. August 2010 um 10:48

Danke, aber da ich das Geld ja erst mal ausgeben müsste, fahre ich meinen dann weiter. Dann muss ich nichts investieren und mache lieber n schönen Urlaub ;-)

nunja, aber nach der denkweise darfst du NIE geld für neues ausgeben. ;)

Themenstarteram 3. August 2010 um 11:35

Ja, das stimmt. Meine Intention ist es aber, Geld zu sparen, weil ich das große Auto nicht mehr benötige. Ich könnte natürlich auch einen älteren kleinen Gebrauchten nehmen (bei dem ich nichts zuzahlen müsste), aber da finde ich lohnt sich der ganze Aufwand bei der Einsparung nicht. Außerdem weiß ich, dass meiner i.O. ist und demnächst keine Reparaturen anstehen.

Irgendwie hätt ich ja schon Lust auf nen Kleinen. Außerdem wäre das der Umwelt zu Liebe schon sinnvoll. Allerdings schrecken mich Aufwand/Nutzen plus evtl. Investition ab.

Vielleicht kriegt ihr mich ja überredet? ;-)

Um die monatlichen Kosten zu ermitteln, müßtest Du die Aufwendungen für das Fahrzeug abzgl. eines fiktiven Restwerts auf seine (voraussichtliche) Nutzungsdauer umlegen, selbst ein Clio ist nach x Jahren noch etwas wert. :D Es ist ja nicht so, dass Du den Wagen in den ersten 6,5 Jahren durchrockst und anschließend mit einem "Null-Wert" untewegs bist.

Streng genommen ist der monatliche Aufwand (bzw. Abnutzung) degressiv anzusetzen, d.h. am Anfang ist der Betrag höher, da das Fahrzeug überproportional viel an Wert verliert, mit der Zeit wird diese Kurve flacher und der Wertverlust ist nur noch geringfügig.

Da das aber viel zu umständlich wäre, würde ich einfach eine lineare Wertminderung über die Nutzungsdauer ermitteln:

Bsp:

Anschaffung: 8000 - 2500 Anzahlung/Verrechnung = 5500 EUR

Vorauss. Nutzungsdauer: 10 Jahre/120 Monate

Vorauss. Restwert: 500 EUR

monatl. "Belastung": (5500 EUR - 500 EUR) / 120 Monate = ~41,67 EUR

vorauss. monatliche Einsparung Betriebskosten: ~72 EUR

vorauss. monatliche Einsparung Gesamt: 72 EUR - 41,67 EUR ~ 30 EUR

Nicht berücksichtigt ist die Tatsache, dass Du 5500 EUR investieren müßtest, um den Wagen kaufen zu können, natürlich könntest Du auch mit Finanzierungsmodellen die Anschaffungskosten bspw. auf 48 Monatsraten verteilen.

Themenstarteram 3. August 2010 um 12:21

Danke erst mal für Deine Mühe.

Deine Beispielrechnug würde ich wie folgt ändern: bei einem Preis von 8000 Euro wäre der Clio BJ 2005, d.h. bereits 5 Jahre alt. Ich würde ihn dann noch 7 Jahre fahren.

Anschaffung: 8000 - 2500 Anzahlung/Verrechnung = 5500 EUR

Vorauss. Nutzungsdauer: 7 Jahre/ 84 Monate

Vorauss. Restwert: 700 EUR

monatl. "Belastung": (5500 EUR - 700 EUR) / 84 Monate = ~57 EUR

vorauss. monatliche Einsparung Betriebskosten: ~72 EUR

vorauss. monatliche Einsparung Gesamt: 72 EUR - 57 EUR ~ 15 EUR

 

Lohnt sich nicht so richtig, zumindest auf dem Papier :rolleyes:

Finanziell lohnt es sich nicht, wenn der Volvo so gut in Schuß ist, dass mittelfristig keine unerwartet kostspieligen Reparaturen zu befürchten sind. Die Ideallösung wäre natürlich ein 1:1-Tausch gegen einen Kleinwagen, der (mindestens) in einem vergleichbar guten Zustand ist, aber minimales Risiko für minimales Geld gibt's wohl nur in der Werbung…

Themenstarteram 3. August 2010 um 12:50

Wie wahr, wie wahr :-)

Meine Frau (sie hat einen Golf 6 als Firmenwagen mit priv. Nutzung, daher könnte der V40 weg) ist auch gegen einen Tausch. Ich hätte allerdings Lust auf so eine kleine Rennsemmel :-)

Na ich werde noch mal drüber nachdenken, ihr habt auf jeden Fall geholfen, vielen Dank & schönen Tag noch!

Hallo zusammen:),

feines Thema.

Gibt es eventuell eine Exceltabelle, mit der man so etwas berechnen kann?

Anschließend noch grafisch auswerten.

Am besten wäre noch, wenn man 2 Fahrzeuge vergleichen könnte.

Oben gibt man die Daten ein und weiter unten erscheint das Ergebnis.

Alternativ wäre so ein "Vergleichsprogramm" nicht schlecht.

Gruß Hope0815:)

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

wenn du so rechnest, hast du natürlich recht.

ich jedoch rechne anschaffungskosten generell nicht mit ein.

die sind eine einmalinvestition, welche ich mir vorher angespart habe und nun bereit bin, auszugeben.

nur auf den reinen monat gesehen, sparst du vom ersten tag an mit dem neuen wagen.

kann man sich aber nun streiten, welche berechnungsmethode die bessere ist.

Wenn man über die Kosten spricht, die ein Fahrzeug verursacht, darf der Kaufpreis nicht unterschlagen werden. Wenn man den Kaufpreis einfach mal so unter den Tisch fallen läßt, kann man das Thema auch gleich ad acta legen. Entweder man betrachtet alle anfallenden Kosten oder man läßt es bleiben.

Ich fahre übrigens knapp 25.000 km im Jahr. Das bedeutet, dass ein von mir genutztes Fahrzeug nach durchschnittlich 8 Jahren gut und gerne 200.000 km auf dem Tacho stehen hat. Bei einem klassischen Kleinwagen à la Polo, Corsa, 207, Clio und Konsorten sind das ungefähr 1500€ - 2000€ Kaufpreis pro Jahr, je nachdem wieviel Ausstattung man wählt.

Letztlich bedeutet dies, dass man, oder besser ich, pro Jahr in etwa oben genannte Summe aufbringen muss. Diese Summe kann man eigentlich nur dann unter den Tisch fallen zu lassen, wenn das Fahrzeug Freizeit ist oder es das letzte Fahrzeug sein wird, was man sich kaufen will.

Meine persönliche Meinung an den Threadersteller:

Fahre deinen vorhandenen Volvo weiter. Ein bezahltes Auto ist rein geldmäßig betrachtet in der Regel deutlich günstiger ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen.

Ich habe einfach mal eine kleine Excel angehangen mit einem Vergleich meines alten 206 gegenüber einem neuem 206+ Diesel mit ähnlichen Kraftstoffkosten. Wenn ich meinen alten 206 weitere 4 Jahre fahre, sollten knapp 7000€ Ersparnis gegenüber dem neuen herauskommen. Dabei habe ich schon großzügige 1500€ Reparaturkosten pro Jahr eingerechnet sowie die Versicherung auf dem Niveau einer Vollkasko belassen.

Solange der alte 206 also halbwegs zuverlässig seine Kilometer abreißen sollte, wird der Wagen gefahren bis mir die Kolben um die Ohren fliegen. Und zusätzlich muss man bedenken, dass auch ein Neuwagen nach ein paar Jahren einiges an Kilometern gelaufen sein wird und dementsprechend ebenfalls anfälliger für Reparaturen wird.

Deshalb nochmals: Fahre den Volvo solange es geht.

Zitat:

Original geschrieben von blacKnight284

Wenn man über die Kosten spricht, die ein Fahrzeug verursacht, darf der Kaufpreis nicht unterschlagen werden. Wenn man den Kaufpreis einfach mal so unter den Tisch fallen läßt, kann man das Thema auch gleich ad acta legen. Entweder man betrachtet alle anfallenden Kosten oder man läßt es bleiben.

klar, das wäre ganz streng finanztechnisch betrachtet auch korrekt.

nur geht es im privaten leben zum glück nicht ganz so streng zu und sollte auch nicht so gehandhabt werden (meine meinung).

manchmal sagt einfach das herz "das will ich haben" um sich selbst einen wunsch zu erfüllen. ;)

ich habe zuhause noch einen uralten röhren-TV...der macht es sicherlich noch 10 jahre....dennoch möchte ich gern einen flachbild-TV haben.

finanztechnisch gesehen totaler unsinn.

ich fahre gern in den urlaub....14 tage "All In" am Strand weit weg, da kosten die 2 wochen so viel, wie man in 4 wochen verdient. somit keinerlei verhältnismäßigkeit gegeben. ;)

dennoch fährt wohl fast jeder von uns (mindestens) einmal im jahr in den urlaub.

daher betrachte ich für mich persönlich die anschaffungskosten nicht mit.

die sind notwendiges kapital, um sich selber wünsche zu erfüllen. das geld wurde extra für diesen zweck angespart und darf nun zur "befriedigung von herzenswünschen frei verwendet werden".

nach obiger rechnung wäre sogar in frage zu stellen, ob sich die anschaffung eines PKWs jemals richtig lohnt, der TE könnte ja auch öffentliche verkersmittel nutzen.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

klar, das wäre ganz streng finanztechnisch betrachtet auch korrekt.

nur geht es im privaten leben zum glück nicht ganz so streng zu und sollte auch nicht so gehandhabt werden (meine meinung).

manchmal sagt einfach das herz "das will ich haben" um sich selbst einen wunsch zu erfüllen. ;)

Okay. Akzeptiert. Trotz alledem ist der Kaufpreis eines Neuwagens der mit Abstand größte Posten in der Kalkulation.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

ich habe zuhause noch einen uralten röhren-TV...der macht es sicherlich noch 10 jahre....dennoch möchte ich gern einen flachbild-TV haben.

finanztechnisch gesehen totaler unsinn.

ich fahre gern in den urlaub....14 tage "All In" am Strand weit weg, da kosten die 2 wochen so viel, wie man in 4 wochen verdient. somit keinerlei verhältnismäßigkeit gegeben. ;)

dennoch fährt wohl fast jeder von uns (mindestens) einmal im jahr in den urlaub.

Auch richtig. Das sind alles Freizeitgestaltungen die sein müssen. Man lebt ja nicht um zu arbeiten, sondern arbeitet um vernünftig leben zu können.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

daher betrachte ich für mich persönlich die anschaffungskosten nicht mit.

die sind notwendiges kapital, um sich selber wünsche zu erfüllen. das geld wurde extra für diesen zweck angespart und darf nun zur "befriedigung von herzenswünschen frei verwendet werden".

Ich sagte ja bereits, wenn dass Auto als Hobby zählt, spielt Geld keine Rolle. Dann muss man aber auch keine Kosten vergleichen. Ich bringe hier einfach mal meine Suzuki als Vergleich an. Das Teil ist ein reines Hobby. Koste es was es wolle. In das Teil ist schon mehr Geld geflossen als mein 206 gekostet hat. Das spielt aber keine Rolle, weil das Teil eben ein Hobby ist.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

nach obiger rechnung wäre sogar in frage zu stellen, ob sich die anschaffung eines PKWs jemals richtig lohnt, der TE könnte ja auch öffentliche verkersmittel nutzen.

Das muss jeder selbst entscheiden. Von Abschaffen halte ich persönlich garnichts. Man sollte sich nur nicht einreden, dass ein neuer Wagen billiger im Unterhalt ist, als ein technisch guter und bezahlter Gebrauchter. Das ist in vielen Fällen nämlich schlicht nicht der Fall. Für einen Bruchteil der Aufwendungen für einen Neuwagen, läßt sich in der Regel ein Gebrauchter locker halten. Das einzige was eine Trennung objektiv begründen würde, wäre etwas Kapitales à la Motorschaden, Getriebschaden oder Unfall etc.

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