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Umfrage Tempolimit--> ja oder nein?
Tempolimit ja oder nein
Hallo,
ich möchte mal dieses Thema mit einer Umfrage verknüpfen....generelles Tempolimit auf Autobahnen ja oder nein??
Da ich als Threadersteller keine Meinung vorgeben will,werde ich meine Position dazu in einem separaten Post schreiben....auf gehts;)
Ich bitte dabei um sachliche Postings zum Topic und keine Streitereien zu diesem durchaus kontrovers diskutierten Thema...
Grüße Andy
MT-Moderation
***Das Thema wurde geschlossen***
hier kann es weitergeführt werden--> Klick
Beste Antwort im Thema
Tempolimit ja oder nein
Hallo,
ich möchte mal dieses Thema mit einer Umfrage verknüpfen....generelles Tempolimit auf Autobahnen ja oder nein??
Da ich als Threadersteller keine Meinung vorgeben will,werde ich meine Position dazu in einem separaten Post schreiben....auf gehts;)
Ich bitte dabei um sachliche Postings zum Topic und keine Streitereien zu diesem durchaus kontrovers diskutierten Thema...
Grüße Andy
MT-Moderation
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127892 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Chief Joseph
Der angebliche Vorteil geringer Geschwindigkeitsunterschiede bei einem Tempolimit wird durch das dann folgende miserable Abstandsverhalten wieder aufgefressen.
Selbst wenn auf einer unlimitierten Autobahn ne hohe Verkehrsdichte ist, die nur Geschwindigkeiten bis zu 90-100 km/h zulässt, wird das von der Mehrheit der Fahrer akzeptiert. Somit ergibt sich ein gleichmäßiger Fluss, wo einigermaßen Abstände eingehalten werden; der einzige Knackpunkt ist der, dass dann viele auf der linken Spur fahren, obwohl auf der rechten genug Platz zum Einscheren ist.
Die gleiche Situation in einer Zone mit Geschwindigkeitslimit:
Vermehrtes ruckartiges Spurwechseln in die ohnehin schon geringen Abstände, sodass teilweise auf der Überholspur fast bis zum Stillstand abgebremst wird, während auf den anderen Spuren der Verkehr läuft. Die Folge sind dann Geschwindigkeitsunterschiede, vor denen immer gewarnt wird. Wer es wagt, langsamer als zulässig zu fahren um z.B. Sicherheitsabstand wiederherzustellen, wird von der Kolonne hinter einem fast von der Straße gedrängt. Es sieht so aus, dass das, was von den Tempolimitbefürwortern kritisiert wird (Rasen, unangepasste aggressive Fahrweise) viel öfter in den Autobahnstrecken passiert, die schon auf 100-130 km/h limitiert sind.
Politiker, die eine solche Regelung fordern, sollten mal zur Hauptverkehrszeit auf diesen Strecken mit Begrenzung fahren, dann werden sie sehen, dass alle ihre Argumente großer Käse sind. Oder sie sollten selbst lernen, mit hohen Geschwindigkeiten umzugehen. Die Gleichung "hohe Geschwindigkeit=hohe Aggressivität" ist falsch. Das Gegenteil ist eher der Fall. Warum soll es verboten werden, sich hohe Geschwindigkeiten anzutrainieren, um so die Gefahreneinschätzung und den eigenen Fahrstil weiter zu optimieren? Mir kann keiner erzählen, dass durch eine willkürliche generelle Geschwindigkeitslimitierung das Gefahrenbewusstsein gesteigert wird.
Geanu so ist es.
Sobald ein Limit so niedrig ist das eine Geschwindiglkeit erreicht die fast alle zu dem Zeitpunkt fahren wollen geht die Drängelei mit allen negativen Begleiterscheinungen schon los.
Und das ist bei Gott keine nur! deutsche Eigenschaft.
Zitat:
Original geschrieben von suedwikinger
Hier gibt es noch eine Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Umweltbundesamtes und Bundesumweltministeriums zum "Umweltbewusstsein in Deutschland 2010". Die repräsentative Umfrage an 2008 Personen wurde im März und April 2010 durchgeführt.
Die Frage 39 lautete:
Wie stehen Sie zu den folgenden Maßnahmen zur Verminderung der Umweltbelastungen durch den Verkehr? Bitte sagen Sie für jede Maßnahme, ob Sie sehr dafür, eher dafür, eher dagegen oder sehr dagegen sind.
Punkt 6:
Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen:
27 % sehr dafür, 31 % eher dafür, 21 % eher dagegen, 21 % sehr dagegen.
Und dabei spielte bei dieser Frage das Thema "Verkehrssicherheit" noch gar keine Rolle...
Ich hoffe, Ihr habt nun ausreichend "Material" für weitere sachliche Diskussionen!
Gute Nacht, südwikinger
Och Menno, nicht wieder die olle Kamelle mit Deinen Umfragen.
1.) hat Dein aTL Kompadre Tim schon darauf verwiesen, dass das gemeine deutsche Volk keine Ahnung hat und daher solche Umfragen eh irrelevant sind, weil von Meinungen und unqualifizierten subjektiven Ahnungen beeinflusst ;)
http://www.motor-talk.de/.../...polimit-ja-oder-nein-t1448573.html?...
2.) (such ich jetzt nicht mehr raus, war auch in den 20er-Seiten glaub ich) hat R129 schon mal drauf hingewiesen, wie viel wohl von einer Umfrage des Umweltbundesamtes zu halten sein wird ;)
Sorry, der alte Hut ist schnell abgehakt. Da brauchen wir nicht mehr die ganze Nacht drüber diskutieren...
Zitat:
Original geschrieben von suedwikinger
Die erfreuliche Entwicklung der Verkehrssicherheit in 2010 wurde hier ja schon erwähnt, aber m.W. noch nicht verlinkt. Hier also der vorläufige Bericht der bast.
Weder in dem Bericht noch hier wurden jedoch die Ursachen diskutiert. Also eine Frage an die Runde: Weshalb nahm die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr in 2010 überdurchschnittlich um ca. 400 (= 10 %) ab?
Grüße, südwikinger
Deine Thesen könnten schon mögliche Erklärungen darstellen, daß wir weniger VErkehrstote haben.
ABER:
a) Hätten wir ab 1.1.2010 ein Limit eingeführt, hätte es prompt geheissen, das war der Beweis für den Erfolg eines aTL!
b) Da wir kein aTL hatten, zeigt dies zunächst einmal, daß andere Maßnahmen, als ein aTL, wie z.B. die flexible Anpassung der Fahrer an die Wetterbedingungen, (deine These 2), trotz aller Ärgernisse über manche übertriebene Langsamfahrer, zu einer verbesserten Sicherheitslage führen.
Zu Deiner Fleißarbeit weiter vorne, möchte ich jetzt gerade nur kurz sagen, daß sie meines Erachtens durch die Vernachlässigung wichtiger negativer Konsequenzen und Fehlinterpretationen, wie z.B. deiner Interpretation der von mir infolge der Verkehrsdichte entstehender fehlerhafter Spurwechsel oder zu geringer Sicherheitsabstände u.ä., als aggressiv auffällt.
Fahr doch mal die A 2 - Hannover - Magdeburg oder die A 61 zu entsprechenden Zeiten, es herrscht dort längst ein Limit und es herrscht zu entsprechenden Zeiten trotzdem das Chaos.
Und das kann wirklich jeder unschwer, auch ohne die sehr, sehr fragwürdige Brandenburgstudie unter dem Arm, nachvollziehen, was bei einer entsprechenden Verkehrsdichte geschieht!
Und auch deine Interpretation von Schreckenbergs Stau aus dem Nichts-Modell, mir übrigens als Problem bereits während des Studiums allerdings nicht unter dem Namen des Herrn Schreckenberg längst schon bekannt, als Herr Schreckenberg noch nicht bekannt war, ist so, wie von Dir formuliert, falsch. Es ist ein systemisches, Beziehungsproblem, das auf unzureichenden Sicherheitsabständen beim Hintermann UND Geschwindigkeitsveränderungen beim Vordermann basiert.
Deine Betrachtungsweisen tragen leider dem Verkehrsgeschehen als ein komplexes, sich gegenseitig beeinflussendes, reflexives System nicht ausreichend Rechnung! Auch wenn es sich richtig nett liest. :)
Gruß Wolf
Zitat:
Original geschrieben von Chief Joseph
Der angebliche Vorteil geringer Geschwindigkeitsunterschiede bei einem Tempolimit wird durch das dann folgende miserable Abstandsverhalten wieder aufgefressen.
Selbst wenn auf einer unlimitierten Autobahn ne hohe Verkehrsdichte ist, die nur Geschwindigkeiten bis zu 90-100 km/h zulässt, wird das von der Mehrheit der Fahrer akzeptiert. Somit ergibt sich ein gleichmäßiger Fluss, wo einigermaßen Abstände eingehalten werden; der einzige Knackpunkt ist der, dass dann viele auf der linken Spur fahren, obwohl auf der rechten genug Platz zum Einscheren ist.
Die gleiche Situation in einer Zone mit Geschwindigkeitslimit:
Vermehrtes ruckartiges Spurwechseln in die ohnehin schon geringen Abstände, sodass teilweise auf der Überholspur fast bis zum Stillstand abgebremst wird, während auf den anderen Spuren der Verkehr läuft. Die Folge sind dann Geschwindigkeitsunterschiede, vor denen immer gewarnt wird. Wer es wagt, langsamer als zulässig zu fahren um z.B. Sicherheitsabstand wiederherzustellen, wird von der Kolonne hinter einem fast von der Straße gedrängt. Es sieht so aus, dass das, was von den Tempolimitbefürwortern kritisiert wird (Rasen, unangepasste aggressive Fahrweise) viel öfter in den Autobahnstrecken passiert, die schon auf 100-130 km/h limitiert sind.
Politiker, die eine solche Regelung fordern, sollten mal zur Hauptverkehrszeit auf diesen Strecken mit Begrenzung fahren, dann werden sie sehen, dass alle ihre Argumente großer Käse sind. Oder sie sollten selbst lernen, mit hohen Geschwindigkeiten umzugehen. Die Gleichung "hohe Geschwindigkeit=hohe Aggressivität" ist falsch. Das Gegenteil ist eher der Fall. Warum soll es verboten werden, sich hohe Geschwindigkeiten anzutrainieren, um so die Gefahreneinschätzung und den eigenen Fahrstil weiter zu optimieren? Mir kann keiner erzählen, dass durch eine willkürliche generelle Geschwindigkeitslimitierung das Gefahrenbewusstsein gesteigert wird.
Sehr plastisch und nachvollziehbar, zumindestens für denjenigen der es will und nicht ideologisch verblendet ist, dargestellt.
Zu deinem Schlusssatz würde ich sogar ergänzend feststellen, daß eine trügerische Sicherheit, die absolut falsch ist, durch eine generelle Limitierung mit fatalen Konsequenzen suggeriert werden würde!
Schade, daß ich Dir nur ein Däumchen zuordnen kann!
wolf
Es wäre vielleicht auch ganz gut, wenn man mit Kampagnen oder ähnliches darauf aufmerksam macht, damit die Leute ein Bewusstsein dafür bekommen, wie bescheuert ihr Fahrverhalten in Limitbereichen mit entsprechender Verkehrsdichte teilweise ist. Ich möchte mich da nicht ausschließen, jedoch achte ich seit längerem darauf, wie ich in so einer Situation fahre und wie ich am besten nicht in solche Pulks aus Fahrzeugen gerate. Durch diesen Thread bin ich nämlich auch auf dieses Gefahrenpotenzial aufmerksam geworden, das man so in der Fahrschule nicht direkt vermittelt bekommt.
Aber durch ein generelles Limit wird ja alles gut und alles fließt schön gleichmäßig und friedlich mit vermindertem CO2-Ausstoß. Mir ist jetzt schon klar, dass einige Leute sich kaum mit dem Autobahnverkehr auseinandersetzen, sonst würden sie nicht solche abstrusen Behauptungen aufstellen.
Zitat:
Original geschrieben von suedwikinger
Hier gibt es noch eine Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Umweltbundesamtes und Bundesumweltministeriums zum "Umweltbewusstsein in Deutschland 2010". Die repräsentative Umfrage an 2008 Personen wurde im März und April 2010 durchgeführt.
Die Frage 39 lautete:
Wie stehen Sie zu den folgenden Maßnahmen zur Verminderung der Umweltbelastungen durch den Verkehr? Bitte sagen Sie für jede Maßnahme, ob Sie sehr dafür, eher dafür, eher dagegen oder sehr dagegen sind.
Punkt 6:
Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen:
27 % sehr dafür, 31 % eher dafür, 21 % eher dagegen, 21 % sehr dagegen.
Und dabei spielte bei dieser Frage das Thema "Verkehrssicherheit" noch gar keine Rolle...
Ich hoffe, Ihr habt nun ausreichend "Material" für weitere sachliche Diskussionen!
Gute Nacht, südwikinger
Ich habe ausreichend Material um alleine aus Auftraggeber und Fragestellung der Frage 39 zum Ergebnis zu kommen, daß genau das Ergebnis herauskam, das Sinus noch einige Folgebefragungem im Auftrag des BUUMs bringen wird.
Die Frage suggeriert durch den Hinweis "Verminderung der Umweltbelastungen" in Verbindung mit der (angeblichen) Lösung ein schlechtes Gewissen und macht es damit schwer gegen ein Limit zu sein! Erstaunlich, daß doch sogar 42 % gegen ein aTL waren.
Interessant ist erneut dein rhetorisches Geschick, das sich deinem Zitat "... dabei spielte ... Verkehrssicherheit keine Rolle" zeigt. Du wirfst ne Nebelgranate und lenkst, wie schon in deiner Fleißarbeit praktiziert, von den Schwächen und impliziten, manipulativen Annahmen ab.
Bei dir habe ich immer wieder den Eindruck, daß es wichtiger ist, auf das zu achten, was du nicht sagst, als auf das, was du sagst!
Schade, daß dein Rhetorikstil zwar ansatzweise sachlich wirkt, aber die Sache aber dann doch mehr vernebelt, als erhellt wird.
Nach wie vor fällt es mir sehr schwer, deinen Behauptungen größerer Sicherheit durch ein aTl zu folgen!
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Man kann auch mit dem Flugzeug abstürzen, mit einem Schiff untergehen, im Zug sterben, beim Fensterputzen abstürzen, an einem verschluckten Fischbrötchen sterben.....
Ich wollte damit nur sagen, dass es bei einem Limit Leute geben wird, die dieses genau so überschreiten, wie es Leute in einer 120er Zone jetzt schon tun.
Ulli hat behauptet, es gäbe keine Unfälle mehr mit über 120 Km/h, wenn es in Limit gäbe. Die gibt es aber doch, denn jetzt werden auch 120er Limits überschritten.
Du stellst mich so hin als wär ich ein Limitianer, und Lude hat das bestimmt auch gedacht.
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Wer Visonen hat sollte mal dringend zum Arzt gehen :D
Helmut Schmidt!
Zitat:
Original geschrieben von dodo32
Zitat:
Original geschrieben von Diedicke1300
Ja. :)
Gibt halt auch Leute aus der Praxis die hier schreiben und nicht nur welche, die einmal im Jahr zur Urlaubszeit auf der Bahn sind.
Das Fachwort dafür lautet Limitianer! :D
Es ist viel darübergeschrieben worden, dass Vollbremsungen auf der Autobahn praktisch nicht vorkommen. Ich beglückwünsche jeden, der noch nicht in diese Lage kam. Ich hatte schon mal das "Vergnügen": Aus 170 auf LKW-Tempo mit satten Radierungen (E-Kadett noch ohne ABS)! Ich hab's gerade so geschafft. War garnicht lustig. Da hat wohl einer von Peppers Kollegen meinen Kombi stark unterschätzt!
K.
Zitat:
Original geschrieben von Wraithrider
Also meine Wohlfühlgeschwindigkeit im Dunkeln auf der BAB mit Abblendlicht ist 160, mit Fernlicht oder Rückleuchten vor mir 200 - aber meine Funzel am Motorrad ist sicher nicht das Maß der Dinge in Sachen Licht.
Angst hatte ich bisher in zwo Situationen ganz leichte: Nacht, Landstraße, Tierkadaver. Verschätzte Kurvengeschwindigkeit, bloß dass ich mir so viel Toleranz lasse, dass es objektiv betrachtet egal war. Das war dann aber auf der Wolf-Skala eher im Bereich 3. Wer Angst braucht um sich einzubremsen, der macht iwas falsch. Mit Angst ist man eine potentielle Gefahr für alle in der Nähe.
Verzögerung: Ich rechne immer mit 9m/s^2 weil ich Motorrad fahre. Man muss schon voll rein halten, klar, aber das ist im Ernstfall ja nicht wirklich schwer, da gibt's eher die Gefahr des Überbremsens bei Fahrzeugen ohne ABS.
Wer nicht von selbst drauf kommt, dass die Sache bei Kälte und Nässe anders aussieht ist einfach nur sau dumm. Bei -3 Grad heute von Dresden nach Leipzig, wonach mich meine Schwester fragte warum ich Eis auf den Klamotten hab, bin ich mit dem Motorrad halt maximal 130 gefahren, nicht 200, wie blöde muss man sein, dass einem das explizit gesagt werden muss?
So, jetzt hab ich zwar nur iwas 100.000km...150.000km auf den Reifen, aber nicht nur dass ne Bremsung auf 0 noch nie nötig war, nein, es war noch nicht mal überhaupt je ne Vollbremsung nötig in über 9 Jahren. (Zugegeben, die ersten 2 nur mit bis 107km/h, dann 2 Jahre mit 210km/h, aber danach immer zwischen 240 und 300 - gut, nach Tacho, bla.)
9m/s2 ist natürlich wieder ein sehr stolzer Wert. Aber selbst darum ging es nie. Es geht um die Panik die man in den Ohren hat wenn man gezwungen ist bei 200km/h mal voll in die Bremsen zu hämmern. Da muss man nämlich einen gewaltigen inneren Schweinehung überwinden und schon ist es aus mit 0,7s Reaktionszeit und die Ölsäule wird nur zögerlich beschleunigt.
Ich hatte mal eine 750er Benelli. Die war es auch wert getreten zu werden. Aber ich muss zugeben, eine Notbremsung war nie von Nöten. Hätte ich auch sicher nicht hinbekommen, vorallem nicht um die 8m/s2, egal wie warm und griffig der Asphalt und die Reifen waren. Bei -3°C wirst du erst recht keine 9m/s2 hinbekommen. Da konnte ich üben wie ich wollte. Da packte einen die Angst. Wer bei 100km/h mal einen Frontwheeli gemacht hat weiss was das heisst.
Klingt doch vernünftig was du schreibst. Wenn ich hier aber lese, "bin heute mal kurz von... nach.... gefahren und immer über die 200km/h. Die Strasse war trocken. Wohlgemerkt, Temperaturen um die 0°C und niedriger und der Schnee war gerade mal weggeräumt, dann schüttelt man schon den Kopf." Und die ganze Rumfahrerrei bringt nichts, wenn du nicht einmal im Leben wenigstens ein Notbremsung bei den gefahrenen Geschwindigkeiten geübt hast. Und die Notwenidigkeit beschreibt ja jeder hier. "Spontan ausscherende Idioten." Hallo, und dann nicht wissen, wie man die Karre zum Stehen bringt? Was tut man denn dann innerhalb 1 sec? Fluchtweg finden, reinhalten und da es meistens eine Sackgasse ist auf Stehen einstellen und das so schnell wie möglich. Alleine die Kette zu denken schafft keiner der viel Erfahrung hat sondern nur einer dem das ins Blut übergegangen ist. Und da die Möglichkeit dies zu üben einfach nicht allen gegeben ist, bin ich für ein Tempolimit. Auch wenn die Situation selten ist. Sie ist vorhanden. Und das Risiko tragen alle Verkehrsteilnehmer, nicht nur die Schnellfahrer, die deuen einem dieses Risiko über. So ist meine Aussage.
Und mit den Rückleuchten, naja, ich verlasse mich nie auf andere.
Zitat:
Original geschrieben von AXR 763
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Man kann auch mit dem Flugzeug abstürzen, mit einem Schiff untergehen, im Zug sterben, beim Fensterputzen abstürzen, an einem verschluckten Fischbrötchen sterben.....
Ich wollte damit nur sagen, dass es bei einem Limit Leute geben wird, die dieses genau so überschreiten, wie es Leute in einer 120er Zone jetzt schon tun.
Ulli hat behauptet, es gäbe keine Unfälle mehr mit über 120 Km/h, wenn es in Limit gäbe. Die gibt es aber doch, denn jetzt werden auch 120er Limits überschritten.
Du stellst mich so hin als wär ich ein Limitianer, und Lude hat das bestimmt auch gedacht.
Darum schreib ich ja 130km/h als Limit. Dann werden die Leute bei 160km/h an ihr Portemonnaie denken und nicht schneller fahren. Hier im Dorf steht auch 30km/h. Warum? Weil wir endlich wollen, dass nicht über 50 gefahren wird. Und es klappt.
Zitat:
Original geschrieben von Tim61
Darum schreib ich ja 130km/h als Limit. Dann werden die Leute bei 160km/h an ihr Portemonnaie denken und nicht schneller fahren. Hier im Dorf steht auch 30km/h. Warum? Weil wir endlich wollen, dass nicht über 50 gefahren wird. Und es klappt.
Sorry, aber diese Aussage ist absolut falsch.
Ein Limit (egal ob lokal oder auch aTL) darf nur so gesetzt werden, dass es die tatsächlich zu fahrende Geschwindigkeit vorgibt. Ist eine Kurve mit 70 sicher zu befahren, hat dort ein 70-Schild zu stehen und kein 50-Schild, damit die "20 mehr geht immer"-Fraktion auch sicher fahren kann.
Wenn Du also ein 130-Limit befürwortest, hast Du auch gefälligst 130 (bei erlaubten 130) zu fahren, und nicht 160.
Das ist nämlich meiner Meinung nach die Schlimmste aller Doppelzüngigkeiten: etwas fordern, damit man selbst ein wenig mehr als diese Forderung fahren kann... - andere aber langsamer fahren werden, weil diese sich an das Limit halten.
Meiner liberalen Ansicht nach sollte es ohnehin nur dort, wo es tatsächlich notwendig ist, ein Limit geben, dieses sollte angemessen sein und auch kontrolliert werden (und zwar ohne Geldmachereigedanken oder gar nur dort, wo es Geld bringt). Denn ein Limit, welches sinnvoll ist, sollte auch eingehalten werden - und der Staat sollte keine Ausgabe scheuen, um dieses auch zu kontrollieren.
@Klaus
Der Witz daran ist: Wenn ich mit 170 auf 2 LKW zu fahre deren Sicherheitsabstand sehr gering ist (und kein LKW Fahrer schert in 40m Entfernung zum Überholen aus), dann muss ich dank Motorbremse mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht bremsen wenn er ausschert.
Natürlich hab ich auch schon Vollbremsungen geübt (und hab mich dafür von ner Freundin anmaulen lassen), aber die (bewusst) selbst herbeigeführten zähle ich einfach nicht.
Hier wird zwar gelegentlich propagiert, es wäre angemessen vom rechts Fahrenden zu erwarten, auch rechts zu bleiben, aber genau diese Einstellung macht halt den Unterschied zwischen Motorbremse und panischer Notbremse (die dann im Endeffekt meist auch bloß nicht nötig gewesen wäre).
Es ist ja nicht so, als wäre vor mir noch nie ein LKW raus gezogen. Und es ist auch schon vorgekommen, dass ich bremsen musste, zugegeben, aber von ner Vollbremsung war das weit entfernt. Schlimmsten Falls schüttele ich dann halt den Kopf über die Unvernunft/Unumsichtigkeit und erzähle daheim am Abendbrottisch davon, wenn jeder in der Familie von seinem Tag berichtet. Aber ich konstruiere halt keine lebensgefährdenden Vollbremsungen aus solchen Alltagsgeschichten. (Dabei schmücke ich im Allgemeinen meine Storys ganz gern mal blumig aus.)
Einigen Leuten geht da einfach der Blick für die Verhältnismäßigkeit verloren.
P.S.: Ich war im konkreten Fall natürlich nicht dabei und es kann immer noch die ganz große Ausnahme gewesen sein, aber es widerspricht jeglicher Vernunft, dieses anzunehmen.
@Tim
9m/s^2 sind der Wert, der nun mal bei gutem Wetter und guter Straße raus kommt, wenn ich das Vorderrad ins ABS tauche. Wackelt's halt ein bissschen, muss ich auch nicht unbedingt haben, schon richtig. Ist bei hohen Geschwindigkeiten zumindest auf'm Motorrad sogar noch angenehmer als bei niedrigen. Und ja, ohne ABS hätte ich da wohl auch meine Probleme, zugegeben.
Und wieder richtig, dass die 9m/s^2 bei -3 Grad nicht mehr klappen... was soll ich sagen, mit jemandem der nen Führerschein hat und der so dumm ist das nicht von selbst zu wissen, brauch ich eigentlich nur reden um ihn zu belehren. Also wozu sagst du's ausdrücklich?
Die 200 um den Gefrierpunkt sind grenzwertig, jo, aber ich war mal wieder nicht dabei. Wenn die Straße wirklich trocken ist, dann ist's eigentlich egal, wann geräumt wurde, man sollte halt mal wieder an jeder Art von Geländeeinschnitten aufpassen und sich bewusst machen, dass der Bremsweg länger ist. Ich würd's nicht machen, auf 2 Rädern ist man da etwas zurückhaltender, denke ich. ABer ich will auch nicht verurteilen und den ersten Stein werfen, nur weil jemand etwas macht wovon ich Abstand nehme.
@adder
Die übergroße Mehrheit der Schilder auf deutschen Straßen sind aber genau so ausgelegt, dass sie (deutlich) unter der sicher fahrbaren Geschwindigkeit liegen. Daran lässt sich auch nichts ändern, so lange 20 Jahre alte Rostlauben und moderne Sportwagen sich die Straße teilen.
Gefährlich wird's dann, wenn die Schilder nicht mehr ihrer Aufgabe dienen (dem VT HELFEN) und nicht einheitlich sind, sondern wirklich mal eins die eben noch vernünftige Geschwindigkeit anzeigt statt 20...100km/h weniger.
Drum finde ich's auch immer besser, wenn jemand seine Geschwindigkeit selbst wählt und erst nachträglich der Kontrollblick zum Tacho wandert.
Zitat:
Original geschrieben von adder33
Zitat:
Original geschrieben von Tim61
Darum schreib ich ja 130km/h als Limit. Dann werden die Leute bei 160km/h an ihr Portemonnaie denken und nicht schneller fahren. Hier im Dorf steht auch 30km/h. Warum? Weil wir endlich wollen, dass nicht über 50 gefahren wird. Und es klappt.
Sorry, aber diese Aussage ist absolut falsch.
Ein Limit (egal ob lokal oder auch aTL) darf nur so gesetzt werden, dass es die tatsächlich zu fahrende Geschwindigkeit vorgibt. Ist eine Kurve mit 70 sicher zu befahren, hat dort ein 70-Schild zu stehen und kein 50-Schild, damit die "20 mehr geht immer"-Fraktion auch sicher fahren kann.
Wenn Du also ein 130-Limit befürwortest, hast Du auch gefälligst 130 (bei erlaubten 130) zu fahren, und nicht 160.
Das ist nämlich meiner Meinung nach die Schlimmste aller Doppelzüngigkeiten: etwas fordern, damit man selbst ein wenig mehr als diese Forderung fahren kann... - andere aber langsamer fahren werden, weil diese sich an das Limit halten.
Meiner liberalen Ansicht nach sollte es ohnehin nur dort, wo es tatsächlich notwendig ist, ein Limit geben, dieses sollte angemessen sein und auch kontrolliert werden (und zwar ohne Geldmachereigedanken oder gar nur dort, wo es Geld bringt). Denn ein Limit, welches sinnvoll ist, sollte auch eingehalten werden - und der Staat sollte keine Ausgabe scheuen, um dieses auch zu kontrollieren.
Tja, dann weisst du nicht wie die Tempolimits teilweise zustande kommen. Liegt alleine schon an den Fahrzeugen. Vergleich mal die Kurvenstabilität eines 7er BMWs und eines Marbellas. Oder die Erfahrung des Fahrers. Wo der eine mit 100km/h durchrauschen kann kann es der andere gerade mal mit 50km/h. Also steht da 50km/h Limit. Ansonsten wäre es wirklich lustig anzuschauen, wenn auf dem Schildern verschiedene Zahlen drauf ständen mit daneben die Einteilung in Fahrzeugklassen.
Tja, so die Realität.