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Umfrage Tempolimit--> ja oder nein?
Tempolimit ja oder nein
Hallo,
ich möchte mal dieses Thema mit einer Umfrage verknüpfen....generelles Tempolimit auf Autobahnen ja oder nein??
Da ich als Threadersteller keine Meinung vorgeben will,werde ich meine Position dazu in einem separaten Post schreiben....auf gehts;)
Ich bitte dabei um sachliche Postings zum Topic und keine Streitereien zu diesem durchaus kontrovers diskutierten Thema...
Grüße Andy
MT-Moderation
***Das Thema wurde geschlossen***
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Beste Antwort im Thema
Tempolimit ja oder nein
Hallo,
ich möchte mal dieses Thema mit einer Umfrage verknüpfen....generelles Tempolimit auf Autobahnen ja oder nein??
Da ich als Threadersteller keine Meinung vorgeben will,werde ich meine Position dazu in einem separaten Post schreiben....auf gehts;)
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Grüße Andy
MT-Moderation
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127892 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Letztlich ist es jedem selbst überlassen, sein Wohlfühltempo zu wählen. Denn wer sich am Steuer wohlfühlt (und damit meine ich jetzt nicht abschaltet), kann sich mehr auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und baut weniger Unfälle.
Warum dann nicht auch auf Landstrassen? Auch hier wird es ein "Wohlfühltempo" geben?
lg Werner
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von turbocivic
na dann beweise doch mal, dass auf den gut ausgebauten strecken niemand einpennt und es nicht zu wesentlich mehr toten aufgrund nicht angepasster geschwindigkeiten (nur andersrum) kommt.
Also, wenn das Montonie-Problem so bedeutend ist, was schlägst du an Maßnahmen im LKW-Bereich dann vor?
lkw sind was anderes als pkw und werden hauptsächlich von berufskraftfahrern gefahren. der fahrtenschreiber verhindert überzogene lenkzeiten. --> man fährt in jedem fall nicht mehr als xx stunden und hat danach eine pause von 8 stunden zu machen. ich persönlich wäre rein intuitiv für ein tempolimit von 100km/h für lkw, darum geht es hier aber nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Also, wenn wir schon von sowas relativ sinnfreiem wie einer "Bringschuld" sprechen wollen, dann sehe ich da durchaus die TL-Gegner in der Vorleistung.
lg Werner
das, worum es geht ist die vorleistung, die nun erfüllt sein dürfte.
dass der gen.tempolimitgegner sich auf euch seit nunmehr 11xx seiten einlässt und euch immer wieder aufzeigt, dass eure gedankengänge weder hand noch fuss haben geschieht nicht aus dem grund, dass es nicht gibt, was GEGEN ein generelles tempolimit auf deutschen autobahnen gibt.
p.s.: warum fragst du, was ich vorschlage? alles ist gut, die deutschen verletzten/opferzahlen auf den autobahnen sind mehr als ok, es besteht kein handlungsbedarf, warum sollte ich was vorschlagen wollen?
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Hallo,
und was machen wir mit den vielen Fahrern, die sich freiwillig (oder aus Kostengründen) dieser Montoniefalle aussetzen?
Jetzt ist es schon eine "Falle"? :D
Das Monotonieproblem ist sicher nicht zu unterschätzen, aber aus einer in der Unfallstatistik messbaren Größe abzuleiten, dass jeder, der extrem spritsparend oder defensiv fährt, automatisch einpennt, ist doch auch etwas übertrieben.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Noch was: von TL-Gegner hört man immer wiedermal im weitesten Sinn einen "survival of the fittest"- Ansatz; also zb. jeder der Probleme hat, hat keine Berechtigung auf der Strasse zu sein.
Nix "survival of the fittest", wir sind nur der Meinung, dass wir die Anforderungen nicht beliebig weit senken können, nur weil es als gute Sache erscheint, einer maximalen Anzahl von Bundesbürgern die individuelle Mobilität zu ermöglichen. Es ist ja auch bildungspolitisch erstrebenswert, möglichst viele Abiturienten zu haben, trotzdem käme niemand auf die Idee, jeden Sonderschüler durchs Gymnasium zu schleifen.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Ist das nicht ein Problem, wenn einzelne Leute ein Monotonieproblem haben? Der Grossteil fährt ja bedeutend langsamer in der Realität und die kommen irgendwie mit dieser Problematik klar.
Es ist ein Problem, wenn sich die Leute dessen nicht bewusst sind und entsprechend Gegenmaßnahmen ergreifen. Man kann das auch nicht einfach über einen Kamm scheren, Fakt ist, dass Problem ist prinzipiell vorhanden, es ist messbar und ein generelles Tempolimit wäre meiner Meinung nach in diesem Punkt kontraproduktiv. Das heißt noch lange nicht, dass wir im Umkehrschluss mit allen Mitteln versuchen müssen, das Autofahren aufregender und fordernder zu machen, um ein Herunterfahren der Aufmerksamkeit gänzlich zu vermeiden.
Ich kann nicht sagen, was wir machen können, um die Aufmerksamkeit bei Autofahrern zu steigern (außer vielleicht daraus resultierende Unfälle der wirklichen Ursache zuzurechnen und durch Bußgelder und Medienkampagnen entsprechende Signale auszusenden), ich weiß nur, dass die Aufmerksamkeit garantiert nicht gesteigert wird, wenn wir ein Tempolimit einführen und sich viele in falscher Sicherheit wiegen. Es ist immer noch ein Schnellstraße, daran ändert auch kein Tempolimit etwas. Selbst wenn es kaum noch Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Fahrzeugen gibt, so gibt es immer noch eine zwischen Fahrzeugen und Leitplanke/Stauende/Waldstück.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Wenn ich etwas betreibe (zb. ein Fahrzeug über 130km/h) von dem durch die hohe Geschwindigkeit eine grössere Gefahr ausgehen könnte, dann wäre es an mir zu beweisen, dass ich durch ein Fahren über der Richtgeschwindigkeit nicht mehr Menschen gefährde.
Man fahre unfallfrei und nach den Regeln des §1 StVO. Beweis erbracht.
Wollte man deinen Gedankengang ernsthaft aufgreifen, dann sollten also auch Fahrer schwerer LKW den Beweis erbringen, dass sie nicht mehr Menschen durch ihre Fahrt mit dem LKW gefährden? Denn auch schwere Fahrzeuge werden in D mit einer erhöhten Betriebsgefahr belegt. Auch wenn sie "langsam" sind.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Also, wenn das Montonie-Problem so bedeutend ist, was schlägst du an Maßnahmen im LKW-Bereich dann vor?
Ab auf die rollende Landstraße (Schiene). Hierzu müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um den Schienenverkehr hierfür zu optimieren.
Bis dahin: Einbau von Fahrassistenzsystemen (ggf. durch günstigere Versicherungstarife "prämiert") und verstärkte Kontrollen zur Lenkzeitüberwachung.
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Also selbst der überzeugteste TL-Gegner wird davon ausgehen, dass sich durch ein TL in Summe zumindest ein paar Unfälle vermeiden lassen. Inwieweit dann eine Bringschuld von Seiten der TL-Befürworter bestehen soll, ist schon eigenartig. Eigentlich sollten doch diejenigen, die die "freie Fahrt" wollen beweisen, dass sie durch dieses Verhalten nicht Menschenleben gefährden.
ich würde sagen, ihr solltet als TL-Befürworter erstmal beweisen, dass es ÜBERHAUPT eine NENNENSWERTE anzahl unfälle gibt, die sich oberhalb der richtgeschwindigkeit abspielen. selbst dieser VÖLLIG einfache beweis (-> unfallstatistik), wurde BIS HEUTE (!) noch nicht erbracht.
ihr hättet gern, dass ein TL eingeführt wird, wenn dadurch unfälle durch geschwindigkeiten oberhalb der richtgeschwindigkeit vermieden werden. schön und gut. ihr habt aber bis heute WEDER bewiesen, dass es diese unfälle ÜBERHAUPT IN NENNENSWERTER ZAHL (!) gibt - bzw diese zahl eine solch große gesetzesänderungen nötig machen! noch habt ihr bewiesen, dass sich die anzahl dieser unfälle (so ihr sie mal eines tages habt?!) durch ein TL senken lassen könnte. ihr habt also folgendes in der hand:
genau: NICHTS!
und das sollte man sich als TL-Befürworter, der nunmal als jemand der eine Gesetzesänderung bewirbt und daher der Bringeschuld unterliegt, bewusst sein! alles andere ist doch einfach nur verzerrung der wirklichkeit.
aber das ein herr ebitda z.b. tolles reden hat, weil es ihn eh nicht betrifft, setzt dem ganzen dann ja endgültig die krone auf. das ist einfach nur noch lächerlich und comedy. ebitda, geh lieber vor die tür und sorg dafür, dass eure unfallzahlen besser sind als uns zu erzählen was wir tun wollen!
"Den Splitter im Auge des Anderen sehen, nicht aber den Balken im Eigenen"
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von turbocivic
na dann beweise doch mal, dass auf den gut ausgebauten strecken niemand einpennt und es nicht zu wesentlich mehr toten aufgrund nicht angepasster geschwindigkeiten (nur andersrum) kommt.
Also, wenn das Montonie-Problem so bedeutend ist, was schlägst du an Maßnahmen im LKW-Bereich dann vor?
lg Werner
Tja, lieber Werner,
hast Du schon mal LKW gefahren? Also irgendso nen Truck wesentlich über 7,5 tonnen? Wenn ja, dann verstehe ich Deine Frage nicht, wenn nein, dann kann Dir jeder Trucker erzählen, daß die Dinger zwar (wenn nicht ein alter Ostblock-Hobel) Keiper-Recaro bestuhlt, klimatisiert und servotisiert sind und bestens für das körperliche Wohlbefinden gesorgt ist.
Du brauchst auch keine Waden und Muskeln a la Anton aus Tirol zum fahren dieser Teile. Wenn Du aber glaubst, daß mit 80 km/h Monotonie oder Stress durch Unterforderung, wie es korrekter zu benennen wäre, entsteht, dann kann ich dir konkrete Empirie und wenn Du dazu nicht kommst, entweder ne Trucker Befragung empfehlen oder etwas Empathie empfehlen. Und damit Du Dir es etwa einfacher machen kannst, gebe ich Dir eine kleine Vorstellungsübung:
Zeit- und Kostendruck, fährste zu schnell, weicht dein Spritverbrauch dummerweise nach oben bemerkenswerte Spitzen auf und Dein Chef ist sauer, weil Du zu teuer fährst. Fährste zu spritsparend, bist Du endweder lebensgefährlich dicht hinter deinem vor dir fahrendem Windschattentruck her gefahren oder bekommst die Krise, weil die Firma, die du belieferst, genau 5 Minuten früher dicht gemacht hat und du bis morgens warten musst, bis dir die Fracht abgenommen wird und Dein Chef sauer ist, daß du "so blöd warst, nicht pünktlich zu sein!"
Des weiteren, wenn Du dann Sprit sparen willst und doch halbwegs im Zeitlimit fahren willst, fährst Du einfach, wie so viele, permanent, im Hyperstressbereich 5 oder 10 Meter hinter deinem Vordermann her.
Musst also, anstatt Dir eine lockere, entspannte, breite Aufmerksamkeit zu leisten und nur von Fall zu Fall auf fokussierende Aufmerksamkeit um zu schalten, dich eigentlich permant im Hyperstressbereich halten, so daß Du jederzeit ne Notbremsung hinlegen kannst. Denn im Gegensatz zu nem PKW, durch dessen Heck- und Frontscheiben idR. von mehrere Vorderleute geschaut werden kann, sieht der Trucker nur die Rückseite seines Vordermannes vor sich. Von Monotie kann hier keine Rede sein.
Der Trucker vor 30 Jahren brauchte Bizeps, der Trucker von heute ist cognitiv unter Dauerstress! Bekommt entweder Magengeschwüre oder Depressionen.
Dann kommen noch die alltäglichen Arbeitsplatzbedrohungen durch Billigfahrer aus dem Osten oder der Stress, daß die festgeklemmte Tachofahrtenschreiberscheibe bei ner Kontrolle auffliegt usw. oder Flensburg droht.
Du fixierst Dich bei dem Thema "Stress durch Unterforderung" zu banal auf die reine Geschwindigkeit ohne die weiteren Umstände zu bedenken. Kannst Du Dir wirklich nicht vorstellen, daß die Realität eines Truckers mit der eines einfachen PKW-Fahrers rein gar nichts zu tun hat?
Ein Trucker baut im übrigen, wesentlich häufiger Unfälle nicht im Stress mit seinem BigJoe, sondern wenn er sich dann erleichtert in seinen privaten PKW setzt, wo all der bisherige Fahrstress von ihm fällt. Genau dann wird es für ihn und alle anderen gefährlich!
Mich nerven langsam aber sicher, die bei vielen Tempolimitierern praktizierte, mangelnde Bereitschaft sich wirklich mal in die Situation anderer zu versetzen. Nicht das Problem größer 130 zu fahren ist das Problem, sondern die Verkehrsdichte und die geringe Bereitschaft sich nach der StVo dem Rechtsfahrgebot und nach § 1 und § 5 StVo zu richten, vieler Fahrer. Ist Dir oder Euch eigentlich schon mal aufgefallen, daß unter der Woche, wenn vorwiegend Berufsfahrer mit dem Zeit-ist-Geld-Fahrstil unterwegs sind, hohe Geschwindigkeiten überhaupt kein Problem sind und kaum tummeln sich die Langsamfahrer, verlangen diese, daß sich alle nach Ihnen richten, statt endlich mal was dazu zu lernen!
Es gibt kein Problem zu schnell! Es gibt nur das Problem, mangelnder Bereitschaft das Hirn einzuschalten!
Wolf24
Zitat:
Original geschrieben von Bucklew2
...
und das sollte man sich als TL-Befürworter, der nunmal als jemand der eine Gesetzesänderung bewirbt und daher der Bringeschuld unterliegt, bewusst sein! alles andere ist doch einfach nur verzerrung der wirklichkeit.
aber das ein herr ebitda z.b. tolles reden hat, weil es ihn eh nicht betrifft, setzt dem ganzen dann ja endgültig die krone auf. das ist einfach nur noch lächerlich und comedy. ebitda, geh lieber vor die tür und sorg dafür, dass eure unfallzahlen besser sind als uns zu erzählen was wir tun wollen!
"Den Splitter im Auge des Anderen sehen, nicht aber den Balken im Eigenen"
Well spoken Mr Bucklew2,
den solipsistischen Standpunkt zugunsten eines WIR-SIND-ALLE-GEMEINSAM-AUF-DER-STRASSE-UND-WOLLEN-ALLE-HEIL-ANKOMMEN-FAHRSTIL zu ersetzen, scheint nicht die Stärke der TL-Befürworter zu sein! Lieber dem Anderen die eigene Inkompetenz unterstellen!
Schade, schade, schade!
Wolf24
Zitat:
Original geschrieben von wolf24
Zitat:
Original geschrieben von Bucklew2
...
und das sollte man sich als TL-Befürworter, der nunmal als jemand der eine Gesetzesänderung bewirbt und daher der Bringeschuld unterliegt, bewusst sein! alles andere ist doch einfach nur verzerrung der wirklichkeit.
aber das ein herr ebitda z.b. tolles reden hat, weil es ihn eh nicht betrifft, setzt dem ganzen dann ja endgültig die krone auf. das ist einfach nur noch lächerlich und comedy. ebitda, geh lieber vor die tür und sorg dafür, dass eure unfallzahlen besser sind als uns zu erzählen was wir tun wollen!
"Den Splitter im Auge des Anderen sehen, nicht aber den Balken im Eigenen"
Well spoken Mr Bucklew2,
den solipsistischen Standpunkt zugunsten eines WIR-SIND-ALLE-GEMEINSAM-AUF-DER-STRASSE-UND-WOLLEN-ALLE-HEIL-ANKOMMEN-FAHRSTIL zu ersetzen, scheint nicht die Stärke der TL-Befürworter zu sein! Lieber dem Anderen die eigene Inkompetenz unterstellen!
Schade, schade, schade!
Wolf24
Sachlichkeit ist keine staerke der TL befuerworter.
Die punkte sind laengst alle durch und an keinem haben sie land gesehen.
Es sind in aller regel leute mit mangel an erfahrung und gutmenschen.
Realitaet spielt da keine rolle, daher die 1000+ seiten fuer ein thema das fast schon lachhaft ist.
Ein genrelles TL ist ein kompletter unsinn, weil es bedeutet auch dann limits wenn sie nicht sinnvoll sind.
Was uns teurer und langsamer macht, uns also schadet.
Wer will das schon, ausser vielleicht ein paar gutmenschen die die faktenlage verkennen und ein paar mehr leute die ungern ueberholt werden?
willy
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von Stefan Payne
beim Ändern von Regeln muss man aber eigentlich belegen/darlegen können, das die Änderung Sinn macht und die vorteile überwiegen
a) ist die Bringschuld-Diskussion ja von Haus aus nicht wirklich ernst gemeint sein: es geht uns ja ALLEN im Endeffekt darum, den Strassenverkehr so sicher wie möglich zu machen. Also sollten auch TL-Gegner an einer Überprüfung der Frage, ob ein TL Sinn macht interessiert sein. Also kann ich da von Haus aus keine "Bringschuld" erkennen.
Der strassenverkehr ist so sicher wie moeglich.
Wer da was aendern moechte riskiert eine verschlechterung und muss von daher begruenden warum die massnahmen sinnvoll sind. (bringschuld)
Zitat:
und
b) selbst wenn, dann siehe oben. Wenn ich etwas betreibe (zb. ein Fahrzeug über 130km/h) von dem durch die hohe Geschwindigkeit eine grössere Gefahr ausgehen könnte, dann wäre es an mir zu beweisen, dass ich durch ein Fahren über der Richtgeschwindigkeit nicht mehr Menschen gefährde.
lg Werner
Die gefahr ist gegeben prinzipiell, das gilt aber fuer jedes tun und handeln.
Ein vernuenftiger umgang ist wichtig, nicht eine prinzipielle gefahrlosigkeit. *1
willy
*1 das gilt fuer alle bereiche des lebens, jetzt, frueher, und fuer immer.
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Hallo,
und was machen wir mit den vielen Fahrern, die sich freiwillig (oder aus Kostengründen) dieser Montoniefalle aussetzen?
Jetzt ist es schon eine "Falle"? :D
Das Monotonieproblem ist sicher nicht zu unterschätzen, aber aus einer in der Unfallstatistik messbaren Größe abzuleiten, dass jeder, der e
Zitat:
Ich kann nicht sagen, was wir machen können, um die Aufmerksamkeit bei Autofahrern zu steigern (außer vielleicht daraus resultierende Unfälle der wirklichen Ursache zuzurechnen und durch Bußgelder und Medienkampagnen entsprechende Signale auszusenden), ich weiß nur, dass die Aufmerksamkeit garantiert nicht gesteigert wird, wenn wir ein Tempolimit einführen und sich viele in falscher Sicherheit wiegen. Es ist immer noch ein Schnellstraße, daran ändert auch kein Tempolimit etwas. Selbst wenn es kaum noch Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Fahrzeugen gibt, so gibt es immer noch eine zwischen Fahrzeugen und Leitplanke/Stauende/Waldstück.
Sehr schön gesprochen, lieber Razor23
einiges ist allerdings den Verkehrsplaner, vor allem den Verkehrspsychologen schon eingefallen um die Aufmerksamkeit beim FAhren zu steigern. Einfaches Beispiel sind bei AB-Baustellen die kleinen Mäuerchen anstelle der lange üblichen Nagelreihen. Durch diese Mäuerchen wird definitiv langsamer gefahren, weil eine stärkere, beengte Fahrspur wahrgenommen wird, der man sich fast automatisch durch etwas langsamere Fahrweise anpasst.
Desweiteren fallen mir Beispiele wie optische Verengung von Land- oder Bundesstraßen durch entsprechende bauliche Maßnahmen oder, mit Leitplanken abgesicherte "Alleen" ein. Banale Regel: Wenn breites Blick- oder Gesichtsfeld, dann eher hohe Geschwindigkeit, wenn engere Perspektiven, dann eher Achtung, LANGSAM!
Ansonsten kann ich Deinem Beitrag nur zustimmen, ein generelles Tempolimit erzieht zu einer stupiden Hilflosigkeit! Etwa analog zu dem, daß zuviel Sozialhilfe nicht zu einer größeren, personalen Kompetenz, sondern zum Beruf des Sozialhilfeempfängers/Hartz-IV Süchtigen führt!
Es gibt keine Notwendigkeit ein generelles TL einzuführen!
Wolf24
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Letztlich ist es jedem selbst überlassen, sein Wohlfühltempo zu wählen. Denn wer sich am Steuer wohlfühlt (und damit meine ich jetzt nicht abschaltet), kann sich mehr auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und baut weniger Unfälle.
Warum dann nicht auch auf Landstrassen? Auch hier wird es ein "Wohlfühltempo" geben?
lg Werner
Hi Werner,
back to the roots! Willst Du ablenken?
Wolf24
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Bei LKW-Fahrern helfen wohl nur Fahrerassistenzsysteme.
Beim normalen PKW-Fahrer hingegen macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob dieser mit gleichbleibendem (sinnlos) niedrigem Tempo vor sich hin fährt und dabei ziemlich abschaltet oder ob er sich durch Tempovariation oder allgemein forderndes Tempo dieser Gefahr entziehen kann. Ich denke, jeder merkt am besten, bei welchem Fahrstil er sich am wohlsten und fittesten fühlt, nur muss man dann auch die Möglichkeit offen halten, das Tempo auch entsprechend nach oben anpassen zu dürfen, wenn es die Verkehrslage zulässt.
Was spricht dagegen diese Fahrassistenzsysteme in PKW's einzusetzen. Dann würde das Monotonieproblem ja wegfallen und man könnte sich der zusätzlichen Gefährdung (hohe Geschwindigkeit und ausscherende Fahrzeuge) entziehen.
Und was machen wir mit den vielen Autofahrern, die jetzt schon freiwillig mit der Monotoniegeschwindigkeit unterwegs sind? Dafür müsste ja dann so oder so eine Lösung gefunden werden.
lg Werner
Diese systeme werden verbaut, schon seit jahren und immer mehr.
Das ist auch der richtige weg, die automobilindustrie ist leistungsfaehig und verbessert weiter die geraete.
Nicht umsonst haben wir immer mehr verkehr und immer weniger (tragische) unfaelle.
Weiter so!
willy
Ps.: nicht aus zu denken wuerden PKWs aehnlich staatlich gefoerdert werden wie die bahn. Was wir dann alles an sicherheit noch einbauen koennten! Letztlich ist sicherheit eine kostenfrage! Das klingt markaber, ist aber so. Wer milliarden ins falsche system versenkt und guenstige systeme steuerlich bestraft ist zur verantwortung zu ziehen!
Zitat:
Original geschrieben von Ebitda
Zitat:
Original geschrieben von Stefan Payne
beim Ändern von Regeln muss man aber eigentlich belegen/darlegen können, das die Änderung Sinn macht und die vorteile überwiegen
a) ist die Bringschuld-Diskussion ja von Haus aus nicht wirklich ernst gemeint sein: es geht uns ja ALLEN im Endeffekt darum, den Strassenverkehr so sicher wie möglich zu machen. Also sollten auch TL-Gegner an einer Überprüfung der Frage, ob ein TL Sinn macht interessiert sein. Also kann ich da von Haus aus keine "Bringschuld" erkennen.
und
b) selbst wenn, dann siehe oben. Wenn ich etwas betreibe (zb. ein Fahrzeug über 130km/h) von dem durch die hohe Geschwindigkeit eine grössere Gefahr ausgehen könnte, dann wäre es an mir zu beweisen, dass ich durch ein Fahren über der Richtgeschwindigkeit nicht mehr Menschen gefährde.
lg Werner
WErner, Du hast schon des öfteren meiner Argumentation, die hier von Stefan aufgegriffen oder unabhängig von mir ebenfalls gebracht wird, der Bringschuld ARgumentation widersprochen. Bislang habe ich deinen Standpunkt einfach stehen lassen.
Ob es Dir passt oder nicht:Du willst eine bislang gut funktionierende Regel durch ne andere Regel ersetzen. Du räumst selbst ein, daß es keine "Beweise" für die alte oder neue (TL-)Regel gibt. Wenn Du tatsächlich so denken würdest, gabe es faktisch keinen Handlungs- oder Änderungsbedarf! Also belügst Du dich selbst, wenn Du von nem eigentlichen Patt ausgehst!
Selbstverständlich und nach allen mir bekannten sozialen, demokratischen Spielregeln muss derjenige der eine alte Regel durch ne neue Regel ersetzen will, nachweisen, daß die neue Regel sinnvoller als die alte ist! Wenn dieser "Beweis" nicht geführt werden kann, ist es unsinnig, herum zu experimentieren, vor allem, wenn die mögliche oder gar wahrscheinliche Gerfahr besteht, daß dieses Experimente einigen Hunderten Menschen mehr das Leben kostet, als mit der alten Regelung.
Ich halte "Bauchentscheidungen" für den größten Schwachsinn, denn diverse Politiker unserer Historie wurden definitiv nicht aus dem Verstand, sondern aus der dumpfen Volkseele heraus gewählt. Sprich zum Denken ist Kopf besser geeignet und eigentlich auch vom lieben Gott dafür vorgesehen.
Und zum zweiten Gesichtspunkt: Ich muss überhaupt nicht beweisen, daß ich meiner Auffassung nach sicher unterwegs bin. Übrigens, egal mit welcher Geschwindigkeit.
Denn meiner Auffassung nach besteht keine Gefährdungslage, sondern Deiner Auffassung nach besteht eine Gefährdungslage.
Da du nun mal davon überzeugt bist, daß Deine Haltung und Einschätzzung eines MÖGLICHEN und WAHRSCHEINLICHEN Risikos wahr ist, während ich davon ausgehe, daß entsprechend meiner Einschätzung und Risikokalkulation und -Erfahrung und -Kenntnis deine GeEfährdungseinschätzung einer illusionären Wirklichkeitsverkennung entspricht, werde ich Deine Haltung niemals widerlegen können, weil du meine einfach als falsch einstufst und ich Deine Haltung ebenfalls als unsinnig ansehen, weil imeine Haltung für mich logisch, richtig und wahr ist.
Zur Erinnerung und Beleuchtung dieses Problems erinnere ich an CAMUS:"Der Mensch in der Revolte": Zitat:"Wir machen uns schuldig, ob wir im Bett liegen bleiben und nichts tun oder ob wir aus dem Haus gehen und unsere Arbeit verrichten!"
ES GIBT KEINE UNFALLURSACHE "SCHNELL FAHREN"! Es gibt nur die Unfallursache:"Unfall"
Und Unfälle sind nun mal "multikausal" und können auch und passieren manchmal gerade dann, wenn jemand etwas richtig macht, dummerweise jemand aber davon ausging, daß "etwas falsch" gemacht wird. Für diejenigen, die mit Abstraktionen ihr Problem haben:
Bremse mal in Marseille auf typisch deutsche Art, beim ersten Schimmer von Gelb.
Vom deutschen System her, hat der deutsche Fahrer, ebenso wie von der franz. StVO her gesehen, richtig gehandelt. Nur rechnet in Marseille kaum einer damit, daß beim ersten Schimmer von Gelb schon ne Notbremsung hingelegt wird, weil es da eben "nicht üblich" ist, sofort sondern erst etwas später gebremst wird.
Oder und das wurde schon X-Mal hier von allen mögichen Postern korrekt gesagt:"Zu schnell" liegt immer vor, egal ob mit 15 km/h, 16 oder 170 km/h. Jeweils ein KM langsamer wäre nichts passiert!
Und weil mir gerade so ein Holzklotzwerfer einfällt. Mit 250 km/h wäre ich zwar, wenn er mich getroffen hätte, genauso tot gewesen, wie die arme Frau als Beifahrerin, aber die Wahrscheinlichkeit, daß er mich getroffen hätte, wäre signifikant geringer gewesen, weil ich mich kürzer am Treffpunikt aufgehalten hätte.
Wolf24
Zitat:
Original geschrieben von citius
Negative erfahrungen mit extremen rausziehen : heute keine. Wobei sich das eigentlich mit meinen Erfahrungen der letzten Zeit deckt, dass das eigentlich schonmal schlimmer war.
gut, ein BMW zog mir bei völlig freier Mitte urplötzlich auf die Linke aber das wars...
Insofern war das heute mal eine der entspannendsten Autobahnfahrten der letzten Zeit und der Zeitvorteil war überdeutlich, wenn man einfach mal eine nur eine einzige halbe Stunde richtig durchblasen kann kommt man sowas von voran.
und Spaß machts auch noch - gerade bei dem Wetter !
Genau so ist es! Weiterhin viel Spaß und komm immer gut nach Hause!
Wiolf24
Zitat:
Original geschrieben von razor23
Bei LKW-Fahrern helfen wohl nur Fahrerassistenzsysteme, da man hier nur schwerlich mehr Abwechslung reinbringen kann.
Man brauch bei LKW-Fahrer keine Stress durch Unterforderung Aktiviatioren solange sie auf dem Bock sitzen, sondern dann, wenn sie in ihren Privat-PKW steigen!
Wolf24