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Umbau auf elektrische Benzinpumpe
Hallo,
auf eine elektrische Benzinpumpe umzubauen ist keine Zauberei!
Grundlage ist eine für Vergaser geeignete elektrische Benzinpumpe: Dafür geeignet (und bestimmt millionenfach bewährt) ist eine Pierburg 7.21440.51.0.
Geeignete Platzierung ist hinten links in der Höhe des Benzinrohrs, was aus dem linken Träger herauskommt. Die Befestigung kann dann am schräg nach oben gehenden Blech der Karosserie geschehen.
Um die Pumpe einbinden zu können, benötigt man noch 8mm Benzinschlauch und Adapter auf 6mm mit entsprechenden Schellen. Als Adapter taugen aber oft auch einfache Benzinfilter.
Im Motorraum ist dann der Ein-/ und der Auslass der mechanischen Benzinpumpe miteinander zu verbinden.
Bei der Elektrik ist MINUS der Pumpe an die Karosserie zu legen.
Das PLUS kann natürlich irgendwie stattfinden.
Aber der Bau einer einfachen Sicherheitsschaltung ist auch nicht schwer:
Dafür braucht man zwei einfache 12V Arbeitsrelais (min:10A), eine "fliegende Sicherung", paar Meter Kabel und bißchen Kleinmaterial wie 6,3 Flachstecker, Schrumpfschlauch,... .
Zur "Strombeschaffung" dient der Pluspol der Batterie. Dort ist ein Kabel anzuschießen mit mindestens 1,5 ² und möglichst nahe am Batteriepol eine "fliegende Sicherung". Das weitere Kabel ist jeweils an Klemme 30 der Relais anzuschließen. Klemme 87 der Relais sind mit Plus der Benzinpumpe zu verbinden und Klemme 85 der Relais ist mit Masse - also der Karosserie zu verbinden.
Zur Ansteuerungen der Relais dienen jeweils die Klemmen 86.
Damit beim Starten die elektrische Pumpe läuft, ist Klemme 86 eines Relais mittels zu legendes Kabel mit Klemme 50 des Anlassers zu verbinden. Klemme 50 ist am Anlasser gut findbar, da es das einzige Kabel ist, was dort mit einem 6,3mm Flachstecker verbunden ist.
Damit nach erfolgreichem Startens die Pumpe weiterhin läuft, benötigt es einen weiteren Anschluß: Klemme 86 des zweiten Relais ist mittels Kabel an D+ der Lichtmaschine anzuklemmen. Das ist auch leicht findbar, weil "D+" auf dem Anschluß der Lichtmaschine draufsteht.
Gruss.
Beste Antwort im Thema
Hallo
auch auf die Gefahr hin das mich jetzt alle zerreißen muss ich es schreiben
ich finde es faszinierend wie man so ein simples Thema ausschmücken kann
und hoffe sehr das die Pumpe auch in Betrieb gehen kann wenn die Käfer Fahrsaison beginnt
jetzt ist mir auch klar warum einige Restaurierungsarbeiten soooooo lange dauern
nix für ungut
Gruß
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45 Antworten
@GLI
ich habe mal gegoogelt und bin zu dem Schluss gekommen, daß das xxx.H Relais einen elektronischen Drehzahlbegrenzer hat, der die Einspritzng daktiviert. Ich stell mir das recht kontraproduktiv für einen Vergasermotor vor. Weil das xxx.H einesder ältesten Relais für die frühen einspritzer war, vermute ich dass es spätestens bei 4000 u/min auslöst.
Ich habe bei Riechert schon vor 40 Jahren viele Teile in hervorragender Qualität gekauft. Die Beratung war immer hervorragend. Deshalb war ich erfreut, dass es die Firma noch gibt und dass ich dort die fehlenden Teile für die Vergaseranlage bestellen konnte.
Telefonisch ist dort nur ab 17:00 Uhr jemand erreichbar. Ich hatte in den letzten Wochen zweimal das Glück, mit Bernd Riechert himself zu sprechen. Die Kompetenz ist immer noch voll da! Doch was nutzt es, wenn die Teile nicht verschickt werden!
Aber ich bin auf die Teile angewiesen, da ich einen Einkanalmotor verbaut habe, auf den 40er Weber nun mal nicht passen!
Zitat:
@janpeterstahl schrieb am 28. Februar 2019 um 11:11:56 Uhr:
@GLI
ich habe mal gegoogelt und bin zu dem Schluss gekommen, daß das xxx.H Relais einen elektronischen Drehzahlbegrenzer hat, der die Einspritzng daktiviert. Ich stell mir das recht kontraproduktiv für einen Vergasermotor vor. Weil das xxx.H einesder ältesten Relais für die frühen einspritzer war, vermute ich dass es spätestens bei 4000 u/min auslöst.
Das Relais ist für EA827-Motoren mit K-Jetronic (z. B. Golf GTI). Es ist in der AKTE beim Golf 2 geführt und der wurde 1987 von K-Jetronic auf Motronic umgestellt (bei der dann das Motorsteuergerät die Steuerung der Pumpe übernimmt).
Bei den Motoren liegt die Nenndrehzahl nahe 6000 1/min. Ich würde daher erwarten, dass da ein Begrenzer im Bereich 6500-6800 1/min greift. Bei den betreffenden Autos beginnt der rot schraffierte Bereich (also nicht der ganz rote) am DZM glaub ich erst bei 6300 1/min. Da muss man mit einem getunten Käfermotor erst mal hinkommen.
Wie kommst Du auf spätestens bei 4000?
ich habs nicht so mit Einspritzern, ich hatte die k-jetronic in Bus typ 4 Motoren gewähnt
Drehzahl war also nur orakelt. was ich gefunden hatte war nur, daß das H Relais das mit dem nidrigsten Drehzahlbegrenzer im Vergleich zum G-, F-... Relais ist.
Trotzdem mal ein interessanter Fakt, daß da sowas drin ist, oder?
Zitat:
@janpeterstahl schrieb am 28. Februar 2019 um 12:16:36 Uhr:
ich hatte die k-jetronic in Bus typ 4 Motoren gewähnt
Nee, im Bus gab es nur die (imho bessere, weil elektronische) L-Jetronic. (Wie im US-Käfer.)
Zitat:
@janpeterstahl schrieb am 28. Februar 2019 um 12:16:36 Uhr:
Trotzdem mal ein interessanter Fakt, daß da sowas drin ist, oder?
Ja klar, auf jeden Fall.
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 11. Oktober 2018 um 10:10:11 Uhr:
Zitat:
@rubberduck0_1 schrieb am 10. Oktober 2018 um 20:31:34 Uhr:
Wenn hier aber schon "motorschonendes Starten" angesprochen wird: Die größte Unsitte ist es, den Motor mit getretener Kupplung zu starten!
Meinst Du generell oder nur nach langer Standzeit wie Winterpause? In der Betriebsanleitungs steht davon nämlich nichts. Im Gegenteil - am sollte vor dem Analassen die Kupplung tretten.
https://www.thesamba.com/vw/archives/manuals/70bug_german/p24.jpg
Einfach mal den dritten Absatz des eingestellten Links lesen: "Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder bei kaltem Motor .... "
Es geht dabei darum, daß bei getretener Kupplung die Starterdrehzahl höher ist, da dann nicht auch noch eine Welle des Getriebes mit angetrieben werden muß, was hier auch schon gesagt wurde.
Man kann aber auch einfach eine leistungsstarke Batterie verwenden und nach langer Standzeit vorm Starten diese laden bzw nachladen.
Beispiel wäre:
https://www.ebay.de/.../201966701339
Jeder soll aber machen, wie er meint und denkt!
Ich finde eine Batterie mit "richtig Dampf" gut, da ich, wenn ich fahre, meistens nur Kurzstecke fahre. Oft bin ich davor nicht gefahren, da ich mir nicht sicher war, ob die Batterieleistung zum Starten noch reicht.
Nachteil solch einer "Power-Batterie" ist es, daß die Lichtmaschine sie nie vollständig laden kann, selbst auf Langstrecke. Und damit ruiniert man solch eine Batterie.
Zur Schonung und "Lebensverlängerung" der Batterie sie in der Sommersaison ca. zwei bis dreimal pauschal aufladen.
Zum Thema Sicherheitsschaltung bei elektrischer Benzinpumpe:
Sinn solch einer Schaltung ist es , daß bei unbeabsichtigtem Ausgehens des Motor kein weiterer Benzin austritt als der, der sich "nach" der Benzinpumpe "im System" befindet - also Leitungen, Schläuche, ... und was sich in der Schwimmerkammer im Vergaser befindet.
Die Nutzung des "D+ Signals" (wie ich es mache) oder des Öldruck-Signals als Steuergröße des Relais ist als sicher anzusehen.
"Klemme 1" als Ansteuerung für das Relais halte ich für bedenklich aus den schon genannten Gründen anderer "Vorredner".
Aber man kann sowas auch einfachst prüfen: Den Motor "Abwürgen" (also ein unbeabsichtigtes Ausgehen des Motors simulieren) und horchen, ob die Benzinpumpe läuft. Sollte die Benzinpumpe nicht laufen, den Motor an der Kiemenscheibe ein wenig "von Hand drehen" oder bei noch eingelegtem Gang und eingeschalteter Zündung nach vorne oder hinten schieben. Sollte dabei die elektrische Benzinpumpe beginnen zu laufen (auch nur kurzeitig), so ist die "Klemme 1-Variante" ungeeignet.
Ich gehe jetzt mal davon bzw behaupte, daß die "Klemme 1-Variante" nicht sicher ist!
Nutzt man eine sichere Relaisschaltung, so wird bei leerer/n Schwimmerkammer/n des/der Vergaser -s, erst dann Benzin gefördert, wenn die Batteriekontrollleuchte ausgeht (D+ Signal) oder die Öldruckkontrollleuchte ausgeht ("Öldruck-Signal").
Mehr als sehr wahrscheinlich wird sein, daß bei Starterdrehzahl nie die Batterie-/ oder Öldruckkontrollleuchte ausgeht. Damit läuft auch nie die elektrische Benzinpumpe an.
Tolle Sicherheitsschaltung und was nun!?
Es bedarf einer zweiten Ansteuerung des Relais, damit auch beim Startvorgang die Benzinpumpe fördert!
Dazu nimmt man dann das "Klemme 50-Signal" vom Anlasser.
Wie ich gelesen habe, scheint vielen schon die Schaltung eines einfachen Arbeitsrelais zu überfordern.
Dann sollte man die Verwendung von zwei parallel geschalteten Arbeitsrelais einem Fachmann überlassen!
Eleganter wäre ein zweifach ansteuerbares Arbeitsrelais - noch cooler der Einsatz von Sperrdioden. (Ein Elektronik-Freak würde auch ein Steuergerät kreieren!)
Gruss.
naja, ich hab ja zu beginn schon einen Schaltplan bei dem Anlasser und öldruck mit einbezogen wird, angehängt, war dem TE aber zu kompliziert. Ein richtigen Benzinpumpenrelais, dass einige Skunden vorfördert bei Zündung an, find ich schon recht charmant, es erleichtert den Startvorgang schon recht erheblich. @rubberduck0_1
Auch die dickste Batterie wird mit einer Käfer-Lima irgendwann voll geladen. Und sogar sehr schonend ;)
Zitat:
@rubberduck0_1 schrieb am 28. Februar 2019 um 22:32:22 Uhr:
Nachteil solch einer "Power-Batterie" ist es, daß die Lichtmaschine sie nie vollständig laden kann, selbst auf Langstrecke.
Das ist ein weitverbreiteter Irrglaube.
Zitat:
"Klemme 1" als Ansteuerung für das Relais halte ich für bedenklich aus den schon genannten Gründen anderer "Vorredner".
Welche Vorredner?
Zitat:
Ich gehe jetzt mal davon bzw behaupte, daß die "Klemme 1-Variante" nicht sicher ist!
Kannst Du das auch begründen oder nur behaupten?
Zitat:
@germgerm schrieb am 1. März 2019 um 07:31:29 Uhr:
Auch die dickste Batterie wird mit einer Käfer-Lima irgendwann voll geladen. Und sogar sehr schonend ;)
So isses.
Übertrieben dargestellt so, wie das Füllen einer Badewanne mit einem Schnapsglas.
Dauert, aber funktioniert.
:p
Wie gesagt, weit verbreiteter Irrglaube.
Gutes Beispiel der Golf 2: Die Saugdiesel haben die größte serienmäßige Batterie (ab Werk 63Ah) und gleichzeitig die kleinste lieferbare Lichtmaschine (45A), also noch kleiner als die größte Lima im Käfer (55A).
Die Benziner haben ab Werk eine 36Ah Batterie gehabt, aber eine stärkere Lima (55/65A).
Die Lima richtet sich vorrangig nach dem Strombedarf des Autos (der ist beim Benziner größer als beim Diesel) und nicht nach der Batteriegröße. Die Lima, ob groß oder klein, hat immer eine Nennspannung von 14V, ist also immer in der Lage eine Batterie voll zu laden. Das Auto muss nur noch genug Strom für die Batterie übrig lassen.
D.h. beim Käfer mit Drehstromlima ist eine große Batterie kein Problem und es herrschen keine anderen Verhältnisse wie in jedem anderen Auto auch.
Zitat:
@GLI schrieb am 1. März 2019 um 10:53:37 Uhr:
Zitat:
"Klemme 1" als Ansteuerung für das Relais halte ich für bedenklich aus den schon genannten Gründen anderer "Vorredner".
Welche Vorredner?
Zitat:
@GLI schrieb am 1. März 2019 um 10:53:37 Uhr:
Zitat:
Ich gehe jetzt mal davon bzw behaupte, daß die "Klemme 1-Variante" nicht sicher ist!
Kannst Du das auch begründen oder nur behaupten?
Zitat:
@janpeterstahl schrieb am 11. Oktober 2018 um 15:30:08 Uhr:
@volvomania ...und wenn du bei deiner Idee mit offenem Unterbrecherkontakt stehen bleibst, dann hast Du dauerhaft Spannung auf Klemme 1 und dann läuft die Benzinpumpe dauerhaft. Du hättest so zu sagen eine 50:50 Chance, daß deine Benzinpumpe stoppt.
Die Klemme 1 Version mit dem entsprechendem Relais ist eine sichere Sache.
Dies wurde ja bei führenden Hersteller so verbaut.
Bei offenem Kontakt und nicht drehenden Motor oder weniger als 300 Impulsen (4 Zylinder) wird die Pumpe stromlos geschaltet.
B 19
Man sollte vielleicht erklähren, dass ein Kraftstoffpumpenrelais kein herkömmliches Relais ist sonderein elektronisches Modul, dass an Klemme 1 Zündimpulse erkennt und dann die Kraftstoffpumpe eingeschaltet wird.
Hallo
auch auf die Gefahr hin das mich jetzt alle zerreißen muss ich es schreiben
ich finde es faszinierend wie man so ein simples Thema ausschmücken kann
und hoffe sehr das die Pumpe auch in Betrieb gehen kann wenn die Käfer Fahrsaison beginnt
jetzt ist mir auch klar warum einige Restaurierungsarbeiten soooooo lange dauern
nix für ungut
Gruß