Uber
Hallo zusammen,
gibts zu Uber noch keinen eigenen Thread? Wenn doch verweist mich gern dahin ;-)
Wollte gern mal eure Meinungen zu den neusten Beschwerden des Anbieters bei der EU-Kommission hören, denkt ihr, dass sie erfolgreich sein werden?
Und, denkt ihr wirklich Uber kann es sich leisten seine Idee umzusetzen, den Fahrern die Lizenz (200€) zu bezahlen?
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das so weitergeht und bis dahin etwas traurig, dass man es nicht mehr benutzen kann!
Frohe Ostern
Maworm
Beste Antwort im Thema
was die Befürworter von Uber wohl sagen würden, wenn ein weltweit agierender Konzern Schwarzarbeit in ihrer Branche vermitteln würde?
Gruss Deden
20 Antworten
Zitat:
@maworm schrieb am 17. April 2015 um 13:11:12 Uhr:
Ok sehr interessante Sachen die ihr geschrieben habt! Irgendwie geht das so etwas in die Richtung mit der Bahn und den Fernbussen, nur dass dort das rechtliche Problem natürlich nicht so extrem war. Ich verstehe den Ärger darüber schon, man möchte nicht dass "Schwarzarbeit" auf ein mal legal wird. Auf der anderen Seite bin ich immer genervt, wenn ich merke, dass der Staat so viel beschränkt, was zunächst keinen Einfluss auf die Gesellschaft hat, wo er also nicht zwingend regulieren müsste...
Ich bin nicht im Taxigewerbe, aber ich denke, dass auch Taxiunternehmer eine Liberalisierung nicht rundweg ablehnen. Es dürfte sicher eine Menge Regelungen geben, die man ersatzlos streichen kann, ohne dass sich an der Versorgungsqualität mit Taxen etwas negativ ändert. Bei den Mietwagen könnte man sicherlich diese "Heimkehrpflicht" oder das Verbot, unterwegs keine Fahraufträge per Handy entgegennehmen zu dürfen, kippen ohne dass die Welt untergeht. Grundsätzlich sind staatliche Regulierungen immer kritisch zu hinterfragen, denn wenn man schon mal am Regulieren ist, macht man es auch gründlich, zu gründlich. ;) Das führt nicht gerade zu mehr Wirtschaftlichkeit und damit günstigen Preisen. Wobei die Diskussion um den Mindestlohn und seine Folgen für das Taxigewerbe gerade gezeigt hat, dass die staatlichen Regulierungen für die Fahrer jedenfalls nicht zum sozialen Schlaraffenland geführt hatten.
Was mich an Uber so geärgert hat, war die Frechheit, mit der diese Herren glaubten, sich mal einfach über alle störenden Gesetze hinwegzusetzen und das auch noch als innovative Tat zu verkaufen. Die gewerbliche Organisation von Schwarzarbeit über eine App ist eine Innovation auf die wir dankend verzichten können. Aber die Botschaft ist wol inzwischen selbst in der Chefetage von Uber angekommen. Der Wolf futtert jetzt kräftig Kreide. Mal abwarten, was die gerade ausbrüten. Es ist so verdächtig still geworden nach dem medialen Trommelfeuer zuvor. Das macht mißtrauisch! ;)
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@maworm schrieb am 17. April 2015 um 13:11:12 Uhr:
Ok sehr interessante Sachen die ihr geschrieben habt! Irgendwie geht das so etwas in die Richtung mit der Bahn und den Fernbussen, nur dass dort das rechtliche Problem natürlich nicht so extrem war. Ich verstehe den Ärger darüber schon, man möchte nicht dass "Schwarzarbeit" auf ein mal legal wird. Auf der anderen Seite bin ich immer genervt, wenn ich merke, dass der Staat so viel beschränkt, was zunächst keinen Einfluss auf die Gesellschaft hat, wo er also nicht zwingend regulieren müsste...
Wenn Du in einem solchen Gewerbe nicht massiv regulierst kommen leider viele "Dumme" die mitmachen ins Boot. Schau Dir mal z.B. die vollkommen unregulierten Kurierdienste und das Transportgewerbe an.
Die Fernbusse sind ein schlechter Vergleich. Um einen Bus betreiben zu dürfen muß der Unternehmer auch eine Genehmigung mit relativ hohen Auflagen erfüllen. Uber wäre auf Omnibusse übertragen in etwa so, als wenn Du Dir einen Bus kaufst, keine Genehmigung hast und dann auch keine teuere Personenverkehrsversicherung für Deinen Bus abschließen würdest und als Krönung noch einen Busfahrer ohne Busführerschein ins Fahrzeug setzten könntest.
MFG Sven
Hallo,
ich konnte es kaum glauben, aber es ist die Realität. Taxiunternehmen fahren in Berlin und Brandenburg mit "Uber" Werbung herum!
mfg Taxi Michl
Zitat:
@taxi212 schrieb am 25. April 2015 um 18:35:46 Uhr:
Hallo,
ich konnte es kaum glauben, aber es ist die Realität. Taxiunternehmen fahren in Berlin und Brandenburg mit "Uber" Werbung herum!
mfg Taxi Michl
Wahrscheinlich werben sie für "Uber-Taxi", dieser Dienst ist ja auch in Deutschland legal .... aber überflüssig. ;)
Grüße vom Ostelch
Das läuft bei Uber so wie jetzt bei den Fernbussen während des Bahn-Streiks. Hat sich Uber erst einmal etabliert und hat eine gewisse Größe erreicht, wird es in bestimmten Situationen (Streik oder Unwetter) mit den Fahrpreisen steil nach oben gehen. Dann wollen alle plötzlich wieder Festpreise haben.
Ja, so ist es ja z.B. in den USA schon. Wobei die Fernbusse immer ein schlechter Vergleich sind, denn die halten sich an bestehende Gesetze. Wenn manche Anbieter trotzdem meinen, Dumpingpreise machen zu müssen kann man das halt nicht verhindern.
MFG Sven
