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Toyota und Ford üben den Schulterschluss

http://www.motor-talk.de/t1302350/f19/s/thread.html

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11 Antworten

Das überrascht mich überhaupt nicht. Es ist vielmehr ein logischer und vor allem notwendiger Schritt für Ford.

Toyota und Honda verfügen über eine eigene Hybrid-Technologie. DC, GM, BMW, VW und PSA und evtl. sogar Porsche werden in Kürze auch endlich folgen.

Tja und was macht Ford?

Eine Kooperation ist in Anbetracht der Unternehmensumwelt von Ford die einzige Möglichkeit großes Unheil in der Zukunft abzuwenden, wenn der Hybrid-Trend anhält.

Schon jetzt ist diese Zusammenarbeit in Ansätzen zu beobachten. So lizensierte Toyota für Ford einige patentierte Hybrid-Komponenten des Prius für die Verwendung in den SUV-Modellen Ford Escape, Mercury Mariner und Mazda Tribute. Dieses baugleiche SUV-Trio ist nun in den USA als Hybrid-Version mit Toyota-Technik zu haben.

Diese Zusammenarbeit dürfte nun ausgebaut werden.

Die Frage ist hierbei natürlich, welche Gegenleistung Toyota dafür erhält. Nur Geld? Oder wird es Gemeinschaftsprojelte im Fahrzeugbereich geben? Es bleibt spannend.

Gruß

Flo

Bleibt nur zu hoffen, dass sich Toyota nicht wie damals Mazda einen Virus einfängt und die Qualität den Bach runter geht.

das ist ja hier nur eine Kooperation, nicht wie Ford und Mazda ein Zusammenschluss bzw. Übernahme. Deshalb sollte es keinen Einfluss auf die Qualität haben, zumindest nicht bei Toyota. Ford könnte davon allerdings profitieren.

Die Gründe von Toyota finde ich allerdings interessant: "Die Konzernführung in Tokio ist offenbar besorgt über die Ertragskluft zwischen dem eigenen Unternehmen und seinen US-Rivalen und fürchtet, dass dies zu Handelsspannungen zwischen beiden Ländern führen könnte." (FTD).

 

Hier der ganze Artikel.

Guten Tag,

Ein Schulterschluss ist ein kein Zusammengehen. Ford würde hiervon wesentlich mehr als Toyota profitieren. Toyota hat in USA (gemeinsam mit Honda) ein grosses Problem aufgrund seines Erfolges. Obschon z.B. Toyota die massiven Rabattschlachten von GM und Ford nicht mitgemacht haben, haben ihre Absatzzahlen zusätzlich zugenommen. Toyota ist aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht daran interessiert, dass Ford oder GM "Konkurs" gehen (Chapter 11). Aus Sicht TMC würde ich es weiterhin vorziehen, in USA gegen GM und Ford zu konkurrenzieren, anstelle von in diesem Falle erstarkenden Mitbewerbern, wie z.B. den Koreanern.

Tragisch ist das Ganze aus Sicht GM, denn hätte Kirk Kirkorian GM nicht zu Gesprächen mit Renault/ Nissan getrieben, wäre aufgrund der Vergangenheit eine stärkere Kooperation von GM mit Toyota logisch gewesen und weniger eine Kooperation TMC mit Ford. In Anbetracht, dass Ford anscheinend bereits Hybrid-Komponenten von Toyota bezieht, scheint diese Kooperation aber nicht viel weiter zu gehen - und der "Neue" Mann bei Ford muss halt auch Punkte sammeln..

Ist die Kooperation Ford-Toyota unter Dach, dann würde ich mir bei GM zukünftig gut überlegen, wie taktiert wird, denn viel Spielraum haben sowohl GM als auch Ford nicht. Ansonsten führten solche Kooperationen in der Vergangenheit, wie z.B. TMC und GM (Nummi-Plant) nicht immer zum gewünschten Resultat, da z.B. das TPS und seine unabdingbaren Philosophien selten 100% verstanden wurden und die Disziplin und der Wille etwas andauernd zu verbessern bei uns im Westen leider häufig eine fehlende Tugend sind. Stattdessen glauben wir z.B., dass für eine erfolgreiche Wertschöpfung und auch Entwicklungsarbeit, alles eine Frage von ausgeklügelter Software sei :-) ..

Gruss,

LexPacis

P.S: MRP als Teil eines ERP ist oft Teil des Problems in jeder Supply Chain - nicht die Lösung. Ausser man frägt jemanden, der diese Systeme verkauft..

also wenn ich mal für kurze Zeit meine Vernuft ausschalte, dann würde ich an Stelle von Toyota mal schnell 2-3 Werke von Ford kaufen bevor diese geschlossen werden. Toyota würde seine Stückzahlen für den US Markt erhöhen können und so etwas besser der Nachfrage gerecht werden. Ford könnte mit dem Geld seine Kassen aufbessern und seinen Verlust veringern. Ok, stimmt bringt jetzt langfristig gesehen nicht wirklich viel für Ford.

Ciao LC,

Das mit der Werksübernahme bringt nichts. Eine Anpassung der Fabriken an das von Toyota benötigte Layout und anderen Maschinenpark kostet wahrscheinlich mehr als zuerst Kapazitätserweiterungen in den eigenen Werken vorzunehmen (Kapazität- und Effizienzsteigerungen) oder gerade selber ein neues Werk, auf der grünen Wiese, selber aufzubauen.

Rein theoretisch wäre ich eher für die Übernahme der Arbeiter von Ford, sofern geografisch möglich und falls die Ford-Arbeiter gewillt sind, umzudenken und komplett anderst zu arbeiten..

Schaue ich mir aber die volkswirtschaftlichen Daten in USA an, wäre ich eher vorsichtig mit dem massiven Aufstocken der Kapazitäten - auch wenn ich Toyota wäre. Zudem würde Ford am ehesten die Truck-Produktion drosseln und hierzu Werke schliessen. Da Toyota aber in diesem Bereich neulich selber Investiert hat, macht dies keinen Sinn.

Gruss,

LexPacis

Die Lizensierung an Ford war mir damals schon schleierhaft. nicht aus Toyotas Sicht - das alte System nochmal zu verhökern, war ok. Aber aus der Sicht von Ford. Was wollen die damit?

Andersrum hatte ich dieses Jahr schon mal das Gefühl, dass Ford irgendwie was grosses plant, so im stillen Kämmerlein.

Man hörte immer viel von GM, DC usw. aber Ford... völlig unauffällig. hier ein bischen den FFV - das war's aber. und wo alle hier eigentlich über Arbeitsplatzabbau bei Opel etc. geschrieen haben, war es um Ford auch still...

Ford als drittstärkster Hersteller, der lachende dritte?

Es macht irgendwie Sinn... völlige Umstrukturierung... Lassen wir uns überraschen, was das Geheimnis sein wird.

Ich glaube, es wird ein böses Erwachen für alle anderen. Die beiden planen was grosses, was den Markt aufmischt...

Still ist es um die FCHV's geworden - besonders den 5'er...

Ciao,

Die Pressemitteilungen hierzu, sind mir noch etwas vage. Trotzdem ein paar Anregungen zu Ford.

Was warscheinlich viele gar nicht wissen: Toyota hat in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts Ford sehr genau analysiert. Treffenderweise heisst das Buch/ Standardwerk von Ford selbst "Today and Tomorrow" (vergleiche mit Today, Tomorrow, Toyota - ob Zufall, ist mir unbekannt).

Man kann also durchaus sagen, dass Ford und das amerikanische Supermarktsystem das TPS massgeblich mitgeprägt haben. Ohno Taichi, der Treiber des TPS, hatte einen grossen Respekt gegenüber dem Schaffen von Ford und viele modernere Ansätze werden in Ford's Buch auch erwähnt, müssen aber interretiert werden. Trotzdem gibt es auch einen wesentlichen Unterschied: Ford wird als Erfinder der automobilen Massenproduktion angesehen mit hoher vertikaler Inteegration, während dem das TPS eigentlich für Effizienz auch bei kleinen Stückzahlen geschaffen wurde.

Dass GM in den 30ern an Ford vorbeigezogen ist, hat vorallem mit der Modellwahl und customization zu tun und deshalb auch mit deren Verkennung eines Trends und Beharrung auf wenig variabler Massenfertigung. Mittlerweile sind sowohl Ford als auch GM jedoch kein Massstab, ausser, dass sie wesentlich früher als die Europäer Kooperationen mit asiatischen Automobilbauern eingegangen sind. Das zeugt von weniger Überheblichkeit und andrerseits der Offenheit, von einander zu lernen - was jedoch auch im Falle von GM bei Toyota gelernt wurde - finde ich persönlich wenig überzeugend.

Ein wesentliches Problem von Ford und GM ist aber nicht nur die Kostenstruktur selber, sondern nach wievor dass nicht vorhandene Positionnieren des Sammelsurium an Marken bei beiden Giganten. Von daher löst eine Kooperation von Ford mit Toyota eigentlich eher die operative Seite und bezüglich Markt vorallem die Möglichkeit im aufkommenden Hybrid-Markt schneller Anschluss zu finden. Die Frage der verschiedenen Marken muss Ford (genauso wie GM) endlich selber lösen..

Gruss,

LexPacis

Es wird ja auch gemunkelt, dass das ein strategischer Schachzug von Toyota in Hinblick auf mögliche Repressionen durch die USA ist.

Durch die extreme Stärke von Toyota und gleichzeitiger Schwäche der amerikanischen Marken am amerikanischen Markt fürchtet man sich vor Maßnahmen gegen eine weitere Expansion.

Mit einer engeren Verbandelung mit einer amerikanischen Marke kann man solche Maßnahmen vielleicht verhindern.

Guten Abend,

Die Überlegung der Repressalien ist sicher ein wichtiger Aspekt (politische Gründe). Diesbezüglich sollte aber weniger Gefahr bestehen:

1.) Toyota hätte seine Preise in der grössten Krise von GM und Ford auch nach unten anpassen können. Obschon dies nicht wie bei GM und Ford geschehen ist, hat TMC bei den Verkäufen zugelegt - trotz höherem Preisniveau. Nicht zuletzt auch wegen der Produktepalette (GM und Ford stützen sich stark auf den Verkauf von Trucks und Pick-up)

2.) TMC unterhält in USA eine bedeutende Anzahl von US-Mitarbeitern, allein in den P-M-Werken sind dies ca. über 20'ooo, Zulieferer und Händler etc. nicht mit eingerechnet. Mitarbeiter selber zahlen einerseits Steuern, sind Konsumenten oder leihen der Volkswirtschaft oder sogar dem Staat Geld..

3.) Strafzölle würden wenig greifen, nur bei Import-Fahrzeugen wie Lexus (Ausnahme RX aus Kanada), da die Toyota America Wertschöpfung hauptsächlich in USA selber geschieht.

4.) Einerseits bezahlt Toyota auch Steuern in USA (staatliche Einnahmen) und andrerseits werden die Steuersätze im voraus auf einige Jahre verhandelt. Die Möglichkeit Toyota also mit Abgaben dieser oder anderer Art zusätzlich zu belasten, ist also eher weniger gegeben.

5.) Die US-Politik selber nicht ganz unschuldig ist, dass vorallem Ford und GM auf benzinfressende Monster gesetzt haben (siehe Treibstoffpreise) und weniger auf fuel-economy cars oder sogar HSD. Die Folge sind falsche Modellpolitik aufgedeckt durch einem exogenen Schock (Oel-Preis). Bei den Konsumenten hat ein Umdenken eingesetzt.

Die Kooperation Toyota-Ford sehe ich da nicht so eng. Wie gesagt, wesentliche Aspekte wie Modellpolitik bei GM und Ford sowie die kaum vorhandene Positionierung der verschiedenen Marken sind Aufgaben, die Ford selber lösen muss - ohne Toyota. Die Lizenznahme beim HSD lässt sich relativ rasch umsetzten, der Kostenabbau und Effizienzsteierungen dauern da schon etwas länger. Trotz dieser als gut empfundenen PR wird auch der neue Ford-Chef nicht um negative Massnahmen wie den massiven Abbau der Überkapazitäten herumkommen. Ein Personalabbau wirkt sich aber auf die Kosten nicht so rasch aus, wie häufig angenommen..

Gruss,

LexPacis

P.S: Bis die Sanierung bei Ford und GM abgeschlossen ist, werden noch einige Jahre vergehen, vorausgesetzt die Konjuktur in USA bleibt einigermassen stabil, ansonsten werden GM und/oder Ford ein Chapter 11 - Kandidat

endlich kann ich dazu nur sagen! es ist zeit, dass diese technologie verbreiteter wird

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