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Tourneo bzw. Transit Custom - Erfahrungen

Themenstarteram 25. Mai 2013 um 13:39

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe jetzt einen Tourneo Custom Trend 114kW bestellt.

Weil er einfach besser aussieht als der T5 (fahre seit 23Jahren T3 und T4)

und weil das Autohaus monetär ziemlich gute Argumente hatte :)

Mich würde interessieren, wie es um die "Kundenzufriedenheit" also

Eure Erfahrungen mit dem Tourneo/Transit Custom bestellt ist.

Leider findet man dazu im Netz bisher nicht allzuviel.

Also, für zahlreiche Beiträge wäre ich (und wahrscheinlich alle,

die die gepflegte VW-Langeweile satt haben) dankbar.

Beste Antwort im Thema

Erfahrungsbericht Tourneo Custom

Jetzt sind wir auch Fordfahrende, unser Ford Tourneo Custom ist endlich - nach fast 5 Monaten - angekommen. Wir haben die Titanium-Ausstattung gewählt, quasi in Vollausstattung - es fehlen nur die Dachgepäckträger, 230V-Steckdose, Doppelverriegelung und Navi. Außerdem haben wir - ganz bewusst - auf die Schiebefenster in der zweiten Reihe verzichtet.

Erster Eindruck - optisch

Bisher hatte ich aus der Nähe nur einen Transit Custom, eine Tourneo Custom Limited und einen Tourneo Custom Trend gesehen, alle in diesem komischen latte-macchiato-Farbton, der auch die Werbebroschüre ziert. Wir haben uns nach einigem hin und her für Schwarz - "Panther black metallic" entschieden, und zumindest frisch geputzt war das wohl eine richtige Entscheidung. Das Auto wirkt wuchtig, die Ford-Kinect-Front gefällt mir ausgesprochen gut, die dezent ausgestellten Radkästen fallen nicht direkt ins Auge, sind aber für die "Gesicht" von echtem Vorteil. Nicht so gut gefällt mir der untere Plastik-Kühlergrill, genauso wie die verschämt in der matt-schwarzen Plastikstossstange versenkten Nebelleuchten. Ich habe also noch in der Halle eine Chrom-Zierleiste für den Kühlergrill (Edelstahl) und Chrom-ABS-"Hülsen" für die Nebelleuchten angebracht, die ich schon vor Monaten bei OMT-Automotive gekauft hatte angebracht. Und verleiht dem ganzen noch mal wirklich einiges an Charme.

Von der Seite finde ich die neumodischen ansteigenden Linien ja ein wenig affig, zumal sie naturgemäß schwachsinnig designte Rückfenster zur Folge haben - klein und unübersichtlich, wer je in einem neuen Polo - oder noch schlimmer - eine Scirocco gesessen hat, weiß was ich mein. Trotzdem ist auch die Seite ein gelungener Kompromiss zwischen der geradlinigen "Bauhaus"-Linie des VW-Bus, die dadurch ja etwas altbacken wirkt und der stark ansteigenden und noch stärker parabelförmigen Linie des Mercedes-Bus. Etwas störend empfinde ich die nicht versteckte Öffnungsleiste, aber daran gewöhnt man sich; von VW und Mercedes ist man hier ein dezentes Verstecken der Schiebetürleiste gewohnt.

Ganz fürchterlich finde ich das Heck: das Fenster zu klein (in der Höhe), die Rückleuchten zu schmal, die Stoßstange mit Ladekantenschutz in (gutem) Plastik - alles nicht mein Ding. Ich habe die Ladeschutzkante ebenfalls noch in der Halle mit einer Chromleiste aus Edelstahl abgedeckt, sieht gleich viel edler aus. In Leopoldhöhe gibt es einen Tuner, der auch Heckspoiler anbringt, ich habe - muss ich gestehen - damit gespielt, mir auch diese zu holen, habe es aber dann - auch aus Bequemlichkeit - gelassen.

Sehr schön ist, dass die Spaltmaße überall gerade und gleichmäßig sind, die Fenster optimal verdunkelt - nicht so dunkel, dass man denkt, man wäre bei der Mafia oder noch jeden Samstag in die Disko fahren, aber dunkel genug, um gut mit der schwarzen Karossiere zu harmonieren und für ausreichend Privatsphäre zu sorgen. Die Antenne habe ich gleich Parkhauskompatibel gegen ein 5cm-Modell ausgetauscht..

Erster Eindruck - Innenraum

Die (mir persönlich etwas zu hellen) Ledersitze, der gepflegte Dachhimmel, die zahlreichen Ablagen, der gut verarbeitete Teppich machen einen insgesamt wertigen Eindruck. Klar: das Cockpit ist nicht Oberklasse - kein Aluminium, kein Wurzelholz, kein Carbon, kein Chrom, keine LED-Ambientebeleuchtung - sondern ganz klar guter Mittelstand mit - hochwertigem! - Plastik. Dafür möchte die Verarbeitung aber auch nichts sein, was nicht da ist: kein ABS-Chrom, keine Klebfolien, sondern tatsächlich solide, schnörkellose Verarbeitung.

Wir haben in der zweiten und dritten Reihe Transit-Gummimatten drin, damit die Kinder wenigstens 4 oder 5 Jahre brauchen, bis der Teppich durch ist, vorne sind Velourteppiche über dem Bodenbelag. Das Platzangebot: Fantastisch und überhaupt nicht mit dem bisherigen Bus zu vergleichen - Beinfreiheit in der zweiten Reihe auch für Dirk Nowitzki ausreichend, in der dritten kann immerhin noch Per Mertesacker bequem Platz finden. Nicht so gut: Die Sitzbänke sind "untenrum" nackt und auch die Bedienung ist etwas umständlich, insbesondere das zum Einsteigen unerlässlich umklappen des rechten Sitzes in der zweiten Reihe macht mir Sorgen. Ich werde wohl die beiden Einzelsitze umklappen und in die Dritte Reihe verfrachten.

Das Beleuchtungskonzept ist meiner Meinung nach deutlich klüger gestaltet, als das im T5 Multivan, viele einzelne Leseleuchten, dazu eine taghelle "Grundbeleuchtung" über den Sitzen. Nur das Kofferraumlicht scheint mir zu funzelig.

Wo wir schon bei der Problemzone sind: Der Kofferraum. Im Nachhinein ärger ich mich, nicht die L2-Variante gekauft zu haben; der Kofferraum wirkt kleiner als der im VW T4 Multivan, zumal man unter den Sitzen weniger Stauraum hat. Ich vermisse auch jetzt schon das Multiflexboard, kann man das für den Tourneo irgendwo nachbestellen? In jedem Fall werde ich ein Ladesicherungsnetz kaufen müssen.

Erster Eindruck - Das Cockpit

Das Einsteigen ist irgendwie gewöhnungsbedürftig; es fehlt ein Griff an der A-Säule. Die Sitzposition ist ausgezeichnet, guter Überblick, nur das kleine Rückfenster könnte größer sein. Die großzügig dimensionierten Außenspiegel verschaffen aber einen Ausgleich, zumal es zwei kleine Extraspiegel mit "altmodischem" Totewinkelalarm gibt.

Ablagen gibt es noch und nöcher: In beiden Türen je zwei große Ablagen, die untere ist allerdings während der Fahrt nicht zu bedienen, je einen Maxiflaschenhalter im Fußbereich der A-Säule, je einen Kaffeetassenhalter auf der Konsole, mittig über der Anzeige eine große Ablage mit Deckel und einem USB- und einem 12V-Anschluss, außerdem einem Aux-In-Klinkenstecker. Brillenfach für den Fahrer über der Tür, etwas klein dimensionierter "Handy-Halter" (allerdings für die Nokiageneration, ein Phablet passt da nicht rein) rechts neben dem Lenkrad, Ablage vor dem Radiodisplay in der Mitte der Konsole. Außerdem ein kleines Fach im Dachhimmel über dem Rückspiegel. Der absolute Clou ist aber das Geheimnis des Doppelbeifahrersitzes (wir haben die Sitzausstattung 37!): Die Rückenlehne des Mittelsitzes gibt eine Armlehne mit zwei integrierten Becherhalter frei. Und die Sitzfläche lässt sich hochklappen, darunter wird ein riesiges Fach frei, das einen Porschefahrer grün vor Neid werden lässt). Ich habe dort meine Notfall-Taschen, Warndreiecke, Winterutensilien, Warnwesten (9 Stück!), eine riesigen 5l-Kanister Winterscheibenfrei, Karten von ganz Europa, Taschenlampe inklusive Batterien, Notfalllichter und eine Ration Notessen & -trinken sowie Schneeketten untergebracht. Letztere passen aber glaube ich nicht, die gehörten noch zu meinem VW-Bus. Ah, und eine Decke natürlich. Klasse! Außerdem gibt es vor den Beifahrern noch ein großzügig dimensioniertes abschließbares Fach.

Elektroschnick-Schnack ist ebenfalls reichlich vorhanden: es gibt zwei Displays, eins eingeklemmt zwischen Drehzahlmesser (links) und Tachometer (rechts), im Gegensatz zum Transit - wohl wegen dem Premium-Sicht-Paket - in farbig und besserer Qualität, als beim 2 Jahre alten Galaxy meines Kollegen. Dort wird rechts der Fahrspurassistent und der Fernlichtassistent angezeigt (mein Auto in Draufsicht, rechts und links eine gestrichelte Linie, die je nach Status rot (überfahren!), grün (super!) oder grau (keine Seitenbegrenzung erkannt). Der linke Bereich wird vom Bordcomputer beansprucht, drüber und drunter sind Status- und Informationsleisten (Temperatur, Uhrzeit, Fernlichtassistent etc.). Ebenfalls zwischen Tacho und Drehzahlmesser sind im unteren Bereich noch Tankanzeige und Motortemperaturanzeige integriert. In der Mitte des Dashboards dann das Blau-Monochromdisplay für das Radio, Sync, CD und ggf. ein USB-Laufwerk; hier zeigt sich auch der Parkpilot mit Abstandanzeigen, ebenfalls in Draufsicht. Ein fordtypisch großzügig mit Tasten ausgestattetes Bedienfeld ermöglicht einem das Telefonieren, die Wahl der Audiogeräte und die Regelung der Lautstärke. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber eine mögliche Alterative zu den "Joystick"-Lösungen von Mercedes oder BMW, zumal man mit dem reichlich ausgestatteten Lenkrad auch per Menüführung ans Ziel kommt. Hier muss ich mich noch gewöhnen: Insgesamt gibt es 4 Steuereinheiten; zwei Steuerkreuze mit OK-Taste links (Bordcomputer) und rechts (Audio / Telefon), darunter eine Wippe mit Mittelschalter und Zusatztaste (für den Autopilot) links und dasselbe rechts für Spulen, Lautstärke, Abheben und Auflegen. Hier schlecht gemacht: Vorspulen und Zurückspulen sind beleuchtet, die gleichzeitige Belegung fürs Telefon aber nicht, so dass man im Dunkeln nicht so recht weiß, welche Taste man drücken muss. Dahinter links der Blinkschalter mit integriertem Schalter fürs Fernlicht und Fahrspurassistenten (als Wippe am Ende, zum Aus- & Anschalten), rechts für die Scheibenwischer. Besonders gefreut hat mich die im Rückspiegel integrierte Rückfahrkameramonitor. Erstaunlich gute Qualität, deutlich besser, als im Ford Kuga, die ich jedem ans Herz legen will. Alternative bleibt die Fresnel-Linse an der Heckscheibe, für die Übersicht ist das Rückfenster einfach zu klein, und die ersten 2 oder 3 Jahre will man auch nicht unbedingt nach Gehör einparken. Die Außenpiegel steuert man über einen Joystick in der Tür, mit diesem kann man sie auch bequem ein- und ausklappen (leider nicht automatisch). Auch vorne gibt es zahllose Leuchten: Make-Up-Beleuchtung, Leselampen und Voll-Beleuchtung. Habe ich noch erwähnt, dass die Sitze eine "Ein-Aus"-Sitzheizung und elektrisch verstellbare Lehnen / Lordosestützen haben? Die Sitzheizung ist mir fast einen Tick zu heiß, da war der Galaxy mit fast stufenloser Einstellung deutlich besser...

Erster Eindruck - Die Heizung

Eine echte Fehlkonstruktion ist die - nur als Klimaanlage ohne -automatik- erwerbbare Heizung, um genau zu sein die Bedienung. Die drei Drachenköpfe zur Gebläse-, Gebläsestärke- und Temperaturwahl sind selbst für mich nur durch Strecken und Räkeln erreichbar. Außerdem wird die Heizung hinten "blind" im Dachhimmel gesteuert, Vorteil: der auf dem Mittelsitz in der zweiten Reihe sitzende kann problemlos die Anlage steuern, Nachteil: wenn da eines meiner Kinder sitzt, meckern die anderen Kinder sicherlich über mangelnde Hitze / Kälte / Luftzug. Die Klimaautomatik meines VW-Buses war deutlich komfortabler und vor allem besser zu erreichen. Dafür heizt die Heizung, der Bus wird zügig auch hinten warm, ob die Klimaanlage auch kühlt und ob auch ich das "Kondenswasserproblem" erleide, werde ich im Sommer erfahren. Gut funktioniert auch die Standheizung, bereits bei vier Fahrten bin ich in ein angenehm temperiertes Auto gestiegen, ohne Eis, allerdings auch bei milden Außentemperaturen. Die Steuerung erfolgt über den Bordcomputer, warum die Funktion "Komfort" sich an letzter Stelle des Menüs befindet, obwohl sie wohl am häufigsten benutzt werden wird weiß ich nicht. Die "Autopilot.ru"-Fernbedinung ist aber auch bestellt, mal schauen, wie es wird.

Erster Eindruck - Die Fahrt!

Endlich konnte ich den Motor anstellen, ein erstaunlich leises Schnurren weckt Begehrlichkeiten, 155PS wollen fast 2,2t Stahl (und einen "Kofferraum" unter den Beifahrersitzen voll) bewegen. Leicht Gas geben, schon rollt der Wagen an - und säuft direkt ab. Das hier schon beschriebene "Loch" im unteren Drehzahlbereich hat mich voll erwischt. Auf den 200km der Überführung wird mir der Motor insgesamt noch 5mal absaufen, so oft ist mir zuletzt der Golf meines Fahrlehrers abgesoffen, und das ist schon eine Weile her. Nach oben hin lassen sich die Gänge aber erstaunlich komfortabel ausfahren - im niedrigen Drehzahlbereich bis 1500, 1800 mit einem leichten Zittern, nach oben aber erstaunlich ruhig, mit einer großen Spannbreite. Selbst der 6 Gang ließ sich auf der Ebene bis 70-60 problemlos drosseln, dann stotterte der Motor aber zunehmend; der Bordcomputer hatte da schon eine Weile zum Schalten aufgefordert. Ebenfalls Gewöhnungbedürftig: Der Tachometer. Zahlen nur bei den geraden "Zehnern" und in Kombination mit dem erstaunlich leisen Fahrgeräusch läuft man immer wieder Gefahr, zu schnell zu fahren, zumal der Tourneo für sein Gewicht erstaunlich "spritzig" ist.

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am 8. August 2017 um 21:38

Hallo

Ich habe das gleiche Problem bei einem Custom keine Hilfslinien.

Was wurde genau programmiert.

Mfg

Übrigens, ich war einen Peugeot Traveller (aka Citroen Spacetourer aka Toyota Proace) als Active L2 (entspricht TC L1H1) bereits probefahren, in der 150 PS Variante. Den TC 155PS L1H1 kenne ich von Probefahrten und von einem guten Freund, der mir hin und wieder seinen Bus als Zugfahrzeug zur Verfügung stellt; den T6 Multivan Trendline 150 PS fahre ich zzt. im Alltag (seit 10 Monaten und 22tkm).

 

Im Vergleich zum TC ist der Traveller bzgl Infotainment das modernere Fahrzeug (mir persönlich völlig egal), aber der Innenraum war enorm (!) viel kleiner - selbst im Vergleich zum Multivan. Das Cockpit zeigt viel Hartplastik, grober als das Transporter-Cockpit von VW oder das Cockpit vom Custom - Geschmackssache. Die Sitzposition empfand ich als "weniger bussig" (stört mich als T3-Fahrer natürlich ;-), was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass die Plattform aus dem Pkw-Bereich kommt. VW, Ford, Mercedes und Renault-Nissan (mit Opel und neuerdings Fiat) entwickeln eigene Nutzfahrzeug-Plattformen. Das theoretisch tolle System mit dem Schienenboden scheitert im Ansatz, da die Gurte nicht am Sitz, sondern an der Karosse fixiert sind. Die Positionen, in denen der Gurt also nicht zum Fahrgast passt, kann der Sitz nur mit umgeklappter Rückenlehne arretiert werden. Als nutzbarer Verstellbereich ergibt sich so ein Bereich von ca 15 cm in Fahrzeuglängsrichtung - das hätte man sich auch schenken können. Ein Durchgehen vom Fahrersitz zur Schiebetür ist extrem beengend. Der resultierende Kofferraum war zudem kleiner als im TC, auch wenn die separat öffnende Heckscheibe ein schönes Gimmick ist.

Viel fahrerischen Vergleich konnte ich nicht ziehen: der Vorführer war mit Sommerreifen unterwegs und an diesem Tag (im Februar) fiel Schnee... Soweit testbar, hat es sich angefühlt wie sich 150 PS auf der Vorderachse im schweren Bus eben anfühlen. Wer die enorme Wendigkeit eines TC L1 kennt, wird hier wohl weinen. Der 4,90m lange L2 hat bereits 3,40m Radstand (wie der TC L2 bei 5,30 Länge) mit dem entsprechenden Wendekreis. Handlich ist anders! (Überrascht wurde ich hier vom Mercedes Vito, der in der mittleren Größe mit 5,15m ungefähr der Innenraumlänge von TC L1 bzw VW mit kurzem Radstand entspricht. Der ist sehr schmal und hat Hinterradantrieb, was ihm trotz 3,20m Radstand zugute kommt. Im Resultat war das viel wendiger und handlicher, als ich anhand der Papierwerte erwartet hatte.)

Die (oben angesprochene) Fahrzeugbreite des Traveller ist übrigens nur optisch, der TC ist afaik breiter (aber höher, wodurch wohl dieser Eindruck entsteht). Innen wird dieser optische Eindruck nochmals verstärkt durch ein extrem tiefes Van-Cockpit, das nicht gerade förderlich für die Übersicht ist (hier ein Lob an Ford).

 

Mein persönliches KO-Kriterium für dieses Fahrzeug war, dass das Lenkrad deutlich unsymmetrisch zum Fahrer sitzt. Da das Lenkrad unten abgeflacht ist und das Polster in der Mitte einen Längsstreifen hatte, war das sehr (!) deutlich erkennbar. Ich hatte das bereits im Focus MK2 und weiß, wie sich das bei entsprechender Kilometerleistung in meinem Rücken anfühlt.

Zitat:

@lothisch schrieb am 8. August 2017 um 23:12:35 Uhr:

T3? Baujahr, Variante & Kilometerleistung?

Ich glaube 91 oder 92 haben sie nochmal welche aufgelegt - mit rechteckigen Scheinwerfern.

Meiner war von 87. 99 mit 240000km verkauft. 70PS, 1,4t schwer. Ach ja....

Stell ihn schön trocken in eine Scheune o.ä. und warte, bis er richtig alt ist.

In Menton/Fr habe ich letzte Woche einen echten T1 als Lieferwagen gesehen. Total zerbeult aber immernoch in Betrieb.

MffG

Habe einen '90er Hochdach-Halbkasten mit hoher Schiebetür und Schiebefenster (ab Werk!), als 1.6 TD. Lief ursprünglich als Messfahrzeug beim Bundesumweltamt in Berlin, mit grüner Nummer (schlecht für's H-Kennzeichen, das richtet sich nämlich nach dem Datum der Erstzulassung...mit schwarzem Kennzeichen...) - daher wohl auch 2 serienmäßige Schiebefenster und ein Holz Fußboden. Den habe ich vor 10 Jahren günstig mit Motorschaden gekauft und mit viel Hilfe aus der lokalen T3-Szene wieder fahrtauglich bekommen (die Karosse hat jetzt 275tkm, das Aggregat 100tkm). Stück für Stück wird er seitdem zum Camper ausgebaut. 2012 hatte ich nen Wasserschaden (mir ist unbemerkt ein großer Kanister Kühlwasser ausgelaufen), weshalb die halbe Innenausstattung raus musste. Das war dann der Startschuss für eine Entrostung und Neulackierung. Pünktlich danach hat Reimo sein Ausbau-Programm für die T3-Möbel neu aufgelegt, und so wie Zeit und Bedarf ist, kommt aus dem Programm wieder was dazu. Die Küche steht, die breite Rückbank ist verbaut mit 3 eingetragenen Sitzplätzen (außen sogar mit Dreipunktgurten nachgerüstet); der Heck-Kleiderschrank und der Dachstaukasten warten noch im Keller. ;-) Aktuell stehen wir damit zwischen Gent und Breskens an der belgisch-niederländischen Grenze auf dem Campingplatz.

 

Für den ganzjährigen Alltag, insbesondere mit Kind, ist mir aber trotz aller Liebe zum T3 ein moderner Bus mit ESP und ABS sehr sympathisch...

Themenstarteram 9. August 2017 um 18:36

Ich hatte auch den 1,6er TD. Das war der Traum! Ein Bekannter aus dem damaligen Westberlin hatte einen T3 (1,6 D ohne T :) ) mit Dachplattform und Leiter. Er hatte immer alles an Board, um min 20 Leute mit Chili zu bekochen. Das hat dazu geführt, daß ich als Neubundesbürger vom Trabi direkt auf den T3 umgestiegen bin, als das kirchliche Amt für Jugendarbeit in Tiergarten einen seiner Busse (Caravelle mit halbhoher Trennwand) turnusmäßig verkaufte. Ich habe ihn geliebt! (soweit man ein Auto lieben kann).

Mit manchen Autos ist es so, wie mit Gitarren generell: man sollte sie nicht verkaufen! Leider ist diese Erkenntnis (zumindest das Auto betreffend) dem Familienrat zum Opfer gefallen.

MffG

P.S. hat nix mit Ford zu tun aber mußte sein :)

Themenstarteram 9. August 2017 um 18:50

P.S.

@theqwerz, zu Deinem im übrigen sehr interessanten Beitrag darüber: das mit dem nicht in Linie zum Fahrersitz befindlichen Lenkrad hat mich - neben der erschreckenden Motorelastizität - 99 vom Kauf eines Vito der ersten Generation abgehalten. Für mich immernoch der hübscheste aller Vitos - bis heute.

MffG

Themenstarteram 9. August 2017 um 18:56

P.S. 2 :)

Warum fährst Du den Multivan nicht einfach weiter? Außer das ich ihn nicht wirklich schön finde und er innen etwas kleiner als der TC ist, ist er doch technisch sicher rel. perfekt und wenn man ihn schon hat, also die horende Kohle schon ausgegeben hat....

Hallo,

hier nun einiger "Neuigkeiten" an unserem Großen.

Sonst alles ohne besondere Zwischenfälle...

LG

A

Zitat:

@lothisch schrieb am 9. August 2017 um 20:56:56 Uhr:

P.S. 2 :)

Warum fährst Du den Multivan nicht einfach weiter? Außer das ich ihn nicht wirklich schön finde und er innen etwas kleiner als der TC ist, ist er doch technisch sicher rel. perfekt und wenn man ihn schon hat, also die horende Kohle schon ausgegeben hat....

Hallo lothisch,

 

durch die Geburt unseres Sohnes und damit verbundener Elternzeit musste meine Frau ihren Dienstwagen zurückgeben. Wir wollten daher nur für die Dauer der Elternzeit ein Auto, konnten uns auf nix "billiges" einigen und bekamen ein attraktives Angebot für ein 12-Monats-Leasing, das jetzt im September ausläuft...

Zitat:

@lothisch schrieb am 09. Aug. 2017 um 20:36:28 Uhr:

Mit manchen Autos ist es so, wie mit Gitarren generell: man sollte sie nicht verkaufen! Leider ist diese Erkenntnis (zumindest das Auto betreffend) dem Familienrat zum Opfer gefallen.

Glücklicherweise war das bisherige Invest in den Bulli bei steigenden Werten für Oldtimer/Youngtimer (und speziell bei Bussen) in einem Verhältnis, dass der T3 bleiben darf.

 

Außerdem hat er auch die Familie mit dem Bus-Virus infiziert, weshalb nach Wegfall des Dienstwagen-Familienkombis überhaupt ein moderner Bus zur Diskussion steht. ;-)

Themenstarteram 10. August 2017 um 20:05

Hi Adam19e,

dieser Beifahrersitz, kann der jemanden komplett ins Auto heben?

MffG

Themenstarteram 10. August 2017 um 20:15

Cheers Fordfahrende,

dies ist der 1000ste Post in diesem Thread.

Hätte nie gedacht, daß das so lange läuft und das das Forum hier so interessant ist.

Habe inzwischen 99000 voll und werde in diesem Urlaub die 100000 noch reißen (klopfklopf).

Die Karre läuft und macht echt Spaß.

Heute habe ich den Mont Ventoux bezwungen (also das Auto :) ).

Leider gabs auch gestern eine Beule, weil der Fahrschüler eines französischen Fremdenlegionsschulbusses vergessen hatte, daß sein Hinterteil die Kurve schneidet. Leider war da mein hinterer Kotflügel im Weg....

MffG

Zitat:

@lothisch schrieb am 10. August 2017 um 22:05:16 Uhr:

Hi Adam19e,

dieser Beifahrersitz, kann der jemanden komplett ins Auto heben?

MffG

Ja kann er! Es gibt verschiedene Modelle siehe https://www.autoadapt.com/de/

Wir haben für unseren Sohn auch so einen Sitz im Chrysler Voyager, dieser Sitz kann dann optional auch auf ein fahrbares Untergestell geschoben werden und ist somit als E-Rolli zu fahren!

Im Tourneo Custom haben wir eine Rampe installieren lassen, der Voyager fungiert als Zweitwagen.

Zitat:

@lothisch schrieb am 9. August 2017 um 20:56:56 Uhr:

P.S. 2 :)

Warum fährst Du den Multivan nicht einfach weiter? Außer das ich ihn nicht wirklich schön finde und er innen etwas kleiner als der TC ist, ist er doch technisch sicher rel. perfekt und wenn man ihn schon hat, also die horende Kohle schon ausgegeben hat....

Zu meiner Antwort hierauf noch ergänzend, es war nur gestern kaum Zeit dafür:

 

Der ursprüngliche Plan sah ab Oktober wieder einen Dienstwagen vor, meine Frau ist aber aus diversen Gründen vom Außendienst ins Homeoffice gewechselt - inkl. Verlust des Dienstwagenanspruchs. Dadurch besteht "frischer Bedarf" an einem modernen Bus.

 

Ganz so perfekt finde ich am Multivan übrigens vieles nicht. Ich glaube kaum, dass ich ihn ernsthaft vermissen werde. Die Schlafbank ist ein Albtraum: groß, schwer, unflexibel, immer im Weg, und in Liegeposition zu hoch um darauf sitzen zu können; dem Stauraum darunter fehlt dann trotzdem Ladehöhe, um z.B. den gefalteten Kinderwagen rein zu stellen. Den müssen wir immer zerlegen (Fahrgestell und Sitz sind bei unserem Teutonia Cosmo trennbar; er passt aber zusammengebaut und gefaltet in den wirklich kleinen Kofferraum des E87- 1er BMW problemlos rein...), um ihn unter die Bank zu schieben. Der Kofferraum ist dann allerdings voll. Ist die Bank in Sitzposition, passt der Kinderwagen natürlich aufgebaut einfach rein und daneben ist noch Platz für Koffer - aber das kann jeder Bus (außer dem Peugeot Traveller vllt ;-) .

Du musst dich de facto entscheiden zwischen zusätzlichen 2 Sesseln im Fahrgastraum (in Reihe 2, also insgesamt 7 Sitze) oder dem Multiflexboard für den Schlafkomfort, weil mehr in den kurzen Radstand nicht rein passt. VW verkauft die Variante mit 7 Sitzen und Schlafbank trotzdem als Übernachtungsmöglichkeit - weil man seine Füße auf die Rückenlehne der umgeklappten Einzelsitze legen kann... Sagen wir, mit Topper drüber ist es erträglich, aber komfortabel ist anders.

Im Baumarkt oder beim Fahrradladen wäre ich schon mehrfach um die flexible Bestuhlung des Custom froh gewesen, was wohl selbst die Caravelle oder der Pkw-Transporter so nicht kann. Ein Ikea-Einkauf mit mehr als 2 Personen ist im Multivan bei langen Gegenständen eigentlich nicht möglich - da habe ich mich echt gefragt, was da jetzt "Multi" ist. Für lange Gegenstände muss man die Bank in Liegeposition haben und auf der Rückenlehne der Einzelsitze noch zusätzlich abstützen. Die Durchlade unter der Bank ist dreiteilig, da passen jeweils ca 2 Paar Ski rein; der Rest geht drauf für den Mechanismus der Bank.

Die Sinnhaftigkeit eines Gepäcktrennnetzes mit 2 festen Verzurrpunkten im Dach (1 vorne hinter der B-Säule, 1 hinten im Kofferraum) in Kombination mit im Schienenboden variabel verschiebbaren Sitzmöbeln habe ich in 10 Monaten noch nicht verstanden.

Der Campingtisch in der Schiebetür ist eine tolle Idee, die leider entfällt wenn man links auch eine Schiebetür bestellt - weil dann die Führungsschiene für den Aufbau im Innenraum fehlt. Man kann den Tisch allerdings prima außen benutzen, weil er 4 Füße hat. Man bekommt ihn aber logischerweise nur aus der Tür raus (bzw später wieder rein), wenn sie geschlossen ist; ein ewiges Gezirkel mit dem sperrigen Tisch um diese Tür. Im T3 habe ich seit Jahr und Tag einen einfachen Campingtisch verstaut, das ist nicht schlechter... Ansonsten ist der Tisch innen in der Führungsschiene nur nutzbar, wenn rechts kein Einzelsitz montiert ist (dort müssen die Tischfüße nämlich hin) und der linke Einzelsitz zusammengeklappt ist (sonst passt der Tisch kaum drüber; unser Kindersitz muss also immer demontiert werden). Daher ist bei uns meistens rechts kein Sitz und der Tisch steht auf 4 Füßen längs auf dessen Platz und wir sitzen auf der 3er Bank hinten. Ein drehbarer Beifahrersitz (immerhin bestellbar) wäre echt vorteilhaft.

 

Die vielen Ablagen, Fächer und Becher-/Flaschenhalter im Cockpit sind prima, variieren aber je nach gebuchter Ausstattung und Kreuzen auf der Aufpreisliste. Empfehlen kann ich das induktive Ladefach fürs Smartphone samt Cupholder-Schublade (neben/unter dem Schaltknauf) und darunter liegendem Flaschenfach, das sogar 2l-Flaschen fasst. In die Schublade passt sogar ne doppelte Currywurst samt Brötchen und Gabel (zum Verzehr in der Waschstraße, funktioniert prima).

 

Fahrdynamisch ist er, leider, ne Klasse besser als der Custom. Weniger Traktionsprobleme beim schnellen Abbiegen, sogar besser als der 2013er Audi A4 Avant 143 PS Multitronic (Ex-Dienstwagen meiner Frau) den ich regelmäßig an die Grenze bekommen hab. Dafür verschluckt sich die Start-Stopp-Automatik regelmäßig, was zu unschönen Pausen im Querverkehr beim Abbiegen führt. :-/ Und der Custom zeigt teilweise bei hohem Autobahntempo ein "Nachschwingen", als hätte man einen schlechten Anhänger hinter sich (keine Ahnung, wie ich das Gefühl beschreiben soll); das hat der Multivan überhaupt nicht.

Der fahrdynamisch schönste Bus, mMn gerade auch dem T6 überlegen, ist für mich übrigens der aktuelle Vito. Den durfte ich als 163 PS Automatik für ein Wochenende über 250 km recht ausgiebig testen. Ich bin allerdings seit wir den 1er haben ohnehin vom Konzept des "Standardantriebs" überzeugt und finde seitdem wenig Gefallen am Vorderradantrieb, der zwar dem Platzangebot nützt, aber sonst nur der Gewinnspanne des Herstellers...

 

Fazit für mich: für den Preis eines Multivan, selbst vom EU-Importeur oder bei Selbstimport aus Benelux oder Österreich (alles bereits kalkuliert) würde ich lieber einen vollausgestatteten Nugget samt Zubehör kaufen.

 

PS: man hört teilweise aus der Branche von Internen, dass man T5/6 gerne fahren kann, aber tunlichst nicht kaufen sollte. Verwiesen wird bzgl der Langzeitqualität regelmäßig auf Custom oder den neuen Vito. "Man hört" heißt, ich kann diese Einschätzung nicht verifizieren, auch wenn ich persönlich diesen Quellen traue. Der Custom gilt in Europa als meist verkaufter Kastenwagen; im Tx-Forum liest man viel über Probleme, hier bei den Custom-Fahrern oder im Nugget-Forum fast nicht. Das bildet für mich zumindest einen Trend ab.

Hallo Ford-Gemeinde,

 

wenn ich schon über den Multivan herziehe: ist denn ein Euroline-Fahrer hier dabei? Das wäre fairerweise ja ein ehrlicher(er) Vergleich, weil quasi identisches Fahrzeugkonzept.

 

Ich durfte mal einen von Westfalia gebauten (also das Euro 5 Modell) probefahren und auf der CMT Stuttgart 2016 bewundern. Dort haben 7 Sitze samt Multiflexboard und Tischmodul gepasst, aber Freiraum und Bewegung war dann (in Schlafposition) nicht mehr. Sonderlich flexibel kam mir das auch alles nicht vor, ich war an einigen Stellen von Westfalia sehr enttäuscht.

Vieles kann auch die Schuld von Ford sein: die Basis von Euroline und Nugget scheint ein Transit und kein Tourneo zu sein, mit entsprechenden Einschränkungen bei der Ausstattung. Ich hatte mir Sitzheizung und Rückfahrkamera gewünscht, was so nicht zu bekommen war. Vom Preis völlig abgesehen, der bei schlechterem Basisfahrzeug im Vergleich mit einem gewöhnlichen Tourneo Custom viel zu hoch war (Aussage des Händlers: er kann die üblichen Rabatte nur auf den Ford-Anteil gewähren; auf den Westfalia-Anteil samt Umbaukosten eben nicht). Bei der Probefahrt hat der leere Beifahrersitz so dermaßen geklappert (Drehkonsole vermutlich), dass ich den rabattierten Vorführer auf keinen Fall wollte.

 

Das Euro-6-Modell des Euroline wird ja auch nicht mehr von Westfalia gebaut, sondern von Sortimo. Ein Händler meinte auf Rückfrage nur: "Na, warum wohl?!". Allerdings konnte ich ihn noch nirgends live begutachten. In den Prospekten ist nur davon die Rede, dass keine Einzelsitze in Reihe 2 mehr möglich sind, also nur noch 5-Sitzer. Die Vordersitze kommen scheinbar auch vom anderen Hersteller.

Ob ernsthaft ein Preisvorteil zum Westfalia-Euroline möglich wird, glaube ich allerdings kaum. Dort gab es ja massig Gleichteile zum Nugget, die zu einem Kostenvorteil führen sollten (Vordersitze, Standheizung samt Fußboden etc).

 

[Warum Westfalia dann beim Nugget eine Standheizung und eine Rückfahrkamera anbietet, aber beim Euroline nicht, frage ich mich allerdings auch. Preislich war der Euroline aber so dicht am Nugget, dass der Händler uns damals auf den Aufstelldach-Nugget verwies...]

Themenstarteram 11. August 2017 um 13:42

Hi Theqwerz,

alles hochinteressant aber eine Passage verstehe ich nicht:

"....seit wir den 1er haben ohnehin vom Konzept des "Standardantriebs" überzeugt und finde seitdem wenig Gefallen am Vorderradantrieb, der zwar dem Platzangebot nützt, aber sonst nur der Gewinnspanne des Herstellers... "

Hat denn der Daimler Hinterradantrieb? Und meinst Du den mit "Standardantrieb"?

MffG

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