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Tempolimit von 90 Stundenkilometern

Themenstarteram 7. April 2005 um 12:35

Heute im SPIEGEL:

„Angesichts explodierender Ölpreise bringt die EU drastische Gegenmaßnahmen ins Spiel. Energiekommissar Andris Piebalgs hat sich für ein europaweites Tempolimit von 90 Stundenkilometern ausgesprochen.“

Abgesehen davon, daß man dann auf der leeren Autobahn einschläft und daß das Fahren keinen Spaß mehr macht, bräuchte kein Mensch mehr die guten schnellen Autos aus Deutschland und das wäre für unsere Wirtschaft und den Sozialstaat äußerst fatal!

Ich plädiere daher für circa 140 km/h als Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen, so, wie in Italien, und 100 km/h wie bisher auf Bundesstraßen.

Hintergrund der Forderung des EU-Energiekommissars Andris Piebalgs ist wohl die Absicht, Öl zu sparen und so den Preis wieder zu drücken, unabhängig davon, ob sich ein Verbraucher das teure Öl (Benzin) leisten kann.

Was meint ihr?

Beste Antwort im Thema
am 7. April 2005 um 13:09

Ich schlage vor, Herrn Piebalgs in seine Heimat Lettland abzuschieben.

Dann kann er ja schauen, ob seine Ideen dort mehrheitsfähig sind. Aber um ihre Brave New World durchzusetzen, verschlägt es diese Spastis immer nach Brüssel, weil sie nur dort keinem Wähler Rechenschaft ablegen müssen.

 

Gruß

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1. Technische Frage

Angenommen ich fahre 100km mit Tempo 100, dann habe ich mein Ziel nach 1 Std. erreicht, oder die gleichen 100 km mit Tempo 200, und ich bin in 0,5 Std. am Ziel.

Abgesehen vom Verbrauch, wie verhält sich das mit dem Schadstoffausstoß? Ist der identisch, oder habe ich durch mehr Zeit bzw. mehr Geschwindigkeit einen höheren Ausstoß?

2. EU

Lt. Aussage eines Bundestagsabgeordneten aus unserer Stadt, ist es die EU, die verhindert das in Deutschland flächendeckend eine Autobahnmaut für alle Fahrzeuge eingeführt wird. Ist das nicht auch ein Eingriff in nationales Recht?

Ich meine wir sind ein Transitland, und wenn alle eine Vignette bräuchten (deutsche eine Rückerstattung über die Kfz-Steuer bekämmen), was hätten wir für Mehreinnahmen.

Immerhin funktioniert das in fast allen (südlichen) Nachbarländern doch auch.

3. Politik

Große Koalition kann aus meiner Sicht nichts bewirken, weil die Politik nur aus Kompromissen bestehen kann (siehe Gesundheitsreform), oder glaubt ihr im Ernst die feinden sich jahrzehnte lang an, und dann sind sie auf einmal von heute auf morgen die besten Freunde.

Ob man nun rot, schwarz, oder sonstwas an der Regierung hätte, nur eine allein regierende Partei kann wirklich was bewegen. Egal ob einem persönlich die Richtung dann gefällt, aber nur so kann etwas geschehen.

am 10. Oktober 2006 um 13:49

Zitat:

Original geschrieben von Nosports

1. Technische Frage

Angenommen ich fahre 100km mit Tempo 100, dann habe ich mein Ziel nach 1 Std. erreicht, oder die gleichen 100 km mit Tempo 200, und ich bin in 0,5 Std. am Ziel.

Abgesehen vom Verbrauch, wie verhält sich das mit dem Schadstoffausstoß? Ist der identisch, oder habe ich durch mehr Zeit bzw. mehr Geschwindigkeit einen höheren Ausstoß?

2. EU

Lt. Aussage eines Bundestagsabgeordneten aus unserer Stadt, ist es die EU, die verhindert das in Deutschland flächendeckend eine Autobahnmaut für alle Fahrzeuge eingeführt wird. Ist das nicht auch ein Eingriff in nationales Recht?

Ich meine wir sind ein Transitland, und wenn alle eine Vignette bräuchten (deutsche eine Rückerstattung über die Kfz-Steuer bekämmen), was hätten wir für Mehreinnahmen.

Immerhin funktioniert das in fast allen (südlichen) Nachbarländern doch auch.

3. Politik

Große Koalition kann aus meiner Sicht nichts bewirken, weil die Politik nur aus Kompromissen bestehen kann (siehe Gesundheitsreform), oder glaubt ihr im Ernst die feinden sich jahrzehnte lang an, und dann sind sie auf einmal von heute auf morgen die besten Freunde.

Ob man nun rot, schwarz, oder sonstwas an der Regierung hätte, nur eine allein regierende Partei kann wirklich was bewegen. Egal ob einem persönlich die Richtung dann gefällt, aber nur so kann etwas geschehen.

zu1.

Der Schadstoffausstoß ist absolut höher als wenn man mit 100 daher tuckert. Selbst pro Zeiteinheit dürfte er höher liegen.

Aber 100 km erreicht man wenn man 200 fahren darf trotzdem eher selten in 0,5 h da man ja nur ein gewisses Durchschnittstempo erreicht.

zu 2.

Mir wäre eine Maut für alle auch lieber. Schließlich nutzen ja auch alle die Straße ab und über Steuern beim Tanken wird da nichts eingenommen. Leider zwingt die EU zur Umsetzung mancher Richtlinien (siehe Seilbahngesetz Meck-Pom) und andere Sachen werden wiederum geblockt.

zu 3.

Stimmt leider. Die Meinungen zwischen den Parteien gehen soweit auseinander, daß die erst ewig debattieren und das Ergebnis ist dann doch nur ein Kompromis.

am 10. Oktober 2006 um 14:00

Erstmal ist der Schadstofftechnik definitiv deutlich höher, denn während die Geschwindigkeit des Fahrzeuges sich erhöht, steigt die benötigte Leistung im Quadrat. Das heisst doppelte Geschwindigkeit benötigt vierfache Leistung...

Dazu kommt das "normale" Autos, ab einer gewissen Geschwindigkeit bzw. unter Volllast das Gemisch anreichern, unter anderem um den Motor zu kühlen...

Zitat:

Original geschrieben von Nosports

Ich meine wir sind ein Transitland, und wenn alle eine Vignette bräuchten (deutsche eine Rückerstattung über die Kfz-Steuer bekämmen), was hätten wir für Mehreinnahmen.

Das glaubst Du doch wohl selbst nicht. Die Rechnung wird vielmehr so aussehen, dass alle eine Gebühr bezahlen müssen und sich sonst überhaupt nichts ändert. Hat die Politik jemals dem Bürger Geld geschenkt? Nein! Wieso sollte sie auch?

Zitat:

3. Politik

Große Koalition kann aus meiner Sicht nichts bewirken, weil die Politik nur aus Kompromissen bestehen kann (siehe Gesundheitsreform), oder glaubt ihr im Ernst die feinden sich jahrzehnte lang an, und dann sind sie auf einmal von heute auf morgen die besten Freunde.

Politik kann in einer Demokratie ohnehin nur aus Kompromissen bestehen.

Zitat:

Ob man nun rot, schwarz, oder sonstwas an der Regierung hätte, nur eine allein regierende Partei kann wirklich was bewegen. Egal ob einem persönlich die Richtung dann gefällt, aber nur so kann etwas geschehen.

Was ist schlecht daran, dass die Interessengruppen in Deutschland einen Konsens finden müssen, um Veränderungen durchsetzen zu können? Seien wir doch froh, dass es den Einfluss der Opposition gibt.

Autobahnmaut finde ich gut. Dann wären die ganzen Sonntagsfahrer weg. Tempolimit von 90 kmh können die in solchen Zwergenstaaten wie Litauen oder Estland ect. einführen. Die paar hundert Kilometer bis man durch´s ganze Land gefahren ist, da reichen 90 kmh. Tempolimit an den passenden Stellen (Unfallschwerpunkte ect.) ist völlig in Ordnung. Ansonsten freie Fahrt für freie Bürger.

am 10. Oktober 2006 um 21:28

Zitat:

Original geschrieben von LDS-MP

Ansonsten freie Fahrt für freie Bürger.

Waffen für alle!

Mit solchen tollen Sprüchen kommen wir irgendwie nicht weiter...

am 11. Oktober 2006 um 4:58

Zitat:

Was ist schlecht daran, dass die Interessengruppen in Deutschland einen Konsens finden müssen, um Veränderungen durchsetzen zu können? Seien wir doch froh, dass es den Einfluss der Opposition gibt.

Wir können nicht nur wegen der Entscheidungsvielfalt froh sein, das auch die Oppsition Macht hat.

@beethoven

@patti106

Ich gebe euch natürlich absolut recht, dass sowohl Kompromisse wie auch eine starke Opposition zu einer vernünftigen Demokratie gehören.

Dennoch, schaut Euch doch mal die aktuelle Parteienlandschaft im Bund an. Schwarz/rot regiert jetzt seit 1 Jahr, welche Erfolge bei den wirklich entscheidenden Themen sind zu vermelden?

Mehr Beschäftigte, Senkung der Lohnnebenkosten, Gesundheitsreform, Hartz IV, Bürokratieabbau?

Wo sind stichhaltige, auf Langfristigkeit ausgelegte Konzepte oder Gesetze, die nicht zu Lasten bzw. auf Kosten der mittleren und unteren Einkommen gehen? Ganz einfach, es gibt sie nicht.

Das eine Opposition im Bund bei rot/schwarzer Koalition keine starke Opposition sein kann, ist glaube ich logisch. Sie kann zwar Reden und aufzeigen was ihnen nicht passt, aber bei Abstimmungen hat sie halt keine Chance.

Wo also liegen die Vorteile einer großen Koalition, wenn sich beide Parteien, zum Wohle der eigenen Ideologien, ständig gegenseitig behindern?

 

Grüße

Wer hat denn das Thema wieder ausgegraben, aber gut:

Tempo 80 gegen Feinstaub

http://www.nachrichten.ch/detail/253270.htm

Bei diesen sinnvollen *hust* Vorschlägen... Vielleicht sollte man ja das Autofahren verbieten? Oder auf deutschen Autobahnen das Schritttempo einführen...

Wenn sowas tatsächlich kommen sollte sag ich nur: Es wird demnächst vermehrt geflogen!

Hallo!

Mal zum Thema noch... Ich fahre auch gerne schnell auf der Autobahn, und 130-150 fände ich schon störend, 90 halte ich sowieso für sehr unrealistisch... Ich fahre gerne um die 200, mit dem Astra geht das sehr gut und auch mit dem Wagen von meinem Vater, mein Golf schafft zwar nur so 165 laut Tacho auf der Geraden aber trotzdem fährt man halt ab und zu auch andere Autos;)

So, ich habe hier mal ein paar sinnlos-Postings entfernt. Weiter geht's und bitte schön beim Thema bleiben ;)

Danke.

 

Wo und wann kann man denn dauerhaft 200km/h fahren?

Eh ich meinen Wagen mal über die 200km/h hatte brauchte ich einige Autobahnfahrten damit dies überhaupt möglich war.

Und auch dann habe ich die 200km/h nicht dauerhaft fahren können.

Als Reisegeschwindigkeit finde ich 140-150km/h ideal.

Wenn ich längere Strecken fahre ist das immer meine Geschwindigkeit. Natürlich kommt dazwischen auch mal ein Stück mit >150km/h aber die meiste Zeit eben 140-150km/h.

Bei 200km/h, aber auch schon bei 180km/h, ist die Konzentration die nötig ist um sicher unterwegs zu sein sehr hoch und das schaft man einfach auf dauer nicht 100%ig.

Klar wenn ich mal 5km, oder von mir aus auch mal 50km, fahren dann kann das auch mal zügig passieren, aber es ist dann schon mit etwas "arbeit" verbunden.

Es kann mir keiner Erzählen das er noch so einer Fahrt entspannt ist.

Bei 140-150km/h schwimmt man halt irgendwie mit, bei 200km/h ist man in gedanken doch schon immer am schauen ob jemand raus zieht, ob man bremsen muss oder wohin man ausweichen könnten.

am 11. Oktober 2006 um 14:47

Zitat:

Original geschrieben von AcJoker

 

Wo und wann kann man denn dauerhaft 200km/h fahren?

in den letzten beiden Wochen waren bei mir "dauerhaft" längstens 2 Minuten ... wohlgemerkt am Stück ... dauerhaft schnell geht kaum, jedenfalls nicht tagsüber in der Woche

am 11. Oktober 2006 um 15:09

Es kommt auf die Verkehrssituation an.

Wenn ih nur wenige Fahrzeuge auf der Bahn habe, sind für mich 200 entspannter als 150. Das kommt aber sicher auch auf die Strecke an, die man noch vor sich hat.

Wenn aber zu viel los ist, passt man sich einfach an den allgemeinen Verkehrsfluß an.

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