- Startseite
- Forum
- Wissen
- Fahrzeugtechnik
- Kraftstoffe
- Tempolimit von 130 km/h geplant
Tempolimit von 130 km/h geplant
"So reflexartig auch am Wochenende die Forderungen von Umweltkommissar Stavros Dimas nach einem Tempolimit in Deutschland abgebügelt wurden - die Wirklichkeit sieht anders aus. Auch in Berlin werden die Forderungen nach Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit lauter. Erstmals wollen jetzt Abgeordnete dreier Fraktionen einen Gruppenantrag in den Bundestag einbringen. "Einführung eines generellen Tempolimits von 130 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen", so der Titel des vierseitigen Antrags, der der taz vorliegt.
Verfasst wurde das Papier von dem Umweltpolitiker Reinhard Loske (Grüne), der Verkehrsexpertin Heidi Wright (SPD) und dem CSU-Obmann im Umweltausschuss, Josef Göppel. "Deutschland ist weltweit eines der ganz wenigen Länder, auf dessen Autobahnen keine generelle Geschwindigkeitsgrenze gilt", so die Abgeordneten. Ein Tempolimit würde "den deutschen Sonderweg beenden". Die Gründe für ein generelles Tempolimit leiten die drei Parlamentarier aus dem "Umwelt- und Klimaschutz, der Energieeinsparung, der technologischen Zukunftsfähigkeit der Autoindustrie, der Verkehrssicherheit sowie dem demografischen Wandel" ab. Die Abgeordneten sehen das Tempolimit als "ein Element einer umweltpolitischen Gesamtstrategie für den Verkehrsbereich". Dazu gehörten außerdem eine Reihe andere Maßnahmen wie CO2-Grenzwerte für Autos, neue Antriebstechniken und Kraftstoffe, Schadstoffgrenzwerte und Steueranreize über die Kfz-Steuer."
Das Thema Tempolimit hatten wir ja schon als OT in anderen Threads- bin mal auf die kontroversen Diskussionen gespannt.
Ähnliche Themen
412 Antworten
Mein Problem mit pauschal Tempo 130 ist mal wieder die Kapitulation vor Idioten. IMHO brauchts mehr Eigenverantwortung statt immer neuer Regeln. Deswegen sind mir verpflichtende und nicht löschbare Unfalldatenschreiber wesentlich lieber als ein pauschales Limit.
Versicherungen sollten gute Statistiken haben wie viele Unfälle mit einem Beteiligten bei > 130 km/h stattfinden. Dementsprechend kann man Versicherungsprämien senken wenn z.B. freiwillig Speedlimiter auf 135 km/h eingebaut werden würden. Mich würde echt interessieren, wie viele Prozent oder Promille es billiger würde. Wahrscheinlich ist der Typ Fahrer, der sich einen Begrenzer auf 130 einbauen liesse eh weit weniger unfallträchtig als der ohne, egal ob Limit oder nicht.
Die Tempo 130 km/h Diskussion ist auch ökologisch eine Alibidiskussion.
Das stop-und-go-Verkehr auf der Autobahn mehr Sprit kostet als Tempo 200 dürfte jedem Autofahrer mit dynamischer Verbrauchsanzeige auch klar sein.
Zwischen Essen und Dortmund fährt kein Auto 200.
Ist tagsüber selbst mit Vorsatz (sind nur 60 bis max 120 km/h erlaubt) nicht drin.
Aber zehntausende Autos stehen da jeden Tag im Stop-und-go-Verkehr.
Bundesweit stehen so in allen Ballungsgebieten zusammen Millionen und verpesten die Luft und verschleudern Sprit.
Das ist eine ÖKO-Katastrophe.
Das und nicht die Tempo-130-Diskussion ist für die meisten Autofahrer das eigentliche Problem. Diese Leute kriegen erst gar keine 130 auf den Tacho.
Offensichtlich kann man nicht erwarten, das sich Leute abseits von Ballungsgebieten darüber den Kopf zerbrechen.
Wer in einem solchen Gebiet wohnt, für den stellt sich:
- die Frage nach der Luftqualität:
LKWs, PKW ohne Dieselrußfilter, nach der grünen Welle
- die Frage nach möglichst reibungsloser Mobilität
grüne Welle, keine überlasteten Autobahnen
Die Frage nach Tempo 140, 180 oder 250 stellt sich für diese Leute meist nicht. Einfach weil die Autobahnen in diesen Regionen fast ausnahmslos Tempolimits von 80 bis 120 haben.
Diejenigen, die sich offen für Tempo 130 aussprechen scheinen sich mit dem Vorschlag von Tempo 70 veralbert zu fühlen.
Eigenartige Welt.
Das sind auch die Leute, die nie darüber nachgedacht haben, dass sie in der mit Hindernissen versehenen Tempo 30 Zone mehr Sprit je km verbrauchen als bei Tempo 180.
Das man in der Stadt mehr verbraucht als mit 130 km/h auf der Autobahn ist den meisten irgendwo vielleicht gerade so eben klar.
Wer also der Auffassung ist, dass er etwas für seine Umwelt tun möchte, kann einen ganzen Massnahmenkatalog ergreifen.
1. Auf Flugreisen und Fernreisen verzichten.
2. In die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen.
3. SUV / Familienlaster / Diesel verkaufen.
4. Kleines Auto mit 30 kw kaufen oder ganz ohne Auto leben.
5. CNG / LPG tanken.
6. Tempo 80, 100 oder 130 einhalten.
Persönlich:
Mit Tempo 130 komme ich besser klar als die meisten USER auf der Straße.
Das sehe ich bei jeder Geschwindigkeitsbeschränkung. ;)
Bei meiner letzten und bei meiner nächsten Fahrt in den Süden wähle ich wieder die 130er Strecke.
Ist einfach entspannter.
Von meinen Vorschlägen erfülle ich zu 100 Prozent die Punkte 2,3 und 5.
Die Punkte 1 und 6 weitgehend.
Ein Auto mit 30 kw habe ich allerding nicht und plane auch nicht die Anschaffung eines solchen.
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Obwohl ich selbst gerne mal `draufdrücke´ ist es doch eine Tatsache, dass bei endlichen Ressourcen derjenige, der heute mit 15 L/100km unterwegs ist, zukünftigen Autofahreren, nämlich seinen Kindern und Enkeln die entsprechend Möglichkeit wegenimmt, mit jewweils 5 L /100km das gleiche Pensum abspulen zu können.
Steige um auf Autogas und Du wirst den Leuten genau 0 Liter wegnehmen.
Jedenfalls solange Propan und Butan noch einfach so abgefackelt werden weil nicht ausreichend nachgefragt.
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Genau so ist es!
Obwohl ich selbst gerne mal `draufdrücke´ ist es doch eine Tatsache, dass bei endlichen Ressourcen derjenige, der heute mit 15 L/100km unterwegs ist, zukünftigen Autofahreren, nämlich seinen Kindern und Enkeln die entsprechend Möglichkeit wegenimmt, mit jewweils 5 L /100km das gleiche Pensum abspulen zu können.
deine argumentation hinkt ;-)
seit jahren heisst es die reserven der fossilen brennstoffe reichen nur noch 40 jahre und jedes jahr werden neue vorkommen entdeckt. und es gibt schon bekannte vorkommen die nun erst durch neue innovationen überhaupt förderbar werden. alleine die in alaska vorkommenden ölvorräte in schiefer reichen jahrelang wenn es wirtschasftlich wird diese zu fördern.
also wenn man sich damit mal ein bisschen beschäftig und nicht nur alles den zeitungen und politikern nachplappert, kann man ein differenziertes bild bekommen ;)
Meine Aussage bezieht sich auf endliche Vorräte.
Egal, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sich die Aufarbeitung der fossilen Brennstoffe nicht mehr rechnet, jeder Liter, der heute verbraucht wird, fehlt doch an der noch zur Verfügung stehenden Restmenge.
Natürlich war meine Formel sehr vereinfacht und man kann jetzt pausenlos über nicht berücksichtigte Randbedingungen reden aber, bezogen auf die zur Verfügung stehende Restmenge sehe ich keinen Rechenfehler.
Ist gut möglich, dass der nächste behauptet, macht auch nix, weil in ein paar Jahren fahren wir nur noch mit BSZ, usw.
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Meine Aussage bezieht sich auf endliche Vorräte.
Egal, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sich die Aufarbeitung der fossilen Brennstoffe nicht mehr rechnet, jeder Liter, der heute verbraucht wird, fehlt doch an der noch zur Verfügung stehenden Restmenge.
Nagut machen wirs so, die Benzin und Diesel Fahrer dürfen nur noch 130km/h Fahren.
Die LPGler deren Treibstoff wenn nicht im Auto dann in der Raffinerie sinnlos abgefackelt wird mangels Nachfrage dürfen so schnell Fahren wie sie wollen. Auf einer dreispurigen BAB ist die Linke Spur selbstverständlich für LPGler Reserviert. :D
Damit kann ich auch leben.
Diskutieren wir immer noch über 130 oder gleich wieder über alles auf einmal?
Pro 130 sehe ich ganz klar:
- Emissionen. Es dürfte ja bekannt sein dass die Euro-Einstufungen und Grenzwerte in einem Zyklus bis 120km/h (eben der Grenze in den meisten EU-Staaten) festgelegt sind. Die Frage also wie gut sind die meisten Autos jenseits dieses Tempos wo es keine überprüfbare Reglementierung gibt wirklich?
- Verbrauch. Auch wenn es sicher nicht der grösste Spareffekt von allen sein wird, aber 130 wird auch den Verbrauch senken. Nicht nur durch das niedrigere sondern auch das gleichmässigere Tempo.
Über andere Punkte brauchen wir denke ich nicht zu diskutieren. Dass jede Massnahme die den Verkehrsfluss gerade in den Ballungsräumen optimiert gut ist darin sind wir uns denke ich doch einig. Gerade da sollte der Weg daher hin zu flexiblen Begrenzungen und Verkehrsleitsystemen gehen.
Und vor allem nicht die Gesamtbetrachtung vergessen, PKWs machen grad mal 12% unseres Energieverbrauchs aus. Der Umwelt ist es egal ob wir ein sparsameres Auto fahren oder weniger Heizöl oder Strom verbrauchen. Leider geht es wieder mal nur ums Auto obwohl das Geld sicher besser zu investieren ist als in ein neues Auto.
Aber Tempo 130 ist IMHO einfach ein Beitrag von vielen um unseren Energieverbrauch zukünftig zu reduzieren.
Tempo 130 ist
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Meine Aussage bezieht sich auf endliche Vorräte.
Egal, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sich die Aufarbeitung der fossilen Brennstoffe nicht mehr rechnet, jeder Liter, der heute verbraucht wird, fehlt doch an der noch zur Verfügung stehenden Restmenge.
Wofür brauchst du fossile Brennstoffe? Rein theoretisch lässt sich alles künstlich herstellen, bzw. Alternativen wählen.
Allerdings gibts einige andere Rohstoffe, die sehr stark limitiert sind. Kupfer, Platin, Uran (also das Isotop, dass man für die Spaltung braucht). Nicht ohne Grund will Russland und China zum Mars und Bodenproben untersuchen. Nicht ohne Grund will sogar .de Bodenproben vom Mond zur Erde bringen und selbst analysieren.
Prinzipiell hast du natürlich Recht: Lieber jetzt die Weichen Stellen als später dumm da zu stehen. :)
Ich stelle es mir einfacher vor durch ein paar SOFORT umsetzbare Massnahmen Energie zu sparen, als Energie vom Mars zu holen, zumal: Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück, wie man weiss.
Will sagen: so oder so, mir müssen mit anderen Alternativen rechnen.
Genau so, wie morgen der erste Tag vom Rest meines Lebens beginnt, genau so genehmige ich mir mit der nächsten Tankfüllung wiederum die ersten Liter vom Rest der Ressourcen und ich tue das nicht allein.
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
genau so genehmige ich mir mit der nächsten Tankfüllung wiederum die ersten Liter vom Rest der Ressourcen und ich tue das nicht allein.
Fährst du mit Benzin/Diesel oder Gas oder was ganz was anderem?
Falls du mit Benzin oder Diesel Fährst rüste auf Gas um, am ende des Jahres kannst du ausrechnen wie viele Liter du an Benzin gepaart hast und dann kannst du ausrechnen wie viele KM andere damit mit 200km/h auf der BAB fahren können. Und dann kannst du ganz stolz auf dir sein weil du soviel für die Umwelt getan hast. Brauchst nicht mal nen schlechtes Gewissen zu haben mal 132km/h zu Fahren.
Ich hab gar kein schlechte Gewissen, ich nenne nur mal ein paar triviale Wahrheiten, die und alle betreffen sonst nix.
CNG/LPG rettet die Umwelt au net und die Vorräte sind erst mal sch**egal.
Wißt Ihr eigentlich,dass wir schon auf fast 70% der BAB Tempolimits haben? Statt genereller Geschwindigkeitsbegrenzung fordere ich ein LKW-Überholverbot auf Autobahnen und - wie beim Dosenpfand - eine Mindestquote von Transportkapazität auf der Schiene. Von mir aus auch noch Binnenschifffahrt.
Dan wäre Platz auf der Autobahn und das Hauptargument für erhöhten CO2-Ausstoß, nämlich Staus, wäre vom Tisch
uwbiker: Zerstör doch mal den Industriestandort Deutschland, indem du alles auf die teure Schiene verlegst. Sry, die Idee ist gut, aber halt zu teur, sonst würdn es schon einige machn.
Außerdem wird schon viel auf der Schiene transportiert und die "Best of the Best" an Gefahrstoffen darf eh nur auf Schiene.
Und in Zeiten von Globalisierung wissn wir alle, es gibt keine Lager mehr, das Lager ist die Autobahn.
Hab heut bei VW erst kurz vor Feierabend ein paar Teile bestellt die moin da sein solln. Es wird also iein Laster jetz die Teile, die warscheinlich noch nicht sehr alt sind über Nacht zu meinem Händler schaffn.
Das ist nur eine Frage der Organisation und der Konkurrenz. Seit private Firmen auf der Schiene Angeboten machen können kommt die ach so toll privatisierte Bahn richtig unter Druck.
Die frühere bundesbahn war besser, billiger und serviceorientierter-