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Teil & Autonomes Autofahren eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit

Themenstarteram 9. September 2015 um 7:48

Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.

Ich fand u.a. einen bezeichnenden Satz von Manuel Perez Prada: „ Wer Menschen immer mehr Aufgaben beim Fahren abnimmt, der schwächt diese Schwachstelle noch mehr, denn die Aufmerksamkeit sinkt gegen Null (sein Hinweis: "Idiotensicherheit schafft Idioten").

Ferner in dem Artikel über die neuste S-Kl.-Daimler „sich selbst durch den Verkehr zu lenken“ werfen sich mir Fragen auf.

Ist "Teilautonomes Fahren", vorerst die Hände bereits für kurze Zeit vom Lenkrad nehmen zu können, überhaupt legal ?

Wird also ohne Zulassung „illegalerweise“ nicht bereits erstmalig eine Technik bereitgestellt (glaube, TESLA bietet dieses als update gegen Aufpreis auch bereits an), die nicht auch verhängnisvolle Folgen für beteiligte Verkehrsteilnehmer haben kann ?

Das Daimler-Fahrzeug soll bei „Unklarheiten“ bereits eine "Notbremsung" selbstätig vornehmen, sofern der Fahrzeug-Lenker die Hände bei Warnsignalen nicht zurück ans Lenkrad führt. Verwirrend jedoch wird davon gesprochen, dass das Auto lediglich Sekunden ohne Lenkradberührung fahren würde und andererseits soll der Fahrer emails schreiben können, die sicherlich nicht sekundenschnell gemacht sein können.

Also, wenn im fließenden Verkehr ein PKW ( S-Kl. Daimler, TESLA) aus unersichtlichem Grund bremst, dann halte ich das für die kurz nachfolgenden PKW`S für unakzeptabel. Denn, wenn jemand während des Schreibens von Briefen den Verkehrsablauf gar nicht verfolgt hat, dann wird er beim Erscheinen eines Auto-Warnsignals den Verkehrsumstand binnen Millisekunden auch nicht mehr erfassen können, um „in der Verantwortung“ zu reagieren.

Ich behaupte, dass es illegal ist, wenn Fahrzeughersteller ohne gesetzliche Erlaubnis derart Technik anbieten (derzeit noch gegen Aufpreis), um ihre Käufer an diese Technik heranzuführen, die direkten Einfluß auf Lenkung und Bremsen nehmen kann und diese Fahrzeugführer jedoch für alles vollverantwortlich sein sollen. Das ist eine Verführung und Käufer werden den Herstellern bei Problemen/Unfällen wohl kaum in den Rücken fallen, wie sie es bei Navi-Benutzung und verbotenem Telefonieren während der Fahrt ja auch nicht tun.

Ich fand im Netz auch schon einen Artikel von Lennart S. Lutz über gravierende Rechtsprobleme fremdgesteuerten (auch teilautonomen) Fahrens.

Als gelegentlicher Mitleser schreibe ich im Forum hier heute diesen Beitrag würde gerne mal wissen, ob ihr meine Bedenken gegen derart technische Fahreingriffe teilen könnt.

PS

Weitergeführt könnte die Diskussion auch zu vollautonomen Fahren führen, jedoch halte ich derart computergesteuertes Autofahren für zu komplex, als dass eine Maschine mit Nullen und Einsen rechnend insbesondere in Städten "unauffällig" Auto fahren könnte.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@inzukunft schrieb am 9. September 2015 um 09:48:58 Uhr:

Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.

Ich mache mir mehr Gedanken um Autofahrer, die wesentlich verkehrsgefährdender unterwegs sind als ein selbstfahrendes Auto das je können wird.

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am 8. Dezember 2016 um 10:00

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 10:03:01 Uhr:

Danke ...

Fakten anmahnen und dann mit vielen Worten nicht eine geschrieben :D

Das bisher Einzige von Dir war die Behauptung, dass es niemals Systeme geben wird, die vollständig autonom ohne jede menschliche Eingriffsmöglichkeit laufen. War nichts, davon gibt es Tausende in Deutschland.

Ein Notstromsystem, das man während seines Betriebs abschalten könnte - mal darüber nachgedacht, was eine Abschaltung für ein "Sicherheitsgewinn" auf einer Intensivstation, innerhalb einer Serveranlage, ... wäre?

Ein autonomes Fahrzeug, was mit 100 km/h auf einer Landstraße unterwegs ist, willst Du während der Fahrt einfach mal abschalten können. Ganz schlau.

Ein System, was bei einer Notsituation ein autonomes Fahrzeug noch gefahrlos an den rechten Fahrbahnrand lenkt, willst Du aus Sicherheitsgründen jederzeit abschalten können. Besonders schlau.

Die Notwendigkeit einer manuellen Abschaltung mit der Begründung, dass man einen Schuldigen braucht, den man zur Verantwortung ziehen kann. Gut, den hätte man natürlich dann bei einer derartigen Abschaltung: derjenige, der abschaltet.

am 8. Dezember 2016 um 10:09

Zitat:

@Kontergewicht schrieb am 08. Dez. 2016 um 11:0:01 Uhr:

Ein System, was bei einer Notsituation ein autonomes Fahrzeug noch gefahrlos an den rechten Fahrbahnrand lenkt, willst Du aus Sicherheitsgründen jederzeit abschalten können. Besonders schlau.

Gibt ja tatsächlich leute, die sowas tun. "ESP brauch ich nicht, ich kann das viel besser. Genau wie ABS. Wird direkt abgeschaltet. Ist sowieso dreist vom Hersteller mir sowas aufzuzwingen. Entmündigung pur! Den Airbaigmüll bau ich auch gleich nach dem Kauf aus, kann ich auch selbst viel besser. Blablubb..."

Zitat:

@Kontergewicht schrieb am 8. Dezember 2016 um 11:00:01 Uhr:

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 10:03:01 Uhr:

Danke ...

Fakten anmahnen und dann mit vielen Worten nicht eine geschrieben :D

Das bisher Einzige von Dir war die Behauptung, dass es niemals Systeme geben wird, die vollständig autonom ohne jede menschliche Eingriffsmöglichkeit laufen. War nichts, davon gibt es Tausende in Deutschland.

Ein Notstromsystem, das man während seines Betriebs abschalten könnte - mal darüber nachgedacht, was eine Abschaltung für ein "Sicherheitsgewinn" auf einer Intensivstation, innerhalb einer Serveranlage, ... wäre?

Ein autonomes Fahrzeug, was mit 100 km/h auf einer Landstraße unterwegs ist, willst Du während der Fahrt einfach mal abschalten können. Ganz schlau.

Ein System, was bei einer Notsituation ein autonomes Fahrzeug noch gefahrlos an den rechten Fahrbahnrand lenkt, willst Du aus Sicherheitsgründen jederzeit abschalten können. Besonders schlau.

Die Notwendigkeit einer manuellen Abschaltung mit der Begründung, dass man einen Schuldigen braucht, den man zur Verantwortung ziehen kann. Gut, den hätte man natürlich dann bei einer derartigen Abschaltung: derjenige, der abschaltet.

Und gleich nochmal:

BLA BLA BLA, keine einzige Begründung Erklärung oder zu ende gedachte Situation:

Auto hat eine Fehlfunktion und ist nicht mehr in der Lage sich selbst abzuschalten (Bluescreen). Was wird in so einem Fall passieren?

Es ist ein Unfall passiert wegen eines Systemfehlers oder eines Logikfehlers des Systems. Das Autonome Auto hat ein anderes beschädigt. Wer haftet?

Das System funktioniert perfekt, es ist aber ein Noteinsatz der Polizei und ein Einsatzfahrzeug will das autonome Fahrzeug passieren. Diese bleibt aber stur vor einer roten Ampel stehen, weil das priorität hat, sonst würde der Gegenverkehr gefährdet. Wer ist schuld?

Welche Systeme laufen aktuell völlig autonom ohne Eingriffmöglichkeit des Bedien/Aufsichtspersonals in Deutschland? Ich habe Flurförderfahrzeuge gebaut, die "autonom" fahren und das erste was ich dabei getestet habe war der Notauskreis...

HTC

am 8. Dezember 2016 um 10:45

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 10:33:53 Uhr:

Der reine Akkubetrieb mit der heutigen Technik ist nicht zukunfsträchtig, weil:

Die Kapazitäten der Akkus weisen ein negatives Verhältnis zum Eigengewicht auf

Ein Lithium/Luft-Akku hat die selbe Energiedichte wie Benzin, damit hat man bei der selben Größe eines Tanks auch die selbe Reichweite eines Benziners. Schwerer als Benzin ist der Akku auch bei identischer Größe sicherlich, jedoch ist so ein Antrieb nicht nur der Energiespeicher, wass dann mit den deutlich leichteren E-Komponenten zu einer Kompensation führt.

Ein E-Fahrzeug mit Lithium/Luft-Akku wird bei Reichweite und Gewicht identisch zu einem Benziner sein.

Dein Hinweis auf zukünftig andere als die aktuellen Akkutechnologien ist schon beeindruckend, wenn bereits bekannt ist, dass Lithium/Luft mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die übernächste Technologie sein wird, weil die mit ihren derzeitigen technischen Daten bereits angekündigt sind.

Kann man natürlich nicht so konkret nennen, wenn man kurz darauf etwas von extremen Gewicht und geringer Energiedichte schreiben will.

 

Zitat:

Die verwendeten Materialien sind nicht in ausreichender Menge auf der Erde vorhanden, und den Gesamtbedarf zu decken

Betrifft alle Antriebsarten, bis auf Wasserstoff und Wasserstoff bedeutet Brennstoffzelle, ein kleiner Akkusatz für je nach Fahrzeuggröße 20-50 Kilometer als Puffer und Antriebsenergie bis die Brennstoffzelle hochgefahren ist, und E-Antrieb.

 

Zitat:

Die Herstellung ist alles andere als Umweltfreundlich selbst im direkten Vergleich mit der Verbrennungstechnik

Das Recyclingproblem ist nicht wirtschaftlich

Nur gibt es zwischen Herstellung und Verschrotten auch noch eine Nutzung und die führt selbst jetzt schon beim aktuellen Strommix zu einem umwelttechnischen Break-Even bei rund 130.000 km Fahrleistung. (Publikationen TU-Basel, TU-Zürich)

 

Zitat:

Sollte es mal eng werden, wird das Autofahren zum Luxus vorbehalten für die wenigen Priviligierten.

Um dieses Problem zu lösen brauchen wir mal grundsätzlich eine andere Art der Energiespeicherung. Wasserstoff könnte eine Lösung sein...

Der Hauptpunkt ist die Art der Mobilität.

Du hast selbst die Umweltproblematiken bei der Produktion angesprochen. Diese Problematik lässt sich halbieren, wenn nicht jeder ein eigenes Fahrzeug hätte, sondern sich zwei Leute eines teilen.

Da so ein Auto ohnehin bei den Meisten nur zu 5% genutzt wird und zu 95% herum steht, sollte dies eigentlich möglich sein. Ist natürlich das Problem, dass man es selbst machen muss und nicht mehr zur Problemlösung einfach auf andere verweisen kann.

am 8. Dezember 2016 um 10:57

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 10:54:09 Uhr:

Irgendwie hab ich es verpaßt, was sich ab da ändert.

Kannst du das bitte kurz erzählen.

HTC

Ich meine das hier :

http://www.t-online.de/.../...r-verbrauchsluege-nefz-bei-neuwagen.html

He geht doch, das ist doch was womit ich was anfangen kann. DANKE!

OK ja , du hast viele richtige und teilrichtige Punkte angefüht:

Die E-Komponenten sind leider bei weitem nicht so leicht wie man meint, im Gegenteil, die Vorderachse muß verstärkt werden bei einem E-Antrieb, auch bedingt durch die hohen Drehmomente.

Was ich mit der Energiedichte meinte war: Gleiches Gewicht in Akkus und Benzin ergeben nach dem heutigen Stand der Technik nicht die gleiche Reichweite. Hat natürlich auch was mit den verschiedenen Wirkungsgraden zu tun.

Die Lithium-Luft technologie ist in der Tat vielversprechend, allerdings sind da wieder die weltweiten Lithium-Reserven der Flaschenhals... Man würde eigentlich gerne weg von seltenen Erden gehen, auch wegen der Position Chinas bei der Versorgung...

Mit Wasserstoff wollte ich auf den direkten Wasserstoffantrieb gehen, nicht auf die Kraftstoffzelle. Es gibt/gab Versuche damit, allerdings ist die Explosionsgefahr, das Betanken und die Lagerung umständlich. Dafür ist die Herstellung unkompliziert...

Ich kenne die Publikationen der TU Basel und Zürich nicht, wurden da auch die Umweltbelastungen durch Herstellung, Produktion und Entsorgung berücksichtigt. Hast du zufälligerweise ein Link, würde mich interessieren mal rein zu lesen...

Sharing ist selbstverständlich ein bewährtes Mittel und wird wahrscheinlich in der Zukunft an Bedeutung gewinnen, besonders in Ballungsräumen.

HTC

Zitat:

@Kontergewicht schrieb am 8. Dezember 2016 um 11:45:25 Uhr:

Da so ein Auto ohnehin bei den Meisten nur zu 5% genutzt wird und zu 95% herum steht, sollte dies eigentlich möglich sein. Ist natürlich das Problem, dass man es selbst machen muss und nicht mehr zur Problemlösung einfach auf andere verweisen kann.

Da ist das große Problem, dass die 5 % Nutzung aller Fahrzeuge in etwa zur gleichen Zeit stattfindet. Sowohl auf die Tageszeit bezogen (Berufsverkehr) als auch auf das Jahr gesehen (Reiseverkehr in den Schulferien). Da sehe ich gewisse Probleme, wenn man Car-Sharing für alle Wege ansetzen will.

Andereseits könnte man durch Carsharing/Fahrgemeinschaften (was ja heute schon gemacht wird) viele Autos im Berufsverkehr sparen...

Für den Reiseverkehr könnte man auf öffentliche Transporte ausweichen und vor Ort Carsharing in Anspruch nehmen.

Die größte Hürde ist dabei immer noch der Mensch bzw sein Individualitätsempfinden. MEIN Auto :)

HTC

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 12:23:18 Uhr:

Andereseits könnte man durch Carsharing/Fahrgemeinschaften (was ja heute schon gemacht wird) viele Autos im Berufsverkehr sparen...

Ja, durch Fahrgemeinschaften. Aber das geht ja heute schon genau so gut (oder schlecht). Als ich noch im Labor gearbeitet habe wäre das schon dadurch gescheitert, dass mein Arbeitszeitende an 2 von 5 Tagen nicht planbar war. Dummerweise wusste ich an den beiden Tagen dann morgens nicht, dass ich abends nicht um 17:00 Uhr gehen würde. Gerne hat dann mal das Telefon um 16:30 Uhr geklingelt...

Zitat:

Für den Reiseverkehr könnte man auf öffentliche Transporte ausweichen und vor Ort Carsharing in Anspruch nehmen.

Als Single oder Paar gerne, mit großen Kindern geht es auch wieder. Mit Kleinkindern nicht zu machen...

Zitat:

Die größte Hürde ist dabei immer noch der Mensch bzw sein Individualitätsempfinden. MEIN Auto :)

Das kommt noch dazu. Mein Auto, meine Musik, meine schlechte Morgenlaune...

Ich denke, um wirklich nennenswert Individualverkehr vor allem aus den Städten zu bekommen, müssen die Arbeitskonzepte umgestellt werden. Zumindest bei vielen Bürojobs wäre ein Homeoffice ja recht einfach machbar.

am 8. Dezember 2016 um 11:35

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 11:23:56 Uhr:

Auto hat eine Fehlfunktion und ist nicht mehr in der Lage sich selbst abzuschalten (Bluescreen). Was wird in so einem Fall passieren?

Das selbe, was bei tausenden Anlagen seit Jahrzehnten schon passiert: das autonome Notsystem springt ein.

Ich habe mein Studium durch die Wartung dieser Anlagen finanziert, und das war Anfang der 80er Jahre. In Systemen, die für Dich heute als unmöglich gelten, habe ich schon vor knapp 40 Jahren mit Wartung, Inbetriebnahme, ... herumgefingert.

Und ich will mich da nicht in den Vordergrund drängen, Du hast vermutlich deutlich mehr an derartigen Systemen gearbeitet und benutzt :D

 

Zitat:

Es ist ein Unfall passiert wegen eines Systemfehlers oder eines Logikfehlers des Systems. Das Autonome Auto hat ein anderes beschädigt. Wer haftet?

Der selbe, der das schon vor 100 Jahren machen musste: der Betreiber einer Anlage aus der Gefährdungshaftung, bei Fahrzeug nennt sich das Fahrzeughalter. Und der Halter muss auch oft genug für Dinge haften, die nicht der Fahrer sondern ein anderer Verkehrsteilnehmer verursacht hat.

 

Zitat:

Das System funktioniert perfekt, es ist aber ein Noteinsatz der Polizei und ein Einsatzfahrzeug will das autonome Fahrzeug passieren. Diese bleibt aber stur vor einer roten Ampel stehen, weil das priorität hat, sonst würde der Gegenverkehr gefährdet. Wer ist schuld?

Du.

Deine Frage würde nur dann funktionieren, wenn für autonome Fahrzeuge eine andere StVO mit anders gewichteten Prioritäten gelten würde.

In einer zukünftigen, parallel geltenden Zweit-StVO nur für Autonom-Fahrzeuge würdest Du dann auch als Pauschalschuldiger für alles aufgeführt sein.

 

Zitat:

Welche Systeme laufen aktuell völlig autonom ohne Eingriffmöglichkeit des Bedien/Aufsichtspersonals in Deutschland?

Zum Beispiel Flurförderfahrzeuge :D

 

Zitat:

Ich habe Flurförderfahrzeuge gebaut, die "autonom" fahren und das erste was ich dabei getestet habe war der Notauskreis...

Und dass genau dieser "Notauskreis" eine rein autonome Funktion ist, eine autonome Funktion sein muss, die immer und unbeeinflussbar von einem äußeren Zugriff auf deren Funktionsfähigkeit zu sein hat und nicht abschaltbar sein darf, weil es ansonsten sehr böse wird, ist Dir noch nie in den Sinn gekommen?

Der Hammer überhaupt, Du baust die Dinger, testest die Funktion, weil es das Wichtigste an dem Ding ist, was Du auch noch extra betonst, aber bestreitest, dass es existiert. :D

Irgend wie reden wir bei dem Thema Abschaltung aneinander vorbei:

Ich rede davon, daß es ein von außen betätigbares Notaussystem geben muß. Das schreibt die Maschinenrichtlinie vor. Es geht nicht um die Abschaltung dieser Sicherung.

Als Beispiel nehme ich mal das Notstromagregat:

Wenn der Abgassensor ein falsches Gemisch konstatiert, der zB CO in hohen Mengen produzieren würde, schaltet es den Notstromagregat ab. Und das unabhängig davon, wieviele Menschenleben gerade dran hängen.

Aber so lange so eine Notabschaltung existiert, ist dieses Gerät nicht 100% autonom, sondern wird von einer Schutzeinrichtung und diese ihrerseits durch eine Aufsichtsperson überwacht.

Das soll aber bei einem autonomen Fahrzeug entfallen. Google will zB ein Auto haben, daß weder Lenkrad noch Pedale hat, die Haftung dafür soll aber trotzdem der Fahrer tragen, obwohl dieser keine Handhabe mehr hat...

HTC

Natürlich wird es massive Verbesserungen der Akkutechnologien geben, und lange nicht alle können wir jetzt schon diskutieren, denn das ist keine Entwicklung, die schon in 5 Jahren die Mehrheit der Autos erreichen wird. Aber in ca. 20 Jahren schon. Darum halte ich es für unsinnig, da schon jetzt zu sehr über Gewichtsverhältnisse zu reden.

Und Lithium ist zwar gerade deer Stand der Dinge. Erst einmal gehört Lithium nicht zu den "seltenen Erden", sondern wie u.a. Natrium und Kalium zu den Alkalimetallen. Zweitens wird es aus Salzseen gewonnen, derzeit sind da Bolivien, China (Tibet) und die USA (Nevada) die größten Produzenten. Auch Israel (Totes Meer) wäre eine Option. Alles im übrigen Länder, die ich für weit harmloser als die der derzeitigen Öl-Abhängigkeit halte. Im Meerwasser ist es auch, und Australien, Kanada, Rußland, Simbabwe, oder Portugal haben auch Vorkommen. Außerdem sind terchnisch die Grundlagen da, um andere Metalle wie Magnesium, Natrium, Silizium und die mehr als reichlich vorhandenen Zink und Nickel zu verwenden, schon längst da. Alle seriösen Einschätzungen gehen davon aus, das das Material für Akkus nicht ausgehen wird.

Brennstoffzellen brauchen wie LED, LCH (Bildschirme, Fernseher) übrigens Yttrium, das zu den seltenen Erden gehört.

Übrigens hat die längere Reichweite der Tesla-Akkus auch was in der hohen Nutzung von Lithium zu tun. Ein Tesla hat 10 kg, ein Mercedes 3 kg...

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 8. Dezember 2016 um 12:29:20 Uhr:

Zitat:

@HTC schrieb am 8. Dezember 2016 um 12:23:18 Uhr:

Andereseits könnte man durch Carsharing/Fahrgemeinschaften (was ja heute schon gemacht wird) viele Autos im Berufsverkehr sparen...

Ja, durch Fahrgemeinschaften. Aber das geht ja heute schon genau so gut (oder schlecht). Als ich noch im Labor gearbeitet habe wäre das schon dadurch gescheitert, dass mein Arbeitszeitende an 2 von 5 Tagen nicht planbar war. Dummerweise wusste ich an den beiden Tagen dann morgens nicht, dass ich abends nicht um 17:00 Uhr gehen würde. Gerne hat dann mal das Telefon um 16:30 Uhr geklingelt...

Zitat:

Für den Reiseverkehr könnte man auf öffentliche Transporte ausweichen und vor Ort Carsharing in Anspruch nehmen.

Als Single oder Paar gerne, mit großen Kindern geht es auch wieder. Mit Kleinkindern nicht zu machen...

Zitat:

Die größte Hürde ist dabei immer noch der Mensch bzw sein Individualitätsempfinden. MEIN Auto :)

Das kommt noch dazu. Mein Auto, meine Musik, meine schlechte Morgenlaune...

Ich denke, um wirklich nennenswert Individualverkehr vor allem aus den Städten zu bekommen, müssen die Arbeitskonzepte umgestellt werden. Zumindest bei vielen Bürojobs wäre ein Homeoffice ja recht einfach machbar.

Das eigentliche Problem ist die massive Zentralisierung aller möglichen Lebensaspekte.

Nicht nur, dass viele Büroarbeiten nach Hause ausgelagert werden könnten, auch viele Produktionsarbeiten etc. könnten deutlich denzentraler angelegt werden, so dass sich eine Ortschaft um eine Hand voll Betriebe bildet und nicht Betriebe etc. in schon große Städte ziehen und ihre Mitarbeiter dadurch mit in die Stadt zwingen. Dadurch lebt man näher an der Arbeit, es gibt mehr Dienstleistungsanbieter und die einzelnen Ortschaften wären halt nicht so überfrachtet.

Oh danke für die Korrektur. Lithium gehört NICHT zu den seltenen Erden, es ist nur recht selten.

Die Akkutechnologie beschränkt sich aber derzeit auf wenige erfolgsversprechende Technologien, die wie bereits erwähnt in frühestens 10-20 Jahren in die Testphase gehen können.

Alternative Materialien für die Akkuherstellung haben aber meist andere Nachteile (geringe Zellspannung, weniger Ladezyklen usw...).

Ich denke wir müssen uns überraschen lassen, aber benötigen tuen wir die Alternativen dringend...

HTC

Themenstarteram 8. Dezember 2016 um 12:16

Denke, wir sind etwas aus der KI-Spur geraten. :rolleyes:

KI in der Funktion viele Einzelaufgaben der Assistenten / Ergebnisse der Sensoren im Auto koordiniert Lenkrad/Bremse/Gaspedal immer verläßlicher als ein Mensch anzuweisen, ist doch die Herausforderung. Insofern das übernimmt, was der Mensch bisher koordiniert.

Bei diversen Vorführvideos, wo quasi sich bewegende Objekte, Personen u.a. als „Wärmebild“ auf Monitoren gerastert dargestellt werden, bleibt überwiegend eine Suggestion möglichen "Software-KI-Denkens". Das Monitorbild ist ein Gaukel, das mögliche Käufer verführen soll sich der Maschine hinzugeben/anzuvertrauen. Die Maschine fährt temporär zwar nicht falsch, aber der Schlüssel der realen (KI) Verwertung der plausibel aufgezeigten „visuellen Raster“ bleibt das Verkäufer(Hersteller)Geheimnis.

Insofern bin ich mehr bei google, denn google will nur mit dem wirklich selbstfahrenden Auto antreten, das sich einer Prüfung zu unterziehen hätte, um zugelassen/angenommen zu werden. Aktuelle Autobauer nehmen die perfekte Funktion als Vision vorweg und verkaufen bereits Funktionsausschnitte (z.B. 1 Min ohne Lenkradberührung). Eine „endlose Strecke“ vollautonom zurückzulegen, würde mehr erfordern und selbst die 1 Min ist bisher ohne Gewähr.

Nur ist KI lediglich eine Behauptung von Eigenschaften, von Fahrkönnen, ein Traum und bin sehr gespannt diesbezüglich mal wieder von google zu hören. Zuletzt fingen google-Testautos präventiv zu hupen an, weil der Mensch offenbar wenig berechenbar ist. Ist das jetzt intelligent(er), zumal google-Testautos selbst keine Hupsignale „verarbeiten“ interpretieren können ? Will google mit der Hupe unfallvorbeugend lediglich ProgrammierZeit/Geld sparen und weitere Unfallschlagzeilen (bei max speed rd 40km/h) vermeiden ?

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