ForumBehindertengerechte Mobilität
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Behindertengerechte Mobilität
  5. Tatsächliche Fahrtkosten bei Behinderung und Home Office wg. Corona

Tatsächliche Fahrtkosten bei Behinderung und Home Office wg. Corona

Themenstarteram 28. Februar 2021 um 10:42

Hallo zusammen,

Ich beziehe ich hier auf §9 Abs. 2 EStG laut dem behinderte Menschen anstelle der Entfernungspauschale die tatsächlichen Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und für Familienheimfahrten ansetzen können.

Bei mir sind die Voraussetzungen erfüllt und das Finanzamt hat bereits in den letzten Jahren einen höheren Kilometersatz von 0,63€ anerkannt – das wird auch jedes Jahr komplett mit allen Belegen nachgewiesen.

Durch Corona (zum ersten Mal Home Office) bin ich aber in 2020 weniger zur Arbeit gefahren (ca. 50% weniger als in den Vorjahren), wodurch sich auch ca. 50% weniger Fahrten und damit entsprechend weniger gefahrene Kilometer ergeben.

Rein rechnerisch ergeben sich dadurch für 2020 höhere Kosten pro Kilometer, da die lineare Abschreibung des Fahrzeugs pro Jahr auf weniger gefahrene Kilometer umgelegt wird. Genau habe ich das noch nicht ausgerechnet, aber es werden ca. 0,80-0,90€ pro Kilometer sein. Die gesparten Spritkosten kompensieren das nicht, weil die lineare Abschreibung relativ hoch ist.

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass ich, nachgewiesen durch entsprechende Belege, einfach den erhöhten Kilometersatz ansetzen kann, denn wenn ich (statt Corona) den Arbeitgeber gewechselt hätte und nur die halbe Entfernung zur Arbeit hätte, das genau den gleichen Effekt auf die Kosten pro km hätte.

Da ich mir nicht sicher war, habe ich einfach mal beim Finanzamt angerufen.

Antwort sinngemäß: Nein, das könnten Sie natürlich nicht machen, weil für das Fahrzeug bereits höhere Kosten pro Kilometer als die Entfernungspauschale anerkannt wurden. Außerdem seien die anerkannten 0,63€ für dieses Fahrzeug (Audi A4) bereits hoch und ein höherer Kilometersatz werde nicht anerkannt. Das müsste ich gerichtlich durchsetzen, wenn ich anderer Meinung wäre, aber ich hätte keine Chance.

Das sehe ich allerdings etwas anders. Ich bekam auch keine Antwort, als ich nach einer Tabelle gefragt habe, aus der hervorgeht, dass 0,63€ für einen Audi A4 hoch sind. Der individuelle Kilometersatz ergibt sich doch aus verschiedenen Faktoren wie Laufleitung des Fahrzeugs pro Jahr, Spritpreis usw. und nicht um welches Modell es sich handelt.

Ich gehe davon aus, dass diese Antwort nicht richtig ist. Was meint ihr dazu?

Ähnliche Themen
1 Antworten

Ohne deine Frage beantworten zu könen, du kannst parallel aber schon das Arbeitszimmer absetzen und wenn unsere Bundesregierung Wort halten SOLLTE wird es für 2020 einfacher ein Arbeitszimmer durchzusetzen.

Vielleicht kommst du so auf den gleichen finaziellen Schnitt.

Wir rechnen jährlich alle gefahrenen Kilometer des KFZ meiner Frau zum Standartsatz ab. Das sol ja eine Erleichterung in Form einer Steuerermässigung sein und nicht die kpl. Kosten decken.

Jede Fahrt meiner Frau ist eine Besuchs-, Freizeit,-Arzt-, Urlaubsfahrt oder zum Lebensunterhalt bedingt. Unter 10K Kilometer wird das auch immer problemlos anerkannt. Fahrten zur Arbeit hat sie zum Glück nicht mehr ;-)

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Behindertengerechte Mobilität
  5. Tatsächliche Fahrtkosten bei Behinderung und Home Office wg. Corona