ForumBiker-Treff
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Supersportler wirklich VIEL zu gefährlich für vernünftige Anfänger??

Supersportler wirklich VIEL zu gefährlich für vernünftige Anfänger??

Themenstarteram 12. Juni 2008 um 20:26

Hi,

ich höre und lese immer wieder das es für Anfänger zu gefährlich ist, mit einen ungedrosselten Supersportler anzufangen weil man mit der vielen Leistung nicht umzugehen weiss.

Gilt das auch wenn man sich vorsichtig an die Sache rantastet und immer brav nach Vorschrift fährt?

Wenn ich jetzt einige Monate oder vielleicht ein Jahr, ein Nakedbike mit ca. 50 oder 70 PS fahre, und meine das ich nun die Routine habe um auch mit Supersportlern umzugehen, dann bin ich doch trotzdem wieder Anfänger. Ein Supersportler ist doch wieder eine ganz anderes Motorrad mit einer ganz anderen Beschleunigung usw.!

Hat ein Motorradfahrer der Nakedbikes mit ca. 70 PS gefahren ist, wirklich so viel mehr Erfahrung das er mit einen Supersportler besser umgehen könnte als ein Anfänger?? Ich kann mir das kaum vorstellen.

Ich habe 2002 meinen Schein gemacht und bin seit dem nicht mehr gefahren, leider!!

Seit zwei Jahren ist die Lust wieder gekommen und rein optisch gefallen mir die Supersportler natürlich am besten! Verkleidete, aerodynamische Bikes sehen einfach irre geil aus!

Ich habe eine Ninja ins Auge gefasst, die zx6r, also die Einsteigerklasse in die Supersportliga.

Einen noch stärkeren Motor braucht kein Mensch!

Wozu eine Fireblade oder gar eine Hayabusa kaufen, man kann es auch übertreiben!

Damit sich so eine Anschaffung lohnt müsste man schon regelmäßig auf die Rennstrecke, sonst ist das Geldrausschmiß! Bei den 600´ern ists noch nicht ganz so übertrieben, denke ich.

Am Montag bin ich eine ungedrosselte Kawasaki Z 750 probegefahren um mich mal wieder an das Motorradfahren zu gewöhnen und finde das die vom Funfaktor, der Beschleunigung usw. total ausreicht aber so geil wie ein Supersportler sieht die einfach nicht aus. Sollte die mal umfallen, geht aber auch deutlich weniger kapputt, großer Pluspunkt!

Was mich aber ein wenig gestört hat, lag vermutlich daran das ich keine Motorradkleidung trug sondern nur ein T-Shirt, war die aufrechte Sitzhaltung. Wenn man viel Autobahn und Landstraße fährt ist das total unangenehm. Man ist wie ein Segel von einen Boot. Vielleicht ist das mit Lederkleidung viel besser, keine Ahnung. Da kann ich mir vorstellen das die Supersportler deutlich angenehmer sind, weil man sich klein macht. Ein Händler sagte das genau die Supersportlerhaltung unbeqem wird auf Dauer weil alles im Handgelenk liegt. Ist wohl ein Glaubenskrieg!

Die Probefahrt war anfangs bissl unsicher und wackelig, aber als ich dann die ersten Kilometer gefahren bin gings wieder. Der Verkäufer empfand die ersten Meter auch etwas unsicher und wackelig, ich glaube aber das ich mit einer 600´er Supersport genauso gut zurecht gekommen wäre!

Die nächste Zeit will ich die "kleinen" Supersportler, also die 600´er probefahren und mal schauen ob die genauso schön zu fahren sind wie sie auch aussehen. Wenn die mir doch zu unbequem sind dann wären doch Nakedbikes wie die Honda CB 500 oder die bereits genannte Kawa. etc. die bessere Wahl.

Sorry, jetzt komme ich immer mehr vom Thema ab, ob Supersportler wirklich so extrem gefährlich für Anfänger sind.

Ich stehe dem Gerücht skeptisch gegenüber, möchte aber trotzdem gerne eure Meinungen und Erfahrungen lesen!

Was soll denn so schlimmes passieren mit einen Supersportler in den Händen eines Einsteigers?

Hier zwei Videos die mich allerdings nachdenklich gemacht haben:

Hier sieht man einen sich freuenden Käufer einer Suzuki GSXR der noch bei der Ausfahrt vom Händler seinen ersten Crash oder besser gesagt Umfaller hat: http://de.youtube.com/watch?v=Q9zNUPDmnz4

Bitte erklärt mir was der denn da macht das es zu diesen Burnout und verreissen kommt!

Ich tippe mal drauf das er auf der 1 Literbombe sitzt und nicht auf einer 600´er, was denkt ihr?

Was mus man denn machen das einen das Heck derart flöten geht?

Ob der Star in dem Video ein Anfänger, Wiedereinsteiger oder Profi ist, darüber können wir nur spekulieren aber möglich ist alles!

Einen alten Hasen kann sowas doch genauso passieren wie einen Beginner denke ich.

Nächstes Video: http://de.youtube.com/watch?v=O6QuAkK6jH8

Hier sehen wir wieder eine Suzuki GSXR und dieses mal steht auch da das es die 1000´er ist!

Der Fahrer in diesen Video verliert ebenfalls die Haftung mit dem Hinterrad, aber warum?

Was macht er falsch? Ist er einfach zu schnell? Beschleunigt er zu stark das sich der Hinterreifen selbstständig macht oder ist er ohnehin ein Raser der es übertreibt? Tachoanzeige würde Fakten bringen!

Findet ihr es in Ordnung eine 600´er Supersport als Anfänger zu kaufen wenn man sich brav an die Tempolimits hält?

Ich kann von mir behaupten das ich niemanden etwas beweisen muß oder will!

Mir würde zu viel an meinen Bike liegen als das ich es in die nächste Wand feuern wollte!

Wo wie dieser Herr bin ich nicht drauf: http://de.youtube.com/watch?v=QLI1jZZZBZI

Ich finde es zwar cool wie er seine Maschiene beherscht und würde die Filme gerne mal sehen aber da ich diesen Scheiß finanziell nicht unerstützen will kaufe ich mir die DVD´s nicht!

Die Geschwindigkeit würde ich auch gerne fahren und zu einen Dauerzustand werden lassen, aber nur auf entsprechenden Rennstrecken die 100% sicher sind.

Auch auf Autobahen würde ich wohl meistens mit 100 bis 150 Kmh auf der rechten Spur mitschwimmen, so mache ich das jedenfalls mit dem PKW um Sprit zu sparen. Ihr werdet euch vermutlich fragen warum ich denn überhaupt noch auf eine Supersport so wild bin, obwohl ich mehr gemütlich als sportlich unterwegs bin, ich kann dazu nur wieder sagen die geile Optik! Ein Porschefahrer fährt auch nur Vollgas wenn ihm danach ist.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 12. Juni 2008 um 20:26

Hi,

ich höre und lese immer wieder das es für Anfänger zu gefährlich ist, mit einen ungedrosselten Supersportler anzufangen weil man mit der vielen Leistung nicht umzugehen weiss.

Gilt das auch wenn man sich vorsichtig an die Sache rantastet und immer brav nach Vorschrift fährt?

Wenn ich jetzt einige Monate oder vielleicht ein Jahr, ein Nakedbike mit ca. 50 oder 70 PS fahre, und meine das ich nun die Routine habe um auch mit Supersportlern umzugehen, dann bin ich doch trotzdem wieder Anfänger. Ein Supersportler ist doch wieder eine ganz anderes Motorrad mit einer ganz anderen Beschleunigung usw.!

Hat ein Motorradfahrer der Nakedbikes mit ca. 70 PS gefahren ist, wirklich so viel mehr Erfahrung das er mit einen Supersportler besser umgehen könnte als ein Anfänger?? Ich kann mir das kaum vorstellen.

Ich habe 2002 meinen Schein gemacht und bin seit dem nicht mehr gefahren, leider!!

Seit zwei Jahren ist die Lust wieder gekommen und rein optisch gefallen mir die Supersportler natürlich am besten! Verkleidete, aerodynamische Bikes sehen einfach irre geil aus!

Ich habe eine Ninja ins Auge gefasst, die zx6r, also die Einsteigerklasse in die Supersportliga.

Einen noch stärkeren Motor braucht kein Mensch!

Wozu eine Fireblade oder gar eine Hayabusa kaufen, man kann es auch übertreiben!

Damit sich so eine Anschaffung lohnt müsste man schon regelmäßig auf die Rennstrecke, sonst ist das Geldrausschmiß! Bei den 600´ern ists noch nicht ganz so übertrieben, denke ich.

Am Montag bin ich eine ungedrosselte Kawasaki Z 750 probegefahren um mich mal wieder an das Motorradfahren zu gewöhnen und finde das die vom Funfaktor, der Beschleunigung usw. total ausreicht aber so geil wie ein Supersportler sieht die einfach nicht aus. Sollte die mal umfallen, geht aber auch deutlich weniger kapputt, großer Pluspunkt!

Was mich aber ein wenig gestört hat, lag vermutlich daran das ich keine Motorradkleidung trug sondern nur ein T-Shirt, war die aufrechte Sitzhaltung. Wenn man viel Autobahn und Landstraße fährt ist das total unangenehm. Man ist wie ein Segel von einen Boot. Vielleicht ist das mit Lederkleidung viel besser, keine Ahnung. Da kann ich mir vorstellen das die Supersportler deutlich angenehmer sind, weil man sich klein macht. Ein Händler sagte das genau die Supersportlerhaltung unbeqem wird auf Dauer weil alles im Handgelenk liegt. Ist wohl ein Glaubenskrieg!

Die Probefahrt war anfangs bissl unsicher und wackelig, aber als ich dann die ersten Kilometer gefahren bin gings wieder. Der Verkäufer empfand die ersten Meter auch etwas unsicher und wackelig, ich glaube aber das ich mit einer 600´er Supersport genauso gut zurecht gekommen wäre!

Die nächste Zeit will ich die "kleinen" Supersportler, also die 600´er probefahren und mal schauen ob die genauso schön zu fahren sind wie sie auch aussehen. Wenn die mir doch zu unbequem sind dann wären doch Nakedbikes wie die Honda CB 500 oder die bereits genannte Kawa. etc. die bessere Wahl.

Sorry, jetzt komme ich immer mehr vom Thema ab, ob Supersportler wirklich so extrem gefährlich für Anfänger sind.

Ich stehe dem Gerücht skeptisch gegenüber, möchte aber trotzdem gerne eure Meinungen und Erfahrungen lesen!

Was soll denn so schlimmes passieren mit einen Supersportler in den Händen eines Einsteigers?

Hier zwei Videos die mich allerdings nachdenklich gemacht haben:

Hier sieht man einen sich freuenden Käufer einer Suzuki GSXR der noch bei der Ausfahrt vom Händler seinen ersten Crash oder besser gesagt Umfaller hat: http://de.youtube.com/watch?v=Q9zNUPDmnz4

Bitte erklärt mir was der denn da macht das es zu diesen Burnout und verreissen kommt!

Ich tippe mal drauf das er auf der 1 Literbombe sitzt und nicht auf einer 600´er, was denkt ihr?

Was mus man denn machen das einen das Heck derart flöten geht?

Ob der Star in dem Video ein Anfänger, Wiedereinsteiger oder Profi ist, darüber können wir nur spekulieren aber möglich ist alles!

Einen alten Hasen kann sowas doch genauso passieren wie einen Beginner denke ich.

Nächstes Video: http://de.youtube.com/watch?v=O6QuAkK6jH8

Hier sehen wir wieder eine Suzuki GSXR und dieses mal steht auch da das es die 1000´er ist!

Der Fahrer in diesen Video verliert ebenfalls die Haftung mit dem Hinterrad, aber warum?

Was macht er falsch? Ist er einfach zu schnell? Beschleunigt er zu stark das sich der Hinterreifen selbstständig macht oder ist er ohnehin ein Raser der es übertreibt? Tachoanzeige würde Fakten bringen!

Findet ihr es in Ordnung eine 600´er Supersport als Anfänger zu kaufen wenn man sich brav an die Tempolimits hält?

Ich kann von mir behaupten das ich niemanden etwas beweisen muß oder will!

Mir würde zu viel an meinen Bike liegen als das ich es in die nächste Wand feuern wollte!

Wo wie dieser Herr bin ich nicht drauf: http://de.youtube.com/watch?v=QLI1jZZZBZI

Ich finde es zwar cool wie er seine Maschiene beherscht und würde die Filme gerne mal sehen aber da ich diesen Scheiß finanziell nicht unerstützen will kaufe ich mir die DVD´s nicht!

Die Geschwindigkeit würde ich auch gerne fahren und zu einen Dauerzustand werden lassen, aber nur auf entsprechenden Rennstrecken die 100% sicher sind.

Auch auf Autobahen würde ich wohl meistens mit 100 bis 150 Kmh auf der rechten Spur mitschwimmen, so mache ich das jedenfalls mit dem PKW um Sprit zu sparen. Ihr werdet euch vermutlich fragen warum ich denn überhaupt noch auf eine Supersport so wild bin, obwohl ich mehr gemütlich als sportlich unterwegs bin, ich kann dazu nur wieder sagen die geile Optik! Ein Porschefahrer fährt auch nur Vollgas wenn ihm danach ist.

93 weitere Antworten
Ähnliche Themen
93 Antworten
am 16. November 2011 um 9:05

Zitat:

Original geschrieben von patnic03

Fazit:

Wenn man mit Hirn fährt und auch schon mit dem PKW kein Raser- od. Dränglertyp ist, dann kann man auch als Fahranfänger bei z. B. 150 Ps beginnen. Wenn man aber weiß, man wird/will rasen, dann empfehle ich z. B. lieber ne GSX-R 600, wenn die von der Größe her passen sollte.

Wenn man ein Raser ist, rast man, egal, ob der Hubraum 125, 600 oder 1500ccm groß ist, Punkt. Worauf es IMHO bei Anfängern (bin selbst einer) eher ankommt, ist, dass die Maschine (zum Rangieren) nicht übertrieben schwer ist (meine wiegt 250kg und manchmal wünsche ich mir schon, dass sie ein wenig leichter wäre) und dass die Leistung kontrolliert einsetzt. Wenn die 150PS nur einen sehr kleinen Drehweg am Gasgriff ausmachen, die Leistung also schwer zu dosieren ist, ist es viel "einfacher", z.B. beim Anfahren Probleme zu kriegen...die Höchstgeschwindigkeit spielt IMHO für Anfänger keine Rolle, wenn man einigermaßen intelligenzbegabt ist, fährt man sowieso nicht regelmäßig über 200km/h...

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_GT_750_P

wenn man einigermaßen intelligenzbegabt ist, fährt man sowieso nicht regelmäßig über 200km/h...

Es gibt auch Leute, die ab und zu mal das Ortsgebiet verlassen müssen.

"Ab und zu" <-- --> "regelmäßig"!

Regelmäßig: Täglich, wöchentlich, monatlich, an jedem Geburtstag, immer zum Schaltjahr, such dir was aus.

Ich würde sagen, wir beide haben was gesagt, das wir nicht gemeint haben und gingen einfach davon aus, der andere würde verstehen was gemeint ist.

Also: Es gibt Leute, die müssen regelmäßig das Ortsgebiet verlassen.

Nein, ich habe nichts gesagt, was ich nicht gemeint habe.

Ich fahre etwa einmal pro Woche längere Autobahnetappen. Klar, ich habe ein Naked Bike, aber trotzdem glaube ich fest daran, dass es für einen Anfänger egal ist, ob das Motorrad 200 oder 300km/h Höchstgeschwindigkeit fährt. Was ich in dem von dir monierten Post geschrieben habe, halte ich nach wie vor für korrekt.

Damit ist die Sache für mich erledigt.

Im Punkt, dass es für den Anfänger egal ist, ob die Maschine nun 200 oder 300 fährt, hab ich dir ja auch gar nicht widersprochen.

Ich habe lediglich dem Blödsinn widersprochen, intelligente Menschen würden nicht regelmäßig über 200 fahren.

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

800km in knapp 3 Monaten, wenn das nicht für den Komfort spricht...:D

Naja wenn du überlegst, da waren jetzt mehr Stadfahrten als Land- od. Autobahnfahrten dabei, sagen wir mal 60/40 ca.

Und ich arbeite 6x die Woche, 1x Hauptberuflich im Schichtwechsel und 1x am WE in einer Disco nachts und Family möchte auch Zeit mit dem Papa verbringen. Dazu kommt noch, dass es bei uns sehr oft stark geregnet hat, dann bin ich nicht gefahren. Also sind 800km für meine Verhältnisse und Zeiteinschränkungen schon ok ;)

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_GT_750_P

Wenn die 150PS nur einen sehr kleinen Drehweg am Gasgriff ausmachen, die Leistung also schwer zu dosieren ist, ist es viel "einfacher", z.B. beim Anfahren Probleme zu kriegen...

So ist es bei der 1000er GSX-R, drehst paar mm zu schnell/weit hoch, dann gehts sofort ab ;)

Hallo!

Ich würde mir als Anfänger niemals ne Maschine >100PS kaufen. Als Anfänger sollte man sich einfach auf andere Sachen konzentrieren, als darauf, möglichst schnell um die Ecken zu kommen. Ich z.B. versuche meine Linie ordentlich zu fahren und die Straße mit ihren Verrückten im Blick zu behalten. Das würde mir, so glaub ich, bei mehr als 100PS schwer fallen, weil ich mehr damit beschäftigt wäre, die Pferdchen in Zaum zu halten.

Wissen muss es natürlich jeder selber, wie er damit umgehen kann!

Ich freu mich auf jedenfall auf Ende 2012, dann darf ich meine Suzi aufmachen und die vollen 75PS genießen. Ob und wie lange mir das dann reicht? Keine Ahung, wird man sehen. Nach oben sind der PS-Zahl ja dann kaum Grenzen gesetzt.

 

Aber frag dich doch einfach mal folgendes: Würdest du dich als Fahranfänger in nen Ferrari setzen und damit um die Ecken heitzen??

 

beste Grüße, Basti

 

Anhang:

Ich vote für eine Vergrößerung des Veröffentlichungdatums der Threats!! ;) Hab schon wieder in nen Threat von 2008 gepostet... is halt doch etwas früh am Morgen... :D

am 17. November 2011 um 7:18

Ein vernünftiger Anfänger sollte auch mit einem Supersportler starten können, ein unvernünftiger kann sich auch mit <17 PS den Hirnkasten einrennen.

Es gibt wohl 1000 threads zu diesem Thema und kein einziger gibt wirklich Antwort. Wie auch? Es liegt am einzelnen, wie er mit seinem Motorrad umgeht. Man kann auch am Fahrrad sterben wenn man Pech hat. Da gibts keine Universaltipps und Regeln, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer glaubt das er es kann - machen. Obs stimmt wird sich herausstellen.:)

Zitat:

Original geschrieben von Basti311

Ich würde mir als Anfänger niemals ne Maschine >100PS kaufen. Als Anfänger sollte man sich einfach auf andere Sachen konzentrieren, als darauf, möglichst schnell um die Ecken zu kommen. Ich z.B. versuche meine Linie ordentlich zu fahren und die Straße mit ihren Verrückten im Blick zu behalten. Das würde mir, so glaub ich, bei mehr als 100PS schwer fallen, weil ich mehr damit beschäftigt wäre, die Pferdchen in Zaum zu halten.

In einem Punkt gebe ich auf jeden Fall Recht: Wenn man auf einer interessanten Strecke langsamer unterwegs ist, dann hat man mehr Zeit sich auf grundlegende sachen zu konzentrieren, die sich noch einschleifen müssen (linie, blickführung, sitzposition, schultern und arme locker, sauberes runterschalten mit drehzahl-matching). Das sind soviele Dinge auf die man immer wieder bewußt achtet, dass es nur geht, wenn man langsamer fährt als man kann (ist mir auf einer gruppenfahrt erst in der deutlichkeit klar geworden, zuerst war es mir zu langsam - dann erkannte ich aber dass es viel vorteilhafter für die anderen punkte ist, wenn man unter seinem tempo bleibt und nicht so stark beschleunigt).

Zum einschränkenden Punkt: ich finde nicht, dass es die spitzenleistung ist die relevant ist. sonder die "steilheit" der leistungskurve. als anfänger pendelt man sich meist schnell auf einen drehzahlbereich ein wo es gut vorwärts geht, aber nicht so extrem abgeht. gut ist ein motorrad wo die bereiche etwas auseinender liegen, bzw. sanft von einem ins andere übergehen. Weniger gut, wenn es sich ab einer dehzahl so anfühlt, als würde ein "turbo gezündet" und man nur noch von der "rakete mitgezogen wird".

Beim Fahrer würde ich neben Vernunft und Gelassenheit im strassenverkehr als kriterium v.a. anführen, dass er sehr schnell, sehr lernfähig sein sollte hinsichtlich feedback des motorrads wenn er sich ein herausforderndes motorrad holen will. denn nur über das lesen und verstehen von feedback des motorrads, gepaart mit den richtigen reaktionen lässt sich ein solches motorrad beherrschen. D.h. eben auch, dass man solange sanft und rund fährt bis man anfängt ein solches feedback lesen zu können. leider ist selbsteinschätzung bei dem kriterium nicht treffsicher, sodass ich mich schwer tu hier eine nützliche handlungsanweisug abzuleiten...

Hallo Forum!

 

Zitat:

Original geschrieben von Hubertus63

Ein vernünftiger Anfänger sollte auch mit einem Supersportler starten können, ein unvernünftiger kann sich auch mit <17 PS den Hirnkasten einrennen.

Das hat mit Vernunft nicht immer etwas zu tun!

Bei einer "etwas schwächeren" Maschine kann man sie mit höheren Gängen zahmer halten.

Eine hubraumstarke Maschine zieht auch im höchsten Gang stärker, als ein Anfänger womöglich damit umgehen kann.

Ich sage, auch ein vernünftiger Fahrer, dem es aber an Erfahrung fehlt, kann versehentlich zu stark in der falschen Situation am Gas ziehen oder im falschen Moment die Kupplung ziehen.

Auf der Komplementseite bedeutet das, daß er auch stärker die Bremse ziehen muß, was ebenso gefährlich werden kann.

Wie auch immer sollte man beachten, daß die Post hier die eigenen Meinungen darstellen, in manchen Fällen auch provokativ und äußerst polemisch.

 

Alles Gute!

Ramses297.

Grundsätzlich (und relativ unbestritten) ist einfach, dass es mit einem Supersportler schwieriger ist, Motorradfahren zu lernen.

Das fängt über den nur mit viel Aufmerksamkeit zu kontrollierenden Leistungseinsatz an und geht bis zu der Tatsache, dass beim Fahren einer Kehre es schwierig bis unmöglich ist, den Kopf weit genug nach hinten drehen zu können, um den Kurvenausgang anzuvisieren.

Von der körperlichen Belastung durch das Liegen auf den Handgelenken in der Stadt ganz abgesehen.

Dann liegt die "Wohlfühlspeed" durch die notwendige Entlastung für die Handgelenke erheblich höher als auf Tourern. Meist um die 140km/h, wo der Winddruck dann so hoch, ist das er den Oberkörper mitträgt. Daher neigt man dazu, deutlich schneller zu fahren als erlaubt, obwohl es eigentlich nicht notwendig ist oder man es auch nur beabsichtigt.

Durch die hervorragenden Fahrwerke der Supersortler gibt es auch für Anfänger keinerlei Feedback über Grenzbereiche. Ein Supersportler läßt einen vollkommen allein mit seinen persönlichen Grenzen.

Nur wenige können ihren eigenen Grenzbereich ohne Feedback des Motorrads immer weiter hinausschieben. Der Supersportler kann immer.

Und was Schreckbremsungen bei renntauglichen Bremsanlagen ohne ABS bedeuten, kann sich jeder selbst ausmalen.

Kurz: Man kann als Anfänger auch mit einem Supersportler beginnen. Man macht es sich nur unnötig schwierig. Und selten kommen dabei gute Motorradfahrer raus.

 

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Kurz: Man kann als Anfänger auch mit einem Supersportler beginnen. Man macht es sich nur unnötig schwierig. Und selten kommen dabei gute Motorradfahrer raus.

Kannst du deinen Text nicht irgendwie als Textbaustein abspeichern. Als inhaltlich umfassende Antwort auf die Frage "ich bin 19 und will mir einen Yoghurtbecher kaufen" etc. ist das nämlich perfekt zusammengefasst.

 

Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Supersportler wirklich VIEL zu gefährlich für vernünftige Anfänger??