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STVO Neufassung: Wiedereinführung der Radwegbenutzungspflicht

Themenstarteram 2. März 2012 um 13:45

Sehr geehrte Forengemeinde,

wer kennt es nicht? Man fährt nach dem wohlverdienten Feierabend nach Hause und steht im Stau, weil weiter vorne ein Radfahrer auf der Straße fährt, anstatt auf dem parallelen Radweg. Auf der Landstraße muss man von 100 auf 15 abbremsen, weil wieder ein Möchtegern Jan Ulrich in seinem verschwitzten Trikot mitten auf der Straße fährt und aufgrund seiner Ultra empfindlichen Reifen nicht den bestens ausgebauten und breiten Radweg nebenan benutzen kann.

Ich finde, das muss aufhören und im Forum lese ich oft genug Klagen über solche Radfahrer. Leider wurde vor ein paar Jahren die allgemeine RAdwegbenutzungspflciht aufgehoben. Ein paar Radfahrer hatten wahrscheinlich aufgrund eines kaputten Radweges argumentiert, dass dessen Benutzung nicht zumutbar wäre. Das muss man sich erst einmal vorstellen: weil es irgendwo ein Deutschland einen kaputten Radweg gibt, müssen in der gesamten Bundesrepublik Radwege nur noch mit den blauen Verekrhsschildern benutzt werden. Abertausende Kilometer Radweg dürfen einfach links liegen gelassen werden. Und das, obwohl Radwege den Radfahrer schützen sollen und die Flüssigkeit des motorisierten Individualverkehrs sicherstellen sollen. Es ist eine vollkommen abstruse Situation: für viele Milliarden Euro wurden Radwege gebaut, die jetzt nicht mehr benutzt werden, weil sich der Hype vom angeblich so sicheren Fahrbahnradeln verbreitet. Leittragender ist wie immer der Autofahrer und Steuerzahler, der mit seinen Geldern die Radwege finanziert und dank der Radfahrer nicht mehr rechtzeitig für Arbeit kommt.

Nun hilft alles klagen nichts. Momentan berät die Politik über eine Neufassung der STVO. Das ist unsere Gelegenheit, auf eine Änderung von §2 (4) STVO zu drängen und die Benutzung von Radwegen wieder verpflichtend zu machen. Wir sind hier mehrere tausend Mitglieder und der ADAC und VCD hätten bestimmt auch Interesse daran, weil ihre Mitglieder da sicher dafür sind. Zusammen können wir sicher etwas bewegen und unsere Straßen sicherer machen.

Für mich stellt sich nur die Frage: wie packt man sowas am besten an und wer wäre noch mit dabei?

Beste Antwort im Thema
am 2. März 2012 um 14:03

Zitat:

Original geschrieben von RH SH

Sehr geehrte Forengemeinde,

wer kennt es nicht? Man fährt nach dem wohlverdienten Feierabend nach Hause und steht im Stau, weil weiter vorne ein Radfahrer auf der Straße fährt, anstatt auf dem parallelen Radweg. Auf der Landstraße muss man von 100 auf 15 abbremsen, weil wieder ein Möchtegern Jan Ulrich in seinem verschwitzten Trikot mitten auf der Straße fährt und aufgrund seiner Ultra empfindlichen Reifen nicht den bestens ausgebauten und breiten Radweg nebenan benutzen kann.

Ich finde, das muss aufhören und im Forum lese ich oft genug Klagen über solche Radfahrer. Leider wurde vor ein paar Jahren die allgemeine RAdwegbenutzungspflciht aufgehoben. Ein paar Radfahrer hatten wahrscheinlich aufgrund eines kaputten Radweges argumentiert, dass dessen Benutzung nicht zumutbar wäre. Das muss man sich erst einmal vorstellen: weil es irgendwo ein Deutschland einen kaputten Radweg gibt, müssen in der gesamten Bundesrepublik Radwege nur noch mit den blauen Verekrhsschildern benutzt werden. Abertausende Kilometer Radweg dürfen einfach links liegen gelassen werden. Und das, obwohl Radwege den Radfahrer schützen sollen und die Flüssigkeit des motorisierten Individualverkehrs sicherstellen sollen. Es ist eine vollkommen abstruse Situation: für viele Milliarden Euro wurden Radwege gebaut, die jetzt nicht mehr benutzt werden, weil sich der Hype vom angeblich so sicheren Fahrbahnradeln verbreitet. Leittragender ist wie immer der Autofahrer und Steuerzahler, der mit seinen Geldern die Radwege finanziert und dank der Radfahrer nicht mehr rechtzeitig für Arbeit kommt.

Nun hilft alles klagen nichts. Momentan berät die Politik über eine Neufassung der STVO. Das ist unsere Gelegenheit, auf eine Änderung von §2 (4) STVO zu drängen und die Benutzung von Radwegen wieder verpflichtend zu machen. Wir sind hier mehrere tausend Mitglieder und der ADAC und VCD hätten bestimmt auch Interesse daran, weil ihre Mitglieder da sicher dafür sind. Zusammen können wir sicher etwas bewegen und unsere Straßen sicherer machen.

Für mich stellt sich nur die Frage: wie packt man sowas am besten an und wer wäre noch mit dabei?

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fre**e halten.

In deinem Post ist soviel Unwissen und Polemik, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Allein schon die Aussage bzgl. "Autofahrer der die Radwege finanziert" zaubert mir ein fettes Grinsen aufs Gesicht.

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am 31. Juli 2015 um 16:53

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 31. Juli 2015 um 18:30:55 Uhr:

Zitat:

@Captain_Hindsight schrieb am 31. Juli 2015 um 13:12:02 Uhr:

 

Ich verlange gar nichts. Es ist aber im Interesse des Radfahrers, wenn er am Leben bleiben will.

Wie gesagt:

Was du forderst, das ist ein Recht des Stärkeren. Das gibt es nicht und soll es auch in Zukunft nicht geben.

Sonst würden für LKW ja gar keine Regeln gelten, ist schließlich im Interesse der PKW, wenn sie am Leben bleiben wollen, dass man am besten gar nicht in deren Nähe kommen.

Ich weiß nicht, woher ihr immer das "fordern" nehmt. Das sind gutgemeinte Ratschläge, die ich als Radfahrer selbst auch beherzige. Die Radfahrer können fahren, wir sie wollen.

Vielleicht müssen manche auch wie ich einen schweren Unfall mit dem Rad haben, damit sie vorsichtiger werden. Ist ja leider in der Regel so, dass alle sich wider besseren Wissens für unsterblich halten bis was passiert.

Zitat:

@BP_03 schrieb am 31. Juli 2015 um 18:36:08 Uhr:

Erst letzte Woche war hier auf der Ortsumgehung (unbeschränkt) ein Rennradler im morgendlichen Arbeitsverkehr unterwegs. Sofort haben sich etwa 10 Pkws dahinter "gestaut".

Nach meiner Meinung fördert dies die Unfallgefahr auch erheblich, da hierdurch riskantere Überholmanöver ja quasi gefördert werden (auch wenn man dann natürlich nicht regelkonform handelt) und ebenso steigt die Gefahr, dass der Radfahrer geschnitten wird, weil natürliche gerade morgens die Wenigsten zu viel Zeit haben und auch noch "schnell" die Lücke zum Überholen nutzen möchte.

Ich hätte in dieser Situation jedenfalls nicht in der Haut des Radfahrers stecken wollen!

Es dauert nur dann viel länger, wenn es zu einem Unfall mit dem Radfahrer kommt.

Mich hat in meiner Jugendzeit - lang lang ist's her - war mit meinem Vater unterwegs als mich ein Wohnwagen streifte.

Gott sei dank kam ich nicht zu Sturz.

Radweg war keiner vorhanden.

Zitat:

@Captain_Hindsight schrieb am 31. Juli 2015 um 18:53:08 Uhr:

Ich weiß nicht, woher ihr immer das "fordern" nehmt. Das sind gutgemeinte Ratschläge, die ich als Radfahrer selbst auch beherzige. Die Radfahrer können fahren, wir sie wollen.

Wohl jeder Radfahrer, der sich im Strassenverkehr bewegt, kennt die sog. "gutgemeinten Ratschläge" zweifellos. Defensives Fahren und grundsätzlich davon ausgehen, dass Kraftfahrer einen nicht sehen, das sind die Grundbegriffe fürs Überleben im Stadtverkehr.

Es geht aber nicht bloß um gutgemeinte Ratschläge. Gerade im Forum zu "Verkehr&Sicherheit" kann man etwas mehr erwarten als deine Binsenweisheiten.

Zitat:

@Captain_Hindsight schrieb am 31. Juli 2015 um 18:53:08 Uhr:

Vielleicht müssen manche auch wie ich einen schweren Unfall mit dem Rad haben, damit sie vorsichtiger werden. Ist ja leider in der Regel so.

Jetzt auch noch Drohungen absondern?

Zitat:

@wernerhgeorg schrieb am 31. Juli 2015 um 17:55:30 Uhr:

... Ich weiß, dass die Radfahrer das bislang durften. Ich stelle nur die Frage: Warum? Autofahrer dürfen auch nicht auf dem Radweg fahren, warum also dürfen Radfahrer auf der Straße fahren? Ich verstehe es einfach nicht. Kein wunder, dass es mit diesem Land den Bach runter geht.

Immerhin verstehen jetzt mehr Leute, warum es mit diesem Land den Bach runter geht.

Man braucht sich nur mal Radwege anzugucken. Autos sind für Radwege viel zu breit. Wer da noch fragen muß weshalb ...

Wie dem auch sei, sowas ist für ein Land in dem man schon für eine Handwerkliche Ausbildung Abitur benötigt, kaum zu gebrauchen.

Und wenn man bedenkt, dass das jetzt schon 2 Leute nicht verstanden haben.

;););)

 

PS

Beiträge, die schon einmal in nahezu gleicher Form abgeben wurden, sind für den Wettbewerb nicht zugelassen.

Mehr Kreativität bitte.

 

 

Zitat:

@BP_03 schrieb am 31. Juli 2015 um 18:36:08 Uhr:

Vorab: Ich fahre sowohl regelmäßig mit dem Rad als auch mit dem Auto.

(...)

Erst letzte Woche war hier auf der Ortsumgehung (unbeschränkt) ein Rennradler im morgendlichen Arbeitsverkehr unterwegs. ...

Ich fahre vor allem regelmäßig Auto.

Und das seit über 2 Jahrzehnten.

"Rennradler", welche die Landstraße "blockieren" kann ich an einer Hand abzählen. Liegt aber wahrscheinlich an der Gegend - das platte Norddeutsche Land ist dem Hobbyradler einfach nicht bergig genug. ;););)

 

Oder anders formuliert: Hätten wir hier eine Diskussion um Ufos, welche unvermittelt auf der Straße landen - und damit den Verkehr gefährden -, es würde nicht lange dauern, und jemand würde von einem erst kürzlich selber erlebten Ufo Landeanflug, direkt auf der LS die er jeden Tag befährt, berichten.

Aber ich gebe zu, ein "Rennradler" auf der LS ist wahrscheinlicher.

;););)

 

 

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 10:46:11 Uhr:

Mal so gefragt, wer von den Verweigerern fährt überhaupt regelmäßig Rad und dann auf der Straße ?

Wie sind Eure Erfahrungen ?

Das Kriterium des totalen Radwege-Verweigerers erfülle ich nicht. Und die Fahrradstreifen mit durchgezogener Farbmarkierung halte ich für eine sinnvolle Sache. Aber ich antworte trotzdem:

Habe früher in Wedding gewohnt und bin einige Jahre mit dem Rad ca. 25 Minuten durch Berlin-Mitte bis nach Kreuzberg zur Arbeit gefahren. Ein Teil der Strecke hat einen Radweg, größtenteils fährt man aber auf der Straße. Die Fahrzeit von knapp einer halben Stunde war fast immer verlässlich. Sicher war, dass es mit dem Auto an Werktagen länger gedauert hat. Wieviel länger es am jeweils einzelnen Tag mit dem Wagen wirklich dauern würde, konnte man vorher nicht wissen. Aber das nervige Rumsitzen im Stau, Benzinkosten, die unsichere Ankunftszeit und die Kurzstrecke (schlecht für den Motor) waren alles Gründe, das Auto für so eine Strecke durch die Berliner City nur in Ausnahmefällen zu nutzen.

Nach meiner Erfahrung ist das Radfahren auf der Straße im Großstadt-Berufsverkehr keine gemütliche Sache, es hat mit Freizeitradeln nichts zu tun. Habe immer nen Helm und Handschuhe getragen. Die gefährlichsten Situationen gab es am Anfang der Strecke, als ich noch den dortigen Radweg benutzt habe und dabei häufig von pennenden rechts abbiegenden Autofahrern an Ampelkreuzungen fast angefahren wurde. (Für Ortskundige: Vor Schering bzw. Bayer.) Wirklich gefährlich waren auch Fußgänger voraus, die vom Bürgersteig plötzlich ohne zu schauen nach links auf den Radweg latschten, um andere Fußgänger zu überholen oder die Straße zu überqueren.

Auf der Straße gab es hin und wieder Autofahrer, die mit zu wenig Seitenabstand überholt haben. Eng war es auch, wenn man an Autos vorbei wollte, die in 2. Reihe hielten. Die Angst mancher Radfahrer, in so einer Situation von hinten "abgeschossen" zu werden, kann ich nachvollziehen. Wenn man sich aber anschaut, in welchen Situationen es tatsächlich zu Kfz-/Fahrrad-Unfällen mit Personenschäden kommt, dann sind es wesentlich häufiger die Abbiege-Unfälle, wenn der Radweg benutzt wird. Das deckt sich mit einen Erfahrungen.

Wirklich gerumst hat es bei der oben beschriebenen Strecke schließlich auf eine ganz andere Art: Zusammenstoß mit einem Fußgänger, der ungefähr 20 Meter vor einer Fußgängerampel über die Straße gehen wollte und urplötzlich hinter einem Kleintransporter rauskam und vor mir stehen blieb. Links Autos, rechts der Bordstein, zu spät zum Bremsen. Der Typ kam mit ambulanter Behandlung davon, ich mit dem Schrecken.

MfG, Tazio1935

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 20:33:25 Uhr:

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 10:46:11 Uhr:

Mal so gefragt, wer von den Verweigerern fährt überhaupt regelmäßig Rad und dann auf der Straße ?

Wie sind Eure Erfahrungen ?

Das Kriterium des totalen Radwege-Verweigerers erfülle ich nicht. Und die Fahrradstreifen mit durchgezogener Farbmarkierung halte ich für eine sinnvolle Sache.

MfG, Tazio1935

Ich auch, wenn es von den Autofahrern akzeptiert wird.

Aber bis jetzt hatte ich in unserer Diskussion immer Radler vor Augen, die einfach auf der Straße fahren, ohne diese räumliche Abgrenzung für sie.

Allerdings finde ich die Nähe zu den vorbei fahrenden Autos, besonders den LKWs, doch sehr unangenehm.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 20:51:40 Uhr:

Aber bis jetzt hatte ich in unserer Diskussion immer Radler vor Augen, die einfach auf der Straße fahren, ohne diese räumliche Abgrenzung für sie.

Ich habe immer den schmalen Radweg vor Augen, bei dem man als Radfahrer direkt links die parkenden Autos hat, bei denen ab und zu eine Tür aufgeht, und rechts die unachtsamen Fußgänger und an den Grundstücksausfahrten die rausfahrenden Autofahrer und an Kreuzungen die rechts abbiegenden Penner.

Radwege dieser Art gibt es leider reichlich. Und dass sie gefährlich sind, ist nicht nur meine Wahrnehmung, sondern gilt als belegt.

Zitat:

Allerdings finde ich die Nähe zu den vorbei fahrenden Autos, besonders den LKWs, doch sehr unangenehm.

Ja, schon. Aber als Radweg-Nutzer über den Haufen gefahren zu werden ist noch unangenehmer. Und kommt häufiger vor.

MfG, Tazio1935

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 20:59:27 Uhr:

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 20:51:40 Uhr:

Aber bis jetzt hatte ich in unserer Diskussion immer Radler vor Augen, die einfach auf der Straße fahren, ohne diese räumliche Abgrenzung für sie.

Allerdings finde ich die Nähe zu den vorbei fahrenden Autos, besonders den LKWs, doch sehr unangenehm.

Ich habe immer den schmalen Radweg vor Augen, bei dem man als Radfahrer direkt links die parkenden Autos hat, bei denen ab und zu eine Tür aufgeht, und rechts die unachtsamen Fußgänger, und an den Grundstücksausfahrten die rausfahrenden Autofahrer und an Kreuzungen die rechts abbiegenden Penner.

Radwege dieser Art gibt es leider reichlich. Und dass sie gefährlich sind, ist nicht nur meine Wahrnehmung, sondern gilt als belegt.

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 20:59:27 Uhr:

Zitat:

Allerdings finde ich die Nähe zu den vorbei fahrenden Autos, besonders den LKWs, doch sehr unangenehm.

Ja, schon. Aber als Radweg-Nutzer über den Haufen gefahren zu werden ist noch unangenehmer. Und kommt häufiger vor.

MfG, Tazio1935

Da stimme ich Dir zu, gerade die Autos die plötzlich unbedacht aus den Ausfahrten raus kommen können nerven. Bis jetzt waren das aber lediglich Behinderungen für mich da ich darauf getrimmt bin drauf zu achten. Eine echte Gefährdung hatte ich so noch nicht.

Meine einzige echte Gefährdung, mit einem Sturz, nebst blauen Flecken im Bauchbereich, wo ich mir den Lenker reingehauen habe, hatte ich in meiner Zeit in Frankfurt am Main.

Dort stand außerorts neben mir an einer Einmündung, an der ich mich links eingeordnet habe, da ich links abbiegen wollte , ein Kleintransporter, er hat die Kurve beim links abiegen so geschnitten das er mich umgehauen hat.

Das war in über 50 Jahren meine einzige Berührung mit einem Auto als Radler, und ich bin viel Rad gefahren, und fahre noch immer viel Rad.

Wir haben uns die Straße geteilt, es hat nicht geklappt.

Edit: Der Kleintransporter ist einfach weiter gefahren. Er muss es aber gemerkt haben, da ich mit dem Rad voll in seine Seite bin, das hört man in so einem Blechkasten.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 21:10:55 Uhr:

Das war in über 50 Jahren meine einzige Berührung mit einem Auto als Radler, und ich bin viel Rad gefahren, und fahre noch immer viel Rad.

Wir haben uns die Straße geteilt, es hat nicht geklappt.

Edit: Der Kleintransporter ist einfach weiter gefahren. Er muss es aber gemerkt haben, da ich mit dem Rad voll in seine Seite bin, das hört man in so einem Blechkasten.

Sowas prägt sicherlich. Klar, das Fahren auf der Fahrbahn hat seine Risiken. Das Beispiel von "wkienzl" weiter oben ist auch nicht zu verachten. Manche Leute fahren hin und wieder mit Anhänger, vergessen aber, dass der Anhänger breiter ist als das Zugfahrzeug. Und räumen einen dann mit dem Anhänger ab.

Dagegen stehen aber z. B. diese Zahlen vom ADFC Düsseldorf, der sich auf die dortige Polizei beruft: Demnach "geschahen 43% der Unfälle beim Abbiegen, aber nur 3% beim Überholen. "

MfG, Tazio1935

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 21:27:26 Uhr:

 

Dagegen stehen aber z. B. diese Zahlen vom ADFC Düsseldorf, der sich auf die dortige Polizei beruft: Demnach "geschahen 43% der Unfälle beim Abbiegen, aber nur 3% beim Überholen. "

MfG, Tazio1935

Wie ich schon irgendwo bemerkte, diese Zahlen sind nachvollziehbar und logisch. Ich finde sie sind auch eine geschickte Täuschung und verdrehen die Tatsachen.

Klar passieren bei der bisherigen Gesetzeslage die meisten Unfälle beim Abbiegen an Kreuzungen mit Radlern. Das ist auch der einzige Berührungspunkt beider Parteien, die Masse fährt noch auf dem Radweg neben der Straße.

Wenn aber erstmal vermehrt Radler auf der Straße fahren, gibt es mehr Berührungspunkte, zum einen das ständige überholen und zum anderen zusätzlich auch das Abbiegen an der Kreuzung. Die Zahlen werden sich verschieben.

Man könnte die 3 Prozent auch noch drastisch anders bewerten. Die wenigen die jetzt schon auf der Straße fahren werden beim Überholen regelmäßig umgenietet.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 21:38:50 Uhr:

Man könnte die 3 Prozent auch noch drastisch anders bewerten. Die wenigen die jetzt schon auf der Straße fahren werden beim Überholen regelmäßig umgenietet.

So wenige fahren nicht auf der Straße, du vergisst die ganzen Straße wo es gar keine benutzungspflichtigen Radwege gibt. Ich fahre locker die Hälfte meiner Kilometer auf der Staße, ganz wenige wegen untauglicher Radwege, die meisten weil die meisten kleineren Landstraßen gar keine haben.

Es ist ja nicht so als wenn auf der Straße keine Unfälle passieren, aber das dürfte logsich sein dass es ein Problem ist wenn sich Verkehrsteilnehmer nicht sehen können weil die Radwege irgendwo hinter Park- oder Grünstreifen versteckt werden.

Zitat:

@Moers75 schrieb am 31. Juli 2015 um 21:43:12 Uhr:

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 31. Juli 2015 um 21:38:50 Uhr:

Man könnte die 3 Prozent auch noch drastisch anders bewerten. Die wenigen die jetzt schon auf der Straße fahren werden beim Überholen regelmäßig umgenietet.

So wenige fahren nicht auf der Straße, du vergisst die ganzen Straße wo es gar keine benutzungspflichtigen Radwege gibt. Ich fahre locker die Hälfte meiner Kilometer auf der Staße, ganz wenige wegen untauglicher Radwege, die meisten weil die meisten kleineren Landstraßen gar keine haben.

Es ist ja nicht so als wenn auf der Straße keine Unfälle passieren, aber das dürfte logsich sein dass es ein Problem ist wenn sich Verkehrsteilnehmer nicht sehen können weil die Radwege irgendwo hinter Park- oder Grünstreifen versteckt werden.

Auf der Straße sehe ich außerorts eigendlich nur die "Sportler", und innerorts die Fahrradkuriere und wenige individual Radler.

Ich spreche jetzt von Berlin und Umgebung, woanders achte ich nicht wirklich daruf.

Zitat:

@RH SH schrieb am 31. Juli 2015 um 11:43:00 Uhr:

 

...Ist ja zum Glück in der nächsten Version der STVO im neuen Jahr alles eindeutig geregelt.

Er träumt halt noch von einer eigenen, besseren Welt!

Ständiges Wiederholen falscher Fakten machen diese noch lange nicht zur Wahrheit!

Zitat:

@wernerhgeorg schrieb am 31. Juli 2015 um 17:55:30 Uhr:

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 15:18:17 Uhr:

Vielleicht interessiert Dich ja die Antwort des

Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e. V. (ADAC):

Zitat:

@wernerhgeorg schrieb am 31. Juli 2015 um 17:55:30 Uhr:

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 31. Juli 2015 um 15:18:17 Uhr:

Kannst Du hier nachlesen, Unterpunkt "Was ist bei der Benutzung von Radwegen zu beachten?"

MfG, Tazio1935

Ich weiß, dass die Radfahrer das bislang durften. Ich stelle nur die Frage: Warum? Autofahrer dürfen auch nicht auf dem Radweg fahren, warum also dürfen Radfahrer auf der Straße fahren? Ich verstehe es einfach nicht. Kein wunder, dass es mit diesem Land den Bach runter geht.

Das ist eine falsche Analogie. Die Straße ist grundsätzlich für alle Fahrzeuge da, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Klar dürfen Autos nicht auf den Radweg, aber das korrekte Analogon zum Radweg ist nicht die Straße, sondern die Kraftfahrstraße bzw Autobahn. Und auf der haben Fahrräder unstrittig nun wirklich nix verloren.

Darüberhinaus bin ich mir auch ziemlich sicher, dass, wenn das Abendland tatsächlich mal eines Tages untergehen sollte, eine fehlende Radwegbenutzungspflicht keinesfalls zu den 10 (oder auch 100 oder 1000) entscheidendsten Faktoren gehören wird, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben...

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