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Stallregie: Sinn oder Unsinn?
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/sport/formel1/289644
Man beachte speziell die Aussage von Ron Dennis in diesem Kontext ....
Im Prinzip ist es relativ einfach: Die Formel 1 ist nicht eine Sportart für den überzeugten Einzelsportler. Viel mehr geht es darum, seine Leistungen in den Dienst des ganzen Teams zu stellen. Für JEDEN Konstrukteur geht der Team-Titel vor. Logisch. Und wenn der Konstrukteur, der nun mal Arbeitgeber der Piloten ist sieht, dass seine Piloten in einer für ihn ungewünschten Konstellation fahren (wo und wann auch immer), dann wird er zum Wohle des Teams entsprechende Entscheidungen treffen, was so gesehen völlig legitim ist.
Denn, der Fahrer ist austauschbar ... jederzeit ... im Team hingegen steckt das Herzblut hunderter wenn nicht tausender Menschen, bei denen man in der Verantwortung steht und denen man richtige Entscheidungen auf der kommerziellen Ebene schuldet ... dass zwischendurch die sportliche Ebene darunter leidet, muss wohl hingenommen werden.
Ach ja, dies ist ausschliesslich meine Meinung. Es darf, .... nein .... es wird sogar darum gebeten, die ganze Geschichte hier kontrovers zu diskutieren. So werden nicht dauernd andere Threads mit diesem allzeit brisanten Thema verwässert.
Salut
Alfan
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291 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von andyrx
ein blosses ''Hold your Position'' kann ja auch in irgendwelchen Telemetriedaten begründet sein wie Drehzahlgrenzen/Betriebstemperatur/ irgendwelche Parameter/Spritfensterdie nicht passen...die passende Logik für solch ein Kommando ergibt sich nur wenn alles transparent wird....
So einfach ist wird es wohl nicht. Die FIA wirft McLaren Verstoß gegen den folgenden Paragraphen des International Sporting Code vor:
Zitat:
Breach of rules
Any of the following offences in addition to any offences specifically referred to previously, shall be deemed to be a breach of these rules: [...]
c) Any fraudulent conduct or any act prejudicial to the interests of any competition or to the interests of motor sport generally.
Mit ein bißchen Kreativität kann man damit eigentlich alles machen und jeden bestrafen :rolleyes:
Zitat:
Original geschrieben von boofoode
Mit ein bißchen Kreativität kann man damit eigentlich alles machen und jeden bestrafen
"wir besprafen hiermit toyota, weil sie mit ihrer andauernden erfolgslosigkeit das image der formel1 zerstören" :D
Eigentlich sollte sich die FIA gleich selbst bestrafen, denn mit ihrem ganzen Zirkus schaden sie selbst dem Motorsport wohl am meisten.
What so ever ... der Himmel ist blau, das Wasser ist nass, Teamchefs kontrollieren ihr Team ...
Salut
Alfan
Zitat:
Original geschrieben von Alfan
Eigentlich sollte sich die FIA gleich selbst bestrafen, denn mit ihrem ganzen Zirkus schaden sie selbst dem Motorsport wohl am meisten.
In dem Punkt ist sich die FIA seit Jahrzehnten treu...
Zitat:
2007 Monaco Grand Prix
30.05.2007
Having studied the radio traffic between Vodafone McLaren Mercedes (McLaren) and its drivers, together with the FIA observer’s report and data from the team, it is clear that McLaren’s actions during the 2007 Monaco Grand Prix were entirely legitimate and no further action is necessary.
The facts
1. A two-stop strategy is the optimum at Monaco unless the safety car is deployed, in which case one-stop can sometimes be better.
2. The safety car has been deployed during four of the past five Monaco Grands Prix.
3. Under current rules the choice between a one-stop and two-stop strategy must be made before the final qualifying period.
4. It is clear from FIA measurements taken after qualifying that McLaren fuelled Hamilton for five more laps than Alonso.
5. This allowed Hamilton the option of a one-stop strategy should the safety car have come out during his first stint.
6. The safety car was not deployed.
7. The McLaren was significantly faster at Monaco than any other car.
Background
The primary objective of any team is for one of their drivers to win. If this can be achieved they will try to ensure their other car finishes second.
With no safety car during Alonso’s first stint, there was a small but finite risk that it would come out during the five laps before Hamilton had to refuel. This would have put him behind the field and at a significant disadvantage to any car on a full (as opposed to optional) one-stop strategy. The latter cars would be expected to refuel around lap 40 – ie after the safety car had pitted if it came out during Hamilton’s extra laps.
For similar reasons Hamilton was called in early for his second pit stop, thus assuring his second place, with or without a safety car.
Had the car in front of Hamilton not been his team-mate, McLaren might (probably would) have decided to risk the safety car and let Hamilton run for as long as his fuel load allowed in the hope that he would come out of the pits in the lead after one of his pit stops. There is, however, no obligation on them to take this risk in order to overtake their own car. Indeed it would be foolish to do so.
It is standard procedure for a team to tell its drivers to slow down when they have a substantial lead. This is in order to minimise the risk of technical or other problems. It is also standard practice and entirely reasonable to ask the drivers not to put each other at risk.
McLaren were able to pursue an optimum team strategy because they had a substantial advantage over all other cars. They did nothing which could be described as interfering with the race result.
Note to Editors:
At its meeting on 28 October 2002 the Formula One Commission decided by 23 votes to nil, with 3 abstentions, that it should be “prohibited to use team orders to interfere with the results of the race”. This decision was confirmed by the World Motor Sport Council and appears as Article 39.1 of the 2007 Formula One Sporting Regulations: “Team orders which interfere with a race result are prohibited.”
Quelle: http://www.fia.com/.../300507-01.html
Damit hat sich die Diskussion zu diesem Thema erledigt.
jo, ausgeträumt:
Zitat:
Keine Strafe gegen McLaren-Mercedes
Mi 30 Mai, 15:37 Uhr
Erwartungsgemäß - und trotz der Kommentare von Bernie Ecclestone, der eine harte Strafe bis hin zum Ausschluss aus der Weltmeisterschaft gefordert hatte - hat die FIA heute offiziell erklärt, dass gegen das McLaren-Mercedes-Team wegen des Nichtangriffspakts zwischen den beiden Fahrern in Monaco keine Sanktionen verhängt werden.
Bekanntlich hatte sich Lewis Hamilton über seinen zweiten Platz beim Grand Prix am vergangenen Sonntag nicht allzu euphorisch gefreut, weil er liebend gerne gewonnen hätte, aber von seinem Team zurückgepfiffen wurde. Zwar wurde keine Stallorder im klassischen Sinn ausgesprochen, doch Teamchef Ron Dennis hat seinen beiden Piloten vor dem Rennen befohlen, sich nach dem ersten Boxenstopp nicht mehr gegenseitig anzugreifen, um den Doppelsieg nicht aufs Spiel zu setzen.
Dies wurde im Laufe des Sonntagnachmittags bekannt - und wegen des gewaltigen Echos in den britischen Zeitungen sah sich die FIA gezwungen, zumindest pro forma eine Untersuchung einzuleiten, um die Wogen zu glätten. Dass dabei wohl kaum etwas herauskommen würde, war im Grunde genommen von Anfang an klar, denn McLaren-Mercedes ordnete keinen Platztausch an, wie dies Ferrari vor einigen Jahren mehrmals tat, sondern verhängte lediglich einen Nichtangriffspakt.
Die Begründung der FIA-Entscheidung konzentriert sich vor allem darauf, dass Fernando Alonso im ersten Stint für fünf Runden weniger Benzin als Hamilton an Bord hatte, aber im Endeffekt nur drei Runden Differenz eintraten, weil Hamilton früher als geplant an die Box kommen musste - eine Verschwörung, wie die britischen Medien glaubten. Doch das Team habe diesen Schritt nur unternommen, um Hamilton vor einer Safety-Car-Phase zu schützen.
Hintergrund: 2007 gilt erstmals die neue Safety-Car-Regel, die besagt, dass die Autos erst zum Nachtanken und Reifenwechseln an die Box kommen dürfen, wenn das Feld hinter dem Safety-Car aufgefädelt ist. Wäre es vor Hamiltons erstem Stopp zu einer Safety-Car-Phase gekommen, wäre er hinter alle Fahrer mit einer Einstoppstrategie zurückgefallen. Mit diesem Argument konnte plausibel erklärt werden, warum Hamiltons Stopp vorgezogen wurde.
(F1Total.com)
http://de.eurosport.yahoo.com/30052007/21/strafe-mclaren-mercedes.html
Hallo
einen Nichtangriffspakt kann ich speziell für Monaco sogar nachvollziehen zu groß die Crashgefahr....wer vorne ist gewinnt dort das Rennen und fertig....
Auf anderen Strecken sollte MCl sich das aber besser kneifen;)
Grüße Andy
So in etwa hat es ja auch Ron Dennis gesagt und er hatte ja wie bereits gesagt nichts zu verheimlichen.
Zitat:
Original geschrieben von Feinbestäuber
So in etwa hat es ja auch Ron Dennis gesagt und er hatte ja wie bereits gesagt nichts zu verheimlichen.
mich hätte es auch gewundert, wenn es anderes gekommen wäre. Wenn es heute noch eine Stallorder gibt, wird sie sicherlich versteckt angewendet. Die Möglichkeiten hierfür sindja auch schon hinlänglich diskutiert worden;)
Ich glaube darauf hat die jeweilige Konkurrenz ein waches Auge drauf, darauf kann sich die FIA verlassen ;)
Zitat:
Original geschrieben von andyrx
Hallo
einen Nichtangriffspakt kann ich speziell für Monaco sogar nachvollziehen zu groß die Crashgefahr....wer vorne ist gewinnt dort das Rennen und fertig....
Auf anderen Strecken sollte MCl sich das aber besser kneifen;)
Grüße Andy
Nur sollte, ein " Nichtangriffspakt " dann nicht vom Start an gelten ?? und nicht erst nach dem ersten Boxenstop ??
Egal wer so eine Sache " inszeniert ", es gehört nicht in eine Sportart. Aber, dass in der Formel 1 alles möglich ist und alles versucht wird, wegen den aber Millionen $ ist ja seid vielen Jahren bekannt und teils offensichtlich
Ach klar war, dass die FIA hier nichts unternimmt. Sie hat es nicht gegen Ferrari die letzten Jahre, also warum gerade gegen McL
Zitat:
Original geschrieben von Corradoman
Das stammt nicht von mir sondern von Ron*the-big-boss*Dennis selbst:
Nun, laut FIA
"5. This allowed Hamilton the option of a one-stop strategy should the safety car have come out during his first stint."
War es eher anders herum. 2-Stop mit Option auf 1-Stop falls das Saftey Car im ersten Stint zum Einsatz käme.
Aber davon mal abgesehen, selbst wenn man Hamilton seine zwei noch möglichen Runden hätte fahren lassen um dann auf Einstop zu gehen , so waren die Chancen dass Lewis in diesen Runden Alonso genug Zeit abgenommen hätte um nach seinem Pitstop nach vorne zu kommen extrem gering. Ich kann mich noch gut an seine Ausfahrt erinnern, FA war längst an ihm vorbei, das waren mindestens 3 Sekunden Vorsprung. Und Alonso in diesen Runden min 1,5 Sek. pro Runde abzunehmen...nee, nicht wirklich. Zudem hätte Lewis mit dem sehr schweren Auto und den dann obligatorischen weichen Reifen gegen Alonso kein Land mehr gesehen.
Also hat die FIA entschieden und gut ist. Ich denke nur das es jetzt noch heimlicher in der F1 zugeht. Denn keiner wird jetzt noch was sagen.
Und wieso bitte schön soll es eine Regel geben die man nicht kontrollieren kann???? Man kann es nicht solange sich ein Team nur clever genug anstellt kann man einem Team keine Stallorder nachweisen. In meinen Augen ist diese Regel schwachsinnig und ich denke das die Teams sich nicht wirklich dran halten. So wie es Alfan auch scon beschrieben hat.
@Alfan
Hey in Kanada schlagen wir Roten zurück ;)
Schönen Tag noch
Zitat:
Original geschrieben von dirk73f
@Alfan
Hey in Kanada schlagen wir Roten zurück ;)
Schönen Tag noch
Hey Dirk
Und wie wir das tun werden :D
Schönen Abend und ein
Rotkäppchen-Salut ;)
Alfan
PS. und an die Adresse der FIA: good job, well done! Aber das nächste Mal bitte ohne dieses unsägliche Theater. Es könnte ja dann um unsere Maranello-Jungs gehen, und zweimal ein solches Kasperle-Theater wäre mir dann mindestens einmal zuviel ;)
Zitat:
Original geschrieben von dirk73f
Also hat die FIA entschieden und gut ist. Ich denke nur das es jetzt noch heimlicher in der F1 zugeht. Denn keiner wird jetzt noch was sagen.
Du hast Recht, dass es gut ist. Ich will mir garnicht ausdenken, was es für Diskussionen gegeben hätte, wenn MCL den Sieg aberkannt bekommen hätte. Da hätte mir andy hier richtig leid getan;)