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Sprit Sparen beim Fahren

Themenstarteram 13. Oktober 2006 um 11:11

Hallo!

auf diversen Internetseiten und auch in einer der letzten ADAC-Motorwelt gibt es immer wieder Beiträge zum Thema Sparsam fahren (zügig anfahren, Schubabschaltung nutzen, niedertourig mit hohen Gängen fahren). Soweit so gut. Leider sind verschiedene Beiträge widersprüchlich, was das Anfahren besteht:

So habe ich gelesen: Man soll im 1. Gang nur anfahren (mit wenig Gas) und dann schnell (nach etwa 1 Wagenlänge) in den 2. Gang schalten (Gut, das hätte ich verstanden).

Dann soll man mit VOLLGAS weiter beschleunigen und bei etwa 2000 u/min in den 3. (oder besser gleich in den 4.) Gang schalten. Begründet wird dies damit, dass sich duch das VOLLGAS eine bessere Luftzufuhr ergibt und weniger Energie für das Ansaugen der Luft aufgewendet werden muß. Weiterhin kann man so zügig in einen höheren (=sparsameren) Gang schalten.

Die VOLLGAS-Theorie wurde auch mit der heute üblichen, modernen Motoren-Technologie begründet: Trotz Vollgas wird aufgrund der beim Anfahren noch geringen Drehzahl nur wenig Benzin eingespritzt.

In anderen Beiträgen wird das gleiche Prinzip beschrieben, hier wird jedoch empfohlen nicht mit VOLLGAS, sondern nur mit etwa 3/4 Gas zu beschleunigen. Hier lautetet die Begründung, dass durch VOLLGAS zu viel Benzin eingespritzt wird und so die Verbrennungs-Energie gar nicht vollständig in Bewegungs-Energie umgesetzt werden kann, so dass hierdurch Energie (=Sprit) verschwendet wird.

Meine Frage an die Experten in diesem Forum: Was ist richtig? Beschleunigen mit VOLLGAS oder mit etwa 3/4 Gas?

Viele grüße

Gosfort

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56 Antworten

Ersteres, aber nur beim Benziner, beim Diesel bzw. Turbofahrzeugen gilt eher 2.

Benziner haben eine Vollgasanreicherung, d.h. bei Vollgas wird mehr Benzin eingespritzt als eigentlich nötig, u.a. zur Kühlung.

Die Drosselklappe, um die geht es dabei. Ist schon bei 3/4 Gas vollkommen geöffnet und dort liegt dann der beste Wirkungsgrad des Motors.

Darum sollte man immer mit ca. 3/4 Gas Beschleunigen und dann später in einem hohen Gang bei niedriger Drehzahl dahin gleiten.

Beim Diesel, der hat keine Drosselklappe, ist das ganze etwas anders, aber davon habe ich leider zuwenig Ahnung.

Zwischen Vollgas und 3/4 Gas liegt verbrauchstechnisch nicht viel Unterschied. Die Luftzuführung ist bei Vollgas noch besser als bei 3/4-Gas, aber dieser Vorteil wird durch die Anreicherung wieder aufgefressen. Daher 3/4 Gas.

Beim Diesel lohnt es sich dagegen, das Gaspedal zu streicheln. Hier wird immer mit Luftüberschuss gearbeitet und nur die gewünschte Menge eingespritzt, und je weniger dort eingespritzt wird, desto besser verbrennt das ganze. Kann man immer schön am Vollastrußen beobachten :) , dort sieht man die unvollständige Verbrennung. Außerdem hat man bei wenig Last wenig Turboeinsatz => noch weitere Einsparung.

hmm... wo ich das jetzt so lese...

könnte folgendes Problem mit den Drosselklappen usw. zusammenhängen?

Ich hab das Gefühl wenn ich 3/4 Gas gebe dass ich fast ein wenig schneller beschleunige als mit Vollgas, oder zumindest gleich. Nur bei Vollgas ist der Motor lauter. und wenn ich das Gaspedal von 3/4 auf Vollgas reindrücke hab ich manchmal sogar das Gefühl er würde kurz gar nicht wirklich beschleunigen, ähnlich wenn man im 5. Gang bei 50 beschleunigt.

Woran kann das liegen? oder ist das nur Einbildung?

Bei älteren Wagen war es wohl mal so das sie bei Vollgas zu Fett liefen und mit etwas weniger dann magerer und somit besser liefen und natürlich schneller waren.

An sich machen die zu lesenden Tipps der Fachwelt in fast allen neueren Fahrzeugen Sinn ...

Bei älteren Fahrzeugen hängen einige Dinge von der verwendeten Technik im Auto ab…

… man kann es am Besten selber ausprobieren ... ein wenig nach Spar-Gefühl fahren, einige verschieden Ansätze durchspielen und später vergleichen ... oftmals findet man so seinen persönlichen sparsamsten Fahrstil.

Bei Automatikfahrzeugen ist dies m E etwas schwieriger ... jedenfalls kriege ich NOCH nicht einen erwähnenswerten Sparfahrstil mit unserem 5er Automatik hin ... obgleich ich mit dem Audi und dem 3er Diesel einen ganz netten Wert unter den Werksangaben erfahren kann ;)

Die Tipps bei Spritmonitor sind auch sehr hilfreich: http://www.spritmonitor.de/de/benzin_sparen_rico_klein.html

Da müsste man wissen, was für ein Auto du fährst.

Wenn es ein nicht all zu neues Modell ist, ist Vollgas auf jeden Fall keine gute Idee. Dort wird das Gemisch auf jeden Fall massiv angereichert, was ineffizient ist.

Wenn du kein E-Gas hast, ist auch von schnellen Gaspedalbewegungen abzusehen, da sonst Vergaser oder Einspitzung die abbrechende Luftsäule mit Benzin vollpumpen, um ein kurzfristiges Leistungsloch zu verhindern. Hab ich noch nirgendswo gelesen, ist aber zumindest bei Vergasern ein enormes Sparpotential.

Dazu kommt die Frage nach der Schubabschaltung. Nicht nur OB, sondern auch wann. Faustregel: Geregelter Kat ab Werk heißt Schubabschaltung. Dann gilt es herauszufinden, bis wohin diese arbeitet. Das kann bis runter auf 1200 Umdrehungen sein, oder erst ab ~2500.

Unterhalb der Arbeitsdrehzahl der SAS den Gang drinzubehalten ist Verschwendung pur.

Dann muss man sie auch noch richtig einsetzen. Großes Sparpotential birgt nämlich auch der Leerlauf. Kann man eine Strecke im Leerlauf zurücklegen, ohne den Motor benutzen zu müssen, ist das in jedem Falle effizienter als dabei irgendwann Gas geben zu müssen. Bspw. gibt es leicht abschüssige Ortschaften, die man bequem mit 50km\h durchrollen kann, ohne jemals den Motor zu brauchen. Selbst im höchsten Gang müsste man konstant leicht Gas geben. Liegt nun die Drehzahl des höchsten Ganges über der Leerlaufdrehzahl, vernichtet man durch den Gang Energie in Form der Drehbewegung des Motors und zahlt drauf.

Die Schaubabschaltung ist dazu gedacht, den Wagen verzögern zu können, ohne dabei Benzin zu verbrauchen. Und so sollte man sie auch nutzen!

Ist die Ampel rot, mit Hilfe des Zurüsckschaltens verzögern, dabei weder Sprit noch Bremsklötze vernichten, und danach Beschleunigen.

Wenn die SAS schon bei niedriger Drehzahl greift und die Motorsteuerung dazu die Drosselklappe öffnet, um den Drehwiederstand des Motors zu senken, kann man so einen Großteil der kinetischen Energie des Fahrzeugs zum weiterrollen nutzen, ohne dabei Sprit zu verbrauchen.

Moin,

Die meisten Fahrzeuge ab 1995 haben eine sogenannte Volllastsperre ... das heißt, sie fetten NICHT bis ultimo an, sondern bis zu einem fixen Wert.

Ältere Fahrzeuge haben diese Sperre nicht, und gerade Vergaserfahrzeuge haben die VOLLLAST meist eine Beschleunigerpumpe oder gar eine zweite Stufe die zugeschaltet wird ... dann geht der Verbrauch gewaltig hoch.

Bei einem modernen Auto ist dies hinfällig, hier gilt Volllast ist sparsam. Ausnahme : Direkteinspritzer, also Fahrzeuge die keine Drosselklappe ... da ist 2/3 Gaspedalstellung richtig.

MFG Kester

Themenstarteram 13. Oktober 2006 um 16:03

Ich fahre einen AUDI A4 (B5) Baujahr 1999 ("neues" Modell). Wo erfahre ich in welchem Drehzahlenbereich die Schubabschaltung funktioniert?

Themenstarteram 13. Oktober 2006 um 16:06

... und wie ist das mit der Vollastsperre bei meinem B5 ?

Man merkt ab wann der Wagen wieder zwangsweise Benzin einspritzt.

Gibt nen leichten ruck.

Effektivste Regel ist: vorausschauend fahren.

Möglichst wenig Gas geben und möglichst wenig bremsen ;)

Also immer schauen, daß Du im Verkehr "mitschwimmen" kannst. Kavalierstarts und die anschließende Bremsung an der nächsten roten Ampel schlucken Unmengen an Sprit.

Mit dieser simplen Regel fahre ich entspannt und sparsam.

Ich beschleunige meinen Diesel bis 1500 Umdrehungen Volllast, ab 1500 Umdrehungen ca 3/4.

Ab 1500 hat der Motor so viel Schub, daß es schon unkomfortabel ist im normalen Stadtverkehr derartig zu beschleunigen.

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