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Spionage-Affäre und kein Ende...

Themenstarteram 31. Juli 2007 um 19:03

Zitat:

Mosley bringt Spionage-Urteil vor Berufungsgericht

 

Nun soll die "Spionage-Affäre" doch noch vor das Berufungsgericht der FIA kommen - allerdings, um McLaren-Mercedes zu entlasten

 

(Motorsport-Total.com/sid) - FIA-Präsident Max Mosley will nach dem Freispruch für McLaren-Mercedes in der Spionage-Affäre den Fall noch einmal vor das Berufungsgericht des Automobilweltverbandes FIA bringen - allerdings um die Entscheidung bestätigen zu lassen und die "Silberpfeile" zu entlasten. Das teilte Mosley in einem Brief dem Präsidenten des italienischen Verbandes, Luigi Macaluso, mit, der vor allem im Sinne von Ferrari in einem Schreiben an Mosley das Urteil angezweifelt hatte.

"Wegen der Wichtigkeit und des öffentlichen Vertrauens in die Entscheidung werde ich die Angelegenheit an das FIA-Berufungsgericht weiterleiten mit der Bitte, dass das Gericht Ferrari und McLaren sowie jeden anderen Wettbewerber, der das wünscht, anhören soll", schrieb Mosley. Das Gericht solle herausfinden, "ob die Entscheidung des World Motor Sport Council angemessen war oder, wenn nicht, eine andere Entscheidung zu fällen sei".

Der Weltmotorsportrat der FIA hatte am 26. Juli in Paris McLaren-Mercedes nicht dafür bestraft, dass der inzwischen entlassene Chef-Designer Mike Coughlan im Besitz vertraulicher Ferrari-Daten war, weil der Rennstall diese Informationen nicht verwendet habe, um die WM zu beeinflussen.

"Wir schauen dem Verfahren vor dem FIA-Berufungsgericht mit Ruhe und im vollen Bewusstsein, kein Reglement gebrochen zu haben, entgegen. Wir führen die Formel-1-WM in Fahrer- und Konstrukteurswertung an, weil wir eigene Ideen in Leistung umgesetzt haben und nicht etwa, weil wir im Besitz fremder Unterlagen waren", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

"Wir konnten zu keinem Zeitpunkt Nutzen aus solchen Dokumenten ziehen, und exakt dies hat der World Motor Sport Council vor einer Woche bestätigt", so der Deutsche weiter. "Wir kennen diese Dokumente nicht und wollen deren Inhalt auch nicht kennenlernen." Laut eines FIA-Sprechers könnte das Berufungsverfahren Ende August erneut in Paris stattfinden.

Macaluso hatte das Unverständnis seines Verbandes darüber ausgedrückt, dass die FIA McLaren-Mercedes zwar des Bruches von Artikel 151c des Sporting Code für schuldig befunden, aber keine Strafe ausgesprochen habe. Macaluso behauptete nach Abstimmung mit Ferrari in seinem von der FIA veröffentlichen Schreiben an Mosley, dass hohe Vertreter von McLaren-Mercedes über mehrere Monate die Regeln gebrochen und dem direkten Konkurrenten geschadet hätten.

Der Italiener forderte Mosley auf, das Berufungsgericht anzurufen. Diesen Schritt geht der FIA-Präsident nun, aber offenbar eher aus dem Grund, um die Entscheidung seines Verbandes noch einmal bestätigen zu lassen. In seiner Antwort an Macaluso hatte der Brite ausführlich in mehreren Punkten erklärt, warum es keine Strafe gegen McLaren-Mercedes gegeben habe.

Abgesehen von einem Hinweis im März und einer kurzfristig gezeigten Zeichnung habe "niemand bei McLaren von den Informationen gewusst oder Zugang dazu gehabt", führte Mosley unter anderem aus.

McLaren habe dargelegt, dass diese Daten allein im Besitz eines unzufriedenen Mitarbeiters gewesen seien, der damit nicht McLaren helfen, sondern eine private Datenbank für einen möglichen Job als Technischer Direktor bei einem anderen Team aufbauen wollte.

Das World Council habe wegen fehlender eindeutiger Beweise, dass McLaren die Daten bekommen und genutzt habe, das Team nicht mit einer schweren Strafe wie dem WM-Ausschluss belegen können.

Es sei allein die Verantwortung für seine Teammitglieder geblieben, meinte Mosley: "Ein Ausschluss oder ein Punktabzug schien nicht angemessen zu sein, wenn es wirklich nur um den Fall eines skrupellosen Mitarbeiters ging, der sich illegal für eigene Zwecke verbotenes Material beschafft hatte."

http://www.motorsport-total.com/.../..._Berufungsgericht_07073116.html

Es geht also weiter und es darf weiter debattiert werden :rolleyes:

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760 Antworten

wieder ein typisches fia-urteil, werden sie sogar mit punktabzug für rennen bestraft, bei denen noch überhaupt gar nix passiert war :rolleyes:

mal schauen was die briten jetzt machen, die drehen sicher am rad ;)

Der Strafe nach zu urteilen war das ganze dann ja doch recht eindeutig.

Gut das die Fahrer-WM offen bleibt.

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2

wieder ein typisches fia-urteil, werden sie sogar mit punktabzug für rennen bestraft, bei denen noch überhaupt gar nix passiert war :rolleyes:

mal schauen was die briten jetzt machen, die drehen sicher am rad ;)

zu 100 % werden die am Rad drehen, vollkommen klar. Aber das Ausmaß dieser unglaublichen Strafe und der letzte Satz des Motorsport Total Berichts sollte mal allen zu denken geben. Das ist ja ein Ausmaß, das ich mir Traum nicht vorgestellt habe.

Themenstarteram 13. September 2007 um 17:56

Also im Moment bin ich etwas sprachlos. Mich würde jetzt mal interessieren, für welches Vergehen man McLaren nun genau bestraft hat und welche Beweise es dafür gibt.

100 Mio $ ist ja auch kein Pappenstiel...

tja...

wie Ferrari schon so gerne sagte: "Let Michael pass for the Championship"..

ALLE haben Dreck am Stecken und sicherlich mit vorne dabei Ferrari, aber man will ja ohne Beweise nicht vorverurteilen....

Die Welt hatte schon vor ein paar tagen berichtet, dass sich vieles auf die Fahreraussagen stützen wird/werden könnte. Wenn Alonso nun munter drauf los geplaudert hat, von wegen dass er über sensible Ferrari-Daten verfügte, dann wird das mächtig ins Gewicht gefallen sein. Den Fahrern wurde ja mit Entzug der Superlizienz gedroht, wenn sie nicht kooperieren.

Global betrachtet, ist das aber keine Strafe,wie sie in der Wirtschaftswelt ungewöhnlich ist. Mclaren und leider auch ein deuttscher Autohersteller, haben den Sport weit mehr geschädigt, als es ferrari mit einer Stallorder (auch da ist man bei McLaren ja nicht unbeschollten....)jemals hätte tun können. Jedenfallls lässt es das Urteil so erahnen.

war klar. besser wäre ein totalausschluss gewesen. dann hätte die f1 wenigstens zusperren müssen :mad:

 

frechheit! :mad: :mad: :mad:

Zitat:

Original geschrieben von Lars79WF

Die Welt hatte schon vor ein paar tagen berichtet, dass sich vieles auf die Fahreraussagen stützen wird/werden könnte. Wenn Alonso nun munter drauf los geplaudert hat, von wegen dass er über sensible Ferrari-Daten verfügte, dann wird das mächtig ins Gewicht gefallen sein. Den Fahrern wurde ja mit Entzug der Superlizienz gedroht, wenn sie nicht kooperieren.

Global betrachtet, ist das aber keine Strafe,wie sie in der Wirtschaftswelt ungewöhnlich ist. Mclaren und leider auch ein deuttscher Autohersteller, haben den Sport weit mehr geschädigt, als es ferrari mit einer Stallorder (auch da ist man bei McLaren ja nicht unbeschollten....)jemals hätte tun können. Jedenfallls lässt es das Urteil so erahnen.

nicht so ernst nehmen, war eher ein "Hinweis" für die nun freie Fahrt zur Konstrukteurs-WM;)

Themenstarteram 13. September 2007 um 18:06

Aber das war noch nicht das Ende :

Zitat:

"Dieses Urteil ist ein Schock für alle im Team und, wie Reaktionen bei Medien und Formel 1-Publikum zeigen, auch für weite Teile draußen", erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir kämpfen jetzt erst Recht mit aller Entschiedenheit weiter, um auf der Rennstrecke Antworten zu geben, wie zuletzt in Monza und neben der Rennstrecke vor Gericht Gerechtigkeit zu finden."

Quelle: http://www.adrivo.com/.../..._mclaren___keine_konstrukteurspunkte.html

Zitat:

Original geschrieben von Lars79WF

Mclaren und leider auch ein deuttscher Autohersteller, haben den Sport weit mehr geschädigt, als es ferrari mit einer Stallorder (auch da ist man bei McLaren ja nicht unbeschollten....)jemals hätte tun können. Jedenfallls lässt es das Urteil so erahnen.

am meisten geschadet hat wohl die ganze affäre, die ja ferrari mehr als nur hochgekocht hat :rolleyes:

die antwort von theissen gefällt mir:

"Auch wenn es in den Geschichtsbüchern anders stehen wird, für mich wird das immer ein 3. Platz bleiben."

schade, dass nicht mehr leute soviel sportgeist haben :rolleyes:

ist halt wirklich die frage, ob es das jetzt war oder ob noch was nachkommt. also an ron dennis seiner stelle würde ich alles hinschmeißen und in den ruhestand gehen. geld hat er ja genug :D

 

@bucklew2: jep da haste recht. so einen man braucht ferrari eindeutig auch. ich sag ja, ich mochte hamsterbacke todt noch nie. ;) *späßle*

am 13. September 2007 um 18:16

Für mich geht hier gleich eine Welt unter!

Kann mir jemand mal erklären was für Vorteile McLaren von den Daten gehabt haben kann?

Oder geht es hier nur darum das man die Daten einfach besessen hat?

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2

Zitat:

Original geschrieben von Lars79WF

Mclaren und leider auch ein deuttscher Autohersteller, haben den Sport weit mehr geschädigt, als es ferrari mit einer Stallorder (auch da ist man bei McLaren ja nicht unbeschollten....)jemals hätte tun können. Jedenfallls lässt es das Urteil so erahnen.

die antwort von theissen gefällt mir:

"Auch wenn es in den Geschichtsbüchern anders stehen wird, für mich wird das immer ein 3. Platz bleiben."

schade, dass nicht mehr leute soviel sportgeist haben :rolleyes:

diesen SchlussKommentar kann mich 100% anschliessen...jeder Sieg oder Platzierung die am grünen Tisch errungen wird hat nur den halben Wert und einen faden Beigeschmack,insofern kann ich Theissen seine Worte völlig nachvollziehen und zustimmen..

Grüße Andy

100000000 $(!) an strafe sprechen wohl eine deutliche sprache, dass mc laren mercedes doch dreck am stecken hatte.

Selbst wenn die dieses jahr den fahrer weltmeister stellen sollten , wird dies einen fahden beigeschmack haben.

 

toni

am 13. September 2007 um 18:22

und thüsssss

 

 

 

Damit ist die Formel1 für mich gestorben. Auch wenn ich persönlich eher zu Ferrari tendiert habe, finde ich dieses Urteil skandalös.

Hoffentlich werden viele sich diese "linke" Show nicht mehr anschauen.

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