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SPD- und Grünen-Politiker wollen Diesel verteuern
SPD- und Grünen-Politiker wollen Diesel verteuern, da hatte ich mir schon gedacht, das soetwas kommt nachdem ich mich intensiev mit einer Studio für Erdgas und Autogas in Kraftfahrzeugen beschäftigt hatte und dabei auf eine EU-Emofehlung gestossen bin. Das ist 1/2 Jahr her, hatte auch hier im Forum darüber bereichtet.
Hier der passende Bericht aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger
http://www.ksta.de/artikel.jsp?id=1058521449058
Ein Grund mehr auf umweltfreundliche Treibstoffe wie Erdgas oder besser noch Autogas zu setzen und sich damit zu beschäftigen.
Findet auch dieses Thema hier im Forum oft nicht den richtigen Widerhall, so gibt die Willenserklärung unser Politiker eine Grundlage für eine entsprechende Diskussion.
Tach auch
UFrank
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99 Antworten
Wenn wir nicht binnen einen Jahres eine Lösung finden, dann kommt zurecht der Vorschlag, die Dieselbesteuerung schrittweise der Benzinbesteuerung anzupassen: als Abbau umweltschädlicher Subvention”, sagte Hermann
... heißt es da.
Das ist schon der Gipfel der Frechheit. Nur weil beim Diesel der Steueranteil am Endkundenpreis noch nicht 80%, sondern lediglich 70% beträgt (oder so die genauen Anteile habe ich jetzt nicht recherchiert), von einer "Subvention" zu reden, ist entweder hochgradig dämlich oder ein weiteres Beispiel für die Weltferne unserer Politiker.
Auch wenn an der Problematik im Kern etwas dran ist - Diesel ohne Rußfilter hauen tatsächlich winzig kleine "lungengängige" karzinogene Rußpartikel raus - so war es doch die Politik, die im Laufe der Jahrzente zugunsten einer oder mehrerer Lobbys den Diesel nicht so stark besteuerte wie das Benzin. DIe Bürger haben in Ihrer Not (gigantisch steigende Abgabenlast) nur reagiert. Den genannten Lobbys würde bei einer weiteren Verteuerung sicher wieder unter die Arme gegriffen, so dass es sich für die auch weiterhin lohnt, die Milch von Süddeutschland in Norddeutschland zu verkaufen und umgekehrt, Viecher durch halb Europa kreuz und quer spazieren zu fahren oder oder oder. Die Liste solcher Irrsinstransporte ist ja nahezu unendlich.
Trotzdem bleibt zu dieser Jahreszeit die Hoffnung, dass es sich bei dem Gelaber um ein typisches Sommerlochquaken handelt.
Gruß
es stellt sich doch mal die grundsätzliche frage, warum überhaupt Diesel weniger steuerbelastet ist.
Die Gründe hierfür liegen mE in der tiefen Vergangenheit und deshalb wird eine Angleichung über kurz oder lang kommen, wenn die Gründe von damals heute (eigentlich) nicht mehr gelten.
Ich denke noch an meine Zeit als taxifahrender Studi anfangs der 80er Jahre, da fuhren außer Taxis nur Landwirte und Fuhrunternehmer mit Dieseln herum.
Im Umkehrschluß muß natürlich die Kfz-Steuer dann runter.
Verlogen
Es ist eine Sache, objektiv an das Thema heran zu gehen und gute Gründe zu suchen und zu finden, Diesel teurer zu machen. Dann müsste im Gegenzug natürlich sofort die Steuer runter und die sauberen Partikel - Filter à la Peugeot ("Nichtraucher") begünstigt werden.
Die Verlogenheit der Politik zeigt sich aber wie bei der Erhöhung der Tabaksteuer: Das durch Steuererhöhung erzielbare Wohl des Volkes wird einem vorgegaukelt, die erwarteten Mehreinnahmen sind aber sofort eingerechnet. Konsumverzicht wird also erst gar nicht eingeplant.
Das ist zum Ko... heuchlerisch und alle Autofahrer, die nach gängiger Meinung bislang in teurere Diesel - PKW`s wegen der Umwelt investiert haben (geringer Verbrauch, besserer Wirkungsgrad), werden so an der Nase herum geführt. Die Verlässlichkeit der Politik gibt es schon lange nicht mehr, statt dessen Aktionismus und Schnellschüsse.
Da dies aber kein politisches Forum ist (Gott sei Dank) - wann erreichen die Volvo - Diesel eigentlich D4, bzw. E4. Und wie steht Volvo zum Partikelfilter?
Hi,
Volvo arbeitet schon etwas länger mit Partikelfiltern als Peugeot, lediglich hat Volvo den verbau dieser Filter auf ihre LKW begrenzt.
So what?
Was nützt Volvo (Tochter von Ford) die Aktivitäten von Volvo LKW? Mittlerweile eine ganz andere Firma. Und was hilft ein Potenzial - wenn es offenbar verschlafen wurde?
Ob es sich bei diesem Vorschlag der Politik erstmal um die Rubrik "Sommerloch" handelt oder konkrete Schritte schon geplant sind, sei mal dahin gestellt.
Daß bei der enorm steigenden Zahl der Diesel PKW in Deutschland eine Angleichung der Steuersätze in Richtung Benzin mal angedacht und eventuell auch umgesetzt wird, war doch sicher schon länger abzusehen. Denn nur dieser Steuervorteil, von manchen auch als Subvention bezeichnet, hat doch den enormen Dieselboom überhaupt erst ins Rollen gebracht.
Zitat:
und alle Autofahrer, die nach gängiger Meinung bislang in teurere Diesel - PKW`s wegen der Umwelt investiert haben (geringer Verbrauch, besserer Wirkungsgrad), werden so an der Nase herum geführt
Sorry, aber ich kenne keinen Autofahrer, der aus ökologischen Gründen in einen Diesel-PKW investiert hat, denn da gibt es keinen Vorteil gegenüber dem Benziner. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Die Investition in den Diesel erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen von Leuten, die sehr viele Kilometer abzuspulen haben. In den letzten Jahren kam zugegebenermaßen auch noch der Fahrspaß dazu.
Gruß, dixi
Zitat:
Original geschrieben von dixi
Sorry, aber ich kenne keinen Autofahrer, der aus ökologischen Gründen in einen Diesel-PKW investiert hat, denn da gibt es keinen Vorteil gegenüber dem Benziner. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Ich schon: mindestens JEDER Fahrer eines A2 und Lupo mit dem grünen i. Denn so bekloppt ist keiner, dass er den nur aus wirtschaftlichen Erwägungen kauft. Der nächststärkere Diesel oder Benziner ist da nämlich um Welten kostengünstiger.
Mag ja sein, dass also zwar nicht jeder Dieselfahrer, aber ein Großteil von denen, sein Auto aus wirtschaftlichen Erwägungen gekauft hat. Aber doch auf Grundlage einer bestimmten steuerlichen Steuerung. Ökosteuer hieß das mal. Also wenn eine Steuer Ökosteuer heisst, dann kann ich doch davon ausgehen, dass ich mich ökomässig korrekt verhalte, wenn ich zu einem günstigeren Produkt (Diesel) greife, das mit dieser Steuer weniger belegt ist, oder nicht?
Natürlich nicht! Und warum nicht? Weil unserer Politik schon lange jedes Mass an Verlässlichkeit und auch an Redlichkeit abhanden gekommen ist.
Wäre es anders gäbe es nur noch eine "der-Staat-ist-pleite-Steuer" und die könnte man dann ja bei Bedarf von 1 - 999 oder so durchnummerieren.
@dixi
Dass unsere Politk nicht mehr verlässlich ist, stört Dich also nicht? Es scheint ja zu genügen, dass man eine Begründung für die Erhöhung hat. Diesel ist gesundheitsschädlich also Steuer rauf. Rauchen dito. Alkohol trinken dito, Arbeiten dito (äh, nein da soll man ja jetzt bald länger) Wie fürsorglich doch unser Staat ist. Und damit wir nicht so gefählich schnell fahren werden auch die Strassen kaum noch repariert...
Jetzt weiss ich endlich warum so viele SUVs wie der XC90 gekauft werden
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Und damit wir nicht so gefählich schnell fahren werden auch die Strassen kaum noch repariert...
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...und zudem auch noch die Strafen für's Zuschnellfahren verdoppelt !
Sommerloch ...
... auch hier im Forum.
CU
BK
Na, ja,
solange ich für meinen D5 345 Euro KFZ-Steuer bezahle, halte ich die Erhöhung der Mineralölsteuer für Diesel füe einen Beitrag aus der Ecke Sommerloch.
Diesel war preiswerter, damit die Speditionen gegenüber den ausländischen Kollegen nicht ganz untergehen.
Aber wie ich unsere be******, d******, hirnt********, korrup******* Politker der Grünen/SPD so kenne wird die Mineralölsteuer unter dem Vorwand "Subventionsabbau" hochgesetzt und die KFZ-Steuer bleibt. Folge: Autofahren verteuert sich um weitere 30-40%. Die Folge sehen wir 6 Monate später: 200.000 Arbeitslose mehr. Aber: wir wollten es im September 2002 so.
Jürgen
Jetzt fehlt in der ganzen Debatte nur noch einer, der sagt: "Aber wenn ich mich mir so anschaue, wer mit was auf D-Land's Straßen so unterwegs ist..." Drum... :D
Also wenn ich mir so anschaue, wer mit was auf D-Land's Straßen so unterwegs ist, würde ich als Politiker auch auf die Idee kommen: so schlecht kann es den Leuten doch nicht gehen. Da ist noch was zu holen. Wo sonst in Europa können sich so viele Leute so viele neue, gar nicht mal kleine, zudem schweineteure Autos leisten? Die meist verkauften Modelle heißen seit Jahren Golf und 3er Beamer - beide nicht gerade Billigheimer.
Und wann immer ich mit Bekannten und Freunden, Verwandten und Kollegen in D-Land spreche, klagen sie alle, wie schlecht es ihnen geht, wieviel Steuern zahlen müssen, wie teuer der Sprit ist, wie wenig sie verdienen, wie wenig ihnen im Monat noch bleibt - sprachens, steigen in ihren fabrikneuen 30-Kilo-teuro-Passat-TDI und rauschen mit 180 Sachen gen Heimat. Na toll. Das ist ungefähr so, als wenn ich auf Mauritius am Strand liege, mir vom Kellner noch einen Bloody Mary ans Wasser bringen lasse und dann klage, wie teuer wieder der Urlaub geworden ist. Völliger Unsinn das... ;)
Bei alledem habe ich großen Respekt vor Leuten, die aus beruflichen Gründen auf ihren Wagen angewiesen sind und für die jeder weitere Cent auf den Spritpreis weh tut. Andererseits stellt sich die Frage, warum ich, als nicht aufs Auto angewiesener Arbeitnehmer, den beruflichen Erfolg mitfinanzieren soll. Sämtliche Ausgaben für Straßenbau und -erhalt nebst Folgekosten werden meines Wissens von allen Steuerzahlern gelöhnt - ohne daß ich irgendeinen vergleichbaren Nutzen davon hätte. Würden sie allein von BAB-Gebühren und Spritsteuern gedeckt, fände ich das - netto - nur fair.
Zum Thema Ökosteuer sei noch gesagt: wenn ich mich recht erinnere, beinhaltete das ursprüngliche Konzept anno '98 einmal, daß des Bürgers Regeleinkommen steuerlich entlastet und dafür umweltbelastende Ausgaben verteuert werden sollten. Es war nicht davon die Rede, daß Dieselfahrer ausgenommen werden sollten. Ob einem das gefällt oder nicht, diese sechs Jahre alte Ansage wird nun wohl (sehr verläßlich...) umgesetzt. Schon vergessen?
lg
ebilassio
(Ja, ich war letztes Jahr auf Mauritius in Urlaub. Und ja, ich habe deutsche Touristen dort über die Preise von Cocktails am Strand schimpfen hören. Und nein, ich traute meinen Ohren nicht... :cool: )
P.S. Das Argument Arbeitslosigkeit halte ich in diesem Zusammenhang, mit Verlaub, für absoluten ********.
ja, wir beklagen uns auf hohem Niveau....
Ökosteuer belastet(e) relativ gesehen alle Benzinarten gleichartig und sollte zu einem bewußten Umgang mit der Ressource führren (also weniger fahren etc).
War in Wahrheit aber nur eine Kaschierung der Finanzspritzen für die Rentenversicherung.
So was nennt man Quersubventionierung und ist immer tödlich, weil das Problem (==> leere Kassen bei der Rente) nicht in der Ursache geklärt wird (führt aber jetzt zu weit!).
Ich glaube, daß die Zukunft in schadstoffabhängigen Belastungen liegen wird, also kilometerabhängige Maut, technologieabhängige Abgaben (neutral gesagt).
Was die Politiker dann adaraus machen, will allerdings lieber gar nicht wissen.
Fakt 1: der Strassenverkehr zählt -objektiv gesehen- zu den Einnahmequellen mit positivem Deckungsbeitrag, soll heissen: er bringt mehr ein, als er kostet. Wenn alle einnahmen aus:
- Mineralölsteuer
- MWST auf Mineralölen
- KFZ-Steuer
- MWST aus Verkäufen für KFZ
für den Strassenbau verwendet würden, dann könnten wir die Leitplanken vergolden. Die Politik nimmt jetzt aber die "Umweltkosten" dazu, diese kann mit keiner in irgend einer Form nachrechnen, oder beweisen- und schwupps, wird alles wieder negativ.
Fakt 2: Es gibt das Problem der "Grenzziehung". Ab wann empfindet man ein Produkt als zu teuer. Und in vielen Bereichen ist das Produkt zu teuer.
Fakt 3: die Quersubventionierung zur Sozialversicherung ist auf höchsten Niveau gescheitert
Fakt 4: welche Steuerentlastung hast Du seit 1998 bekommen? ich für meinen Teil kann nur das angehobene Kindergeld aufführen.
Fakt 5: die Politik betrachtet immer nur eine Seite und kennt immer das "draufsatteln". Diesel-PKW zahlen schon eine höhere KFZ-Steuer, für Politer offensichtlich egal...... Wenn man die Mineralölsteuer für Diesel anheben will: bitte. Aber dann bitte auch identischen KFZ-Stuersätze mit Benzin-PKWs. Oder noch besser: völliger Entfall der KFZ-Stuer, alles auf die Mineralölsteur. ABER: damit gibt dann die Politik jegliche Steuerung aus der Hand: welchen Anreiz gibt es dann, nächstes Jahr ein D5-Auto zu kaufen?????
Fakt 6: die Politik sollte mal vor dem eigenen hause anfangen zu sparen.... Ich denke da nur mal an die grosszügen Pensionsregelungen.
Jürgen
IMHO ist die niedrigere Steuerlast auf Diesel eine Subvention des LKW-Gewerbes und der Bauern (Traktoren). Wenn wir annehmen, daß die Einnahmen aus der Mineralölsteuer als ein Gesamtbetrag betrachtet wird, ist die Mehrbesteuerung von Benzin eine Schweinerei. Und jetzt, wo die PKW-Fahrer sich am Ruß- und Stickoxide in die Luft blasen beteiligen, sprich beim PKW-Fahrer zahlen mehr, damit die LKWs besser fahren können-Spiel nicht mehr mitspielen, soll die Dieselsteuer steigen.
IMHO wäre es richtig zu sagen: Die Mineralölsteuer spielt xy Mrd. pro Jahr in die Kassen (heuer und nicht nach Erhöhung der Dieselbesteuerung) und dieser Betrag wird auf die verkauften Liter aufgeteilt - wurscht ob Diesel oder Benzin.
lg
Dimple, der auf diese Diskussion in .at schon lange wartet (Dieselanteil bei Neufahrzeugen mehr als 66,7%)