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Sind Schnellfahrer die besseren Autofahrer?
Mir fällt immer wieder auf, daß tendeziell langsam fahrende Autofahrer oft sehr unsicher reagieren, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Unvermitteltes Bremsen, langsame Überholmanöver, unverhältnismäßig langes Warten an Ausfahrten trotz großer Lücken um dann doch jemanden beim Rausfahren auszubremsen … um nur einige Beispiele zu nennen.
Demgegenüber merke ich, daß tendenziell zügig fahrende Autofahrer meistens sehr gekonnt und routiniert auf solche Situationen reagieren. Ich spreche jetzt nicht von jugendlichen Schnellfahrern, die kaum Fahrpraxis haben, sondern von langjährigen Fahrern.
Ich glaube, daß die Schnellfahrer einfach sicherer unterwegs sind und besser wissen, wie man im Ernstfall reagiert. Sei es bei unvermitteltem Herausziehen, Wildwechsel oder regen- bzw. schneeglatter Fahrbahn.
Die Langsamfahrer beschweren sich zwar über die Schnellfahrer (Drängler, Raser, etc.) jedoch denke ich, daß aufgrund der guten Reaktion und dem Können dieser Gruppe oft Unfälle vermieden werden und die meisten Unfälle durch die Langsamfahrer verursacht werden.
Was meint Ihr?
Beste Antwort im Thema
Wenn jemand sicher, gekonnt und routiniert unterwegs ist, gerade dann ist er kein Schnellfahrer. Nur die abgelenkten, gestressten, gehetzten und unaufmerksam Vieltelefonierer fahren "schnell". Wenn du Dränglern und Rasern eine gute Reaktion und ein großes Können andichten willst, dann solltest du mal eine Zeitlang im Rettungsdienst arbeiten, da wirst du schnell eines Besseren belehrt.
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576 Antworten
Gilt nicht für die Autobahn. Wurde schon 100x diskutiert.
Des Weiteren wird stets der Fehler begangen, den komplettenn Anhalteweg für die Autobahn ins Feld zu führen. Dies ist Unfug, denn man bremst auf der AB v.a. Delta Vs weg. Bremsen zum Stillstand passiert so gut wie nie, ohne dass sich das abkündigt. Ein Stauende z.B. poppt nicht einfach so auf, sondern es künsigt sich üblicherweise durch dichteren Verkehr an. Bei dichterem verkehr fährt man keine 280 mehr.
M. D.
Das Sichtfahrgebot gilt immer und überall.
Lediglich wenn man nachts auf kleinere schwer erkennbare Gegenstände stößt wird man eine Milderung erfahren.
Zitat:
Fahrlässige Tötung bei Aufprall zur Nachtzeit auf unbeleuchtetes Unfallfahrzeug - Verstoss gegen das Sichtfahrgebot
LG FREIBURG vom 25.02.2008, Aktenzeichen: 7 NS 520 JS 14833/06-AK 174/07
1.Fahren auf Sicht im Sinne der §§ 3 I S.4, 18 VI StVO kann nachts auf unbeleuchteter Autobahn für einen Lkw-Fahrer bedeuten, dass er bei Abblendlicht mit 30 m Sichtweite eine Geschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten darf. 2.Fährt er gleichwohl schneller (hier: 86 km/h) und prallt auf ein unbeleuchtetes Unfallfahrzeug, wodurch ein Mensch getötet wird, ist er der fahrlässigen Tötung gemäss § 222 StGB schuldig. (Aus den Gründen: ...§ 18 VI StVO bringt nur die besonderen Umstände - grössere Übersichtlichkeit der Fahrbahn usw. - auf Autobahnen in die Regel ein. Diese besonderen Umstände in Verbindung mit Ausnutzung sonstiger Lichtquellen erlauben es dem Kraftfahrer auf Autobahnen, auch bei Dunkelheit im Allgemeinen eine höhere Geschwindigkeit einzuhalten als auf anderen Strassen. § 18 VI StVO will aber keine Regel derart festlegen, dass auf Autobahnen der Kraftfahrer - abweichend von § 3 I S.4 StVO bei Dunkelheit nicht auf Sichtweite fahren müsse...).
So oder so ähnlich lauten div. Urteile im Falle eines Unfalls.
..und ja, ich fahre nachts auch nicht wirklich auf Sicht, ist in der Regel oft nicht wirklich möglich, aber ich fahre nicht Vollgas und mir ist immer im Hinterkopf was ich mache.
Ich rede mir es nicht schön "Ich darf das ja ! oder "das Sichtfahrgebot gilt nachts nicht auf der Autobahn."
Ist wie mit der Überschreitung der Richtgeschwindigkeit, es ist nicht verboten schneller zu fahren, passiert aber etwas ist man unter Umständen auch der Angeschissene, vor Gericht und auch gegenüber der Versicherung.
Was mir auf Autobahnen schon so alles vor den Kühler gelaufen ist: verlorene LKW-Räder, verlorene Dachgepäckträger samt Ladung, Liegenbleiber aufgrund geplatzter Batterieen (da geht dann nichts mehr, nichtmal Warnblink), Wildschweine, .....
Das alles ist mir Gott sei Dank tagsüber passiert und da war es schon teilweise haarig. Nicht auszudenken, wenn das mal nachts passiert wäre, da wären 100Km/h zum rechtzeitigen Reagieren schon verdammt knapp gewesen.
Wenn die Kamikaze sich dabei nur selber gefährden würden, würde ich einfach mit den Schultern zucken und das unter "natürlicher Auslese" abhaken. Leider kommt es beim unvermeidlichen Auftreffen auf solche Hindernisse (und nachts und bei diesem Tempo ist das unvermeidlich), zu nicht unerheblichem Trümmerflug in jeder erdenklichen Größe und Richtung! Das kann für andere dann schon wieder sehr gefährlich werden!
Es reicht eben nicht aus, nur die Fahrbahn "in etwa" verfolgen zu können, weil es eben keine vom am Streckenrand stehenden Marshalls überwachte Rennstrecke ist, die bei Gefahr mal gut beleuchtet mit einem Fähnchen winken. Insofern ist das gezeigte Video unverantwortliche Raserei.
Moin!
Ihr habt noch die Notlandung eines Klingonenkreuzers auf der Autobahn vergessen...
Natürlich kann etwas auf der Straße herumliegen. Alerdings muss man dann nicht unbedingt vor dem Hindernis zum Stillstand kommen, sondern kann bremsen und drum herum fahren.
Manchmal geht das nicht, weil irgendein Sparfuchs seine vergammelte, unbeleuchtete Pannenkarre auf der linken Spur abstellt. Dann kracht´s. Bei 250 genauso wie bei 140.
Deshalb sollten wir alle daran mitarbeiten, solche Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen zu lassen.
Durch gute Wartung desFahrzeuges, vernünftiges Beladen, vernünftiges Fahren und sich rechtzeitig zur (rechten) Seite scheren, wenn sich dennoch ein Defekt am Fahrzeug ankündigen sollte.
M. D.
Zitat:
@Mr. Driveyanuts schrieb am 8. März 2015 um 08:24:48 Uhr:
Moin!
Ihr habt noch die Notlandung eines Klingonenkreuzers auf der Autobahn vergessen...
:D
Endlich. Da ist er mal wieder, der legendäre "Klingonenkreuzer".
Einst wohl erfunden als Konstrukt, um zu diskreditieren und Leute lächerlich zu machen, die daran erinern, dass man auch das Unerwartete erwarten sollte, besonders wenn man sich sehr hohe Geschwindigkeiten zutraut und glaubt, alles völlig im Griff zu haben.
nur leider scheint komischerweise nahezu täglich irgendwo ein "Klingonenkreuzer" zu landen und für Unfälle zu sorgen. Insofern hat sich (für mich) dieses Bild längst umgedreht.
Zitat:
@Mr. Driveyanuts schrieb am 8. März 2015 um 08:24:48 Uhr:
Natürlich kann etwas auf der Straße herumliegen. Alerdings muss man dann nicht unbedingt vor dem Hindernis zum Stillstand kommen, sondern kann bremsen und drum herum fahren.
is klar... ein kleines bischen Wartung, ein kleines bisschen Schleuderkurs und alles ist gut :rolleyes: :p