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Sind Schnellfahrer die besseren Autofahrer?
Mir fällt immer wieder auf, daß tendeziell langsam fahrende Autofahrer oft sehr unsicher reagieren, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Unvermitteltes Bremsen, langsame Überholmanöver, unverhältnismäßig langes Warten an Ausfahrten trotz großer Lücken um dann doch jemanden beim Rausfahren auszubremsen … um nur einige Beispiele zu nennen.
Demgegenüber merke ich, daß tendenziell zügig fahrende Autofahrer meistens sehr gekonnt und routiniert auf solche Situationen reagieren. Ich spreche jetzt nicht von jugendlichen Schnellfahrern, die kaum Fahrpraxis haben, sondern von langjährigen Fahrern.
Ich glaube, daß die Schnellfahrer einfach sicherer unterwegs sind und besser wissen, wie man im Ernstfall reagiert. Sei es bei unvermitteltem Herausziehen, Wildwechsel oder regen- bzw. schneeglatter Fahrbahn.
Die Langsamfahrer beschweren sich zwar über die Schnellfahrer (Drängler, Raser, etc.) jedoch denke ich, daß aufgrund der guten Reaktion und dem Können dieser Gruppe oft Unfälle vermieden werden und die meisten Unfälle durch die Langsamfahrer verursacht werden.
Was meint Ihr?
Beste Antwort im Thema
Wenn jemand sicher, gekonnt und routiniert unterwegs ist, gerade dann ist er kein Schnellfahrer. Nur die abgelenkten, gestressten, gehetzten und unaufmerksam Vieltelefonierer fahren "schnell". Wenn du Dränglern und Rasern eine gute Reaktion und ein großes Können andichten willst, dann solltest du mal eine Zeitlang im Rettungsdienst arbeiten, da wirst du schnell eines Besseren belehrt.
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576 Antworten
Meist sind sie nicht mal die schnelleren Autofahrer.
Zitat:
@Kai R. schrieb am 4. März 2015 um 13:38:39 Uhr:
voll unterstrichen.
Bin kürzlich auch sehr entspannt in vier Stunden von Berlin nach Köln gefahren. Kein Verkehr, alle Wechselverkehrszeichen waren aus, da konnte man das wunderbar machen. Stressig wird es, wenn man für die Strecke 8 Stunden braucht.
Jo, kein Verkehr auf knapp 600 Km, ganz entspannt einen Schnitt von fast 150.
Ich klopf Dir mal auf die Schulter .
Zitat:
@fraxx2001 schrieb am 5. März 2015 um 14:30:36 Uhr:
Zitat:
@Mr. Driveyanuts schrieb am 5. März 2015 um 14:00:52 Uhr:
Legen wir nun zugrunde, dass ich auf freier Bahn zwischen 220 und 250 Km/h fahre, natürlich starte ich nachts, und jedes Speedlimit mit maximal "20+" durchfahre, dann noch eine zweite Pause mache, kommen wir auf eine realistische Reisezeit von 5,5h.
Bei der Rechnung hab ich noch Zweifel, das überlasse ich aber Hannes1971, der macht das ganz gut :)
Findest Du? Finde ich nicht!
Für diese Stussrechnung:
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 5. März 2015 um 11:46:36 Uhr:
Bei einem Schnitt von 140 hätte MD von den 791 km zwischen München und Hamburg nach 4 Stunden leider erst 560 km bewältigt. Wie gesagt wären für diese Strecke in 4 Stunden ein Schnitt von 198 km/h nötig. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die von MD so gerne gefahrenen großvolumigen Benziner diese Strecke bei der Durchschnittsgeschwindigkeit ohne Tankstopp bewältigen können. Gehen wir mal von einem Verbrauch von 12 l aus (was noch wenig wäre), bräuchte er einen 95l-Tank...
hat er sagenhafte 7 grüne Daumen erhalten... :D,
wohlgemerkt aufbauend auf der Prämisse einer 4-stündigen Fahrzeit von MD - obwohl dieser NIE behauptet hat, eine solch geringe Zeit zu benötigen. Er - MD - sprach lediglich davon, einen Zeitvorteil gegenüber dem Langsamfahrer von 4h herauszufahren. Einfach nochmal auf Seite 23 nachlesen.
Aber Hauptsache, Hannes´ Rechnung passt ins Weltbild ... :D:rolleyes:
Ich habe auch mal über 360km einen Schnitt von knapp 130 hinbekommen. Da waren aber noch 25km Landstraße/Ortsdurchfahrten dabei.
Auch wenn manche es nicht glauben mögen: Es war kein Harakiri.
Natürlich haben die Faktoren mitgespielt. Wenig Verkehr, keine Baustellen, alle Wechsellimits aus. So konnte ich bei freier Bahn (zur Hälfte 3-spurig) mit meiner Wohlfühlgeschwindigkeit von 180-190 fahren. Wenigwr anstrengend als 100km/h bei voller Bahn. Pinkel-umt Tankpausen waren aufgrund der Fahrzeit nicht nötig.
Und die Freundin auf dem Beifahrerplatz hat entspannt gelesen anstatt zu meckern.
Das heißt nicht, dass ich diesen Schnitt immer fahren will. War ein Glücksfall. Die anderen 20x dauerte es länger, auch mal doppelt so lang. War am Ende auch anstrengender.
Aber wenn es die Bedingungen zulassen spricht imho nichts gegen eine höhere Reisegeschwindigkeit.
Wer stattdessen den Tempomat auf 100 km/h stellt und Landschaft und Radiosender genießt: Bitteschön, jeder wie er mag.
Jetzt werden wieder die Extremfälle rausgezogen: Hamburg - München, Flensburg - Konstanz ... oder sowas (wohl um sich Vollgasfahrten schön zu rechnen :rolleyes: )
Das kann ich auch:
Die meisten typischen Fahrten sind Arbeitswege. Durchschnittlich rund 18 km Entfernung, in 21 bis 25 Minuten erledigt (Quelle: Mobilität in Deutschland). Wenn -so wie bei mir- da vielleicht noch bestenfalls drei Viertel Autobahn dabei sind, dann kann man mit Vollgas auf dem Autobahnanteil (in der RushHour eh Schwachsinn) u.U. 5 - 10 Minuten pro Arbeitstag raus fahren (bemerkbar aber nur, falls einem Ampelphasen und Verkehrsdichte gewogen sind).
Auch irgendwie ein Extremfall. Wer auf 18km Arbeitsweg den Schnitt fahren will, steht eh zu spät auf und hat anscheinend zu viel Geld für ein neues Auto.
Lasst doch einfach jeden fahren wie er will, solange er sich an sie STVO hält.
Und selbst wenn er es nicht tut...solange ich kein Polizist bin kann es mir egal sein, solange das Verhalten nicht grob gefährlich ist.
Zitat:
@BMWRider schrieb am 5. März 2015 um 22:11:48 Uhr:
Auch irgendwie ein Extremfall. Wer auf 18km Arbeitsweg den Schnitt fahren will, steht eh zu spät auf und hat anscheinend zu viel Geld für ein neues Auto.
Lasst doch einfach jeden fahren wie er will, solange er sich an sie STVO hält.
Eben. Der Punkt ist, dass man immer und für alles Extrembeispiele finden kann (mein Beispiel ist übrigens der typische Durchschnitt in Deutschland. Darüber hinaus kommt es zufällig meinem täglichen Fahrprofil sehr nahe).
Zitat:
@BMWRider schrieb am 5. März 2015 um 22:11:48 Uhr:
Auch irgendwie ein Extremfall. Wer auf 18km Arbeitsweg den Schnitt fahren will, steht eh zu spät auf und hat anscheinend zu viel Geld für ein neues Auto.
Lasst doch einfach jeden fahren wie er will, solange er sich an sie STVO hält.
Und selbst wenn er es nicht tut...solange ich kein Polizist bin kann es mir egal sein, solange das Verhalten nicht grob gefährlich ist.
Soll ja auch jeder machen, wie er gern will - ganz meiner Meinung.
Wieder allgemein zum Thema
Es ist in meinen Augen einfach nur höchst kurzsichtig, schneller=besser zu setzen. Wenn ich Bock habe, die Gixxer oder den Vier-Ringer auszufahren und mit 250+ über die Bahn zu brettern, bin ich ein guter sicherer Fahrzeuglenker , wenn ich die gleiche "Waffe" mit 130 ausführe aber ein unvermögender Penner und Schleicher:rolleyes:.
Wer findet den Widerspruch ;)
Die angesprochenen Bahnen M-HH bzw. B-K. kenne ich in allen Varianten - unter auch nur marginaler Beachtung der StVO und lebensbejahender Fahrweise sind die dargebotenen Zeiten absolut illusorisch. Auch und gerade nachts. Längerstreckige Festlimits gerade auch nachts auf allen alternativen Strecken versauen jeden sportlichen Schnitt.
Quer durch Deutschland von Nord nach Süd über 1070km in 5¼ Sunden - und das auch noch unter Einhaltung der unsinnigen Tempolimits. Gehört man nicht zu den Regelfetischisten, dann geht es bestimmt auch noch schneller ... :D
Zitat:
@nansenbach schrieb am 6. März 2015 um 00:32:55 Uhr:
Quer durch Deutschland von Nord nach Süd über 1070km in 5¼ Sunden - und das auch noch unter Einhaltung der unsinnigen Tempolimits. Gehört man nicht zu den Regelfetischisten, dann geht es bestimmt auch noch schneller ... :D
Jaja... Wird zyklisch hier gepostet, immer wenns auf das Thema kommt (auch hier wieder: es dient eine Fahrt von der Dänischen zur Österreichischen Grenze als Beispiel, nicht etwa der Weg von Essen nach Bochum über die A40 :p) - soll wohl sagen "Vollgas bringt doch etwas". Aber es kann sich ja jeder selbst überlegen, bei wievielen Wegen pro Monat solche Trips vorkommen (und nicht eher die von mir beschriebenen Standardfälle).
Das Video bestätigt es: "Zur Nahahmung nicht empfohlen, das Risiko, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit unterschätzt, ist einfach zu groß."
Für mich gehört der Wagen auf die Rennstrecke, da kann man ihn ausleben.
Zitat:
@BMWRider schrieb am 5. März 2015 um 22:11:48 Uhr:
Lasst doch einfach jeden fahren wie er will, solange er sich an sie STVO hält.
An dieser Stelle hast du auch gemerkt, dass "schnellfahren" und "StVO" irgendwie nicht zusammen passen ;)
Zitat:
Und selbst wenn er es nicht tut...solange ich kein Polizist bin kann es mir egal sein, solange das Verhalten nicht grob gefährlich ist.
Also Anarchie? Auch 'ne Aussage, und die von einem Moderator :)
Ob jemandes Verhalten grob gefährlich ist, weiß man leider erst, wenn es geknallt hat.
Aber bis dahin können sich ja alle Raser für enorm fähig und unverwundbar halten.
Nein, schnell fahren und an die stvo halten muss keinesfalls im Widerspruch stehen.
Und weil ich in einem Internetforum Moderator bin, bin ich im realen Leben weder Polizist noch Verkehrsüberwacher.
Zitat:
@BMWRider schrieb am 6. März 2015 um 07:06:56 Uhr:
Nein, schnell fahren und an die stvo halten muss keinesfalls im Widerspruch stehen.
Das stimmt. Wenn die Bahn frei ist (oder wenigstens nicht proppevoll), fahre ich auch mal Vollgas im höchsten Gang (was aktuell 180km/h entspricht :D). Das machen wohl viele so, ohne sich gleich als "Schnellfahrer" zu bezeichnen.
Die, die sich hier "Schnellfahrer" nennen, sind aber die, die versuchen, permanent über Richtgeschwindigkeit zu fahren, TLs großzügig (+20, kost' ja nicht viel, bzw. viel zu wenig) auszulegen und auch mal nah aufzufahren oder Lichtsignale zu benutzen. Da wird mir keiner was anderes erzählen.
Das sind nicht die Schäfchen, als die sie sich hier auszugeben versuchen.
Die Grenze vom "Schnellfahrer" zum Raser ist fließend, bzw. gar nicht vorhanden.
Es ist nicht wichtig "schnell" zu fahren, wichtig ist es "zügig" zu fahren.
Es gibt sehr viele "Schnellfahrer" die fahren im Prinzip wie meine Oma, irgendwann fahren sie auch mal "schnell", deshalb verleihen sie sich den Titel "Schnellfahrer", auf den sie auch stolz sind.
Schnell fahren ist was männliches, es zeigt was der Mann kann und was der Mann hat.
Affen schlagen sich auf die Brust !
Also Jungs, einfach zügig fahren und alles wird gut !