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Sind die Auflagen im Gutachten der Felgen in allen Fällen Pflicht?

Themenstarteram 22. Febuar 2021 um 22:07

Hallo zusammen,

ich habe bei mir in der Nähe Felgen (18 Zoll - 8.0 J, ET 35.0, 4/100) für meinen Abarth Punto Evo gefunden. Für die Reifen 205/40 R18 hätte ich ABE aber es sind 215/35 R18 montiert und deshalb gibt es die Auflagen: A01 K4i K6g T84

K4i An Achse 2 ist die Radhausinnenverkleidung an der Radhausausschnittkante auszuschneiden

bzw. um 5 mm zu kürzen und anschließend dauerhaft neu zu befestigen.

K6g An Achse 2 ist die Befestigungslasche der Heckschürze am Übergang zur

Radhausausschnittkante um 5 mm zu kürzen oder um das gleiche Maß nach hinten/oben zu biegen.

A01 und T84 verstehe ich aber bei K4i und K6g habe ich gedacht, ob ich zwingend meine Radhausschalen anpassen muss, wenn es z.B. beim Einlenken gar nicht schleifen würde und die Tiefe meines Fahrzeugs hoch genug ist.

Weil ich würde eine Felge vor Ort kurz montieren und schauen, ob es passt und dementsprechend kaufen. Oder wird der TÜV-Prüfer die Anpassungen trotzdem sehen wollen, auch wenn es offensichtlich nicht schleift.

MfG

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4 Antworten

Zitat:

@98Highspeed schrieb am 22. Februar 2021 um 22:07:32 Uhr:

Hallo zusammen,

ich habe bei mir in der Nähe Felgen (18 Zoll - 8.0 J, ET 35.0, 4/100) für meinen Abarth Punto Evo gefunden. Für die Reifen 205/40 R18 hätte ich ABE aber es sind 215/35 R18 montiert und deshalb gibt es die Auflagen: A01 K4i K6g T84

K4i An Achse 2 ist die Radhausinnenverkleidung an der Radhausausschnittkante auszuschneiden

bzw. um 5 mm zu kürzen und anschließend dauerhaft neu zu befestigen.

K6g An Achse 2 ist die Befestigungslasche der Heckschürze am Übergang zur

Radhausausschnittkante um 5 mm zu kürzen oder um das gleiche Maß nach hinten/oben zu biegen.

A01 und T84 verstehe ich aber bei K4i und K6g habe ich gedacht, ob ich zwingend meine Radhausschalen anpassen muss, wenn es z.B. beim Einlenken gar nicht schleifen würde und die Tiefe meines Fahrzeugs hoch genug ist.

Weil ich würde eine Felge vor Ort kurz montieren und schauen, ob es passt und dementsprechend kaufen. Oder wird der TÜV-Prüfer die Anpassungen trotzdem sehen wollen, auch wenn es offensichtlich nicht schleift.

MfG

Hole dir eine zweite Verkleidung vom Verwerter.

Meistens werden die Auflagen eingefordert.

Letztlich ist es Ermessenssache des Prüfers, das Fahrzeug nur maximal zu verschränken und die Eintragung auch ohne die beschriebenen Änderungen vorzunehmen. Das Problem dabei ist, dass er die Freigängigkeit nicht nur für den aktuell montierten Reifen bewerten muss, sondern für den Worst-Case-Reifen mit der maximal erlaubten Betriebsbreite in der jeweiligen Größe. Der Kunde kommt ja nach dem nächsten Reifenwechsel nicht nochmal neu vorbei. Dazu kommt meines Erachtens auch noch eine Zugabe dafür, dass sich die Radaufhängungselemente bei einer realen dynamischen Belastung durchaus noch leicht innerhalb der Elastomerlager bewegen können (sprich 0,5mm Freigängigkeit im statischen Zustand reicht nicht).

In Deinem Fall sind die auferlegten Maßnahmen aber in der Tat so überschaubar, dass Du wohl Chancen hast, dass es für den ein oder anderen Prüfer auch so passt. Und selbst wenn: solange keine Blechbearbeitung notwendig wird, sähe ich die Maßnahmen persönlich als akzeptabel (da durch Kauf zweier Radhausschalen reversibel).

Eine Tieferlegung bzw. der individuelle Höhenstand des Fahrzeugs hat mit der Freigängigkeitsprüfung in den meisten Fällen aber rein gar nichts zu tun. Einfluss hat das nur, falls sich durch die Tieferlegung auch die Endanschläge der Federwege verändert haben, was aber z.B. nur durch die Montage von "Sportfedern" i.d.R. nicht gegeben ist.

Aus meiner Erfahrung interessiert den Prüfer nicht, wie breit ein Reifen tatsächlich ist.

Ich habe in den letzten 30 Jahren zig Rad-/Reifenkombis eintragen lassen und immer war es Schnuppe, ob der Reifen eher schmal oder breit gebaut hat.

Das ging dann mal soweit, dass ich vor einer längeren Fahrt mit vollem Auto die WR aufziehen musste, weil die eingetragenen SR geschliffen haben.

Das war aber damals mit dem Ascona, der ja eine Verbundlenkerachse hinten hat. Beim Verschränken Platz ohne Ende, dafür aber voll eingefedert Null Millimeter Luft.

Hatte dann schmaler bauende SR genommen, da passte es denn.

Will sagen:

Steck die Räder drauf, gucke wieviel (bzw. ob genug) Platz vorhanden ist und fahr ggf. zum Prüfer. Es geht gerade mal um jeweils 5mm nach innen und außen.

Weiterhin kommt es auf die HA an: Hat der Punto hinten Einzelradaufhängung oder Verbundlenker?

Zur Not kürzt man um die 5mm, wenn man auf Nummer sicher gehen will.

 

Bei unserem Omega gibt es zig solcher Auflagen bei breiteren Felgen und/oder Spurplatten, wo der Prüfer schon beim ersten Blick gesehen hat, dass die nicht beachtet werden brauchen. Hatte zuletzt eher das Problem, dass es ein Auflage nicht direkt gab. Da ging es im die ausreichende Abdeckung der Lauffläche an der VA, die um ein paar Millimeter nach vorn fehlt, aber nicht um GA gefordert ist (nur an der HA).

Letztlich ist es eine Frage des Prüfers, wie "streng" er das GA auslegt. Es gibt solche, die das selten machen und strikt nach GA gehen und andere, die das häufiger machen und wissen, ob eine Auflage auch sinnvoll ist und unbedingt erfüllt werden muss.

VG

Bei der Erstellung der Gutachten werden die Felgen nicht an allen genannten Fahrzeugen tatsächlich montiert, sondern es wird anhand von Vergleichsdaten bzw. Computersimulation die Lage beurteilt.

Daher wird ggf. "zur Sicherheit" die eine oder andere Auflage mit reingeschrieben, obwohl gar nicht nötig.

Also stehen bei dir die Chancen gut, daß nichts nachgearbeitet werden muß.

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