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Seltsame Probleme mit Zündung

VW
Themenstarteram 4. Juni 2013 um 18:29

Hallo Leute,

nachdem ich lange Zeit versucht habe, meinen Käfi (1200, Bj. 69) selbst zu reparieren, habe ich nun

aufgegeben und meinen Roten in die Werkstatt gebracht.

Dort steht er nun seit ein paar Wochen, denn auch der Inhaber der Werkstatt (selbständiger, äusserst kompetenter Meister mit vielen Jahren Berufserfahrung) ist ratlos.

Mein Problem stellt sich folgendermasser dar:

ICH habe festgestellt, dass nach dem Einstellen von Zündung etc. der Motor eine (kurze!) Zeit einwandfrei lief, und in der nächsten Minute nicht mehr ansprang oder unrund lief. Ich habe zweimal den Kondensator getauscht, danach lief er wieder, aber jeweils nur für ca. 50-100km.

Ausserdem hatte ich irgendwie (vorher schon) den Verdacht, dass meine Batterie ein isschen zu schnell leer wird. Aber da bin ich mir nicht sicher, da ich die meiste Zeit mit orgeln und Fehlersuche verbracht habe.

Heute habe ich mit dem Mechaniker gesprochen: ER ist eigentlich der selben Meinung, und zwar dass man ihm zuschauen kann, wie sich der Zündzeitpunkt verstellt. Er hat jetzt auch schon einen Kondensator gewechselt und zweimal den Unterbrecherkontakt, weil der verkohlt war bzw. blau angelaufen!. Zündverteiler, Zündspule und Kondensator sind derzeit neu. Er glaubt auch, dass er einmal kurz eine Überspannung an Klemme 15 der Zündspule gesehen hat. Ausserdem wundert es ihn, dass es total funkt, wenn man das Kabel an Klemme 15 der Zündspule ansteckt.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und Euch aber auch nicht das Ohr abgekaut!

Weiss jemand, was das sein könnte? Oder was man versuchen könnte, um ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bekommen?

Vielen Dank!

KäferOlli

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20 Antworten

Hmmmm, die Qualität der Zündunterbrecher ist mittlerweile unterirdisch. Insider kaufen bereits alte Ware aus alten Restbeständen auf, nur um keine Billigkracher zu bekommen und noch halbwegs Laufzeiten von früher zu bekommen. Alles klar?

Noch was: welche Zündspule ist verbaut? Wenn hier was heisses drin verbaut ist, kann auch der Zündstrom so stark ansteigen, dass der Kontakt es nicht mehr packt.

Ich denke da an so Sachen wie Zündspule blau oder rot mit Vorwiderstand nur eben ohne Widerstand...

Miss mal den Innenwiderstand der Primärwicklung der Zündspule hier und poste den Ohmwert.

Also gaaaaanz einfach von Klemme 15 nach 1 den Widerstand messen ...

Themenstarteram 4. Juni 2013 um 19:05

Hallo Red,

bei mir war 'ne blaue Bosch verbaut, Fabrikneu. Die hat der Mechanikus gegen ein altes Fundstück vom Dachboden getauscht. Danach war es aber immer noch dasselbe.

Das mit Innenwiderstand messen ist nicht so einfach, der Wagen steht in der Werkstatt.

Aber ich hätte dem Mechaniker halt gerne einen Katalog an "Vorschlägen" gegeben, damit er

auch sicher an alles gedacht hat. Ist nicht mehr so einfach heutzutage mit dem Käferwissen...

Kann es denn sein, dass eine Zündspule "zu scharf" ist? Dass es deshalb ständig Kondensatoren und Unterbrecher tötet?

Wie siehst Du das mit dem Funken an Klemme 15?

Gruß

Olli

Wenn der Unterbrecher geschlossen ist und man schließt Klemme 15 an, klar, das funkt. Da gehen schließlich ein paar Ampere drüber.

Ich hab's jetzt nicht so mit Spulenzündungen, aber die Spule müßte irgendwas mit 3-4 Ohm haben, sprich etwa 3-4 Ampere.

Wenn du jetzt kleinere Werte mißt, dann steigt der Strom und der Kontakt wird höher belastet.

Eine blaue kann 2-3 Ohm haben. Wenn die dann beim Radio hören auch an ist... jep, die zieht gut Strom. 5-6 Ampere killen Kabel und Kontakt recht zügig.

Der Kondensator als Fehlerquelle ist möglich, die Dinger halten aber in aller Regel sehr, sehr lange. Kaputtmachen kann man sie fast nicht. Nur das Alter kann sie killen. Und ein defekter Elko killt dann Kontakte.

Ähmmmm... den Zündstrom nie mit einem elektronischen Multimeter messen. Der Funke killt das Meßgerät recht zügig.

Messe nur den Widerstand... natürlich getrennt vom Bordnetz.

Themenstarteram 4. Juni 2013 um 20:11

Okay, dann werde ich den Widerstand der Spule messen. Mal sehen, ob ich mal an den Wagen randarf. Evtl wollte der Meister mit einer externen Batterie und kurzen Kabeln nur auf die Zündelektrik den Wagen nochmal laufen lassen. Klappt das, oder machen wir da mehr kaputt als gut?

am 4. Juni 2013 um 20:28

Evtl. Unterdruckdose vom Verteiler?

Themenstarteram 4. Juni 2013 um 21:23

Die Unterdruckdose mitsamt Verteiler ist neu geworden, weil der Mechanikus dachte,

der Verteiler ist defekt, wegen Zündung immer gleich wieder verstellt. War es aber auch nicht...

Da sind die Anschlüsse der Zündspule vertauscht. Es wurde wohl Klemme 15 an (-) angeschlossen und das Kontaktkabel an (+)- und das ist falsch.

Zitat:

Original geschrieben von KaeferOlli

Hallo Red,

 

bei mir war 'ne blaue Bosch verbaut, Fabrikneu. Die hat der Mechanikus gegen ein altes Fundstück vom Dachboden getauscht. Danach war es aber immer noch dasselbe.

 

Das mit Innenwiderstand messen ist nicht so einfach, der Wagen steht in der Werkstatt.

Wenn das alte Fundstück eine 6V-Zündspule ist, dann ist das Resultat das Gleiche wie bei der blauen ohne Vorwiderstand. Der U-Kontakt ist schnell hin.

 

Wie red schon sagte, der Kondensator geht nur selten kaputt, der kann auch nix dafür.

 

Und nochmal, irgendwer muss doch in der Lage sein, den Ohmschen Widerstand der Spule (getrennt von + und U-Kontakt) zu messen.

Die Zündspule muss 4 Ohm haben, das verkraftet der U-Kontakt. Ist der Widerstand niedriger, muss ein externer Drahtwiderstand davor, um auf die 4 Ohm zu kommen.

Themenstarteram 5. Juni 2013 um 19:53

Hallo Jungs,

sorry, dass ich Eure Vorschläge nicht gleich beantwortet hab', so spät war ich nicht mehr auf....

Ich kann schon den Widerstand der Spule messen, allerdings steht der Käfer derzeit ein paar Kilometer weit weg in der Werkstatt! Ich werde am Freitag nachmittag mal dort vorbeischauen,

und den Widerstand dann endlich messen....

Aber wie gesagt, es wird Freitag werden, vorher schaffe ich es wegen der Arbeit nicht!!!

Trotzdem vielen Dank, ich melde mich!!!

KäferOlli

Zu Flatfours wesentlichem Tip:

technisch gesehen ist die Zündspule ein Spartransformator.

Der Primärkreis besteht aus Zündspule, Unterbrecherkontakt, Masseverbindung, Batterie, Pluskabel, Zündschloss, Kabel zur Zündspule..

Der Sekundärkreis besteht aus Zündspule, Zündkabel mit Verteiler, Zündkerze, Zylinderkopf, Masseverbindung, Batterie, Pluskabel, Zündschloss, Kabel zur Zündspule. (Dass das Potential dort 13 Volt über "Masse" liegt, interessiert den Zündfunken bei Zigtausend Volt dabei nicht.)

Vertauscht man die Anschlüsse 15 und 1, funktioniert der Primärkreis völlig planmäßig. Der Sekundärkreis hingegen liegt dann am falschen Ende an "Masse" und ist just in dem Moment, wo der Zündstrom fließen soll, offen. (Denn der Unterbrecher hat ja gerade geöffnet, um die Spannungsspitze auszulösen.)

Infolgedessen sucht sich der Zündfunken als Rückweg vom Zylinderkopf den Weg durch 1.) den Kondensator, und zwar als Durchschlag, was der nicht lange mitmacht. Und 2.) als dritte Funkenstrecke (neben der in der Kerze selbst und im Verteiler) über den Unterbrecherkontakt, was jenen zügig wegbrennt.

Grüße,

Michael

Allerdings ist ja neben Kondensator und offenem U-Kontakt noch die Primärwicklung  der Zündspule mit dran als Verbindung zum Pluspol, dh. Masse aus Hochspannungssicht.

 

Aber auf jeden Fall mal checken, ob 1 und 15 vertauscht sind.

Wenn du einen vergaser mit chock und abschaltventiel hast bitte auf 15 / + mein kumpel hatte das selber problem. Motor startet kan eine weile fahren spring nicht mehr an er wahr ratlos.

Nach den kabel check haben wir fest gestelt das er das kabel einmal + auf 15 und den von chock und abschalt ventiel lagen auf 1 /- .

4 X hatte er denn zundspulle getauscht jetzt ist alles richtig und lauft.

Gr. Mark.

P.S bin mal gespant um das ergebnis.:)

Wie herum die Zündspule angeschlossen wird (ob + an Klemme 15 oder der Unterbrecher an Klemme 15) ist so ziemlich egal. Die Sekundärwicklung hat mehrere Kiloohm, ob da noch die 1 bis 4 Ohm der Primärwicklung dazu kommen, merkt man nicht.

Man muss zuerst wissen, was denn genau das Problem ist:

Geht es noch um den Zündzeitpunkt, der sich verstellt? Dann muss man dem nachgehen. Ist ja nicht viel, was da in Frage kommt.

Oder zündet er einfach plötzlich nicht mehr? Auch da kann man Schritt für Schritt prüfen, woran dass es liegt.

Mir haben öfters die miese Qualität der Unterbrecher Probleme gemacht. Die machen teilweise keinen Kontakt zwischen der Feder und dem Anschlussdraht. Es gab also keine Masse bei geschlossenem Unterbecher zur Zündspule. Und dann plötzlich gings wieder, je nach Temperatur halt. Ist halt nicht überall Bosch drin, wo auch der Boschstempel drauf ist!

Aber alles in Allem ist doch eine Unterbecherzündung recht schnell überprüft und der Fehler gefunden.

Themenstarteram 8. Juni 2013 um 16:42

Hallo Leute,

heute habe ich meinem Käfer einen Besuch abgestattet und die Messungen gemacht:

Also die momentan verbaute Zündspule hat zwischen + und - einen Widerstand von 0,9Ohm!

Und das ist wohl saftig zu wenig, wenn ich das richtig verstanden habe?

Zwischen (+) und Ausgang zur Verteilerkappe und (-) und Ausgang zur Verteilerkappe sind das jeweils 3 kOhm. Ich weiss nicht, ob das wichtig ist...

(Auf der Zündspule steht sogar drauf, dass die für Transistorzündung ist!! Ich verlier' ein bisschen den Glauben an die Kompetenz des Mechanikers...)

Angeschlossen ist die Zündspule so:

zu (+) bzw. 15: Kabel vom Zündschloss, schwarz, ca. 1,5 mm² und Kabel zur Kaltstartautomatik (oder so)

zu (-): Kabel von Kondensator / Unterbrecher

Mittelabgriff zur Verteilerkappe

Was ist mit den 12A primärseitig jetzt alles kaputtgegangen?

Ach ja, den Mechaniker habe ich nicht angetroffen. Aber mein Käfer stand im Hof, und da habe ich einfach so gewerkelt, immer mit der Angst, dass einer die Polizei ruft, "weil da einer 'nen Motor klaut":(

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