sehr schwergängige Radbolzen
Hallo an alle...
Aus gegebenen anlass habe ich eine Frage zu den Radbolzen.
Ich habe bei meinen Vater letztens die Winterreifen aufgezogen. Festzustellen war das die original Radbolzen der alufelgen extrem schwergängig zu drehen gehen.
Radkreuz, kein Schlagschrauber. Auch die Bolzen der Sommeralus gingen schon recht schwer zu drehen. Ich meine nicht zu fest angeknallt sondern sie lassen sich einfach schwer drehen. Es geht so schwer das z.b. der Drehmomentschlüssel bei 100Nm knackt und die Bolzen sind dann noch gar nicht ganz drin.
Als wäre das gewinde verrostet. Wollte erst etwas kupferpaste ans gewinde machen und einmal leer reindrehen zum schmieren. Ich kann auch die bolzen nicht bis zum anschlag reindrehen ohne felge, obwohl das gewindeloch hinten ja offen ist. So hätte ich das gewinde ja mal frei drehen können.
Hat da schonmal jemand ähnliche erfahrungen gemacht?
Kann doch nicht daran liegen das der wagen häufig länger steht, dass es dort gammelt?
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26 Antworten
...die Radschrauben,sollten grundsätzlich mit einer Drahtbürste etwas gesäubert werden,bevor man sie einschraubt...aber NIE gefettet:eek:
Ja, kommt mir bekannt vor.
Mein Mechaniker sagte zu mir folgendes: ....einen Tropfen Öl in das Gewinde und die Sorgen sind weg...!
Auf meine verwunderten Blicke meint er, dass da nichts passieren kann. Stimmt auch so, ich mach es seit 3 Jahren.
Wichtig ist, wirklich nur einen Tropfen immer beim Radwechsel nur in das Gewinde und die Schraube rein drehen. Auf keinen Fall auf die Schraube oder den Kegel!!!
Kupferpaste nimmt man eigentlich nur für die Radnabe, denn diese gammelt gern fest.
Ich würde das so lösen:
Radbolzen mittels Drahtbürste komplett von sämtlichen Ablagerungen befreien und das Innengewinde an der Nabe mittels Maschinengewindebohrer M14x1,5 nachschneiden (ölen nicht vergessen und anschließend mit Bremsenreiniger auswaschen), dann passt wieder alles
...und meine Radschrauben werden ohne Schmiermittel mit 120Nm festgezogen....Schmiermittel bindet meistens Schmutz und dann könnte es bald wieder soweit sein.
Pass lieber auf, dass du die Gewinde so nicht schrottest. Wenn es schon bei 100 Nm knackt und der Bolzen nicht sitzt stimmt etwas mit dem Gewinde nicht. Option 1: Der Radbolzen wurde falsch eingesetzt (evtl. leicht schräg?) Option 2: Das Gewinde ist hinüber.
Schau auf jeden Fall mal nach den Innengewinden an der Radnabe, die müssen noch nach "Gewinde" aussehen.
Zitat:
Original geschrieben von passi800
Hallo an alle...
Aus gegebenen anlass habe ich eine Frage zu den Radbolzen.
Ich habe bei meinen Vater letztens die Winterreifen aufgezogen. Festzustellen war das die original Radbolzen der alufelgen extrem schwergängig zu drehen gehen.
Radkreuz, kein Schlagschrauber. Auch die Bolzen der Sommeralus gingen schon recht schwer zu drehen. Ich meine nicht zu fest angeknallt sondern sie lassen sich einfach schwer drehen. Es geht so schwer das z.b. der Drehmomentschlüssel bei 100Nm knackt und die Bolzen sind dann noch gar nicht ganz drin.
Als wäre das gewinde verrostet. Wollte erst etwas kupferpaste ans gewinde machen und einmal leer reindrehen zum schmieren. Ich kann auch die bolzen nicht bis zum anschlag reindrehen ohne felge, obwohl das gewindeloch hinten ja offen ist. So hätte ich das gewinde ja mal frei drehen können.
Hat da schonmal jemand ähnliche erfahrungen gemacht?
Kann doch nicht daran liegen das der wagen häufig länger steht, dass es dort gammelt?
Hallo,
bei mir sind die Radschrauben auch sehr schwergängig gewesen. Ich hab sie dann mit normalem Schmierfett eingefettet und ein zwei mal rein und rausgedreht (mit Felge). Inzwischen laufen sie wieder leichtgängig.
Ist meiner Meinung nach normal, dass die Schrauben ohne Fett schwergängig werden (durch Rost).
Das mit dem tropfen öl hatte ich auch schon gelesen. Kupferpaste mache ich immer an die nabe...Deswegen hatte ich erstmal gefragt wegen den bolzen. Gewinde sehen eigentlich gut aus. Drahtbürste war natürlich mit im einsatz. Die bolzen laufen natürlich gerade und es ist an allen vier rädern. Denke es liegt an rost ansätzen im gewinde. Werde es nach dem Winter dann wohl mal mit dem öl probieren. Nähmaschinenöl oder was nehmt ihr da?
Ich nehma so ein normales Wartungsöl, ich denke, dass es egal ist.
Wenn man es einmal mit dem Öl gemacht hat, dann erübrigt sich wirklich die Drahtbürste.
Ich denke auch das es mit dem öl klappen wird. Wird wohl ein ungünstiges zusammenspiel von stahl auf stahl, schmutz und rost sein.
Ich danke allen die sich dem Problem angenommen haben und mal wieder geholfen haben...
Keramikpaste.
Da gehört ein bischen Keramikpaste dran. Nix mit Öl oder Fett.
Und Kupferpaste ist ökologisch bedenklich. :rolleyes:
Zitat:
Original geschrieben von Stefan .
Und Kupferpaste ist ökologisch bedenklich. :rolleyes:
Nicht für mich!!!
Zitat:
Original geschrieben von Stefan .
Und Kupferpaste ist ökologisch bedenklich. :rolleyes:
Ja klar, und der grüne ÖKO-Strom kommt aus der Steckdose, welcher produziert in einem AKW in Frankreich/Tschechei ab dem Grenzübertritt diese Farbe hat.
Ganz genau. da kommt kein fett oder öl ran, ihr seit wohl irre :o
Musst mal im baumarkt gucken oder beim freundlichen. da gibt es silikonspray. das kannst du auch an deine schaniere deiner türen sprühen falls sie mal schwergängig sind oder quitschen.
Meine bolzen gingen auch zum verrecken schwer bis zum letzten gewindezug raus! nach dem spray, wie butter ;)
wenn du willst kann ich mal nachgucken wie das zeug heisst...
Dann sind also alle Werkstatttechniker Lügner und Deppen - na klar!
Silikonspray gehört an den Türgummi und nicht an einen Radbolzen.
Ich frage mich mal, wie es mit der Temeraturbeständigkeit aussieht.
Ich sprühe die Radschrauben und die Gewinde der Radnabe immer mit Rostlöser ein, das mache ich schon seit Jahren bei eigenen Autos und auch bei Kundenfahrzeugen so wenn die Radschrauben bisschen schwergängig sind. Paarmal rein- und rausdrehen und schon sind die Radschrauben wieder sehr gut gangbar. Wenn das nicht ausreicht wie schon geschrieben mit Gewindebohrer und -schneidmutter M14 * 1,5 nacharbeiten.
Fett sollte man garnicht verwenden, weil das Drehmoment dann nicht mehr stimmt und man dann die Schrauben zu fest anzieht.
http://www.schrauben-lexikon.de/td3-werkstoffe-stahl.asp , dort siehe Punkt 3.4.1.
Jonny