ForumW212
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. E-Klasse
  6. W212
  7. Schwere Abgas-Vorwürfe gegen Daimler

Schwere Abgas-Vorwürfe gegen Daimler

Mercedes E-Klasse W212
Themenstarteram 12. Juli 2017 um 17:08
Beste Antwort im Thema

Ich finds irgendwie zum Kotzen wie hier immer wieder die drei urdeutschen Eigenschaften Provokation, Neid und Schadenfreude in die Diskussion gebracht werden, wo doch erstens noch nicht mal klar ist, was überhaupt passiert ist und ob es bewiesen werden kann. Sollte an den Grüchten am Ende etwas dran sein, sind die Gelackmeierten wie beim VW-Skandal die Kunden. Sollte sich alles in Staub auflösen, wird zuvor bestimmt schon längst die nächste Sau durchs Dorf getrieben sein. Wer dann einen Young- oder Oldtimer sein Eigen nennt, kann sich sehr gerne über seine gut erhaltene Wanderdühne erfreuen, aber die Vergleiche mit den neuen Generationen von Kraftfahrzeugen die haben in meinen Augen einfach keinen sittlichen Nährwert. Ich bin den damaligen 200D mit 75PS selbst gefahren, mit Handschaltung und Bonanzaeffekt. Im Vergleich dazu war ein Polo GT mit 60 PS etwa gleichen Baujahrs eine Rakete. Mein heutiger 220 CDI fährt sich im Vergleich wie ein damaliger Sportwagen und hat keine Buchhalterausstattung mehr. Was hatten die 124er denn damals im Schnitt viel mehr als Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrische Antenne und den zweiten Aussenspiegel? Zweifellos war der 124er wohl das beste Auto seiner Zeit, ich selbst habe auch einen 220E mit Automatik und el. Schiebedach (Luxus!) 11 Jahre lang gefahren und bezeichne diesen Wagen heute noch als meinen Besten. Aber heute stellt man doch an ein Auto ganz andere Anforderungen. Der 124er hatte seine Zeit und heute kümmern sich die Liebhaber bei den wenigen übriggebliebenen Exemplaren um Pflege und Rost. Diese Liebhaber können froh sein, dass sich damals so viele "Kunden" für den 124er entschieden haben, in 20 Jahren wird der 212 ebenso begehrt sein, ist doch klar. Von daher sollte man eigentlich vielmehr Unterstützung von gerade solchen Leuten erwarten als diese typischen Neid und Schadenfreude-Reaktionen und Provokationen. Leider ist es auch beim Thema Umweltschutz nicht anders als im Gesundheitswesen oder bei Ernährung oder anderen Themen: Es geht hier hauptsächlich um das Geld verdienen und nicht um die Umwelt oder unsere Gesundheit. Und dieses Thema kann man endlos ausdiskutieren ohne auf ein Ergebnis zu kommen, man kann die Umstellung auf die E-Mobilität sicherlich mit der Ökobilanz der neuen Fahrzeuge und deren dazugehöriger Infrastruktur stoppen, wenn man das will. Im Moment sind halt gerade die Diesel dran, weil man sich in bestimmten Kreisen die E-Mobilität herbeiwünscht und sich etwas davon verspricht (hauptsächlich vielleicht Profit?). Da sind halt andere Interessenten am Zuge, da brauch es erst mal nicht mehr so viele Ingenieure und Fachleute um einen E-Motor herzustellen, da lässt sich (in China?) noch mehr Gewinn erwirtschaften! Wenn kümmert es da schon, wo der ganze Strom auf einmal herkommen soll, wenn die ganze Welt auf E-Autos umsteigt? Ist dann Kernenergie und Braunkohle wieder grün und gesund?

Sorry für den langen Beitrag, einfach weitermachen!

772 weitere Antworten
Ähnliche Themen
772 Antworten

Wer noch an einer sachlichen Grundlage der Thematik interessiert ist, sollte sich den Beitrag von Walter gönnen. Sachlich, kompetent und vorallem für jeden klar verständlich. ;)

KLICK!

Jepp. Auch das hier ist im Hinblick auf das Thema nicht uninterressant:

 

http://www.chemieunterricht.de/dc2/auto/motorvgl.htm

 

Soweit ich das verstehe, ist durch die beabsichtigte Softwareeinspielung die Gefahr der im Vergleich übermäßigen Abgasrückführung gegeben, auf welche die verbauten betroffenen Motorteile so nicht eingerichtet sind mit der Folge, dass diese durch Wasserdampf und Schwefelanteile korrodieren und so die Langzeithaltbarkeit insgesamt nicht mehr gegeben ist.

Schwieriges Thema, insbesondere deswegen, weil ich nicht davon ausgehe, dass die erzielten Reduzierungen sich bei zunehmender Motorteilekorrosion und Verschmutzung aufrechterhalten lassen.

Erster Gedanke: Finger weg von dem Unsinn ... .

Gruß

T.O.

Spannender Artikel im Spiegel, der auch auf Daimler und die Nachrüstproblematik per Software eingeht.

Zitat: "Zusammengefasst: Durch Umrüstungen wollen Hersteller den Schadstoffausstoß ihrer Dieselautos verringern - und damit verhindern, dass in Innenstädten Fahrverbote gegen die Fahrzeuge verhängt werden. Bei einer richtungsweisenden Verhandlung in Stuttgart zweifelt ein Gericht jedoch die Wirksamkeit der Nachrüstung an."

Quelle:

http://m.spiegel.de/auto/aktuell/a-1158760.html

Eine Freiwillige Nachrüstung

 

also nimand muss.

Zitat:

@Sternfreund1970 schrieb am 19. Juli 2017 um 21:18:56 Uhr:

Eine Freiwillige Nachrüstung

 

also nimand muss.

Dein verständlicher Zweckoptimismus in allen Ehren, aber wenn ich im Privat- und Berufsleben eines gelernt habe: Hinten kackt die Ente! Was heute freiwillig ist, kann schon morgen....

 

Nich Zweckoptimismus

komme selber aus der KFZ Branche.

Bin im Dezember aus der Garantie Junge Sterne Raus.

 

Danach sieht der Stern mein Auto Sowieso nie wieder, da ich alles selber machen kann oder weiß wo mir nach meinen Vorstellungen geholfen wird.

Freiwillig ist da nichts, sobald es im KFZ Bundesamt gelistet ist.

Gibt es verlässliche Angaben bezüglich Leistungsminderung, Verbrauch, Durchzug etc. ?

Habe bei den Golf's so einige wilde Sachen gehört.

Joachim

Was man immer für "wilde Sachen" hört :D

Also unser Golf6 1.6 TDI hatte einen Update und einen kleinen Umbau erfahren. Wir verspüren keinerlei Leistungsminderung noch einen höheren Verbrauch seitdem. Kurzum, er läuft wie von Anfang an völlig problemlos und das sind immerhin knapp 10TKm seit dem Werkstattbesuch. Ob allerdings die erzielten Werte erreicht wurden, kann ich leider nicht beurteilen.

Vielleicht sollte man nicht alle Horror-Geschichten glauben, die so erzählt oder geschrieben werden? ;)

am 20. Juli 2017 um 1:19

Einfach ein Software Update, hier und da ein paar Bytes ändern und los gehts. Schadstoffe werden weniger, keine Leistungsminderung, Spritverbrauch unverändert, keine Motorschäden zu erwarten. Warum haben die Autohersteller es nicht von Anfang an so gemacht? Ganz einfach, weil es eben auch nicht so einfach funktioniert. Mit einem SW Update allein wird sich das Abgasproblem nicht lösen lassen.

Seit 2006 verzichtet der TÜV auf eine direkte Abgasmessung bei Kraftfahrzeugen mit On-Board-Diagnose. Statt dessen werden abgasrelevante Fehler/Messwerte aus dem Fehlerspeicher der Motorsteuerung ausgelesen. Trotz unerlaubter Schadstoffmengen wird im Fehlerspeicher aber kein Fehler hinterlegt. Also kein Abgasproblem, Abgastest bestanden.

Die Automobilindustrie wusste wohl ziemlich genau warum sie die Abgasmessung am Endrohr für entbehrlich hielt. Der Gesetzgeber könnte diese Regelung ändern, wenn dann auch die Lobbyisten der Autohersteller "einverstanden" sind.

Wie lange wird die Politik den Machenschaften der Autoindustrie weiterhin tatenlos zuschauen?

Warum zahlt der Autofahrer eigentlich noch für eine Abgasuntersuchung die die echten abgasrelevanten Messwerte garnicht erfasst?

 

Zitat:

@Pandatom schrieb am 19. Juli 2017 um 23:35:51 Uhr:

Was man immer für "wilde Sachen" hört :D

Also unser Golf6 1.6 TDI hatte einen Update und einen kleinen Umbau erfahren. Wir verspüren keinerlei Leistungsminderung noch einen höheren Verbrauch seitdem. Kurzum, er läuft wie von Anfang an völlig problemlos und das sind immerhin knapp 10TKm seit dem Werkstattbesuch. Ob allerdings die erzielten Werte erreicht wurden, kann ich leider nicht beurteilen.

Vielleicht sollte man nicht alle Horror-Geschichten glauben, die so erzählt oder geschrieben werden? ;)

Schon möglich, dass man keine Unterschiede merkt ;-)

 

https://www.google.de/.../...al-volkswagen-aufruestung-software-abgase

 

 

 

 

 

 

 

Hallo,

joerg_2 spricht aus, was ich schon lange denke: VW hat das Problem angeblich mit einem Softwareupdate behoben, warum hat man das nicht gleich von Produktionsbeginn an gemacht, wenn es so einfach ist ?

Ich bin weder Motorentechniker, noch habe ich Prüfwerte zur Hand, aber daß das nicht ohne Einbußen an Verbrauch und/oder Leistung und/oder Lebensdauer (Versottung) geht, liegt auf der Hand. Sonst hätte man bei VW ja den Stein der Weisen gefunden. Interessanterweise findet man auch nirgendwo in den einschlägigen Medien und von staatlichen Stellen Testberichte über Verbrauchs-, Leistungs- und Abgaswerte nach den Wunderupdates.

Wenn DB jetzt offenbar den gleichen Weg über Zauberupdates gehen will, wird mir unwohl.

Grüße Franz

Für mich ist die SW-Update-Lösung auch nur eine Flickschusterei, die keinen effektiven Nutzen bringen dürfte. Die einzig brauchbare Lösung wäre tatsächlich nur die Twintec/Baumot-Lösung und ich wäre sogar bereit einen Teil der Kosten mitzutragen, d.h. einen Drittel für den Hersteller, ein Drittel für den Bund und ein Drittel für den Verbraucher. Schließlich trägt auch jeder eine Portion Verantwortung für den Mist, sehe auch mich als Verbraucher in der Pflicht, bei der Produktwahl. Man kann nicht immer alles auf andere abschieben und mit dem Finger auf die sog. Übeltäter zeigen.

My 2 Cents....

Zitat:

@Pandatom schrieb am 20. Juli 2017 um 08:18:39 Uhr:

Für mich ist die SW-Update-Lösung auch nur eine Flickschusterei, die keinen effektiven Nutzen bringen dürfte. Die einzig brauchbare Lösung wäre tatsächlich nur die Twintec/Baumot-Lösung und ich wäre sogar bereit einen Teil der Kosten mitzutragen, d.h. einen Drittel für den Hersteller, ein Drittel für den Bund und ein Drittel für den Verbraucher. Schließlich trägt auch jeder eine Portion Verantwortung für den Mist, sehe auch mich als Verbraucher in der Pflicht, bei der Produktwahl. Man kann nicht immer alles auf andere abschieben und mit dem Finger auf die sog. Übeltäter zeigen.

Das sehe ich wie Du. Ich bin ziemlich sicher, dass sich MB durchaus im Rahmen des rechtlich Zulässigen bewegt hat. Also letztlich größtenteils das ominöse Thermofenster zum Bauteilschutz. Ggf. hat man das allenfalls großzügig ausgelegt. Alles spekulativ. Ich denke aber, dass das Problem darin begründet ist, dass dieses m.E. sinnfreie Thermofenster nunmehr kritisch von denen hinterfragt wird, welche es zuvor "durchgewunken" haben. Was im Hinblick auf EU-Strafzahlungen, einbrechende Aktienkurse und Milliardenzahlungen an die "ökologisch geprägten Amis" auch richtig ist. An 90 Tagen im Jahr die gesetzliche Norm für eine Zulassung einhalten und an den restlichen 275 Tagen mehr hinten durchjagen, als ein EUR 1-2-3 Fahrzeug? WTF??? :-)

 

@joerg_2 Wie wahr sind Deine Worte. So wird es sein - dem ist fast nichts hinzuzufügen.

Der dumme ist wieder mal der Kunde! Und die Autohersteller dürfen müssen per Gesetz eine geplante Obsoleszenz Einbauen. Vielen Dank!!

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. E-Klasse
  6. W212
  7. Schwere Abgas-Vorwürfe gegen Daimler