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Schwachstellen Lincoln Continental Sedan 1977

Themenstarteram 16. Mai 2010 um 15:19

Malzeit,

ich bin im Moment ernsthaft am überlegen, ob ich mir nen 1977iger Lincoln Continental als 4-door anschaffen soll.

Genauer, der hier ist das Objekt der Begierde:

http://tiny.cc/zusv0

Ich weiss, das Dingen ist knappe 6m lang und 2m breit, wird in kein Parkhaus bzw. Parklücke passen, ist mit gut 2,2t Leergewicht nicht gerade leicht und dürfte sich mal lockere 20l/100km (oder mehr) genehmigen.

Aber darum gehts hier ja schliesslich nicht. ;)

Da es dann mein erster Ami sein wird, wäre es sehr nett, wenn mir jemand die speziellen Schwachpunkte von so einer Kiste nennen könnte, damit ich nicht völlig unvorbereitet zum Besichtigen fahre und gff. mir nen Groschengrab zulege. :cool:

Worauf sollte ich in speziellen achten, wo sitzt der Rost besonders gerne, was an der Mechanik und Elektrik geht gerne mal kaputt, wie schauts mit der Ersatzteilversorgung aus, ect., ect. ?

Ich schätze mal der Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Kardanwelle, Hinterachse) ist recht robust gebaut und wenig störanfällig.

Geschraubt wird dann selbst, ich bin also nicht unbedingt auf eine Werkstatt angewiesen.

Zollschrauben sind auch nicht so das Thema, mein Volvo 164 und der Massey Ferguson von Vattern hat die auch. :)

Ich weiss, Fragen über Fragen, aber nur wer nicht fragt, stirbt dumm.

Grüße

Mirko

PS: Allgemeine Technische Daten und Links, die mir weiter helfen sind auch herzlich willkommen.

Beste Antwort im Thema
am 16. Mai 2010 um 20:35

Zitat:

Original geschrieben von Dr_Death01

...

Da es dann mein erster Ami sein wird, wäre es sehr nett, wenn mir jemand die speziellen Schwachpunkte von so einer Kiste nennen könnte, damit ich nicht völlig unvorbereitet zum Besichtigen fahre und gff. mir nen Groschengrab zulege. :cool:

Worauf sollte ich in speziellen achten, wo sitzt der Rost besonders gerne, was an der Mechanik und Elektrik geht gerne mal kaputt, wie schauts mit der Ersatzteilversorgung aus, ect., ect. ?

Zin-Azshari hat schon das Wichtigste geschrieben.

Die Ersatzteillage ist gut. Bestellung fast aller Verschleissteile über rockauto.com mit ca. 3 Tagen Lieferzeit kein Problem. Viele Teile auch in DE über US-Teilehändler zu beschaffen. Bitte nicht weinen, dass Ersatzteile aus den Staaten sich durch Versandkosten praktisch im Preis verdoppeln. Das ist normal. Trotzdem sind die Preise an Ende vergleichsweise günstig. Leider ist aber auch viel Chinaschrott dabei.

Zitat:

Ich schätze mal der Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Kardanwelle, Hinterachse) ist recht robust gebaut und wenig störanfällig.

Die Motoren bereiten selten Probleme, aber Vergaserwartung und die Beseitigung aller Vakuumlecks überfordern oftmals die Besitzer und/oder Werkstätten. Das Unterdrucksystem ist bei diesen Fahrzeugen für sehr viele Funktionen (Scheinwerferklappen, Klimaanlage, Tempomat, etc.) zuständig und hat enorm viele Schläuche, Ventile, Speicher etc. Mit Geduld und einem Shop-Manual/Vakuumplan kommt man diesen Dingen jedoch bei.

Die Automatikgetriebe sind relativ robust, fallen aber häufig durch altersbedingte Undichtigkeiten auf. Dichtungswechsel schafft hier Abhilfe.

Buckel unterm Vinyldach sind Roststellen. Das ist der größte Rostherd bei diesen Autos. Danach kommen die unteren Ecken der Radhäuser und dann Dinge wie Heckklappe und Schweller. Wobei die Body on Frame-Konstruktion recht einfach aufgebaut ist prinzipiell nur wenige rostgefährdete Hohlräume aufweist.

Alle Zierteile außen wie innen sind vergleichsweise schwierig zu beschaffen. Der Innenraum sollte daher so aussehen, dass man damit leben kann. Verbesserungen durch Nachkaufen besser erhaltener oder neuer Teile ist teuer und kann wegen der schlechten Angebotslage langwierig werden.

Sämtliche elektrischen Funktionen sollte man sich vom Besitzer zeigen lassen und die Funktion testen. Diese Schlachtschiffe haben ja für ihre Zeit so Einiges zu bieten. Das sollte dann auch bitteschön funktionieren. Fensterheber sind meistens einfach zu reparieren, Zentralverriegelungen schon schwerer und für's SureTrack-ABS gibt es kaum Teile zu kaufen. Das nur so als Beispiele.

Zitat:

Geschraubt wird dann selbst, ich bin also nicht unbedingt auf eine Werkstatt angewiesen.

Zollschrauben sind auch nicht so das Thema, mein Volvo 164 und der Massey Ferguson von Vattern hat die auch. :)

Ich weiss, Fragen über Fragen, aber nur wer nicht fragt, stirbt dumm.

www.tocmp.com und lincolnforum.de

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16 Antworten
am 23. Mai 2010 um 19:54

Zitat:

Original geschrieben von Dr_Death01

1. Hintere Höhenverstellung Fahrersitz defekt, da ist der Schalter in der Tür gebrochen. Es war mir darum nicht möglich den Sitz so einzustellen, dass ich als etwas kleinerer Mensch (~170cm) ordentich gucken konnte. Und Kissen drunter packen geht ja irgendwie überhaupt nicht. ;) Probefahrt ist deswegen auch ausgefallen. :( Allerdings konnte ich den Motor kurzzeitig zum zucken überreden.

Vielleicht 50Euro für einen neuen Schalter und ein paar Stunden an der Fahrertür zugebracht - und das Ganze funzt wieder.

Zitat:

2. Die orginale "Tönungsfolie" vom Fenster Fahrertür ist völlig zerkratzt, ist angeblich beim wieder hochdrücken der Scheibe passiert...

"Original" wohl weil in New Mexico niemand ohne extrem verdunkelte Scheiben rumfährt - ist ja schweineheiss da. Der hiesige TÜV und die "Ordnungshüter" werden sowas in Deutschland jedoch garnicht mögen.

Zitat:

3. Klimaanlage ohne Kühlmittel, dafür mit neuen Schläuchen. Warum befüllt man die Anlage dann nicht gleich wieder? :confused: Schon allein um zu sehen, ob sie dicht ist?

Wird wohl noch ein (teures) Leck irgendwo sein.

Zitat:

4. Amaturenbrett hat zwei fiese Risse, ist aber mit nem passenden Filz abgedeckt. Wenn man den vernünftig aufkleben würde, wäre das Ganze auch recht ansehlich.

Gutes gebrauchtes Armaturenbrett + Versandkosten aus den Staaten dürften mehrere hundert Euro sein.

Zitat:

5. Elektrische Antenne tuts auch nicht, Radio demzufolge auch nicht testbar.

Antenne ist meistens preiswert vom Hobbybastler instantzusetzen, restauriertes Radio ab ca. 150$ + Versand bei ebay.com öfter mal drin.

Zitat:

6. Holzleisten im Amaturenbrett nicht mehr wirklich schön, da löst sich anscheinend der Klarlack durch zu viel Sonneneinstrahlung. Dem Wagen stammt aus New Mexico.

Schwierig guten Ersatz zu bekommen, aber nicht unmöglich. Je nachdem wie geduldig man ist, kann man aber manchmal erstaunlich billig Teile aus Schlachtfahrzeugen ergattern.

Zitat:

7. Die Streuscheiben von den Scheinwerfen sind gerissen. Zumindest links, rechts hab ich nicht geschaut.

Neue Scheinwerfereinsätze (Hella H4) kosten ca. 35Euro.

Zitat:

Zentralverriegelung, die erstlichen 3 Fensterheber inkl. Lüftungsfensterchen, Ausenspiegelverstellung, Kurvenlicht, ect. funktionert einwandfrei.

Die Beschreibung zeigt doch einen gewissen Wartungsstau auf. Einige Dinge sind ja nur Kleinigkeiten, die man im Sinne eines reibungslosen Verkaufs eigentlich abstellen könnte. Nun gut aber wohl bei dem Preis hinzunehmen. Merkwürdig finde ich auch, dass 4 Jahre nach einer Neulackierung schon wieder Rostschäden sichtbar werden. Da hätte ich eine längere Halbwertszeit angenommen.

Ich wollte jetzt nicht extra einen neuen thread starten, aber hier hab' ich

so einen schönen 1977 Lincoln Continental Town Car gefunden, dass ich den unbedingt teilen wollte.

VB 9.500 Dollar in Ohio.

So eine Schönheit!

Conti1
Conti2
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