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Schon wieder ein neuer Geisterfahrer Horrorunfall

Themenstarteram 18. November 2012 um 16:15

Was ist denn in der letzten Zeit los das ständig solche Geisterfahrer Horrorunfälle besonders am Wochenende passieren?

 

Kommt hier vieleicht eine neue Suizid Masche  in Mode ?

 

 

http://www.noz.de/.../...hrer-verursacht-horror-unfall-mit-sechs-toten

 

Beste Antwort im Thema
am 5. Januar 2013 um 4:44

Eigentlich ist es erschreckend, wie viele Leute hier glauben, im Strassenverkehr sei nur dejenige schuldfrei, der mit Vollgas über die Autobahn brettert.

90 % der jungen Fahrer (ich gehöre selber dazu) weiss nicht einmal mehr, wie man Sichtfahrgebot buchstabiert.

Alle denken, man müsse mindestens die angeschriebene Geschwindigkeit fahren. Das ist leider Gottes vollkommen falsch und hat noch so manchem das Leben gekostet.

Dass ein betrunkener LKW-Fahrer auf der Autobahn wendet ist sicher unvorteilhaft. Aber stellt Euch nur vor, ein Unfall mit 2 PKW ist gerade passiert. Sie stehen quer über alle Fahrbahnen. Ein LKW (und andere PKW) können kurz vor dem Unfall noch knapp bremsen und stehen nun alle mit 0 km/h mitten auf der Autobahn.

Wo ist hier der Unterschied zwischen einem LKW, der versucht zu wenden?

Beide Szenarien stellen Hindernisse dar, die im realen Leben vorkommen können. Jeder VT hat beim Fahren mit solch einem Szenario zu rechnen. Und muss folglich darauf vorbereitet sein, namentlich muss er VOR dem Hindernis anhalten können. Wo wir wieder beim Stichwort Sichtfahrgebot sind.

Was ist also falsch daran, denjenigen eine Teilschuld einzuräumen, die trotz dieses Gebots in dieses Hindernis reingerauscht sind?

Man lernt es doch in jeeeder Fahrschule dieser Welt. Man muss auf Sichtweite anhalten können.

Also hat derjenige, der es nicht kann, automatisch eine Teilschuld. Logik.

Deshalb nun auf einer Autobahn mit 70 km/h zu fahren, halte ich auch für ein wenig übertrieben. Aber schneller als 130 km/h halte ich dann doch für fahrlässig. Etliche Gerichtsurteile bestätigen es ja, wie zuvor geschrieben wurde.

Wie man solche Unfälle verhindern könnte?

Nicht mit irgendwelchen Krallen.

Nicht mit (noch) schwierigeren gesetzlichen Regelungen für LKW-Fahrer.

Nicht mit Verbot von ausländischen LKWs.

Nicht mit 1000 Schildern, die Auffahrten noch unübersichtlicher machen.

Sondern einfach mit dem ganz einfachen: Geschwindigkeit anpassen und Abstand halten

Wegen 10 Minuten später ankommen ist noch niemand umgekommen - es hat aber manch einem schon das Leben gerettet.

P.S. Falls ich jetzt als Moralprediger da stehe, dann mache ich noch weiter:

Unfälle passieren nicht wegen Hindernissen auf der Fahrbahn, sondern wegen Fahrern, die nicht damit umgehen können.

Punkt.

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Egal was man baulich macht, es wird nicht funktionieren. Dann wendet jemand halt auf der AB.

Die einzige Möglichkeit liegt in der Zukunft, wenn alle Autos miteinander reden und ferngesteuert werden können (und das wird in spätestens 20 Jahren der Fall sein, ob man will oder nicht), dann kann man es effektiv verhindern. Dann wird automatisch das Fahrzeug fahruntüchtig irgendwo an den Rand befördert und alle anderen werden um die Gefahr gelenkt.

Mich würde mal interessieren, ob es eine gewisse Häufung von Falschfahrern bei bestimmten Situationen gibt?

In letzter Zeit sind mir durch einige längere Fahrten gehäuft "seltsame" und unlogische Baustellenführungen aufgefallen. Die waren so mangelhaft ausgeführt, das bei geringer Fehlinterpretation man unbeabsichtigt in die Baustelle einfahren kann/gesperrte Straßen befährt/bei Umleitungen falsch abbiegt/... .

am 24. August 2014 um 12:05

Zitat:

Original geschrieben von VVerevvolf

Egal was man baulich macht, es wird nicht funktionieren. Dann wendet jemand halt auf der AB.

Die einzige Möglichkeit liegt in der Zukunft, wenn alle Autos miteinander reden und ferngesteuert werden können (und das wird in spätestens 20 Jahren der Fall sein, ob man will oder nicht), dann kann man es effektiv verhindern. Dann wird automatisch das Fahrzeug fahruntüchtig irgendwo an den Rand befördert und alle anderen werden um die Gefahr gelenkt.

Bringt trotzdem nichts, wenn dann einer in einem alten Auto unterwegs ist.

oder die Technik versagt. Der ganze neumodische Elektronik-Kram überlebt doch oft nicht mal die Garantie-Zeit.

Was ist denn, wenn es zu Fehlfunktionen kommt und Autos "aus Versehen" aufeinander gelenkt werden ? Wer haftet dann ?

Zitat:

Original geschrieben von mr.luecke

http://www.tz.de/.../geisterfahrer-stirbt-zusammenprall-3802893.html

Wie gesagt... wenn vor einem Falschfahrer gewarnt wird, den LKW als Schutzschild nutzen.

Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star

Was ist denn, wenn es zu Fehlfunktionen kommt und Autos "aus Versehen" aufeinander gelenkt werden ? Wer haftet dann ?

Die Frage stellt sich für manchen schon bei weniger komplizierter und eingreifender Elektronik... Klick.

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971

Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star

Was ist denn, wenn es zu Fehlfunktionen kommt und Autos "aus Versehen" aufeinander gelenkt werden ? Wer haftet dann ?

Die Frage stellt sich für manchen schon bei weniger komplizierter und eingreifender Elektronik... Klick.

Die Frage stellt sich einerseits in tausend anderen automatischen Systemen, die auch kritische Dinge steuern, genauso. Das wird letztlich auch vertraut, schon deswegen weil es manuelle gar nicht zu handeln ist.

Und die Unfallquoten zeigen nun andererseits, dass man letztlich in Konsequenz manuelles Fahren eigentlich auch nicht zulassen darf.

Weswegen sich die Frage ganz oben eigentlich nicht stellt, solange diese Systeme das besser machen als Menschen, bei automatischer Steuerung weniger Unfälle passieren als ohne, der Schaden reduziert wird.

Bei der immer wieder hochkommen "Verantwortungsfrage". falls es dann doch mal kracht, geht es in Wirklichkeit auch nicht um ethische Aspekte, sondern nur darum wer dann zahlen muss. Lasst euch da mal nicht einlullen von der vorgeschobenen Gutmenschelei.

Zitat:

Original geschrieben von martins42

Die Frage stellt sich einerseits in tausend anderen automatischen Systemen, die auch kritische Dinge steuern, genauso. Das wird letztlich auch vertraut, schon deswegen weil es manuelle gar nicht zu handeln ist.

Und die Unfallquoten zeigen nun andererseits, dass man letztlich in Konsequenz manuelles Fahren eigentlich auch nicht zulassen darf.

Guckst Du hier. Im Spiegel gab es hierzu einen interessanten Artikel (leider nicht frei online verfügbar) in dem stand, dass eine mögliche Ursache der falschen / zu späten (richtigen) Reaktion darauf zurückzuführen ist, dass das "manuelle" Fliegen ohne Autopiloten außer bei Start und Landung fast gar nicht mehr praktiziert wird...

Zitat:

Original geschrieben von Hannes1971

Zitat:

Original geschrieben von martins42

Die Frage stellt sich einerseits in tausend anderen automatischen Systemen, die auch kritische Dinge steuern, genauso. Das wird letztlich auch vertraut, schon deswegen weil es manuelle gar nicht zu handeln ist.

Und die Unfallquoten zeigen nun andererseits, dass man letztlich in Konsequenz manuelles Fahren eigentlich auch nicht zulassen darf.

Guckst Du hier. Im Spiegel gab es hierzu einen interessanten Artikel (leider nicht frei online verfügbar) in dem stand, dass eine mögliche Ursache der falschen / zu späten (richtigen) Reaktion darauf zurückzuführen ist, dass das "manuelle" Fliegen ohne Autopiloten außer bei Start und Landung fast gar nicht mehr praktiziert wird...

Wenn ich das lese, wäre es wohl besser gewesen, wenn der Autopilot trotz der beiden irregulären, differierenden Geschwindigkeitssignale NICHT abgeschaltet hätte, die Automatik versucht hätte, das beste aus der Situation zu machen.

Aber da gab es vermutlich aeronautische Vorschriften, dass in solchen Situationen der Mensch übernehmen muss (um es dann selber vergeigen zu können).

Zitat:

Original geschrieben von martins42

...

Die Frage stellt sich einerseits in tausend anderen automatischen Systemen, die auch kritische Dinge steuern, genauso. Das wird letztlich auch vertraut, schon deswegen weil es manuelle gar nicht zu handeln ist.

Welchem System vertraut man denn beim Autofahren, daß den Wagen ggf. auch ohne Wissen oder Willen des Fahrer in eine ander Richtung lenkt - oder einen ins Abseits befördert ?

 

Zitat:

Original geschrieben von martins42

Und die Unfallquoten zeigen nun andererseits, dass man letztlich in Konsequenz manuelles Fahren eigentlich auch nicht zulassen darf.

So viel binde Technikgläubigkeit beim Auto - damit dürftest Du in einer absoluten Minderheitsmeinung sein. In letzter Konsequenz heisst das, daß es besser ist, zu hause im Bett zu bleiben und die Decke über den Kopf zu ziehen ;).

 

Zitat:

Original geschrieben von martins42

...

solange diese Systeme das besser machen als Menschen,

...

In der Werbung sind sie das ganz bestimmt.

 

Zitat:

Original geschrieben von martins42

...

Lasst euch da mal nicht einlullen von der vorgeschobenen Gutmenschelei.

:confused: Verstehe ich jetzt wirklich nicht. Welche "Gutmenschen" ? Die Befürworter der Technik, die es gut meinen :rolleyes: ?

@Manitoba

Ja, du verstehst es nicht. Bewahr dir deinen Glauben.

Zitat:

Original geschrieben von martins42

Bei der immer wieder hochkommen "Verantwortungsfrage". falls es dann doch mal kracht, geht es in Wirklichkeit auch nicht um ethische Aspekte, sondern nur darum wer dann zahlen muss.

Daß hier die Haftungsfrage im Vordergrund steht, ist aber auch nie ernsthaft bezweifelt worden.

Hattest du etwa den Eindruck, daß dies anders gewesen wäre? :confused:

War zwar im eigentlichen Sinne kein Geisterfahrer, aber so mancher Geländewagen/Pickup/SUV (hier offenbar ein L200) kommt auch mal durch/über eine Mittelleitplanke

http://www.oberpfalznetz.de/.../...uf-der-a93-bei-mitterteich,1,0.html

http://www.br.de/.../unfall-a93-mitterteich-100.html

Irgendwie Erschreckend...

Themenstarteram 21. Dezember 2014 um 14:22

Seit den schrecklichen Geisterfahrerunfällen ist im Bereich Sicherheit noch nichts passiert

Heute erneut 3 Tote durch einen Geisterfahrer wieviele Tote müssen denn noch kommen bevor sich was ändert ?

 

http://www.bild.de/.../...lschfahrer-unfall-auf-a38-39064028.bild.html

Ja habs eben in der MDR App gelesen und die schrecklichen Bilder gesehen. Da muss langsam was passieren, denn es nimmt immer mehr zu!

Letzte Woche um ca. gegen 4 Uhr ist einer von Kreuz Düsseldorf Süd(A46) bis AS Neuss-Norf (A57) falsch gefahren und kam mir kurz nach AS Norf entgegen als Falschfahrer.

Ich muss sagen mir ist das als Berufskraftfahrer noch nie passiert und war schon sehr schockiert. Man macht sich da trotz erhöhter Sitzposition seine Gedanken was wäre wenn?

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