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Schaden ohne Versicherung klären - Abzüge

Themenstarteram 23. September 2022 um 11:23

Hallo zusammen,

mir ist jemand beim Parken leicht gegen das Auto gefahren, die Dame möchte den Schaden ohne Versicherung klären. Ich habe einen Kostenvoranschlag von meiner Werkstatt über grob 1000 Brutto. Weil das Auto schon ca. 10 Jahre alt ist und durchaus ein paar kleine Schrammen hat, habe ich nicht den Nettopreis laut Kostenvoranschlag verlangt, sondern habe da niedriger angesetzt. Jetzt würde mich eure Meinung interessieren: ist es üblich, dass man hier entgegenkommt, oder verlangt man da eigentlich einfach den Nettopreis?

Danke & Gruß

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8 Antworten

Wenn man Geld verschenken möchte, kann man das so machen.

Als Geschädigter hast du Anspruch auf vollen Schadenersatz.

Plus eine Entschädigung für die Ausfallzeit/Reparaturdauer.

Plus eine pauschale Aufwandsentschädigung i.H. 20-30 €.

Ob mit oder ohne Versicherung reguliert wird, kann dir egal sein.

Als Geschädigter hast du Anspruch auf Ersatz des dir entstandenen Schadens - nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, kann ein KVA, insbesondere bei Vor-/Altschäden, idR nicht korrekt wiedergeben.

Vielleicht hast du auf Geld verzichtet, vielleicht aber auch mehr kassiert als dir zustehen würde. Kann man so überhaupt nicht sagen.

Hallo, wenn Dich die Beule nicht sehr stört, ist das nur anständig. Auch wenn die Vorredner wie die Anwalts Lobby hier im Forum das anders sehen

.

Themenstarteram 23. September 2022 um 16:00

Antworten mit ganz unterschiedlichen Ansätzen, ist doch total ok. Gut, danke euch

Uns ist in unseren alten Kia auch mal eine Nachbarin beim Ausparken reingefahren. Da war hinten die Stoßstange eingedrückt. Auf Verkehrssicherheit und Fahrtüchtigkeit hatte es keinen Einfluß.

Zwei Tage später ist dann der Motor verreckt (was abe rnicht vorhersehbar war) und die Geschichte hatte sich ohnehin erledigt.

Aber auch ohne Motorschaden hätten wir es nicht reparieren lassen und den Wagen im Frühjahr/Sommer an einen Exporteur abgestoßen. Das war ohnehin geplant.

Wir haben uns damals auf 200 EUR bar auf die Hand geeinigt und die Sache war erledigt. Reparaturkosten wären natürlich mehr gewesen, aber letztendlich war die Karre eh nichts mehr wert und so lief es halt ohne Versicherung unter Nachbarn.

Aber klar ist auch, würde das jetzt bei einem relativ neuen Auto passieren, würden wir es fachmännisch reparieren lassen und auch das Geld dafür haben wollen. Ob mit oder ohne Versicherung wäre mir egal.

Meine Frau hat beim Zurücksetzen den 10 Jahre alten A3 unserer ehemaligen Vermieter angefahren.

 

Es lief komplett über die Versicherung, Schaden war ~ 3000€, inkl Mietwagen, der die 3 Tage Reparatur in der Einfahrt stand

 

Dafür gibt's doch Versicherungen

Ja, eigentlich schon. Aber man kann sich Gründe vorstellen, warum Leute ohne Versicherung regeln wollen:

- dem geschädigten Nachbarn Aufwand mit einer zahlungsunwilligen Versicherung ersparen

- Unkenntnis, was für teure Reparaturen vermeintlich kleine Schäden nach sich ziehen

- oder Unkenntnis, wie viel man bei einer Rückstufung bezahlen müsste

- Scham, den eigenen Fehler zu melden

- Befürchtung, daß ein Verstoß gegen Versicherungsbedingungen auffliegen könnte

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