ForumVolkswagen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Sammelthread: VW Abgasskandal - Erfahrungen -NACH- dem Softwareupdate

Sammelthread: VW Abgasskandal - Erfahrungen -NACH- dem Softwareupdate

VW
Themenstarteram 25. Januar 2016 um 11:26

Liebe Schummeldieselfahrer,

Laut Pressemeldungen sollen ja bereits die ersten Rückrufbriefe rausgegangen sein.

Daher würde hier gerne schoneinmal einen Thread eröffnen, in dem Alle ihre Erfahrungen mit einem bereits durchgeführten Softwareupdate schildern können:

Gibt es Leistungseinbußen?

Änderungen in der Fahrdynamik?

Veränderter Verbrauch?

Sonstige Probleme nach Update?

Bitte um rege Teilnahme!

Danke und Gute Fahrt!

Beste Antwort im Thema

Vielleicht sollte man die Veränderungen und deren Folgen für die Motoren einmal auflisten.

Mein wirklich ehrlicher Werkstattmeister aus einer Vertragswerkstatt erklärte es mir so:

Vorher waren die Motoren auf einen bauteilschonenden möglichst geringen Rußausstoß, geringen Verbrauch und damit einhergehende geringe CO2-Emissionen im Alltagsbetrieb ausgelegt.

Dies wurde durch eine "heiße" Verbrennung eines mageren Gemisches aus Luft und Diesel, sowie ohne nennenswerte Nacheinspritzung und möglichst geringer "AGR-Rate" (AGR-Ventil nur in bestimmten Betriebszuständen nur so minimal wie absolut nötig geöffnet, sonst geschlossen) realisiert.

So sollten die Motoren langlebig, sparsam und trotzdem leistungsstark sein.

Im "Prüfstandmodus" für den völlig unrealistischen und von fast keinem Fahrer zu realisierenden NEFZ-Betrieb sahen die Werte anders aus.

Möglichst "kalte Verbrennung" bei sehr fettem Gemisch (dadurch sehr viel Ruß), hohe Nacheinspritzung von Dieselkraftstoff zur Abgaskühlung, extrem hohe AGR-Rate (AGR-Ventil dauerhaft offen) und dadurch entsprechende Rußbelastung aller betroffenen Teile.

Das war nicht weiter schlimm, weil der Motor diesen Modus ja nur in einem Test 20-25 Minuten irgendwie überleben sollte, mehr nicht.

Leistungsentfaltung, Laufkultur, Belastung und Langlebigkeit der betroffenen Baugruppen spielten da also keine Rolle.

Nun werden die Fahrzeuge aber in einen prüfzyklusnahen Dauerbetriebzustand umgerüstet. Das verursacht dann bei allen Fahrzeugen früher oder später die gleichen Probleme.

gestiegener Verbrauch:

- durch die Gemischanfettung für eine kältere Verbrennung steigt der Verbrauch, da mehr Kraftstoff eingespritzt wird, als überhaupt nötig ist.

- durch die dauerhafte Nacheinspritzung (wertvoller Kraftstoff wird nicht zum Vortrieb genutzt, sondern einfach unverbrannt zum Abkühlen der Abgase verschwendet)

unrunder / unruhiger Lauf / Leistungsverlust

- durch die kältere Verbrennung entstehen massiv mehr und größere Rußpartikel. Diese werden durch das nun dauerhaft offene AGR-Ventil wieder in das Einspritzsystem geführt, wo sie das Luft-/Krafstoffgemisch kontaminieren und sich überall ablagern und zu entsprechenden Verkokungen und daraus resultierenden Verstopfungen aller betroffenen Bauteile führen.

Dies versucht man nun durch die Anhebung des Einspritzdrucks hinauszuzögern. Deswegen klappern auch die Injektoren nach der Umrüstung merklich. Die Anhebung des Einspritzdrucks wird bei "noch sauberen" Motoren subjektiv von wenigen Kunden euphorisch als "Leistungssteigerung" empfunden. Der Partikelfilter setzt sich ebenfalls deutlich schneller zu.

Haben die Injektoren, das AGR-Ventil und die Leitungen der Abgasrückführung angefangen sich mit Rußpartikeln zuzusetzen, beginnt der Motor unrund zu Laufen und verliert merklich an Leistung.

häufigere Regeneration / Selbstreinigung des Partikelfilters

- durch oben beschriebene Maßnahmen hat sich die Rußbelastung der Abgase deutlich erhöht. Der Partikelfilter ist nun also erheblich mehr belastet, wofür er nicht konstruiert wurde, und man versucht über häufigere Regenerationen eine vollständige Verstopfung etwas hinauszuzögern.

Diese ganzen Maßnahmen führen lediglich zu einer minimalen Verringerung der Stickoxide, jedoch zu deutlich mehr CO2-Ausstoß und einer erheblich verringerten Lebensdauer der betroffenen Baugruppen.

Aber die Werkstätten sind vom Mutterkonzern dazu angewiesen worden den Kunden die Umrüstung aufzuzwingen und die entstehenden Probleme nicht zu erwähnen, bzw auf Nachfragen immer die gleichen Aussagen zu tätigen ("Nein, durch das Update entstehen keinerlei Probleme." ; "Es sind keine Schäden oder Probleme nach dem Update bekannt")und bei Reklamationen dann entsprechend immer behaupten, dass dies unmöglich sei, und der Kunde der allererste ist, der jemals ein Problem nach der Umrüstung hätte.

Die tatsächliche Anzahl der "Einzelfälle" lässt sich dabei ganz leicht aus der Auftragsnummer der Reklamation ableiten. Die Ticketnummern für die Reklamationen nach der Umrüstung werden für jede Marke einzeln fortlaufend vergeben. So müsste man also nur an einem Tag jeweils bei VW, Audi, Seat und Skoda eine Reklamation machen und dann die jeweiligen Ticketnummern addieren. Schon hätte man die tatsächliche Anzahl der "vereinzelten Probleme", welche sich dem mittleren fünfstelligen Bereich immer weiter nähert.

Der Grund für diesen Druck, den der Mutterkonzern auf die Werkstätten und Kunden ausübt, ist die Vorgabe der EU, dass die Fahrzeuge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt umgerüstet sein sollen, oder sonst Strafzahlungen drohen.

Also macht man Druck auf die Kunden.

Und durch die Instandsetzung der durch die Umrüstung früher oder später auftretenden Folgeschäden, sofern nicht zeitnah reklamiert wird, kann sich der Konzern auch noch etwas Geld vom Kunden holen.

Die aktuellen Maßnahmen dienen nicht der Lösung der Abgasproblematik, sondern sollen dem Konzern nur etwas Luft verschaffen.

Die Schäden werden bei jedem Fahrzeug nach der Umrüstung auftreten. Je nach Fahrprofil und Zustand bei einigen früher, bei anderen später.

Und bei denen, wo es später auftritt, kann man ja wieder an den Ersatzteilen Geld verdienen, falls diese Fahrzeuge dann noch in einem Land im Betrieb sind, wo auf die Abgaswerte geachtet wird.

Eine tatsächlich funktionierende Lösung im Sinne der Kunden und der Abgasvorschriften hätte anders ausgesehen.

Da wäre, neben einer Softwareanpassung, eine neukonstruierte wirksame Abgasreinigungsanlage in jedes betroffene Fahrzeug eingebaut worden. Sprich neue SCR-Katalysatoren mit Harnstoff-Wasser-Einspritzung, neue Partikelfilter, neue Abgasrückführung und neue Injektoren. Für die Kunden selbstverständlich kostenlos.

Alternativ eine Rücknahme der betroffenen Fahrzeuge durch den Hersteller bei voller Kaufpreiserstattung, da die Fahrzeuge ja eigentlich keine Betriebserlaubnis haben, da sie ja die Abgaswerte nicht einhalten.

Soweit mein etwa eine Stunde dauerndes Gespräch mit einem Werkstattmeister einer SEAT und Skoda Vertragswerkstatt, der auch nur noch genervt ist, dass es keine echte Lösung gibt und die Werkstätten nur der Prellbock zwischen Konzern und verärgerten enttäuschten Kunden mit nach der Umrüstung defekten Fahrzeugen sind.

8772 weitere Antworten
Ähnliche Themen
8772 Antworten

Zitat:

@Mac2017 schrieb am 11. Januar 2017 um 09:16:42 Uhr:

Hallo

Ich fahre ein Touran bj.2011 mit 1.6tdi (BMT) Motor.Bei mir ist das gleiche passiert.

Software wurde dieser Montag aufgespielt und Dienstag bei Kaltstart ging Lampe an??.

Diagnose :agr defekt.??

Ich war noch nicht bei VW .

Hat noch immand das Problem?

Oder Erfahrungen was VW dazu sagt.

Die Sache ist doch ziemlich logisch. Mit dem Update soll über den Exzenter der Schieber in Bereiche gedrückt werden, die vorher anscheinend nie benutzt wurden und somit versottet und verkrustet sind, Folge: Schieber geht nach Update nicht so weit rein, wie er nunmehr auf einmal soll; Poti angeflanscht an der EXzenterachse meldet das ans Steurgerät zurück und dieses bekommt vom Poti somit aus seiner Sicht ein unplausibles Signal, mit allen Weiterungen. Kauft euch am besten für ein paar Euro mal eine gebr. AGR-Einheit und zerlegt sie, wie ich es gemacht habe.

Hast du vielleicht bilder oder video davon

Zitat:

@dreivwbesitzer schrieb am 11. Januar 2017 um 12:58:53 Uhr:

Die Sache ist doch ziemlich logisch. Mit dem Update soll über den Exzenter der Schieber in Bereiche gedrückt werden, die vorher anscheinend nie benutzt wurden und somit versottet und verkrustet sind,

Quod erat demonstrandum! Es ist zwar korrekt zu sagen, dass das AGR-Ventil vor Update eher im Bereich 30-40% regelt und nach Update mehr, nichtsdestotrotz fährt aber auch dieses ohne Update des öfteren nach ganz offen, was sich auch trivial loggen lässt. Dafür gibt es sogar zwei Messwertblöcke:

150 IDE01373 Ventil für Abgasrückführung: Offset geschlossen [%]

151 IDE01374 Ventil für Abgasrückführung: Offset offen [%]

Sollte das nicht funktionieren, so ist dieses auch ohne Update zum Austausch verdammt, was der eine oder andere hier auch schon berichtet/erlebt hat. Das das Ventil nach Update erst in Bereiche gedrückt wird, die vorher anscheinend noch nie benutzt wurden, kann ich so nicht bestätigen.

Brain

Zitat:

@scoutone schrieb am 10. Januar 2017 um 08:29:30 Uhr:

 

also vor Update:

(15,5g -4g) / 340km = 0,0338235294 g/km

seit der letzten Regeneration bin ich 319 km gefahren davon 151 mit update (also 168 ohne update)... heutiger Stand Ruß 18,61g

Anteil vor Update = 0,0338235294 g/km * 168 = 5,6823529412g

Ich bin ja auch ein Freund des Taschenrechners, aber wieso so kompliziert? Das serviert euch das MSG doch schon auf dem Silbertablett. @scoutone Deine Rechnung vor Update kann ich bestätigen, bei mir sind es 0,0305 g/km (Messwertblöcke 487 und 488, für die CarPort-Freunde: 'Aktuelle gemessene Beladungsrate'). Kann jemand die Beladungsrate nach Update mit MKB posten?

Brain

Zitat:

@brainworx schrieb am 11. Januar 2017 um 15:32:18 Uhr:

Zitat:

@scoutone schrieb am 10. Januar 2017 um 08:29:30 Uhr:

 

also vor Update:

(15,5g -4g) / 340km = 0,0338235294 g/km

seit der letzten Regeneration bin ich 319 km gefahren davon 151 mit update (also 168 ohne update)... heutiger Stand Ruß 18,61g

Anteil vor Update = 0,0338235294 g/km * 168 = 5,6823529412g

Ich bin ja auch ein Freund des Taschenrechners, aber wieso so kompliziert? Das serviert euch das MSG doch schon auf dem Silbertablett. @scoutone Deine Rechnung vor Update kann ich bestätigen, bei mir sind es 0,0305 g/km (Messwertblöcke 487 und 488, für die CarPort-Freunde: 'Aktuelle gemessene Beladungsrate'). Kann jemand die Beladungsrate nach Update mit MKB posten?

Brain

Meiner steht nun bei vw, ich liefere die Daten sobald ich mein Auto zurück hab.

 

VG

am 11. Januar 2017 um 17:18

Polo 1.6l TDI CAYC 105 PS, 67.000 km - NICHT zufrieden!

Starkes Dieselnageln z.B. im 4. bei 800 - 1300 U/min, rauer rasselnder Motorlauf besonders ab 4000 U/min, Schaltanzeige funktioniert nicht mehr korrekt, etwa 1 Liter Mehrverbrauch / 100 km

Wie weiter oben beschrieben wurde gestern "GFS mit Kleinstmengenabgleich der Injektoren" durchgeführt ohne jede Verbesserung.

Heute hat VW versucht nachzubessern. Gemacht wurde:

Lernwerte für das Druckregelventil und der Mengenzumesseinheit wurden gelöscht

Funktion -> Motorelektronik / Grundeinstellung / Rücksetzen Lernwerte Mengenzumesseinheit und Druckregelventil in ODIS

Ich tippe dies alles hier einfach von dem Zettel ab, den ich in der Werkstatt fotografiert habe.

Ergebnis: Keine Verbesserung!

Jetzt warte ich wieder darauf, was VW der Werkstatt antwortet. Zumindest ist heute der Meister (dem ich vertraue) mit mir mitgefahren und konnte das Dieselnageln hören.

Vielen Dank an alle anderen mit ihren Erfahrungsberichten!

2.0TDI, 140PS, CFFB, Passat, 2011, 10.000km seit Update, zufrieden

@brainworx, zum Problem AGR-Defekt und Update ist es genau so, wie du es schreibst. Es gibt keinen direkten Zusammenhang.

Diese Info muss leider erst noch bei den MT-Lesern ankommen. AGR war schon immer ein Problemkind, leider!

@WieEinMönch, hier leider mal wieder ein Beweis dafür, dass die kleineren Motoren mit dem Update nicht zurecht kommen.

Danke, für die Benutzung der Kopfzeile.

Wenn Ihr wüssstet, was die bei VW wissen, dann wäre Euch auch klar, dass der Motor damit kaputtprogrammiert wurde. Auch wenn Euch der Werkstattmeister, ohne rot zu werden, beteuert, dass noch kein einziges Auto vorher Probleme nach der Umrüstung hatte und Ihr nun wirklich ein Sonderfall seit.

Leider kennt niemand die Parameter, die umprogrammiert werden (oder doch?), denn meines Wissens nach ist das Programm geheim und die veränderten Parameter auch.

Wenn man das alles also wüsste und die Kompetenz besäße, die neuen Parameter auf die Hardware in Punkto Verträglichkeit und Lebensdauer abzugleichen, würde man feststellen, dass:

a) die Lebensdauer aller Komponenten nach dem Update sinkt

b) der Motor ausserhalb der vorgegebenen Spezifikation läuft (ist nunmal ein alter Stinkdiesel, den VW nicht auf den neuen Stand bringen konnte aus Kostengründen)

c) der Motor nun so manipuliert wurde, dass wenigstens der geforderte Grenzwerte NOX eingehalten wird, auch wenn alles andere dabei kaputt geht und er russt ohne Ende (was aber scheinbar egal ist, betrifft ja nur die Lebensdauer des Partikelfilters, und den zahlt der Kunde am Ende selbt, wenn er einen neuen braucht).

Es sollte sich einmal jeder das Preisschild eines neuen DPF anschauen, und bitte nicht mekern, wenn er nun nach 150 tkm ausgetauscht werden muss.

So generiert VW auch noch zusätzlichen Umsatz mit Ersatzteilen aus der ganzen Umrüstungsaktion und muss dafür nur eine halbe Stunde Programmierung und einen billigst- Luftfiltersieb für wenige Cent Einkaufspreis investieren.

Die wirklich gute technische Lösung wäre wohl ein zusätlicher Harnstoff- Filter gewesen. War natürlich den Herrschaften zu teuer. Warum auch eine technisch saubere Lösung die Geld kostet, wenn man doch das Problem durch Neuprogrammierung und damit nachweislich zu Lasten der Lebensdauer "reparieren" kann.

Für mich keine Reparatur des Schadens, sondern ein Gemurkse ohnegleichen, was sich kein Kunde als Nacherfüllung gefallen lassen sollte. VW ist nachweislich nicht in der Lage, den Sachmangel am Produkt ohne negative Folgen für den Verbraucher nachzubessern.

Naja, Fakten sind das auch nicht...

Zitat:

@the_tobi schrieb am 11. Januar 2017 um 13:03:51 Uhr:

Hast du vielleicht bilder oder video davon

Guckst Du: (die Vorderseite mit der Potiplatine habe ich hier schon hochgeladen)

Img-6687

Zitat:

@brainworx schrieb am 11. Januar 2017 um 14:03:49 Uhr:

Zitat:

@dreivwbesitzer schrieb am 11. Januar 2017 um 12:58:53 Uhr:

Die Sache ist doch ziemlich logisch. Mit dem Update soll über den Exzenter der Schieber in Bereiche gedrückt werden, die vorher anscheinend nie benutzt wurden und somit versottet und verkrustet sind,

Quod erat demonstrandum! Es ist zwar korrekt zu sagen, dass das AGR-Ventil vor Update eher im Bereich 30-40% regelt und nach Update mehr, nichtsdestotrotz fährt aber auch dieses ohne Update des öfteren nach ganz offen, was sich auch trivial loggen lässt. Dafür gibt es sogar zwei Messwertblöcke:

150 IDE01373 Ventil für Abgasrückführung: Offset geschlossen [%]

151 IDE01374 Ventil für Abgasrückführung: Offset offen [%]

Sollte das nicht funktionieren, so ist dieses auch ohne Update zum Austausch verdammt, was der eine oder andere hier auch schon berichtet/erlebt hat. Das das Ventil nach Update erst in Bereiche gedrückt wird, die vorher anscheinend noch nie benutzt wurden, kann ich so nicht bestätigen.

Brain

Selbst wenn dass so wäre, warum verrecken den Leuten die Teile gleich danach? Das ist doch kein Zufall. Nächster Verdächtiger ist das Plastikzahnrad. Wenn plötzlich nach dem Update viel öfter im tiefen verkrusteteten Bereich herrumgerutscht wird, werden doch die Zähne aus Plastik viel häufiger mit sehr hohen Scherkräften gequält. Wenn ein Zahn abbricht ist Ende Gelände :(

am 11. Januar 2017 um 19:31

Zitat:

@Hotze66 schrieb am 11. Januar 2017 um 18:24:32 Uhr:

Wenn Ihr wüssstet, was die bei VW wissen, dann wäre Euch auch klar, dass der Motor damit kaputtprogrammiert wurde. Auch wenn Euch der Werkstattmeister, ohne rot zu werden, beteuert, dass noch kein einziges Auto vorher Probleme nach der Umrüstung hatte und Ihr nun wirklich ein Sonderfall seit.

Leider kennt niemand die Parameter, die umprogrammiert werden (oder doch?), denn meines Wissens nach ist das Programm geheim und die veränderten Parameter auch.

Wenn man das alles also wüsste und die Kompetenz besäße, die neuen Parameter auf die Hardware in Punkto Verträglichkeit und Lebensdauer abzugleichen, würde man feststellen, dass:

a) die Lebensdauer aller Komponenten nach dem Update sinkt

b) der Motor ausserhalb der vorgegebenen Spezifikation läuft (ist nunmal ein alter Stinkdiesel, den VW nicht auf den neuen Stand bringen konnte aus Kostengründen)

c) der Motor nun so manipuliert wurde, dass wenigstens der geforderte Grenzwerte NOX eingehalten wird, auch wenn alles andere dabei kaputt geht und er russt ohne Ende (was aber scheinbar egal ist, betrifft ja nur die Lebensdauer des Partikelfilters, und den zahlt der Kunde am Ende selbt, wenn er einen neuen braucht).

Es sollte sich einmal jeder das Preisschild eines neuen DPF anschauen, und bitte nicht mekern, wenn er nun nach 150 tkm ausgetauscht werden muss.

So generiert VW auch noch zusätzlichen Umsatz mit Ersatzteilen aus der ganzen Umrüstungsaktion und muss dafür nur eine halbe Stunde Programmierung und einen billigst- Luftfiltersieb für wenige Cent Einkaufspreis investieren.

Die wirklich gute technische Lösung wäre wohl ein zusätlicher Harnstoff- Filter gewesen. War natürlich den Herrschaften zu teuer. Warum auch eine technisch saubere Lösung die Geld kostet, wenn man doch das Problem durch Neuprogrammierung und damit nachweislich zu Lasten der Lebensdauer "reparieren" kann.

Für mich keine Reparatur des Schadens, sondern ein Gemurkse ohnegleichen, was sich kein Kunde als Nacherfüllung gefallen lassen sollte. VW ist nachweislich nicht in der Lage, den Sachmangel am Produkt ohne negative Folgen für den Verbraucher nachzubessern.

sehe ich genau so, deshalb lass ich das Update auf keinen Fall machen - schon gar nicht bei dem, was man hier über so zahlreiche Probleme lesen muss. Habe mich nun auch bei myright registriert und klage auf Schadenersatz oder Wandlung!

Zitat:

@dreivwbesitzer schrieb am 11. Januar 2017 um 19:31:22 Uhr:

Selbst wenn dass so wäre, warum verrecken den Leuten die Teile gleich danach? Das ist doch kein

Verrecken die wirklich, oder laufen die nur aus dem Range des Updates?! Hat wer mal probiert, in so einem Fall den alten Softwarestand wieder herzustellen? Die Kiste wird danach (vermutlich) wieder wunderbar funktionieren. NEIN .. das macht keiner, weil es wohl doch (grosszügiges) Entgegenkommen Seitens des Herstellers gibt (?). Die 200 Euro Zuzahlung sind vielen vermutlich ein neues AGR-Aggregat (welches sowieso irgendwann verreckt wer) oder einen Satz Injektoren wert :-) Den DPF lassen wir mal aus der Diskussion, sonst wird die Pointe nicht verstanden.

Brain

@brainworx

 

natürlich gibt es Leute die ihren Software-Stand gesichert haben und nach dem Update dann wieder zurück gespielt haben. Und ja, danach läuft wieder alles so wie es sein soll. Denn dann ist dass perfekt aufeinander abgestimmte System und Hardware wieder im Lot. Übrigens können die meisten Chip Tuner ein Backup der Software machen und anschließend wieder zurück zu spielen. Eine wirklich überlegungswerte Sache.... Aber ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das Update einspielen lässt oder nicht. Die Folgen sollten aufgrund der umfangreichen Berichterstattung hier im Forum jedem klar sein. Es gibt Leute wo es halt im Moment noch funktioniert und eben eine Vielzahl von Leuten , wo es Probleme gibt. Ich werde ganz sicher kein Update einspielen lassen , denn für mich war der Wagen einfach zu teuer , um ihn mit einem solchen sinnlos Update kaputt machen zu lassen. Und Versuch Kaninchen werde ich nicht spielen. Und das ist alles was ich dazu sagen kann würde Forrest Gump sagen.....

am 12. Januar 2017 um 4:49

Hallo,

ich fahre den VW CC 170ps TDI Bj. 2012 mit 90000km und er wurde letzte Woch dem neuen Update unterzogen. So wie ich hier lese wird es wohl Zeit mich von dem Wagen zu trennen, da es keine legale Lösung gibt und ich wohl dann bald mit teuren Reperaturen rechnen muß.

Sehe ich das so richtig?

Grüße Oliver

Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Sammelthread: VW Abgasskandal - Erfahrungen -NACH- dem Softwareupdate