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Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal
VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?
Beste Antwort im Thema
Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?
Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?
Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin :)
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18869 Antworten
Zitat:
@Drahkke schrieb am 20. September 2017 um 21:46:56 Uhr:
Zitat:
@Catwiezle schrieb am 20. September 2017 um 21:08:34 Uhr:
Und Herr Kühn hat recht, echten Klimaschutz gibt es nur, wenn Elektroautos mit Ökostrom geladen werde. Das geht aber in Deutschland auf absehbare Zeit nicht, weil schon heute nahezu 100% des Ökostroms und auch 100% des CO2-armen Atomstroms ins Netz eingespeist werden. Jede zusätzlich benötigte kWh wird somit von Kohle- oder Gaskraftwerken erzeugt, egal ob man seinen Strom von einem Ökostromanbieter bezieht oder nicht.
Da muß ich widersprechen. Für zusätzlichen Bedarf kann Deutschland überschüssigen Atomstrom aus Frankreich zukaufen.
Ja, das ist möglich. Wäre aber auch nicht im Sinne des Herrn Kühn.
Zitat:
@GolfCR schrieb am 20. September 2017 um 15:20:10 Uhr:
Hier was für Steam's Zahlen :D
https://www.autohaus.de/.../...positive-zukunftsbewertung-2015516.html
Ich bin beeindruckt, aus dir wird ja noch ein richtiger Zulassungszahlen-Fan! :D
Audi schneidet ja in dem Bericht recht gut ab, allerdings frage ich mich, wieso die dann im ABM-Rennen so zurückfallen.
Wer in dem Link nach oben scrollt und sich die Grafik des Blogartikels anschaut, wird auch feststellen, dass Audi vor dem Dieselgate noch weltweite Nr. 2 im ABM-Rennen war, sich aber dann von Mercedes überholen lassen musste und seitdem nur noch Dritter ist. Auch der Rückstand zu BMW hat sich seitdem vergrößert, woraus zu schließen ist, dass irgend etwas bei Audi schlechter läuft als bei BMW und Mercedes.
Insofern müsste man hinterfragen, auf welcher Grundlage der von dir verlinkte Artikel Audi positiver beurteilt als die erfolgreicheren Konkurrenten Mercedes und BMW. Der Artikel selbst gibt darauf nämlich keine Antwort, aber man weiß ja, dass solche Studien gerne mal gekauft werden. ;)
https://www.ovb-online.de/.../rueckruf-sorgen-fahrer-8689565.html
Rückruf – und die Sorgen der Fahrer
VW-Abgasskandal
Millionen von Autos mussten im Zuge der VW-Abgasaffäre in die Werkstätten gerufen werden. Auch der VW-Konzern, der milliardenschwere Bußgelder bezahlen musste, wird noch von dem Skandal in Atem gehalten. „Die Aufarbeitung der Vorgänge läuft weiter, damit ist eine Reihe von Anwaltskanzleien beauftragt“, sagte Volkswagen-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. „Das wird uns auch im nächsten Jahr beschäftigen.“
Das Vertrauen der Kunden nach der Affäre zurückzugewinnen, gehe „nur über das Schaffen von Fakten. Das bedeutet auch, dass wir uns um jeden Kunden kümmern und die Reparaturen schnellstmöglich durchführen werden“, betonte Pötsch. Er verwies auch darauf, dass Volkswagen sich mit einem „umfassenden Maßnahmenpaket für die rasche und nachhaltige Reduzierung von NOx-Emissionen im Straßenverkehr“ einsetze. Die aktuelle Motorengeneration sei zudem sauber. Im Herbst 2015 hatte Volkswagen die Abgasmanipulationen eingestanden. Im Zuge des Abgasskandals hatte das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückruf für 2,6 Millionen Diesel-Autos des VW-Konzerns angeordnet. Der ist auch für die VW-Kunden verpflichtend und läuft seit Anfang 2016. Dennoch stellen sich für Betroffene immer noch viele Fragen. Hier die wichtigsten:
-Welche Fristen gelten für den Rückruf?
Dafür hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jeweils eine 18-monatige Frist gesetzt. Die beginnt an dem Tag, an dem das Update für das jeweilige Fahrzeugmodell zur Verfügung stand. Bislang habe das Unternehmen nach eigenen Angaben inzwischen 2 der 2,6 Millionen VW-, Audi-, Skoda und Seat-Dieselfahrzeuge nachgerüstet.
-Was passiert, wenn Halter die Fristen nicht einhalten? Müssen Besitzer, die ihr zurückgerufenes Auto nicht in die Werkstatt bringen, mit der Stilllegung des Fahrzeugs rechnen?
Ja. Denn die örtlich zuständigen Zulassungsstellen können den Betrieb von nicht nachgerüsteten Autos verbieten und sie de facto stilllegen. Das kostet den Halter zudem rund 50 Euro an Gebühren. Nimmt ein Halter nicht an der Rückrufaktion teil, wird er durch das KBA direkt angeschrieben und zur umgehenden Nachrüstung aufgefordert, erklärt Markus Schäpe, Leiter der juristischen Zentrale des ADAC. Weigert er sich dann immer noch, werden diese Fälle an die örtlichen Zulassungsstellen weitergeleitet. „Sobald diese die Information durch das KBA erhalten haben, werden sie den Fahrzeughalter mit einer sehr knappen Frist schriftlich anhören.“
Lässt der Halter dann immer noch nicht umrüsten, werde die Behörde eine sogenannte Betriebsuntersagung erlassen – also die Stilllegung. Dagegen könne der Betroffene allerdings mit einem Widerspruchsverfahren beziehungsweise einer Anfechtungsklage vorgehen. Das Verwaltungsgericht klärt dann, ob die Maßnahmen rechtmäßig gewesen sind.
-Warum wollen einige Halter sich nicht am Rückruf beteiligen?
Die Angst vor technischen Problemen oder einem erheblichen Mehrverbrauch spielten eine Rolle, erklärt Schäpe. Zum Teil werde die Nachrüstung auch deshalb verweigert, weil die Sorge besteht, dass damit möglicherweise etwaige Schadenersatzansprüche verloren gehen. „Unserer Auffassung nach ist dies nicht der Fall“, betont Schäpe. Denn der Anspruch gegen den Hersteller stelle auf den Neukaufzeitpunkt ab, gerade wenn argumentiert werde, damals zu viel für ein manipuliertes Auto gezahlt zu haben. „Wenn auf Rückgabe des Kfz an den Hersteller geklagt wird, ist eine nun erfolgende Nachrüstung unbeachtlich.“
-Was muss jemand beachten, der ein betroffenes, aber noch nicht umgerüstetes Auto verkaufen will?
Bei nicht erfolgten Rückrufmaßnahmen droht schlimmstenfalls die kostenpflichtige Stilllegung des Autos. „Es gibt zwar noch keine Entscheidung der Gerichte, doch um Schwierigkeiten zu vermeiden, sollte der Verkäufer von sich aus einen entsprechenden Hinweis im Kaufvertrag aufnehmen“, rät der ADAC-Jurist. Man könnte zum Beispiel in den Vertrag schreiben: „Kfz vom VW-Rückruf betroffen, Nachrüstung nicht durchgeführt“.
-Was tun Autofahrer, wenn sie nach der Umrüstung etwa Mehrverbrauch, Leistungsverlust oder andere Probleme feststellen?
„Grundsätzlich ist einem Betroffenen zu empfehlen, sich bei Problemen mit dem Hersteller beziehungsweise einer Vertragswerkstatt in Verbindung zu setzen“, rät Schäpe. VW habe seine Händler verpflichtet, solchen Beschwerden nachzugehen und diese weiterzumelden. „Teilweise kann softwareseitig nachjustiert werden“, so der Experte weiter. Bei technischen Defekten zeige sich VW in den meisten Fällen kulant.
-Kann man Kulanz bei Problemen mit den Updates einklagen?
Nein. Kulanz ist eine freiwillige Leistung. Für rechtliche Ansprüche gegen die Werkstatt respektive den Hersteller muss der Autofahrer einen erhöhten Verbrauch oder den Verlust von Leistung nachweisen. „Soweit keine Labormessungen vor der Nachrüstung erfolgt sind, wird das aber schwer“, erklärt Schäpe. Gleiches gelte bei technischen Defekten. Denn einige Autos könnten ja durchaus schon älter sein und entsprechende Laufleistungen aufweisen. „Da sind Alternativursachen für einen Defekt nicht auszuschließen.“
-Welche Erfahrungen gibt es mit den nachgerüsteten Autos?
Der ADAC hat Leistungswerte vor und nach den Rückrufmaßnahmen untersucht. Relevante Anstiege von Spritverbrauch oder Verlust von Leistung haben zumindest diese Tests nicht ergeben. Doch über etwaige Langzeitfolgen ist noch nichts bekannt. Weil diese Unsicherheit für die betroffenen Kunden inakzeptabel sei, fordert der ADAC, dass VW entsprechend rechtsverbindliche Zusagen bezüglich Verbrauch, Leistung und Teilereparatur macht, erläutert Schäpe. Das Ankündigen einer kulanten Prüfung allein reiche für eine vertrauensbildende Maßnahme nicht aus.
Zitat:
@myinfo schrieb am 20. September 2017 um 19:28:10 Uhr:
Obacht! Wahlkampf. Zur Abwechslung sind jetzt mal die Grünen dran. ;)
DW, 20.09.2017
Neue Diesel doch nicht klimafreundlicher als Benziner - von Klaus Ulrich
"Dass der Diesel zum Klimaschutz beiträgt, ist ein Märchen", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stephan Kühn. Auf ihn ging die Anfrage zurück. Der Diesel verspiele seinen "theoretischen Klimavorteil", weil er oft in "schweren, hochmotorisierten Autos verbaut" werde. Echten Klimaschutz gebe es nur mit abgasfreien Elektroautos, die mit Ökostrom geladen würden, sagte Kühn."
VG myinfo
Aktuell verbrauchsgünstiger ist der Hybridantrieb. Den Vergleich hatte ich heute vormittag schon mal verlinkt.
Zitat:
@es.ef schrieb am 20. September 2017 um 22:14:49 Uhr:
Zitat:
@Uli745 schrieb am 20. September 2017 um 21:38:41 Uhr:
Du magst recht haben, aber dass der E-Golf das beste E-Auto ist stimmt nicht. Und dass er in Norwegen Marktführer ist ändert nichts an seiner geringen Reichweite. Für einen umgebauten Verbrenner mag er ja auch nicht schlecht sein, aber supertoll ist er deswegen nicht. Mehr Elektro ist mit einem Auto, das eigentlich als Verbrenner gebaut wird halt nicht möglich.
Und dass er in Norwegen öfter gekauft wird wie ein Tesla könnte auch mit dem klitzekleinen Preisunterschied zu tun haben.;) Bisher gibts ja nur Model S und X, und die kosten ein Vermögen.
@es.ef: Der Ampera-e ist in Norwegen nur in geringenStückzahlen lieferbar, aber in USA gibts ihn als Bolt. Und der steckt den E-Golf allemal in die Tasche.
Also doch wieder nur heiße Luft und ich dachte, ich könnte etwas lernen. Offensichtlich hast Du Dich noch gar nicht mit e Mobility beschäftigt. Die Reichweite eines e Golfes muss erstmal ein anderes Elektroauto schaffen. Der Ampera-e hat anfangs super geklungen. Nur ist er nicht in Deutschland zu kaufen, die Ladetechnik wurde ebenfalls nicht an deutsche Standards angepasst und somit für keinen Privathaushalt geeignet.
Somit bleibt momentan der e Golf für mich das beste Elektroauto in der Kompaktklasse, der Ioniq von Hyundai ist nicht schlecht aber auch nicht so gut.
Zunächst einmal macht es Sinn, die neuesten zur Verfügung stehenden Ganzjahrescharts umweltfreundlicher Autos (Elektro- und Hybridautos kumuliert im Jahre 2016) zu verlinken, in denen VW übrigens wegen zu geringer Stückzahlen gar nicht vorkommt.
In Europa war der e-Golf 2016 im Elektroauto-Ranking Fünfter hinter Zoe, Leaf, Tesla S und i3.
Was die Attraktivität des e-Golf anbetrifft: Kann es sein, dass Du den Renault Zoe vergessen hast? Der hat 400 km Reichweite. Wo ist da der Vorsprung durch Technik?
Der Zoe hat auch bei den Zulassungszahlen in D die Nase vorne: 3.265 Einheiten YTD; der e-Golf kommt auf 1.120 Stück, obwohl VW in D einen weitaus größeren Marktanteil hat.
Blickt man ein wenig über den Tellerrand, so ist festzustellen, dass Toyota in D gleich mit mehreren Hybriden diese ZZ bei weitem übertrifft: YTD 2017 vermeldet das KBA 5.270 Hybridverkäufe für den Auris, 6.662 für den C-HR, 5.112 für den RAV4 Hybrid und 7.751 für den Yaris Hybrid. Für den Prius kamen kumuliert nochmals 1.451 Stück dazu. Hier verbleiben wie auch bei den o. g. weltweiten Charts keine Zweifel, welches momentan die attraktivste umweltfreundliche Antriebsart ist.
Noch eine Vergleichszahl von VW: Diese Marke hatte YTD 2017 in D modellübergreifend ganze 2.121 Hybridverkäufe. Über die Gründe für diese erbärmliche Zahl (prohibitive Preise aufgrund der top-down-Philosophie) hatte ich heute Mittag eine Diskussion mit rickracing. ;)
Jede Menge Zulassungszahlen, GolfCR ist bestimmt glücklich! :D
heise Autos, 20.09.2017, Kurzmeldungen
Baden-Württemberg testet Diesel-Nachrüstungen - von (dpa) / (fpi)
"Das Verkehrsministerium lässt beim Thema Nachrüstungen von Diesel-Fahrzeugen zur Luftreinhaltung nicht locker. Zusammen mit „namhaften Betrieben und Partnern“ will das Ressort Diesel-Autos der Euro-Norm 5 per Hard- und Software nachrüsten und auf der Straße testen, um zu sehen, wie weit der Stickoxid-Ausstoß sinkt. Eine Sprecherin von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bestätigte heute (19. September 2017) einen Bericht der Zeitung Badisches Tagblatt. Ergebnisse sollen bis zum Jahresende vorliegen.
Beim Dieselgipfel der Bundesregierung Anfang August hatten die deutschen Hersteller Software-Updates sowie Umtauschprämien zugesagt, damit sich Besitzer älterer Modelle saubere Neuwagen kaufen. Umbauten an Motoren, also an der sogenannten Hardware, lehnt die Branche aber bisher ab mit der Begründung, sie seien zu aufwendig und zu teuer.
In Stuttgart werden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid seit Jahren überschritten. Die grün-schwarze Landesregierung will aber Fahrverbote für ältere Diesel-Autos vermeiden, die mit einem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart von Ende Juli drohen. Das Gericht hatte auf Klage der Deutschen Umwelthilfe hin entschieden, dass die im Entwurf eines neuen Luftreinhalteplans vorgesehenen Maßnahmen nicht reichen, um die Luft in Stuttgart nachhaltig zu verbessern. Ohne Fahrverbote könne es eigentlich nicht gehen, so das Gericht.
Kritiker bezweifeln aber, dass die Luft mit den von der Industrie angebotenen Software-Updates merklich sauberer zu bekommen ist. Das Verkehrsministerium betont, es müssten alle verfügbaren technischem Möglichkeiten ausgeschöpft und die möglichen Verfahren zur Stickoxid-Minderung überprüft werden. Bei dem nun anstehenden Test sollen die auf dem Markt verfügbare Technik zur Abgasreinigung mit einer intelligenten Software kombiniert werden. Sollte der Test erfolgreich sein, hätte die Politik ein Druckmittel in der Hand, um die Industrie zum Angebot entsprechender Lösungen zu bewegen."
Ihr solltet zum Vergleich mal einen Blick auf diese Meldung bei MT werfen. :eek::(
VG myinfo
SPON, 20.09.17, Diesel vs. Benziner
Eine unbequeme Wahrheit - Ein Kommentar von Michail Hengstenberg
Im Jubeltaumel der IAA mehren sich wieder Bekenntnisse zum Diesel: Fürs Klima ist er doch unverzichtbar, oder? Gleichzeitig scheinen Vergleichszahlen aus dem Verkehrsministerium das Gegenteil zu belegen. Beides ist falsch.
"Auf einmal gibt es sie wieder, die Treueschwüre für den Diesel. Jüngstes und prominentestes Beispiel: Auf der IAA in Frankfurt stärkte Vizekanzler Sigmar Gabriel (was hat der eigentlich als Außenminister auf der IAA zu suchen?) der Autoindustrie im Allgemeinen und dem Diesel im Besonderen den Rücken. Die Formulierungen, die im Zusammenhang mit dem Diesel nun geschickt in die Debatte injiziert werden: Der Diesel werde als "Brückentechnologie" gebraucht und sei für den "Klimaschutz unverzichtbar".
Das ist aber falsch.
Richtig ist: Der Diesel kann sich, wenn die Hersteller entsprechenden Aufwand betreiben und die entsprechenden Kosten nicht scheuen, seiner Stickoxidproblematik entledigen. Richtig ist auch: Ein Dieselmotor ist im direkten Vergleich (gleicher Hubraum, gleiche Leistung, gleiches Fahrzeuggewicht) sparsamer als ein Benzinmotor, stößt also weniger CO2 aus.
Er schont, zumindest in der Theorie, das Klima.
Der Diesel ist Deutschland
Die alternativlose Brückentechnologie ist er deswegen noch lange nicht. Hybridfahrzeuge erreichen auch mit Benzinmotoren ähnliche Verbräuche wie Dieselfahrzeuge, die ohne Elektrounterstützung auskommen müssen. Der Unterschied: Der Hybrid ist eine japanische Technologie, das Markenzeichen von Toyota. Das Markenzeichen der Deutschen Hersteller: der Diesel.
Man müsse technologieoffen in die Zukunft schauen, mahnten diese im ersten Schreck über die zwischenzeitlich drastisch vorgetragenen Forderungen nach mehr Elektroautos. Und auch das ist im Kern richtig: Solange nicht geklärt ist, aus welchen nachhaltigen Quellen der Strom und die Rohstoffe für die Akkus kommen sollen, ist eine Dämonisierung von Verbrennermotoren und ein abrupter Austausch der Fahrzeugflotte nicht sinnvoll.
Aber technologieoffen bedeutet auch, dass man den Diesel hinterfragt und nicht verklärt. Denn seine Heilkraft für das Klima ist zweifelhaft.
Der Dieselmotor ist nicht mehr das Problem
Erst gerade hat das Bundesverkehrsministerium höchstselbst auf eine kleine Anfrage der Grünen hin Vergleichszahlen veröffentlicht, die belegen: Im Schnitt stoßen Diesel-Fahrzeuge in Deutschland fast genau so viel C02 aus wie Benziner.
Wie diese Zahlen meist interpretiert wurden, ist aber leider auch falsch. Der Dieselmotor ist im direkten Vergleich immer noch sparsamer als ein Benziner (siehe oben). Wer sich die Zahlen des Verkehrsministeriums genauer anschaut, stellt fest, dass die Dieselfahrzeuge im Schnitt deutlich schwerer und die Triebwerke entsprechend Leistungsstärker sind: nämlich 30 Prozent schwerer und 21 Prozent leistungsstärker als neue Benziner - und das über einen Zeitraum von mehreren Jahren.
Das problematische am modernen Dieselmotor ist in Wahrheit, dass er uns bislang davor schützt, einer unbequemen Wahrheit ins Auge zu sehen: Dass wir in Zukunft nicht nur andere Antriebe, sondern auch andere Autos fahren müssen. Wenn wir das Klima schonen wollen, müssen wir kleine, leichte, windschlüpfrige Autos fahren.
Doch das Gegenteil ist aktuell der Fall. Die Hersteller bringen immer mehr SUV-Varianten auf den Markt. Die sportlichen Geländewagen sind bei gleicher Grundfläche immer größer, schwerer und haben mehr Luftwiderstand als eine vergleichbare Limousine oder ein Kombi - verbrauchen also mehr. Die Kunden reißen sie den Autobauern trotzdem aus der Hand, die Nachfrage steigt stetig. Und das eben auch, weil der Verbrauchsnachteil dieser Fahrzeuggattung durch den Verbrauchsvorteil des Diesels wettgemacht wird.
Um die Wahrheit drücken sich alle herum
Der Kunde sieht es so: Ich kann ein größeres, stärkeres Auto fahren, dass genauso viel verbraucht, wie ein kleinerer Benziner - und zahle weniger, weil Diesel wegen des Steuervorteils immer noch günstiger ist als Benzin. Und der Hersteller freut sich, denn fette Autos ergeben fette Gewinne.
Das Problem ist also weniger die Technologie selbst als das, was sie auslöst - oder genau genommen - verhindert: Einen Sinneswandel nämlich, einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Der Dieselmotor selbst ist nicht das Problem, sondern die Autos, die er möglich macht.
Um diese Wahrheit drücken sich alle herum, die den Dieselmotor als alternativlose Brückentechnologie für ein besseres Klima propagieren. Das bedeutet nicht, dass man den Dieselmotor dämonisieren muss. Sinnvoll wäre erstmal, den Steuervorteil für Dieselkraftstoff aufzuheben, der den Selbstzünder für den Kunden zumindest finanziell immer zum Gewinner macht.
Das wäre im Übrigen auch echte Technologieoffenheit - und eine wirklich unverzichtbare Maßnahme für das Klima."
VG myinfo
So hier auch mal was erfreuliches, von der DUH und VW ;)
http://www.t-online.de/.../...lfe-vw-hat-aus-abgasskandal-gelernt.html
Zitat:
@myinfo schrieb am 21. September 2017 um 01:47:30 Uhr:
SPON, 20.09.17, Diesel vs. Benziner
Eine unbequeme Wahrheit - Ein Kommentar von Michail Hengstenberg
(...)
VG myinfo
Das ist doch endlich mal ein interessanter Kommentar der hier gepostet wurde. Ohne ideologische Tendenzen.
Nicht der Diesel ist das Problem, sondern die Autos, die er ermöglicht. Ich glaube allerdings, das solche Autos auch gekauft werden würden, wenn es keinen Dieselmotor geben würde. Helfen würde nur eine Verkaufssteuer auf Autos die sich irgendwie nach Gewicht, Verbrauch, Umweltbelastung orientiert und bei hohen Verbrauch in einer Grössenordnung liegt, die richtig weh tut. Die derzeitige KFZ-Steuer, die solche Dinge geringfügig berücksichtigt, interessiert Käufer jedenfalls kaum.
Zitat:
@GolfCR schrieb am 21. September 2017 um 07:00:32 Uhr:
So hier auch mal was erfreuliches, von der DUH und VW ;)
http://www.t-online.de/.../...lfe-vw-hat-aus-abgasskandal-gelernt.html
VW und etwas erfreuliches... Dagegen sind die Daltons echte Waisenknaben...:p
Deutschland ist so runter gekommen, dass solch ein hoch kriminelles Verhalten auch noch bejubelt wird...
Heulst du gerade ein bisschen lieber Broesel?? ;)
Lass doch mal was Positives an dich ran, oder bist du schon mim "Mazda" unterwegs :D
Catwiezle, auch die Verkaufslinien mit „PKW-Zulassung für Privat-LKW“ sowie deren Verkaufs- bzw. Leasingzahlen zeugen von einem immensen Bedarf bei Personen, deren Ego sich eher minderwertig fühlt und demzufolge einen möglichst großen Hahnenkamm benötigt.
Über die Grenzen hinaus wird derartigen Problemen z.B. mit Luxussteuer begegnet.
Bringt nicht den gewünschten Erfolg, jedoch zusätzliche Steuereinnahmen.
Reicht es nach einem Blick ins Portemonnaie nicht für die üblichen, gazellenartigen Ersatzstücke der Potenz, wird den Kunden durch die Autoindustrie der Bedarf an Fahrzeugen suggeriert, die wenigstens plumpeste Proportionen bieten, um auf „dicke Hose“ zu machen.
Die Fahrerinnen beim allmorgendlichen Kindergarten- bzw. Schulkinderabliefern fahren die Dinger, als ob „Äffchen auf Rollschuhe gestellt werden - sie können es nie, aber es ist absolut lustig anzusehen!“.
Ach lass gut sein @GolfCR das bringt nichts. Verbissene Hunde lockst du auch nicht einfach weg.
Da werden positive Meldungen als unwahr abgetan aber NIEMALS daran gezweifelt, dass die eigenen Lieblingsmarken nicht besser sind, sondern die Skyactive Kacke die Offenbarung der Motoren ist. Komisch nur, dass die Hersteller der japanischen Büchsen allesamt GANZ still sind.
Ein Schelm wer Böses denkt.
Zitat:
@Frazer schrieb am 23. September 2015 um 09:06:19 Uhr:
Zitat:
Sollte es zu Steuerstrafzahlungen kommen und somit das ganze auf Seitens der Kunden umgelegt werden, wird es VW durchaus jucken. Weil nicht nur ich mir in Zukunft keinen vw mehr kaufen werde. Ganz ehrlich da kann man der noch so größte vw Fan sein, es fehlt einfach die Rechtfertigung für einen selbst.
Von der Seite habe ich das natürlich nicht betrachtet, aber so dreist wird VW wohl nicht sein...hoffe ich. Ich war mehr von KFZ Steuerstrafzahlungen ausgegangen, die der Fahrer zu leisten hat.
Wobei eich ehgrlich sein will, ich finde VW/Audi hat genau so einen Schlag in die Fresse mal verdeint. Die ruhen sich zu sehr auf Ihrem hohen Ross aus und die Qualität/Service wird auch immer mieser (ich weiss, das jeder HErsteller spart wo er kann). Aber der Preis von einem 0815 Golf steht meiner Meinung nach in keinem Verhältnis mehr zum Allerweltsauto.
Ich kann mir nicht vorstellen das Autobesitzer KFZ Steuerstrafzahlungen zahlen werden :D
Die Volkswagen AG steht wirklich wie ein Soldat steif rum und ruht sich auf ihren hohen Ross aus, dennoch muss man an die Angestellten und angeschlossenen Firmen denken welche viele Menschen beschäftigen. Gefällt mir zwar auch nicht, kann allerdings die Politik verstehen.
Gruß Ben
Zitat:
@hydraulikberni schrieb am 20. September 2017 um 13:42:29 Uhr:
Nun Gut,
Du lässt mich halt nicht an DEiner SChlauheit teilnehmen.
Selbst wenn die 950 nur für einige Bereichen gelten, wird es den Arbeitsplatzinhabern nicht so gut bekommen, oder ist das wieder so ein politischer Grenzwert?
das bringt eben nichts bei leuten, die alles nachplappern was sie mal im netz gelesen haben - ohne sich selber weiter zu informieren.
bei arbeitsplätzen mit diesen grenzwerten kann man davon ausgehen das dort gesunde erwachsene personen arbeiten, die diese konzentration über einen gewissen zeitraum schadlos überstehen.
ich z.b kenne kein kleinkind oder senior der als schweiser sein geld verdient.
auf der straße, im öffentlichen raum, sind aber alle personen zu finden. auch solche die einen niedrigeren grenzwert benötigen.
sprich:
arbeitsplatzgrenzwert = zeitlich begrenzte belastung gesunder arbeitender
außenluftgrenzwert = auch empfindliche personen rund um die uhr