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Salzmangel: A 44 nach Unfallserie bis Montag gesperrt

Themenstarteram 13. Februar 2010 um 21:29

Paderborn (dpa) - Nach einer Serie von Glätteunfällen auch wegen Salzmangels ist ein 52 Kilometer langer Streckenabschnitt der Autobahn A 44 zwischen Erwitte/Anröchte und Diemelstadt gesperrt worden. Die Autobahnmeisterei hat nicht mehr genügend Salz, um insbesondere die Talbrücken eisfrei zu halten, so die Autobahnpolizei. Die Sperrung soll bis Montag früh andauern.

Beste Antwort im Thema
am 14. Februar 2010 um 6:47

dann geh ich mal raus und sprerr den gehweg vor meinem haus, meine schaufel ist kaputt und im baumarkt sind alle ausverkauft...

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am 14. Februar 2010 um 18:56

Zitat:

Original geschrieben von zille1976

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Sinngemäß hieß es: da kannste in Schwarz regierten Ländern zügig nach Hause fahren und sobald du in die rote Seuche kommst, ist der STraßenzustand schlagartig ein anderer.

Hui, gewagte Worte. Mit solchen Aussagen begibt man sich schnell auf dünneres Eis als einem lieb ist.

MfG Zille

Welches dünne Eis?

Ich war zwar nicht bei, aber mein Vater wird damals schon ein paar Beobachtungen gemacht haben und nur die Tatsachen wiedergegeben haben.

Keine Ahnung, was er gesagt hätte, wenn er schon im schwarz regierten Bundesland die Leitplanke geküsst hätte.

am 14. Februar 2010 um 19:02

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Welches dünne Eis?

Das, was wir aufgrund von Salzmangel nicht von der A44 kriegen :D

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Ich war zwar nicht bei, aber mein Vater wird damals schon ein paar Beobachtungen gemacht haben und nur die Tatsachen wiedergegeben haben.

Das glaube ich durchaus und möchte das auch nicht anzweifeln. Ich bin nur kein Freund von solchen Pauschalaussagen. In der Politik haben sie alle Dreck am Stecken, egal welche Farbe das Parteibuch hat. Es geht halt leider nur noch darum, das weniger schlimme Übel an die Macht zu kriegen.

Aber das ist ja hier auch kein Politik-Forum.

MfG Zille

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Dazu fehlt scheinbar etlichen Kommunalbediensteten die notwendige Flexibilität...

und einigen Usern das Verständnis, um welche Mengen es beim Abstreuen von Strassen geht.

Streugutmenge ist ca. 10g / m². Ich überlasse es den Mathematikern auszurechnen, wie weit man damit kommt.

Überlege auch mal den Aufwand für das Umfüllen der angebotenen 10/ 25 kg Säcke auf Streuwagen.

 

Die Frage, ob das angebotene Streugut die bestehenden Qualitätsanforderune erfüllt, soll erst gar nicht diskutiert werden. Ebenso die rechtliche Seite, die verhindert, dass die Bediensteten flexibel sein können.

 

O.

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf

Streugutmenge ist ca. 10g / m².

Also: Wenn es sich um eine zweispurige Autobahn mit Standspur handelt, dann benötigt man für beide Fahrbahnen zusammen auf einer Länge von einem Kilometer unter o.g. Annahme 170 Kg Salz.

Das ist doch mal eine Aussage.

Gruß

Ulicruiser

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf

Überlege auch mal den Aufwand für das Umfüllen der angebotenen 10/ 25 kg Säcke auf Streuwagen.

Das ist doch wohl angesichts von mehr als 3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland kein wirkliches Argument.

am 14. Februar 2010 um 19:45

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf

Überlege auch mal den Aufwand für das Umfüllen der angebotenen 10/ 25 kg Säcke auf Streuwagen.

Das ist doch wohl angesichts von mehr als 3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland kein wirkliches Argument.

Die können zum Auffüllen leider nicht anreisen, da die Autobahn gesperrt ist.

Gruß

Frank, bei uns sind die Autobahnen frei.

am 14. Februar 2010 um 20:30

Als ich vorhin geguckt hatte, waren es noch 3 Minuten bis zum BigPack.

1 Tonne, für Selbstabholer, 290 €. Da hätte man sich schonmal 40 Säcke gespart.

Zitat:

Original geschrieben von Oldie65

In Hamburg sind tausende von Fußgängern mit Brüchen in die Krankenhäuser gekommen, weil die Stadt von Anfang an nicht richtig gestreut hat. Die Bezirke haben den Streudienst an Firmen vergeben, um Kosten zu sparen.

Als Fußgänger ist man also auch nicht besser dran.

Sag ich doch. Wer behauptet, zu Fuß gehen sei momentan besser, der fährt die 300 Meter zum Bäcker morgens offensichtlich mit dem Auto, sonst würde er nicht einfach sagen "zu Fuß gehen".

Es ist halt Winter, da brauchts die Skihose und den Zwiebellook - der dämpft dank mehrerer Textillagen auch Stürze :)

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von patti106

1 Tonne, für Selbstabholer, 290 €.

Also 290 Euro für rd. 6 km eisfreie Autobahn!

Gruß

Ulicruiser

Interessante Diskussion.

 

Allerdings machen es sich einige zu einfach, wenn sie sagen, dass die Kommunen ja nicht vorhersehen konnten, wie sich der Winter entwickelt und die Lagehaltung auf Jahre hinaus zu teuer und aufwändig sei.

 

Das kann man zwar derzeit sicher auch in der einen oder anderen Regionalzeitung lesen.

Dieses Argument der Verantwortlichen soll aber offensichtlich nur darüber hinwegtäuschen, dass man bei den Planungen zu kurzfristig gedacht hat und jetzt den Eindruck erwecken will, dass es ja nicht anders geht.

 

Die Verantwortlichen dürften froh sein über jeden, der ihnen das abnimmt.

 

Machen wir uns nichts vor:

Es gibt genügend andere Modelle, die man -wenn man vorher die richtigen Entscheidungen getroffen hätte-  hätte umsetzen hätte können.

 

So ist es z.B. durchaus möglich Sukzessivlieferungsverträge mit Salzproduzenten zu vereinbaren. Die Gemeinde kauft im voraus eine bestimmte Menge Salz, die sie jeweils auf Abruf geliefert bekommt.

Solange es noch Salz gibt -und das ist ja derzeit der Fall- ist die Versorgung sicher. So macht es z.B. Stuttgart und hat Salz.

 

Ebenso ist es möglich, Abnahmepreise auf lange Sicht zu vereinbaren (siehe Rohöl), damit man eben nicht in die Preisfalle tappt, wenn es knapp wird.

 

Aber es ist eben einfacher, wenn die Verantwortlichen in den Gemeinden alles auf den ach so überraschenden Winter schieben, anstatt Planungsfehler -und Sparen an der falschen Stelle- einzuräumen.

Vielleicht sitzen da auch mancherorts Leute, die mit planerischen Aufgaben... ach Schwamm drüber.

 

Hafi

 

 

 

am 14. Februar 2010 um 21:45

Einige Krankenkassen und Berufsgenossenschaften denken ja schon darüber nach die Arzt/Krankenhauskosten, die durch Verletzungen

Mangels räumens entstanden sind, einzuklagen.

Gruß

Frank, der das keine schlechte Idee findet.

PS: Meine Garagenausfahrt ist auch bis Montag versperrt. :D

Solange die Entscheidungsträger für ihre Planungsfehler nicht zur Verantwortung gezogen werden, wird sich an dem Schlendrian wohl auch nichts ändern.

am 14. Februar 2010 um 22:24

Ich muss morgen früh von Siegen nach Hagen fahren. Ich hoffe die A45 ist noch befahrbar.

War da zufällig jemand die letzten 12h unterwegs??

am 14. Februar 2010 um 22:27

Zitat:

Original geschrieben von Frank128

Einige Krankenkassen und Berufsgenossenschaften denken ja schon darüber nach die Arzt/Krankenhauskosten, die durch Verletzungen

Mangels räumens entstanden sind, einzuklagen.

Gruß

Frank, der das keine schlechte Idee findet.

PS: Meine Garagenausfahrt ist auch bis Montag versperrt. :D

Daran denken Krankenkassen nicht erst jetzt. Nach jedem privaten Unfall, bei dem ich eine Luxation oder einen Bruch hatte, gab es einen Fragebogen mit dem Punkt, ob jemand anderes an der Verletzung schuld sei.

Da die Kosten für einen Sturz mit Bruch des Oberschenkelgelenkkopfes doch recht hoch sind, müssten die bei der Krankenkasse mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie da nicht klagen.

alls die Klage unterlassen wird, muss man sich nicht wundern, dass die Kassen klamm sind.

Die Beschaffungskosten liegen zwischen 40 und 65 Euro pro Tonne Salz.

Ausgebracht werden idR 7g/qm plus 3g NaCl Lösung (zwischen 5 und 15g Gesamtmenge). Zugefügt kann auch Magnesium- (-15°) oder Calciumchlorid (-20°) werden.

Seit 1974 wurden pro km AB/Jahr  je nach Winter zwischen rund 7 und max. 43t Salz verbraucht (und da waren auch knackige Winter mit bei) - zwischen rund 50.000 und 450.000t insgesamt (AB).

Quellen: BASt und Frauenhofer IRB

 

Meine Meinung zu der Winterposse in manchen Regionen und diversen Aussagen dazu möchte ich lieber nicht aufdruseln - die Angriffe für Meinungen sind mir hier zu persönlich.

Nur soviel - "to big to fail" sind die Belange der Bürger offensichtlich nicht.

 

 

 

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