S205: Die große Kraftstoffverbrauchslüge
Liebe MB-Freunde,
dass die Fahrzeuge, die wir fahren, nicht das verbrauchen, was in den technischen Daten steht, das wissen wir ja alle und komischerweise akzeptieren wir das auch noch. Typisch deutsch würde ich mal sagen. Wir fressen ja so gut wie alles. Aber gut.
Mich ärgert vielmehr, dass mich sogar der Bordcomputer meines Fahrzeugs belügt. Ich habe das mal ganz konkret nachgemessen, weil ich eine weite Fahrt hatte (mit viel Landstraße und Autobahn) und vom Volltanken bis zum Volltanken genau messen konnte, wie weit ich damit gekommen bin.
Meine Frau und ich sind (mit unsrem Zweitwagen) über Ostern im Kurzurlaub gewesen und dabei von Tanken zu Tanken genau 752 km gefahren (C 180, T-Modell, 7G-tronic, km-Stand jetzt rund 15.000). Getankt habe ich dafür exakt 62,15 Liter Super. Demnach liegt für diese Tankfüllung ein Durchschnittsverbrauch von 8,264 l/100 km vor. Wohlbemerkt für ein Fahrzeug, dass nach Prospektangaben im Mix 5.8 l/100 km verbauchen soll und innerorts sogar "nur" 7,0 l/100 km.
Was ich aber oberfrech finde ist, dass mir der Durchschnittsverbrauch für diese Strecke im KI mit 7,4 l/100 km angezeigt wird. Und ich habe wirklich mal versucht (weil wir ausreichend Zeit hatten und entspannt unterwegs waren) schön spritsparend zu fahren. Hatte nur den Eco-Modus an und habe mir den Momentanspritverbrauch anzeigen lassen und habe versucht, immer schön um die 5 l/100 km zu bleiben. Bergrunter segeln lassen (teilweise 0 Verbrauch), berghoch langsamer geworden um nicht zu oft über 15 l/100 km zu schießen.
Was soll man davon halten???
Beste Antwort im Thema
Zu den technischen Daten: Das sind Angaben nach NEFZ. Der NEFZ ist eine europäische Norm. Deutschland ist der einzige Staat in der EU ohne Tempolimit. In anderen Staaten herrschen teilweise restriktive Tempolimits. Beispielsweise ist es überhaupt kein Problem, in Schweden bei Einhaltung der Tempolimits auf den NEFZ-Wert zu kommen. Warum man den meisten anderen EU-Staaten zu hohe Verbrauchsangaben zumuten soll, damit die in Deutschland halbwegs passen, kann ich nicht nachvollziehen.
Ein modernes Fahrzeug verbraucht Sprit nicht nur zum Fahren, sondern auch für eine Reihe von komfortbezogenen Features, beispielsweise Standheizung, Klimaanlage und Heizung. Die erhöhen in der Realität häufig den Verbrauch, in den Normverbräuchen spielen sie jedoch keine Rolle. Das ist beim Vergleich der Verbrauchsangaben mit der Realität zu berücksichtigen.,
Zum Bordcomputer: Das ist weder speziell ein S205- noch ein Mercedes-Thema, sondern gilt für alle Fahrzeuge aller Hersteller. Obwohl der Bordcomputer recht genau messen kann, finden sich in der Praxis erhebliche Abweichungen - übrigens nach unten und oben. Da kann man sich drüber ereifern - oder aber ein Parameter im Bordcomputer in der Werkstatt entsprechend anpassen lassen.
Technisch ist es übrigens nicht möglich, die Autos so auszuliefern, dass sie in allen Höhen (Luftdrücken) und Temperaturen dieser Welt einheitlich korrekt anzeigen. Das hat was damit zu tun, dass Liter eine Einheit für Volumen ist, der Motor sich jedoch für die enthalte Energie in Joule interessiert. Der Bordcomputer misst nicht die Joule, sondern das Volumen. Die Joule pro Liter variieren jedoch u. a. nach Luftdruck und Temperatur. Ein überall auf der Welt "nicht lügendes Auto" ist mit der verbauten Technik allenfalls mit erheblichen Mehraufwand realisierbar.
Die Messung per Nachtanken ist übrigens ebenfalls ungenau. Sie setzt voraus, dass exakt so viel Kraftstoff nachgetankt wird, wie verbraucht wurde. Dem mit einmal Tanken zu entsprechen, ist sehr unwahrscheinlich. Ein längerer Betrachtungszeitraum und damit mehr Tankvorgänge sind dazu zwingend erforderlich.
Oder anders gesagt: Aufgrund Deiner Messmethode ist die von Dir per einmaligen Nachtanken ermittelte Verbrauchsangabe mindestens so gelogen wie die Deines Bordcomputers. ;)
Rat: Willst Du weniger verbrauchen, dann lerne verbrauchsorientiertes Fahren, dazu gibt es Kurse. Und nein, das können auch deutsche Autofahrer nicht von Natur aus.
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178 Antworten
Ich habe 15,1 Liter auf dem KI und will gar nicht wissen, wieviel es wirklich sind ;)
Hallo zusammen
Wenn der Bordcomputer falsche Werte anzeigt, würde mich das auch ärgern, die ganze Aufregung um den NEFZ Zyklus verstehe ich aber auch nicht. Ich hatte früher einen BMW 116i, Normverbrauch 5,7l. Ich habe es durchaus geschafft den auch mit 5l zu fahren. Was viele glaube ich unterschätzen:
- Wenn man sich das Auto mit Extras vollstopft, dann vielleicht noch AMG Line und 19" Reifen ist der Verbrauch locker schon mal einen Liter höher.
- Autobahnfahrten mit hoher Geschwindigkeit treiben den Verbrauch spürbar nach oben. Der Verbrauch bei 200 ist halt etwa doppelt so hoch wie bei 100.
- Was ich festgestellt habe was einen großen Einfluss auf den Verbrauch hat ist vorausschauendes fahren mit viel Gleitanteil und nicht zu starken beschleunigen. Auch da kann man schnell 1-2 Liter einsparen.
Ich habe bisher mit allen Autos die ich gefahren bin auch den NEFZ Verbrauch erreicht, ohne ein Verkehrshindernis gewesen zu sein, da beim NEFZ Verbrauch ja 2/3 Stadtanteil ist, ist da in der Regel noch Luft nach unten. Fahrspaß sieht natürlich anders aus.
Kann nochmal ein Beispiel zu meinem BMW nennen. Ich fahre relativ oft nach Kärnten, bis Kufstein von München aus Autobahn, dann nach Kitzbühel und Felbertauernstraße mit mehreren Bergpässen. Autobahnanteil ca. 35%, Stadtverkehr ca. 15%, Überland ca. 50%. Bei sehr sparsamer Fahrweise (nicht über 120) habe ich einen Verbrauch von 4,8l geschafft. Die gleiche Strecke mit zügiger Fahrweise, aber nicht übertrieben und ca. 15% Streckenanteil mit rund 180 km/h waren 7,4l.
Ich hatte ja auch mal den C450 für einen Tag zur Probe. Wollte ich Spaß haben, war der Verbrauch bei 14,5l. Ich bin aber auch mal 50km sparsam gefahren, da waren es dann nur noch 8,2l.
Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Motoren heute viel mehr Leistung haben als früher und gerade in Verbindung mit Turboladern fangen die halt das saufen an, wenn man die Leistung abruft. Der Wirkungsgrad ist halt nur bei ca. 40% und ein Liter super hat halt nur ca. 9kwh/l Energiegehalt.
Viele Grüße
Als ich noch Kind war, habe ich an den Weihnachtsmann geglaubt und in jungen Jahren es sogar geschafft, in etwa die Herstellerangaben zu erreichen, aber diese Fähigkeiten sind mir mit zunehmendem Alter leider verloren gegangen.
Aber dennoch hat diese Diskussion auch etwas Gutes: Langsam aber sicher beginne ich meinen Glauben an den Weihnachtsmann wiederzufinden. ;-) Duck .. und .. weg ..
Zitat:
Ich verstehe eh nicht warum das Thema NEFZ hier so hochkocht,das so gut wie keine Marke diese Verbräuche schafft ist doch schon lange bekannt.
Den NEFZ Verbrauch kann man höchstens als Vergleichswert zwischen 2 Automodellen nutzen,schaffen werden beide diesen Wert nicht,
Hallo Chris, zum einen weiß ich das natürlich auch. Deswegen hatte ich das explizit in meinem Eröffnungsbeitrag erwähnt. Es sollte also ursprünglich gar nicht darum gehen. Des Weiteren wird nichts allein dadurch gut, dass es alle immer wieder tun. Und zum Schluss möchte ich den Gedanken noch einmal aufgreifen, den jemand hier im Thread ungefähr so beschrieben hat: Was nützen mir die NEFZ-Ergebnisse, wenn sie doch nur mit Zählen der anderen Hersteller vergleichbar sind, die auch nicht stimmen.
Vor diesem Hintergrund hätte doch ein Ampel/Buchstaben-System á la "grünes A++" für "verbraucht ganz wenig" bis "rotes G" für "verbraucht ganz viel" gereicht. Oder verschieden große Benzinkanister-Pictogramme von durstig bis sparsam...
Das Ampelsystem gibt es ja schon und berücksichtigt neben dem Verbrauch auch das Fahrzeuggewicht.
Es wurde schon geschrieben, dass die Autos für den NEFZ vorbereitet werden, zb A/C und andere Verbraucher aus, minimal Ausstattung, wenig Treibstoff für minimal Gewicht, kleinste Felgen/Reifengröße usw.
Auch wenn es sicherlich augenwischerei ist und realitätsfern, kann die Werte zwischen Autos vergleichen.
Wenn es um den eigenen Verbrauch geht sollte doch jeder sehen können, dass eine riesen Streuung geben MUSS. Der Motor kann von 0 bis unendlich verbrauchen und der Fahrer hat es in der Hand. An der Ampel mit S/S off oder 2km vor der Ausfahrt mit Schubabschaltung, Gewicht, Reifen, Verbraucher, so viele Faktoren spielen eine Rolle und fast alles führt zu einer Erhöhung im Vergleich zum NEFZ.
Und wie einige schon schrieben, NEFZ kann erfahren werden, aber dann mit einem Fahrprofil, dass noch sparsamer ausgelegt ist als der Testzyklus, mit Pulse and Glide zb. oder andere Techniken die Hypermiler gerne einsetzen.
Just food for thought.
VG, Yadda
kann ich nicht bestätigen was der Themenersteller beschreibt. Mein Z4 ist mit 9,0 Litern SP angegeben und arbeitsbedingt im extremen morgendlichen Verkehr, ein Mix aus Bundesstraße und Autobahn, auf einer länge von 40 km verbraucht mein Z4 mit 340 PS 8,7 Liter Super Plus!! Werksangabe unterschritten.
Warum ich hier schreibe? Weil ich überlege auf ein MB Coupe zu wechseln....und nicht weil ich BMW besser finde !
Alles klar?
Gruß an alle.
Der NEFZ ist auch in Deutschland ein geeigneter Basiswert, wenn man von einem Fahrer mit der Kompetenz zur verbrauchsarmen Fahrweise ausgeht, der spaß- und komfortfrei und nicht fahrtzeitminimierend fährt. In der Mehrheit der Staaten Europas ist der NEFZ sogar recht einfach erreichbar. Klar, um die Kompetenz kommt man auch dort nicht herum.
Die Ausprägungen an Kompetenzeinschränkungen zur verbrauchsarmen Fahrweise, an Spaß- und Komfortbedürfnis sowie an Druck, die Fahrtzeit zu minimieren, sind so vielfältig wie die Anzahl der Autofahrer. Deshalb wird jede Normverbrauchsermittlung nicht repräsentativ sein.
Der Treppenwitz besteht bei diesem Thema darin, dass die Kollegen, die entsprechende Konsequenzen fordern, über die dann realpolitisch tatsächlich umgesetzten Maßnahmen am meisten abkotzen werden. Alleine zu glauben, der Staat würde die Steuerberechnungsgrundlagen ergebnisneutral anpassen, ist schon mehr als seeehr naiv.
Zitat:
@yadda schrieb am 3. April 2016 um 08:20:19 Uhr:
Das Ampelsystem gibt es ja schon und berücksichtigt neben dem Verbrauch auch das Fahrzeuggewicht.
Es wurde schon geschrieben, dass die Autos für den NEFZ vorbereitet werden, zb A/C und andere Verbraucher aus, minimal Ausstattung, wenig Treibstoff für minimal Gewicht, kleinste Felgen/Reifengröße usw.
Auch wenn es sicherlich augenwischerei ist und realitätsfern, kann die Werte zwischen Autos vergleichen.
Wenn es um den eigenen Verbrauch geht sollte doch jeder sehen können, dass eine riesen Streuung geben MUSS. Der Motor kann von 0 bis unendlich verbrauchen und der Fahrer hat es in der Hand. An der Ampel mit S/S off oder 2km vor der Ausfahrt mit Schubabschaltung, Gewicht, Reifen, Verbraucher, so viele Faktoren spielen eine Rolle und fast alles führt zu einer Erhöhung im Vergleich zum NEFZ.
Und wie einige schon schrieben, NEFZ kann erfahren werden, aber dann mit einem Fahrprofil, dass noch sparsamer ausgelegt ist als der Testzyklus, mit Pulse and Glide zb. oder andere Techniken die Hypermiler gerne einsetzen.
Just food for thought.
VG, Yadda
Gibt es denn überhaupt Leute, die sich ihr Auto (markenübergreifend) als Ergebnis des Vergleichs aus den NEFZ-Werten gekauft haben? Wenn ich als Fisch an der Angel von MB hänge, dann schiele ich doch nicht zu Nissan rüber (mal einfach so als Vergleich aus der Masse herausgegriffen). Benutzen Hersteller den niedrigen Verbrauch jedoch als Werbebotschaft, dann bekommt man sowas schon mit. Ich erinnere an das so genannte 3 Liter Auto. Leider war es damals "nur" ein Lupo.
Zitat:
@thbe schrieb am 3. April 2016 um 09:48:17 Uhr:
.., die entsprechende Konsequenzen fordern, über die dann realpolitisch tatsächlich umgesetzten Maßnahmen am meisten abkotzen werden. ..
Damit - finde ich - triffst du den Nagel auf den Kopf. Genau aus diesem Grunde dürften die meisten von uns sich zügeln und nicht das sog. "Schummeln" als das, was es ist, als kriminellen Betrug deklarieren.
Apropos Betrugssoftware von VW .. Auf amerikanisch dürfte das wohl heißen ..
Ein kleiner Schritt für die Ingenieure, großer Schritt für die Manager. ;-(
Zitat:
@Foto-Dirk schrieb am 3. April 2016 um 10:00:31 Uhr:
Gibt es denn überhaupt Leute, die sich ihr Auto (markenübergreifend) als Ergebnis des Vergleichs aus den NEFZ-Werten gekauft haben? Wenn ich als Fisch an der Angel von MB hänge, dann schiele ich doch nicht zu Nissan rüber (mal einfach so als Vergleich aus der Masse herausgegriffen). Benutzen Hersteller den niedrigen Verbrauch jedoch als Werbebotschaft, dann bekommt man sowas schon mit. Ich erinnere an das so genannte 3 Liter Auto. Leider war es damals "nur" ein Lupo.
Es gibt bestimmt genügend Leute die nicht Markengebunden sind und wenn ich schaue wieviele Leute hier mitschreiben und wieviele Diskussionen rund um das Thema Verbrauch in den Foren stattfinden, glaube ich schon, dass die NEFZ Werte beim Fahrzeugvergleich und Auswahl eine Rolle spielt.
Und auch innerhalb einer Marke kann man solche Überlegungen treffen. Z.B. bei der Entscheidung ob man für etwas mehr Leistung auch bereit ist mehr Verbrauch in Kauf zu nehmen. Dort gibt es für die meisten Käufer nur NEFZ als Vergleichsbasis.
Und dann gibt es noch die Firmenwagenfahrer die durch CO2-Policies sogar von NEFZ profitieren. Die niedrigen Werte erlauben dann die Auswahl eines entsprechenden Fahrzeuges. Der Realverbrauch ist da dann häufig 100% höher da die Firma den Verbrauch bezahlt.
VG, Yadda
Zitat:
@andy_neu schrieb am 2. April 2016 um 19:22:11 Uhr:
Ich glaube nicht, dass es so leicht möglich wäre den Verbrauch bei Verbrennungsmotoren um die Hälfte zu senken. In erster Linie wollen die Hersteller ja Autos für viel Geld an den Mann bringen, und nicht Benzin. Dass aus Gründen der Gewinnmaximierung nicht alle Register gezogen werden, kann durchaus sein.
Aber jetzt mal ehrlich: Die wenigsten sind gerade von einem anderen Planeten auf die Erde gekommen um sich eine C Klasse zu kaufen. Dass die Verbrauchsangaben praxisfremd sind, weiß man ja schon seit Jahrzehnten, ist nichts Neues!
Ich finde den Verbrauch meines 180ers gar nicht so übel. Er hat z.B. 40PS mehr als mein ex W169 und wiegt locker 300kg mehr, zudem wird er automatisch geschaltet. Der Verbrauch beträgt laut Reiserechner aber nur 0.3 Liter mehr (8,3), das ist für mich eine deutliche Weiterentwicklung. Der S205 ist bei uns zu Hause auch das sparsamste Auto, selbst mein Motorrad verbraucht nicht viel weniger...
LG
P.S. Ich möchte betonen, dass ich kein "Mercedes Fanboy" (bescheuertes Wort) bin.
Was du alles weisst. Ich bin beeindruckt. Du arbeitest sicher im Vorstand eines grossen Autokonzerns. Tatsächlich leben Vorstandsmitglieder in einer ganz einfachen Welt. Schön, dass da jeder mitreden kann.
PS: Wir sind schon auf Seite 5. Weiter so. Dass die EU daran ist, die Vorgaben zu ändern, weiss das hier niemand?
Hi,
Zitat:
@helalwi schrieb am 3. April 2016 um 10:17:05 Uhr:
PS: Wir sind schon auf Seite 5. Weiter so. Dass die EU daran ist, die Vorgaben zu ändern, weiss das hier niemand?
doch. Siehe mein Posting auf Seite 1, letzter Satz (http://www.motor-talk.de/.../...stoffverbrauchsluege-t5642832.html?...).
Gruß
Fr@nk
Zitat:
@helalwi schrieb am 3. April 2016 um 10:17:05 Uhr:
@andy_neu
Was du alles weisst. Ich bin beeindruckt. Du arbeitest sicher im Vorstand eines grossen Autokonzerns. Tatsächlich leben Vorstandsmitglieder in einer ganz einfachen Welt. Schön, dass da jeder mitreden kann.
:confused::confused::confused:
Zitat:
@legro schrieb am 3. April 2016 um 10:06:03 Uhr:
Damit - finde ich - triffst du den Nagel auf den Kopf. Genau aus diesem Grunde dürften die meisten von uns sich zügeln und nicht das sog. "Schummeln" als das, was es ist, als kriminellen Betrug deklarieren.
Der NEFZ hat nichts mit Schummeln zu tun, sondern mit der Frage, wie repräsentativ er für deutsche Autofahrer ist. Und das ist er tatsächlich nicht.
Mit Betrug hat das nichts zu tun. Ein anderer Prüfzyklus würde höhere Werte ergeben und dann würden die Hersteller Getriebe etc. eben auf diesen optimieren. Betrug ist es erst dann, wenn sich der Motor anders verhält als auf der Straße, wie es bei VW der Fall war.
Zitat:
Apropos Betrugssoftware von VW .. Auf amerikanisch dürfte das wohl heißen ..
Ein kleiner Schritt für die Ingenieure, großer Schritt für die Manager. ;-(
Den Amerikaner geht es um den Wirtschaftskrieg, nicht um die Umwelt. Der meistverkaufte Wagen in den USA ist der Ford F150. Und der verbraucht bei extrem verbrauchsorientierter Fahrweise durch einen Experten immer noch mehr als Deutschlands mistverkaufter Wagen im Rennbetrieb auf der Rennstrecke.
Zitat:
...z.B. bei der Entscheidung ob man für etwas mehr Leistung auch bereit ist mehr Verbrauch in Kauf zu nehmen.
Der S205 (C 180 T) meiner Frau verbraucht genau so viel (an Litern pro 100 km), wie mein S212 mopf (E 350 4matic T), nur mit dem Unterschied, dass mich der Liter Super für den 205er z.Zt. 1,20 EUR und der Liter Diesel für meinen E 350 nur 0,98 EUR kostet. Rein "tankstellenquittungsmäßig" fahre ich mit dem Großen günstiger! Dass ein kleinerer Motor spürbar weniger verbraucht, konnte ich im Vergleich dieser beiden Fahrzeuge bisher noch nicht ausmachen.