Rostvorsorge am W210 - Erfahrungen und Tipps
Rostschutz-Maßnahmen am W210
Hintergrund: Wir haben den E200 meiner Frau jetzt seit 2 Jahren, er ist 8 Jahre alt. Da wir ihn nicht mehr so viel fahren und er eine sehr gute Substanz hat, wollen wir ihn gut erhalten. Daher haben wir uns die vergangenen Wochen intensiv mit Rostschutz beschäftigt, worauf wir durch unseren Youngtimer W123 eh angewiesen sind.
Folgende Tipps und Links kann ich Euch dazu nennen:
Wir haben als Ansprechpartner den Inhaber eines MB-Betriebes, der auch ein Oldtimer-Servicepunkt von MB ist und von daher mit neuen wie alten Fahrzeugen zu tun hat.
1. Konservierungsplan, wie er für andere Baureihen existiert: Soll es für den 210er nicht mehr geben.
2. Rostvorsorge an den Türen sowie Hohlraumkonservierung und Auffrischen des Unterbodenschutzes: Wurde uns u.a. als empfehlenswert bestätigt.
Ich würde auf jeden Fall ergänzen: auch Kotflügel innen, Kofferraumdeckel an den Kanten und ums Schloss (diese Sachen natürlich nur reinigen und mit Wachs konservieren). Den E200 Limo vor-mopf (98) werden wir noch im März mit Mike Sanders Fett zur Hohlraumkonservierung behandeln. Bei den Türen alle Seiten ringsum genau ansehen, da gab es bei uns Schnittkanten an der Scharnierseite, wo es leicht anfing...
Was die "berühmten" Türkanten unterhalb der Dichtgummis angeht, behandelt MB diese mit einem Wachs. Das Problem ist, dass dieses Wachs nach einigen Monaten wieder ausgehärtet ist und nicht mehr klebt bzw. dichtet. Ich werde unseren E200 auf jeden Fall mit einem öl-artigen Mittel dort nachbehandeln. Ansgar Mertens vom W123-Club Ruhrpott hat an einem Fahrzeug wohl gute Erfahrungen mit FluidFilm gemacht (obwohl manche befürchten, dass dies das Gummi angreifen könnte). Jedenfalls braucht es dort wohl ein Mittel, was flüssig bleibt und nicht aushärtet.
3. Es gibt dort im MB-Betrieb auch die Möglichkeit (wird dort bei Oldtimern gemacht), den Motorraum komplett zu reinigen und zu konservieren. Dort sind u.a. auch Schnittkanten, die rosten (können). Ebenso wie z.B. an der Motorhaube von unten. Der Motorraum sieht nach einigen Jahren ganz schön versifft aus, u.a. die Korrosion am Motorblock und den Bauteilen, aber auch an den Blechteilen.
Neben den Löchern in der Karrosserie (z.B. hinter Leisten), vor allem den Blech-Schnittkanten scheinen auch alle Stellen sinnvoll, wo Dreck länger steht. Dort scheint regelmäßige gründlicheReinigung eine gute Vorbeugung zu sein.
Empfehlenswerte Mittel nach unserem Kenntnisstand:
Der MB-Betrieb arbeitet mit Valvoline Tectyl Amber für den Unterbodenschutz. Ich hab mir einige Dosen hier bestellt: http://www.motorenoelshop.de/produktansicht.php?...
Für die vorübergehende Konservierung bereits vorhandenen Rosts habe ich gute Erfahrungen mit FluidFilm Liquid A gesammelt (ölartig): http://www.korrosionsschutzshop.de/.../index.php?id=2
Für die Konservierung der Radhäuser/Kotflügel (innenkotflügel rausnehmen) habe ich Tectyl Amber eingesetzt, könnte aber genauso gut PermaFilm nehmen: http://www.korrosionsschutzshop.de/.../index.php?id=7
Mit PermaFilm habe ich die Schutzleisten vorn, unten am Kotflügel zum Schweller hin, unter den Leisten konserviert. Dorthin wird von den Rädern der Dreck geschleudert. Das PermaFilm wirkte sehr langlebig: zäh, aber auch sehr abriebfest bzgl. eindringendem Wasser etc.
Hier einige Links mit Erfahrungen und z.T. Photos:
Behandlung der Türen: http://www.db-forum.de/forum/showthread.php?t=22029
Und allgemein: http://www.db-forum.de/forum/showthread.php?t=17296
Aus eigener Erfahrung würde ich zum regelmäßigen Reinigen und Wachsen auch die Stellen rund um alle Dichtungen empfehlen. Beispiel: Heckscheibendichtgummi, z.B. unten wo es an den Kofferraumbereich grenzt. Dort steht Dreck und Wasser.
Die Radhäuser innen (nachdem der Innenkotflügel raus ist) sahen hinten bei uns gut aus, aber im hinten rechten Radhaus gibt es ein befestigtes Bauteil, da gibt es auch wieder Schnittkanten, und die hatten auch leicht angefangen... Das habe ich z.B. mit FluidFilm Gel behandelt, da dort nichts im Alltag weggespült wird.
Die Achsen und andere Bauteile am Unterboden, die zum Rosten neigen können, will ich bei der Hohlraum-Aktion dann soweit sinnvoll auch mit PermaFilm behandeln.
Ich selbst hatte übrigens gestartet, indem ich mal alle Türen und Säulen an allen Seiten sehr gründlich gereinigt und mit Wachs konserviert hatte. Dann erst sieht man die leichten Ansätze, und es fällt einem vieles auf, u.a. auch sehr kleine Lack-Abplatzer an den merkwürdigsten Stellen... ;)
Ein Tipp für alle, die noch weiter gehen wollen: Ich finde es sehr interessant, bei den MB-Clubs die Kaufberatungen für die alten Baureihen zu lesen. Dort werden auch immer die typischen Roststellen genannt. Da steht dann u.a. auch, die Dichtungen rund um die Heck-Schweinwerfer. Ich denke es kann nicht schaden, hier gelegentlich gründlich zu reinigen und zu wachsen. Ich selbst benutze als Wachsprodukt fast immer Sonax, mit dem Nano-Zeugs, Stufe 2, brauche ich für den E200 nur ca. 1 Stunde. Es ist klar, dass ist nicht das Niveau vom Oldtimer - Swiz- Öl, dafür kann man es häufiger mal wiederholen.
Wer hat noch weitere Tipps und Erfahrungen?
Beste Antwort im Thema
Rostschutz-Maßnahmen am W210
Hintergrund: Wir haben den E200 meiner Frau jetzt seit 2 Jahren, er ist 8 Jahre alt. Da wir ihn nicht mehr so viel fahren und er eine sehr gute Substanz hat, wollen wir ihn gut erhalten. Daher haben wir uns die vergangenen Wochen intensiv mit Rostschutz beschäftigt, worauf wir durch unseren Youngtimer W123 eh angewiesen sind.
Folgende Tipps und Links kann ich Euch dazu nennen:
Wir haben als Ansprechpartner den Inhaber eines MB-Betriebes, der auch ein Oldtimer-Servicepunkt von MB ist und von daher mit neuen wie alten Fahrzeugen zu tun hat.
1. Konservierungsplan, wie er für andere Baureihen existiert: Soll es für den 210er nicht mehr geben.
2. Rostvorsorge an den Türen sowie Hohlraumkonservierung und Auffrischen des Unterbodenschutzes: Wurde uns u.a. als empfehlenswert bestätigt.
Ich würde auf jeden Fall ergänzen: auch Kotflügel innen, Kofferraumdeckel an den Kanten und ums Schloss (diese Sachen natürlich nur reinigen und mit Wachs konservieren). Den E200 Limo vor-mopf (98) werden wir noch im März mit Mike Sanders Fett zur Hohlraumkonservierung behandeln. Bei den Türen alle Seiten ringsum genau ansehen, da gab es bei uns Schnittkanten an der Scharnierseite, wo es leicht anfing...
Was die "berühmten" Türkanten unterhalb der Dichtgummis angeht, behandelt MB diese mit einem Wachs. Das Problem ist, dass dieses Wachs nach einigen Monaten wieder ausgehärtet ist und nicht mehr klebt bzw. dichtet. Ich werde unseren E200 auf jeden Fall mit einem öl-artigen Mittel dort nachbehandeln. Ansgar Mertens vom W123-Club Ruhrpott hat an einem Fahrzeug wohl gute Erfahrungen mit FluidFilm gemacht (obwohl manche befürchten, dass dies das Gummi angreifen könnte). Jedenfalls braucht es dort wohl ein Mittel, was flüssig bleibt und nicht aushärtet.
3. Es gibt dort im MB-Betrieb auch die Möglichkeit (wird dort bei Oldtimern gemacht), den Motorraum komplett zu reinigen und zu konservieren. Dort sind u.a. auch Schnittkanten, die rosten (können). Ebenso wie z.B. an der Motorhaube von unten. Der Motorraum sieht nach einigen Jahren ganz schön versifft aus, u.a. die Korrosion am Motorblock und den Bauteilen, aber auch an den Blechteilen.
Neben den Löchern in der Karrosserie (z.B. hinter Leisten), vor allem den Blech-Schnittkanten scheinen auch alle Stellen sinnvoll, wo Dreck länger steht. Dort scheint regelmäßige gründlicheReinigung eine gute Vorbeugung zu sein.
Empfehlenswerte Mittel nach unserem Kenntnisstand:
Der MB-Betrieb arbeitet mit Valvoline Tectyl Amber für den Unterbodenschutz. Ich hab mir einige Dosen hier bestellt: http://www.motorenoelshop.de/produktansicht.php?...
Für die vorübergehende Konservierung bereits vorhandenen Rosts habe ich gute Erfahrungen mit FluidFilm Liquid A gesammelt (ölartig): http://www.korrosionsschutzshop.de/.../index.php?id=2
Für die Konservierung der Radhäuser/Kotflügel (innenkotflügel rausnehmen) habe ich Tectyl Amber eingesetzt, könnte aber genauso gut PermaFilm nehmen: http://www.korrosionsschutzshop.de/.../index.php?id=7
Mit PermaFilm habe ich die Schutzleisten vorn, unten am Kotflügel zum Schweller hin, unter den Leisten konserviert. Dorthin wird von den Rädern der Dreck geschleudert. Das PermaFilm wirkte sehr langlebig: zäh, aber auch sehr abriebfest bzgl. eindringendem Wasser etc.
Hier einige Links mit Erfahrungen und z.T. Photos:
Behandlung der Türen: http://www.db-forum.de/forum/showthread.php?t=22029
Und allgemein: http://www.db-forum.de/forum/showthread.php?t=17296
Aus eigener Erfahrung würde ich zum regelmäßigen Reinigen und Wachsen auch die Stellen rund um alle Dichtungen empfehlen. Beispiel: Heckscheibendichtgummi, z.B. unten wo es an den Kofferraumbereich grenzt. Dort steht Dreck und Wasser.
Die Radhäuser innen (nachdem der Innenkotflügel raus ist) sahen hinten bei uns gut aus, aber im hinten rechten Radhaus gibt es ein befestigtes Bauteil, da gibt es auch wieder Schnittkanten, und die hatten auch leicht angefangen... Das habe ich z.B. mit FluidFilm Gel behandelt, da dort nichts im Alltag weggespült wird.
Die Achsen und andere Bauteile am Unterboden, die zum Rosten neigen können, will ich bei der Hohlraum-Aktion dann soweit sinnvoll auch mit PermaFilm behandeln.
Ich selbst hatte übrigens gestartet, indem ich mal alle Türen und Säulen an allen Seiten sehr gründlich gereinigt und mit Wachs konserviert hatte. Dann erst sieht man die leichten Ansätze, und es fällt einem vieles auf, u.a. auch sehr kleine Lack-Abplatzer an den merkwürdigsten Stellen... ;)
Ein Tipp für alle, die noch weiter gehen wollen: Ich finde es sehr interessant, bei den MB-Clubs die Kaufberatungen für die alten Baureihen zu lesen. Dort werden auch immer die typischen Roststellen genannt. Da steht dann u.a. auch, die Dichtungen rund um die Heck-Schweinwerfer. Ich denke es kann nicht schaden, hier gelegentlich gründlich zu reinigen und zu wachsen. Ich selbst benutze als Wachsprodukt fast immer Sonax, mit dem Nano-Zeugs, Stufe 2, brauche ich für den E200 nur ca. 1 Stunde. Es ist klar, dass ist nicht das Niveau vom Oldtimer - Swiz- Öl, dafür kann man es häufiger mal wiederholen.
Wer hat noch weitere Tipps und Erfahrungen?
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48 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von neu2003
Hallo Markus, herzlichen Dank für die Erläuterungen; mit Deinem Einverständnis setz ich deinen Text mal mit in die Linksammlung...!
Nix dagegen! Sorry für die Rechtschreibfehler, war gestern Abend schon ein bischen müde und zum editieren ist es zu spät. ;)
@Frl. Meyer: Was die Stopfen angeht - bedaure, da mußt Du den Freundlichen fragen! Ich gehe aber davon aus, daß sie nicht einschraubt sind, sondern reingedrückt. Kenn ich zumindest von anderen Autos, etwa BMW so. Mit zwei lappenumwickelten Schraubenziehern gleichzeitig vorsichtig von zwei Seiten hebelnd, sollte man die rauskriegen. Aber Vorsicht: Lack nicht beschädigen. Warmes Wetter ist hilfreich, damit die Gummis hübsch geschmeidig sind. Um sie wieder einzusetzen, hilft Einsprühen mit Armor All.
Noch ein Wort zum Rost von außen nach innen: Das Problem, was ihr alle beim Konservieren habt, ist wirklich die Tatsache, daß das Rosten an vielen Stellen nicht oder kaum an schlecht konservierten Hohlräumen liegt, denn da schlampte Mercedes eigentlich nicht. (Mal vom Aggregateträger abgesehen, der enthält wirklich kein einziges Gramm Werksversiegelung.) Ich bin nicht im Bilde, ob die Karossen nun nicht ausreichend gereinigt wurden und aggressive Substanzen vorm Grundieren auf dem Blech verblieben oder ob es sich um Unverträglichkeiten und Fehler im Lackaufbau handelt.
An sich sind die Falze am Unterboden vorbildlich mit Dichtungsmasse versiegelt. Da es trotzdem unter der Dichtungsmasse fern jeden Streusalzes und Wassers gammelt, muß man eigentlich von mangelhafter Reinigung der Karossen und aggressiven Tauchbadresten o.ä. ausgehen.
Da ist dann bei manchen Autos mehr hängen geblieben - das sind die besonders heftigen Roster - bei andern halt weniger.
Über die Dichtungsmasse oder verdächtige Werksgrundierung gepinselt, ist auch Sanders fast wirkungslos.
An manche Stellen, wie die Aufnahmen des Hinterachskörpers, kommt man zum Entrosten mit Drahtbürste oder Schleifpapier zugegebenermaßen sehr schlecht ran.
Wer hier wirklich gute Ergebnisse erzielen möchte, müßte die relevanten Stellen am Unterboden erst mit dem Schaber von der Dichtungsmasse befreien und dann partiell Glasperl- oder besser noch - rückstandsfrei Eisstrahlen lassen. Kostet beim Profi natürlich ein paar Scheine mehr, liefert aber nacktes, sauberes Blech als super Basis für den neuen Lackauftrag und die Konservierung. Für ein langes Autoleben.
Grüße: Markus
Zitat:
Original geschrieben von zinnenberg
Wer hier wirklich gute Ergebnisse erzielen möchte, müßte die relevanten Stellen am Unterboden erst mit dem Schaber von der Dichtungsmasse befreien und dann partiell Glasperl- oder besser noch - rückstandsfrei Eisstrahlen lassen. Kostet beim Profi natürlich ein paar Scheine mehr, liefert aber nacktes, sauberes Blech als super Basis für den neuen Lackauftrag und die Konservierung. Für ein langes Autoleben.
Grüße: Markus
Hallo Markus,
ich denke, das wird kaum einer komplett beim 210er machen.
Aber vielleicht kann man, vom Allgemeinzustand ausgehend, Proben nehmen.
Bsp.: Unser E200 ist von Hause aus mit sehr wenig Rost behaftet gewesen.
Als Testpunkte würde ich spontan ansehen:
- Die schon erwähnten Gummistopfen am Längsträger, vorn, herausnehmen und mit dem Schraubenzieher den Unterbodenschutz abkratzen. Wenn da nichts ist - gutes Zeichen....
- Hinterachsaufnahme - hier hab ich nicht vor Augen, was genau die kritische Stelle ist. Aber deinen Erläuterungen nach ist sie ja relevant. Wie könnte man dort ggf. testen?
- Federaufnahmen vorne: hier könnte man auch mit dem Schraubenzieher testen, oder mit Eisstrahlen.
Wir haben beim E200 den Motorraum vor der LPG-umrüstung Eisstrahlen lassen. Eine Stunde Trockeneis-strahlen kostet meist um 150-200 EUR. Wenn man mit dieser Stunde Gewissheit schaffen kann, oder auch mit einer halben Stunde, wäre das für die zu erhaltenden Fahrzeuge evt. schon interessant.
Hinzu kommt dann natürlich der Aufwand für das anschließende Lackieren und Konservieren.
Welche Stellen hälst Du hier für aufschlussreich?
PS: Danke für Deine Ausführungen, das bringt eine neue Facette ins Thema.
Allerdings wohl nur für die Langzeit-Fahrzeugerhalter (MB-Fans), weniger für die 3-Jahres-Besitzer...
Hi,
klar, meine Konservierungsvorschläge gehen in Richtung Restaurierung wie beim Oldtimer.
Zum Motorraum kann ich so spontan jetzt nichts sagen, ist mir nicht so ins Auge gefallen. Muß ich passen. Wie schon erwähnt, im Bereich Motorraum ist alles, was zum Aggregateträger gehört, unzureichend konserviert.
Was die hinteren Achsaufnahmen angeht: siehe Anhang. Ist zwar ein 124er, die Stelle ist aber die gleiche. Gucken muß man auch von der Innenseite.
Bei den vorderen Federaufnahmen hilft bei Verdacht nur Dichtungsmasse mit einem Schraubenzieher rauskratzen, um Klarheit zu bekommen. Strahlen erst, wenn tatsächlich Gammel da ist und die Dichtungsmasse ab ist. Das Strahlgut ist nicht in der Lage, Dichtungsmasse zu entfernen. Wer nicht strahlen will, nimmt eine Drahtbürste und Fertan. Um die Naht dann neu abzudichten, empfehle ich dauerelastische Dichtungsmasse von Teroson aus der Tube.
Grüße: Markus
Hi Markus, ich nehm auch diese ganzen Hinweise mal komplett als Zitat von Dir rüber in den "Linksammlung" Thread. Was Du gerade geschrieben hast, lässt sich ja auch für etwas interessierte 3-Jahres-Besitzer ganz gut umsezten, also mit Hobby-Mietwerkstatt und Schraubenzieher (Federteller).
Die Achsaufnahmepunkte kann man auch ganz gut erreichen; und wie man Innenradhäuser rausmacht, und an die Hohlräume kommt, ist auch schon im Linksammlungs-Thread mit Fotos drin...
PS: Zum Motorraum hatte ich keine Fragen; wollte nur erwähnen, dass ich von diesen Arbeiten das Eisstrahlen kenne.
Zitat:
Original geschrieben von zinnenberg
Noch ein Wort zum Rost von außen nach innen: Das Problem, was ihr alle beim Konservieren habt, ist wirklich die Tatsache, daß das Rosten an vielen Stellen nicht oder kaum an schlecht konservierten Hohlräumen liegt, denn da schlampte Mercedes eigentlich nicht. (Mal vom Aggregateträger abgesehen, der enthält wirklich kein einziges Gramm Werksversiegelung.) Ich bin nicht im Bilde, ob die Karossen nun nicht ausreichend gereinigt wurden und aggressive Substanzen vorm Grundieren auf dem Blech verblieben oder ob es sich um Unverträglichkeiten und Fehler im Lackaufbau handelt.
An sich sind die Falze am Unterboden vorbildlich mit Dichtungsmasse versiegelt. Da es trotzdem unter der Dichtungsmasse fern jeden Streusalzes und Wassers gammelt, muß man eigentlich von mangelhafter Reinigung der Karossen und aggressiven Tauchbadresten o.ä. ausgehen.
Da ist dann bei manchen Autos mehr hängen geblieben - das sind die besonders heftigen Roster - bei andern halt weniger.
Das ist eine Erklärung, gerade im Hinblick auf viele Schnellroster und manche, die kaum Rost haben. Bei meiner Kosnervierungsarbeit ist mir aber auch aufgefallen, dass viele Blechkanten a) miserabel gestanzt sind, z.T. ausgefranst, und b) gerade die Blechkanten wenig Farbe abbekommen haben. Die meisten Rostnester bei meinem waren im Batteriekasten die Blechkanten sowie unter der Windschutzscheibe nach abnehmen der Verkleidung, ebenfalls Blechkanten, naja, abgesehen vom Aggregateträger. Manche Falze und Ecken sind so gearbeitet, da muß der Wagen einfach rosten. Z.B. die Radkästen hinter hinter der Verkleidung. Miserable Passgenauigkeit der Blechnähte.
Das Geld zum Runterholen der Lakierung, Beschichtung etc werde ich sicher nicht investieren. Ich werde den Rost im Auge behalten und nachkonservieren, in der Hoffnung, das es was bringt. In erster Linie möchte ich Auto fahren. Bischen Pflege und Arbeit investiere ich gern, aber das muß sich in Grenzen halten.
Das Traurigste ist aber, das Mercedes beim W 210 den Rost bis zum Produktionsende nicht in den Griff bekommen hat. Und noch schlimmer, auch bei aktuellen Modellen sich der gleiche Mist wieder zeigt, wie aktuell beim W 169, wo bereits nach 12 Monaten die Türen gammeln.
Eigentlich Schade, der W 204 ist genau mein Geschmack, aber wenn der auch so rostet? Ich werde dies mal im Auge behalten, sollte mein E doch noch anfangen zu gammeln und der W 204 die gleichen Probleme wie der W 169 bekommen, dann ist meine jetzige E-Klasse mein letzter Benz gewesen.
Ich habe vorher, vor dem 190 er für den Bau, 12 Jahre Honda gefahren. 2 Stück über gesamt rd 500 tkm. Bis auf leichten Rostbefall an den Radkästen war nichts an der Karosse. Und ausgeschlagene Traggelenke oder sonstiges ausgeschlagenes am Fahrwerk wie Spurstangenköpfe war nicht. Einfach regelmäßig Inspektion und gut war. Ich hatte mich nach den guten Erfahrungen mit dem 190er in den W 210 verguckt, schickes Auto.
Na, vielleicht habe ich ja Glück.
Ich seh´gerade, Lenschi hat reagiert. Er verkauft seinen E 220 cdi als "sehr gepflegt".... und sucht einen Unwissenden, der ihm den Wagen abkauft.
ABS, Anhängerkupplung, El. Fensterheber, El. Wegfahrsperre, ESP, Scheckheftgepflegt, Schiebedach, Servolenkung, Sitzheizung, Tempomat, Zentralverriegelung
Zitat:
Fahrzeugbeschreibung:
Von Privat! Hier biete ich meinen MB E220 T CDI an. Vom Fahrzeug gibt es eine Schwacke Bewertung ( 12.500,- Euro). Nichtraucher Fz. Der Wagen ist sehr gepflegt, alles sauber. Der MB ist Scheckheft gepflegt. 2. Hand. Er hat 6 Airbag,Multifunktionslenkrad, el. Schiebedach,AHK,Laderaumabdeckung, Laderaumwanne,Trennetz , 4 el. Fensterheber, Klima, Restwärmeausnutzung, Pollenfilter, el. Wegfahrsperre, ABS, ESP, Automatic (5-Gang) mit Winterprogramm, Tempomat, el. Sitze, Sitzheizung,Regensensor. Einen Fehler hat er: hinten links an der Stoßstange kleine Kratzer von einer Berührung beim Ausparken ( siehe Bild). CD-Radio dabei. Der TÜV sowie der AU Bericht ist dabei, ebenso das vollständige Scheckheft (alle Insp. bei MB), Bedienungsanleitung. Bei Fragen einfach mailen.Der MB ist noch zugelassen, wird täglich genutzt. Daher kommen noch KM hinzu.Der Verbrauch liegt bei ca. 6,5 bis 7,5 Lieter Diesel.
Hier noch der Link
Auch nicht die feine Art sein wissentlich gammeliges Auto so anzubieten...
Zitat:
Original geschrieben von Frl. Meyer
Ich seh´gerade, Lenschi hat reagiert. Er verkauft seinen E 220 cdi als "sehr gepflegt".... und sucht einen Unwissenden, der ihm den Wagen abkauft.
Auch nicht die feine Art sein wissentlich gammeliges Auto so anzubieten...
...das ist wahrscheinlich so eine Art ganz schneller Entscheidung, diesen Wagen nun nicht mehr zu wollen... Ich denke, wenn ein Interessent sieht, dass der Wagen nur 3 Wo. gefahren wurde, und dann mal unter die Türgummis schaut, dann ist die Ausgangslage schnell klar...
...und die anderen Verkäufer und Händler schreiben die Nachteile ihrer Fahrzeuge auch nicht rein; ehrlich gesagt habe ich das noch so gut wie nie gesehen! außer bei Youngtimern, wobei auch dort schamlos übertrieben wird, was den Zustand angeht. Gerade auch bei Aussagen zur Pflege hängt das sehr vom Auge des Betrachters ab... Und das nicht nur hier, sondern weltweit...
Schlimm fände ich bewusstes Täuschen und Unkenntlichmachen von Problemen, also z.B. eine Verkaufslackierung bei Youngtimern, und darunter nur Spachtel, und dann "prof. Restaurierung" oder ähnliches... Wird ja auch oft genug gemacht.
Hier ist ja schnell alles offensichtlich...
Na ja, wenn ihm jemand nach Rost fragt und er sagt dann, es wäre alles okay, dann ist es Betrug. An seiner Stelle würde ich den Karren bei einem Händler in Zahlung geben, dann ist er ihm am sichersten und schnellsten los, nur nicht bei DC. :D
JAn
Hallo "neu2003"!
Deine Erfahrungen und Hinweise mit aussagekräftigen Fotos zum Thema Rost beim 210er finde ich, wie andere
Teilnehmer an diesem thread auch, ausgezeichnet und wirklich nützlich!
Auch an meinem E320er Avantgarde, 5/2000, haben die Freundlichen drei Rostkuren durchgeführt; alle Mitarbeiter
haben sich sehr bemüht und die bekannten Stellen ordentlich wieder hergestellt: Türen, Heckdeckel, Radläufe (vorne
links neuer Kotflügel), hintere untere Ecke Fahrertür, "Kotflügel" hinten links untere Ecke(unter der linken unteren Ecke
des Heckdeckels), Batterie-Boden innen und außen, Dach komplett (!!) - eine kleine Rostpustel vorne in der linken
Ecke des Dachausschnitts, Unterboden und Benzinleitungen komplett. - Ich hoffe, die Ausbesserungen sind nach-
haltig! - Alles auf Kulanz!
Nun aber zu einer Stelle, die ich noch nicht in diesen Foren erwähnt fand: Unter den schwarzen Kunststoffschalen
der Wasserabläufe beim Kofferraum (links und rechts direkt unter dem Heckdeckel) ... ROOOOOST!!! Habe ich
in Eigenarbeit mit Hammerite überstrichen, in der Hoffnung, dass es hält!
Grüße
Dacon
Hallo Dacon, danke für das nette Feedback. Diese Stellen hab ich bei meinem Vor-Mopf-Kombi auch behandelt, dort war allerdings noch kein Rost bei mir, zum Glück. Gut ist vor allem auch oben, in den Scharniertaschen mal etwas Fett (z.B. Sanders Fett) mit einem Pinsel auf die Bleche zu streichen. Dazu kann man die Gummikappen abnehmen, die die Scharniertaschen teilweise abdecken. Auch die gesamte Kofferraumdichtung zur Heckklappe würde ich empfehlen mal rauszunehmen.
PS: Wie mir jetzt klar wird, sprichst Du von der Limo; ich vom Kombi.
aber am E200 meiner Frau haben wir das gleiche auch gemacht, das ist in Ralfs-DB-Forum in den Threads auch mit Fotos zu finden.... Ausgangspunkt wäre immer der o.g. Thread "Linksammlung Konservierung..." dort, der verweist auf alles weitere...
Original geschrieben von neu2003
Hallo Dacon, danke für das nette Feedback. Diese Stellen hab ich bei meinem Vor-Mopf-Kombi auch behandelt, dort war allerdings noch kein Rost bei mir, zum Glück. Gut ist vor allem auch oben, in den Scharniertaschen mal etwas Fett (z.B. Sanders Fett) mit einem Pinsel auf die Bleche zu streichen. Dazu kann man die Gummikappen abnehmen, die die Scharniertaschen teilweise abdecken. Auch die gesamte Kofferraumdichtung zur Heckklappe würde ich empfehlen mal rauszunehmen.
Code:
PS: Wie mir jetzt klar wird, sprichst Du von der Limo; ich vom Kombi.
aber am E200 meiner Frau haben wir das gleiche auch gemacht, das ist in Ralfs-DB-Forum in den Threads auch mit Fotos zu finden.... Ausgangspunkt wäre immer der o.g. Thread "Linksammlung Konservierung..." dort, der verweist auf alles weitere...
Zitat:
Original geschrieben von Dacon
Original geschrieben von neu2003
Hallo Dacon, danke für das nette Feedback. Diese Stellen hab ich bei meinem Vor-Mopf-Kombi auch behandelt, dort war allerdings noch kein Rost bei mir, zum Glück. Gut ist vor allem auch oben, in den Scharniertaschen mal etwas Fett (z.B. Sanders Fett) mit einem Pinsel auf die Bleche zu streichen. Dazu kann man die Gummikappen abnehmen, die die Scharniertaschen teilweise abdecken. Auch die gesamte Kofferraumdichtung zur Heckklappe würde ich empfehlen mal rauszunehmen.
Code:
PS: Wie mir jetzt klar wird, sprichst Du von der Limo; ich vom Kombi.aber am E200 meiner Frau haben wir das gleiche auch gemacht, das ist in Ralfs-DB-Forum in den Threads auch mit Fotos zu finden.... Ausgangspunkt wäre immer der o.g. Thread "Linksammlung Konservierung..." dort, der verweist auf alles weitere...
Hallo neu2003!
Mit dem Zitieren ist etwas schief gegangen! Pardon! Werde noch ein bisschen üben.
Ja, ich meine die Limo! Unter den Kunststoffschalen, an denen auch die gerillten Gummipuffer
zur Abstützung des Heckdeckels (Kofferraumdeckels) aufliegen/festgeschraubt sind: dort
ist auch Rost, da das Wasser hier schlecht ablaufen kann. Vielen Dank für Deinen Link-Hinweis!
Und bitte weiter Dein Engagement! Ich finde das großartig! Und wie schon gesagt: sehr nützlich!
Gruß Dacon
Hallo Dacon,
hier ist z.B. mal ein weiterer Hammerit-Ansatz am 210er:
http://www.db-forum.de/forum/showpost.php?p=251303&postcount=58
ist ein Bestandteil des o.g. Threads zur Konservierung.
In ähnlicher Form habe ich "drüben" auch das Thema LPG-Umrüstung für die Wagen aufbereitet...
PS: Mitte nächsten Jahres ist Schluss, dann wechsel ich zum 211er,
wenn alles gut läuft wird es ein junger E500Mopf ;)
Hallo neu2003!
Vielen Dank für den Link, hatte ihn schon angeschaut!
Wenn E211 500er, dann Mopf 2006 (mit dem blauen Daimler-Stern oben am Kühlergrill):
die Bleche sollen laut Aussagen eines (tollen!) Meisters beim Freundlichen elektrolytisch
beidseitig verzinkt sein! Ob es stimmt?
Grüße Dacon