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Roststopper

Themenstarteram 18. Dezember 2009 um 14:47

Hallo zusammen,

ich habe an meinem 1302 jetzt festgestellt, das er an der Federbeinaufnahme am vorderen Seitenteil von innen nach außen durchrostet. Da das eine Stelle ist, an der man ja eigentlich nicht schweißen sollte/ darf und das Loch auch noch recht klein ist, möchte ich diese Stelle von innen versiegeln und ein Blech aufschweißen(wegen Tüv). Jetzt meine Frage: Womit kann ich die Stelle am besten versiegeln, damit sich der Rost nicht weiter "durchfrisst"? Ich habe da von Pelox-Rostentferner und Fertan gehört. Kennt sich jemand damit aus?

Viele Grüße

Micha

12 Antworten

Jeder wird dir was anderes erzählen, daher musst du selbst entscheiden.

Zuerst zum Schweissen:

natürlich darf man schweissen, sonst wären 90% aller Oldies schon in der Presse. Es sollte fachgerecht geschweisst werden, also nicht so klitzekleine Bleche. Alles andere erfährst du entweder von den anderen Kollegen hier, oder über Bücher. Zur "Not" gehts auch mit einer Werkstatt.

 

Rostumwandler ist schon nicht schlecht, Fertan ist sowas denke ich.

Anschliessend Hohlraumversiegelung aus der  Spraydose.

 

Als Blech solltest du verzinktes Karosserieblech nehmen. Nicht das normale, verzinkte Blech. Das K.-blech kann man gut biegen und vor allem gut Schweissen.

Schweissnähte grundieren, mit Baumarktacrylmasse (nicht Silikon) überstreichen, glattstreichen und dann wieder Grundierung drauf. Lackieren, fettich.

So ist's bei mir schon fast 25Jahre - ohne Nacharbeit.

 

Wichtiger ist aber das du mal weiter gucken musst, also weiter nach Rost suchen solltest. Meist ist so eine kleine Stelle nicht die einzigste.

Alle paar Monate hier und da so'n Blech anpappen ist nicht der Bringer.

hallo Flatfour,

 

richtig so!,

 

am besten etwas weiter die "Durchrostung sowie Rostung" freilegen, dann sieht man erst das ganze Ausmaß. Genauso wie Du es beschrieben hast konnte ich vor 3 Jahren einen Käfer, langer Vorderwagen, retten.

Allerdings mußte ich ihn dann nach beenden meines Außendienstes verkaufen. So stabil wie er nach der Prozedur war, das schaffte selbst das Werk damals nicht.  

 

Frohes Fest

 

Gruß Erdmann

Themenstarteram 18. Dezember 2009 um 16:33

Jo, das hört sich gut an,

also ihr meint, dass mann direkt an der Federbeinaufnahme Schweißen darf. Das wäre nicht schlecht. Allerdings kommt man da sau blöd ran. Leider hast du aber recht, dass man nach mehr Rost suchen soll. Die Stelle sieht man leider auch nur, wenn der Tank ausgebaut ist und das Blech der Tankaufnahme (durchgerostet) entfernt ist. Von aussen war nicht mal im Ansatz was zu sehen. Ich hoffe, dass ich nicht mehr zu viele Durchrostungen finde. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, den Kleinen retten zu können.

Gruß Micha

In aller Regel ist der PVC Verstrich vom Werk irgendwo gerissen und undicht. Dann suppt permanent Wasser in die Doppelung und es rostet weiter.

Lege erstmal die ganze Verstärkung/Domlager komplett frei, alles Dichtmaterial rundum komplett weg. Wenn er in der Doppelung bereits quillt, musst du das dünne Radhausblech entfernen, die Verstärkung entrosten und ein neues Radhausblech wieder einsetzen. Da sollte man aber wirklich perfekt schweissen können, da guckt auch der TÜV sehr genau hin.

Einfach nur ein Reparaturblech drüberbraten, verschleppt nur das Problem um weitere 2 Jahre. Aso wirklich raus mit dem Rost...

Fertan und sämtliche andere Chemikalien kannst du bei sowas getrost vergessen, es wird garnichts helfen ausser ein paar Monaten Sauerei. Es wird wiederkommen, es ist ja eindringendes Wasser als Rostursache...

Wenn man von aussen nichts sieht, gehts mit Fertan von innen, denn die Federbeinaufnahme besteht aus zwei gleich geformten Blechen, die an der Domlagerstelle und bis zur Reserveradmulde miteinander wie ein dünner Kastenrahmen gepunktet ist. 

Also wenn das äussere Blech noch i.O. ist kann man nach dem Öffnen ( Blech austrennen) des inneren Bleches dieses äussere mit Fertan und Hohraumversiegelung innen behandeln. Dann zuschweissen.

Klar muss man auch die Ursachen der Rostnester suchen und beseitigen.

Übrigens schweissen Werkstätten gern einfach ein ähnlich der kompletten Federbeinaufnahme geformtes Blech stumpf drauf.

Das bringt nur kurzfristig die Wende und sieht scheisse aus.

Generell ist das eine blöde Stelle. Das sind die Bleche die man zugeschnitten in die Tonne tritt. Schon 2x abgeschnitten und immer noch zu kurz:D

 

Als allgemeiner Hinweis : nur beim Zusammenschweissen gilt, oben dicht und unten ziemlich offen( bloss nicht dicht) machen, wenn es geht. Somit wo Wasser reinlaufen könnte = dicht, und wenn es doch passiert kann es unten ablaufen.

Bei der Federbeinaufnahme geht's nicht- schon mal erwähnt. Das bleibt ein geschlossener Hohlraum. Heisst auch anschliessend fluten mit Hohlraumversiegelung.

Themenstarteram 19. Dezember 2009 um 17:07

Hallo,

ich habe mich heute dazu entschlossen, die Seite vorsichtig von aussen zu öffnen. Ich konnte damit das "Geschwür" entfernen und habe jetzt "nur"noch Oberfächenrost. Ich glaube alles Andere wäre Mist gewesen. Mal sehen ob ich das einigermaßen wieder zu bekomme.

Wie ist das eigentlich bei Zinkblech mit lackieren? Kann ich da einfach mit Unterbodenschutz drüber oder muss ich das irgendwie vorbehanden?

Gruß Micha

Zinkblech läßt sich genauso lackieren wie Schwarzblech. Metallisch blank, fettfrei... ganz normal mit einem 2K EP Grundierfüller oder notfalls auch mit gewöhnlicher 1K Grundierung aus der Dose. Mit PVC oder Acryl abdichten, etwas Decklack und Wachs.

 

Das ist alles besser als Unterbodenschutz. Sogar GARNIX ist besser als Unterbodenschutz.... :rolleyes:

Unterbodenschutz, noch dazu Bitumen, ist so ziemlich das Schlimmste, was man seinem Käfer überhaupt nur antun kann.

Themenstarteram 19. Dezember 2009 um 18:08

@Red1600i,

das musst du mir jetzt aber genauer erklären. Warum soll Unterbodenschutz schädlich für den Käfer sein? Was soll ich mit dem vorhandenen Unterbodenschutz machen? Ich wollte da eigentlich nur evtl. lose Stellen entfernen und danach den kompletten Unterboden neu übersprühen. Oder z.B. die Stelle unter dem Tank, wenn da mal irgendwann der Rost weg ist, soll ich da auf das Blech Wachs drauf machen?

Unterbodenschutz besteht meistens aus Bitumen oder Bitumen+Wachs.

Beide Sorten härten aus und bilden Risse, das mit Wachsbasis ist etwas besser.

Ausserdem ist Bitumen entgegen landläufiger Meinung wasserdurchlässig. Nicht wasserdurchlässig in flüssiger Form, sondern Wasserdampf aus der Luftfeuchte. Es ist keine Barriere für's Eindringen des Dampfes, aber einmal drin, geht es nicht mehr raus... da wirkt es dann wunderbar als Barriere.

Ehrlich: nimm das Zeug und trete es in die Tonne, Sondermülltonne natürlich. Es taugt nichts, es macht alles nur schlimmer.

Der dauerhafteste Schutz ist eine intakte Grundierung, Nahtabdichtung, Decklack, klares Hohlraumwachs.

Wenn du dir vorstellst, dass viele Leute einen Unterbodenschutz bereits bei Neufahrzeugen haben machen lassen und dann VIEL schlimmer dastehen als Laternenparker und Runterschlamper, dann sagt das einiges über den Unterbodenschutz aus...

am 20. Dezember 2009 um 9:22

Was mal wieder beweist, das Beste ist, den Wagen nur bei Trockenheit zu fahren. Kriegt er doch mal Wasser ab, z.B beim Waschen, fahre ich ihn danach wieder trocken unter Ausnutzung aller Längs- und Querbeschleunigungspotentiale, um das Wasser rauszukriegen. 

Zitat:

Original geschrieben von Karl-der-Käfer

Was mal wieder beweist, das Beste ist, den Wagen nur bei Trockenheit zu fahren. Kriegt er doch mal Wasser ab, z.B beim Waschen, fahre ich ihn danach wieder trocken unter Ausnutzung aller Längs- und Querbeschleunigungspotentiale, um das Wasser rauszukriegen. 

Das muss ich mir merken, wenn mich die Rennleitung das nächste mal wegen rasanter Fahrweise anhält.

Ich sage einfach: "Das Trocknungsprogramm der Waschanlage war kaput":D :D :D

Uwe

Bitte einmal "Schleudern"-Programm :D

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